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5 Dinge, die Sie in der ersten Woche als Social Media-Manager tun sollten

Heute ist Ihr erster Tag als Social Media-Manager in der neuen Firma. Aber wo sollen Sie bloß anfangen? Die Frage nach den ersten Aufgaben eines Social Media-Managers ist eine berechtigte Frage, die allerdings selten ausgesprochen wird. Schließlich will jeder vermeiden, gleich am ersten Arbeitstag unerfahren zu wirken oder einen schlechten Eindruck zu machen. Doch diese Frage ist wirklich wichtig. Ein kritischer Fehler könnte teurer kommen, als die Kollegen um Hilfe zu bitten.

Sie können nicht einfach ins kalte Wasser springen und im Auftrag eines Unternehmen tweeten, das Ihnen noch nicht vertraut ist. Jedes Unternehmen hat andere Zielgruppen, Anforderungen und Ziele für seine Social Media-Präsenz. Andererseits wollen Sie natürlich Initiative zeigen und sich sofort einbringen.

Ihren ersten Tag bzw. Ihre erste Woche im neuen Job als Social Media-Manager verbringen Sie am besten damit, gut zuzuhören und viel zu lernen. Sie müssen herausfinden, was funktioniert und was nicht, und welche Ziele Sie erreichen sollen. Damit Sie richtig gut durchstarten, haben wir hier fünf Maßnahmen zusammengestellt, die Sie in Ihrer ersten Woche als Social Media-Manager unternehmen sollten.

Auditieren Sie die bestehenden Social Media-Aktivitäten Ihres Unternehmens

Rettungskräften wird beigebracht, in einer potenziell gefährlichen Situation zuallererst nach Gefahren (Feuer, Kabel, Gas, Glas) Ausschau zu halten. Als Social Media-Manager brauchen Sie sich in der Regel keine Sorgen über versteckte Gefahren machen. Doch die neue Umgebung genau zu erkunden, bevor man handelt, ist auch für neue Mitarbeiter ein ziemlich guter Rat. Im Fall von Social Media geschieht das normalerweise durch ein Social Media-Audit.

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Ein Audit hilft Ihnen dabei, den aktuellen Stand der Social Media-Aktivitäten in Ihrer Firma zu beurteilen und künftige Ziele festlegen. Ein Social Media-Audit umfasst:

  • Sämtliche Social Media-Profile des Unternehmens aufzulisten; deren aktuelle Performance auszuwerten
  • Account-Zugänge zu ermitteln; wenn nötig, Berechtigungen zentralisieren
  • Alle für Social Media verwendeten Tools zu ermitteln und aufzulisten; bei Bedarf Zentralisierung der Social Media-Aktivitäten auf einem Social Media-Management-Dashboard
  • Einen Prozess zur Anforderung und Ausführung von Social Media-Aktivitäten aufzusetzen

Mit einem Audit fassen Sie in Ihrer neuen Rolle schneller Fuß. Sie werden schnell feststellen, was funktioniert und was nicht. Gleichzeitig machen Sie sich mit den Social Media-Verfahren des Unternehmens vertraut. Das hilft Ihnen dabei, die Social Media-Strategie Ihrer Firma weiterzuentwickeln und voranzutreiben.

Erfahren Sie, wie Sie einen Social Media-Audit in 6 Schritten durchführen. Hier können Sie unser Template für ein Social Media-Audit herunterladen.

Hören Sie Ihren Followern und den Branchen-Gesprächen zu

Nehmen wir an, dass Ihre neue Firma bereits in den sozialen Medien präsent ist und dort auch wahrgenommen wird. Dann sollten Sie sich in Ihrer neuen Funktion zuerst mit Ihren Followern beschäftigen, und zwar, indem Sie diesen einfach mal zuhören. Ihre Follower sind Ihre beste Informations- und Inspirationsquelle.

Wenn Sie bei einem neuen Unternehmen anfangen, wissen Sie eventuell nicht, welche Inhalte Ihre Follower ansprechen oder was Online-Diskussionen ankurbelt. Überfliegen Sie Ihre Follower-Liste. Klicken Sie auf Profile, um zu sehen, was geteilt wird. Finden Sie heraus, wer regelmäßig mit Ihrem Content interagiert; und untersuchen Sie dann genauer, was die Betreffenden eigentlich posten.

Auf diesem Weg erhalten Sie qualitative Informationen – nicht nur über Ihre Follower, sondern auch über Ihre Kunden – einschließlich:

  • Stimmung rund um Ihre Marke und/oder Ihre Produkte
  • welche Features oder Produkte Kunden von Ihrer Firma erwarten
  • wie Sie die Probleme Ihrer Kunden lösen können

Gleichzeitig sollten Sie relevante Hashtags suchen und ihnen folgen. So finden Sie heraus, welche Nachrichten generell interessieren und worüber sich die Leute aus Ihrer neuen Branche unterhalten. Dazu gehört auch die Konkurrenz. Hat ein Wettbewerber mehr Follower und Interaktionen als Sie, sichten Sie dessen Posts und lernen Sie daraus so viel Sie können. Erstellen Sie Streams, um diese Informationen im Auge zu behalten und kontrollieren Sie diese regelmäßig. Sie werden überrascht sein, wie viel Sie allein durchs Zuhören lernen können.

Schauen Sie sich die Inhalte mit den besten Ergebnissen nochmals an

Sie mögen nicht für die Erstellung von Content verantwortlich sein. Aber Sie werden viel Zeit damit verbringen, diesen zu promoten. Werfen Sie einen Blick in Google Analytics, wenn Sie Zugriff haben. Finden Sie heraus, welche Blog- oder Website-Inhalte im letzten Jahr am besten performt haben. Dann ziehen Sie Ihr Social Media-Analytics-Programm heran. Identifizieren Sie die besten Beiträge und Nachrichten aus demselben Zeitraum und vergleichen Sie beides. Bestimmte Posts funktionieren zwar aus SEO-Sicht, aber nicht in sozialen Netzwerken und umgekehrt. Sie müssen die Beiträge identifizieren, die in beiden Bereichen gute Ergebnisse erzielen, und in Zukunft auf diese Art von Content setzen. Scheuen Sie sich nicht davor, Ihre Erkenntnisse auch dem Content-Team mitzuteilen. Wahrscheinlich arbeiten die Kollegen auf das gleiche Ziel hin und selbst wenn nicht, ist eine solche Abstimmung für beide Seiten von Vorteil.

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Durch die Betrachtung des leistungsfähigsten Social Media-Contents, gewinnen Sie Erkenntnisse über die Art von Nachrichten, die besonders gut bei Ihrer Zielgruppe ankommt. Sehen Sie sich die Form des Tweets oder Posts an (Wo ist der Link? Wie lang ist die Nachricht?) und analysieren Sie die Sprache des Beitrags (War er witzig? Ernst? Einfach? Kompliziert?). Nehmen Sie die Top 10 oder 20 der besten Beiträge aus jedem sozialen Netzwerk und fassen Sie sie in einem Dokument zusammen. Später können Sie daraus Inspirationen ziehen.

Anschließend machen Sie genau das Gleiche mit den schlechtesten Inhalten. Sie können genauso viel von nicht-funktionierenden Inhalten lernen.

Sprechen Sie mit Ihren Kollegen über Social Media

Sobald Sie einen Eindruck davon haben, wie die Social Media-Präsenz des Unternehmens von außen wahrgenommen wird, ist an der Zeit, dass Sie sich intern abstimmen und mit Ihren neuen Kollegen darüber sprechen.

Fragen Sie Mitarbeiter, was sie über die Social Media-Präsenz des Unternehmens wissen. Auch wenn Ihre Kollegen gar nichts wissen, ist das ist bereits eine nützliche Information. Sie werden erfahren, welche Abteilungen absolut keine Ahnung von der Social Media-Strategie Ihrer Firma haben und können sich schon mal darüber Gedanken machen, wie Sie diese künftig einbeziehen. Ganz kurzfristig können Sie Ihre Kollegen zumindest darum bitten, den Unternehmens-Profilen zu folgen. Mitarbeiter gelten schließlich als die besten Unternehmens-Fürsprecher in den sozialen Medien.

Informieren Sie sich bei den Kollegen, die mit der Social Media-Strategie Ihrer Firma vertrauter sind, und versuchen Sie Folgendes herauszufinden:

  • Wie oft nehmen Kollegen außerhalb der Marketingabteilung an Social Media-Aktivitäten teil? Betreiben verschiedene Abteilungen eigene Profile?
  • Werden Mitarbeiter dazu ermutigt, private Social Media-Accounts zu unterhalten? Dürfen sie diese während ihrer Arbeitszeit nutzen?
  • Erhalten Mitarbeiter Aus- bzw. Fortbildungen in Social Media?
  • Wie fordern Kollegen außerhalb des Marketings Social Media-Support an?

Wenn Sie in Ihrer neuen Funktion Eindruck machen möchten, bietet sich dafür eine besondere Gelegenheit: Erleichtern Sie Ihren Kollegen die Social Media-Arbeit. Vereinfachen Sie den Arbeitsprozess. Entwickeln Sie Wege zur schnelleren Bearbeitung von Anfragen. Planen Sie Mitarbeiter-Trainings, damit sich niemand überfordert fühlt. Zeigen Sie auf, wie Abteilungen, die sonst keine sozialen Medien nutzen, Social Media zu ihrem Vorteil einsetzen können.

Wenn Sie mit Ihren Kollegen sprechen, werden Sie nicht nur vertrauter mit den Social Media-Anliegen Ihrer Firma. Sie lernen Ihre Kollegen auch gleich besser kennen – und das ist ebenfalls ein wichtiger, erster Schritt in jedem neuen Job.

Entwickeln Sie Social Media-Templates

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Beispiel für eine Social Media-Strategie-Vorlage

Hat Ihr neuer Arbeitgeber bereits Templates für seine Social Media-Strategie erstellt? Und wie sieht es mit einer Publishing-Vorlage aus? Lautet die Antwort nein, können Sie ganz viele Pluspunkte in Ihrer neuen Firma sammeln: Erstellen Sie nützliche Vorlagen, die Ihr Team immer wieder verwenden kann.

Ein Template für die Social Media-Strategie hilft Ihrem Team, sich auf die von Ihnen gesteckten Ziele zu konzentrieren und erleichtert notwendige Anpassungen der Vorgehensweise.

Ein Redaktionskalender-Template ist nützlich, um den im Unternehmen erstellten Content im Auge zu behalten; damit können Sie die Promotion von Social Media-Inhalten besser planen.

Ein Social Media-Content-Kalender ist der nächste Schritt. Darin erfassen Sie alle Social Media-Botschaften, die Sie nutzen werden, um Ihren Content zu promoten und mit Ihren Usern zu interagieren, und organisieren diese nach Datum und Zeit. Der Kalender kann Ihnen Lücken und fehlende Themen aufzeigen und hilft so auch bei der Gestaltung Ihrer Redaktionsstrategie.

Ein Template für Social Media-Bilder dient vor allem als schnelle Referenz für Bildgrößen – damit Sie zügig neue Titel- oder Profilbilder für alle von Ihnen betreuten sozialen Netzwerke erstellen können.

Das sind nur einige Vorlagen, die Sie während Ihrer ersten Woche erstellen können. Selbst wenn Sie diese nicht sofort mit Inhalten füllen, die Templates werden sich für Sie und Ihr Team schnell als nützlich erweisen, während Sie mehr Verantwortung übernehmen.

Wir haben sechs Social Media Vorlagen zusammengestellt, die Ihnen viel Zeit sparen.

Ihnen hat dieser Blogpost gefallen? Dann laden Sie sich auch unsern kostenloser Leitfaden “Social Media-Strategie” runter.