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5 beinharte Design-Tipps, die Ihren Social Media-Content sofort besser aussehen lassen

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Egal, ob es sich um Blog-Posts oder Tweets handelt – gute Inhalte brauchen gutes Design. Andererseits ist das keine kleine Herausforderung, vor allem für diejenigen unter uns, die keine Designer sind und sich keinen leisten können. Um optisch anspruchsvollen und effektiven Social Media-Content zu kreieren, versuchen wir alles. Manchmal reicht das aber leider nicht.

Bei Hootsuite arbeiten wir mit einem Team sehr talentierter „Designer-Eulen“ zusammen, die sich nicht davor scheuen, uns die Meinung zu sagen. Bei Content-Projekten wagen wir uns auch mal selbst an die Gestaltung bevor wir die Profis involvieren. Ihr Feedback zu unserer fragwürdigeren Gestaltungsversuchen hat uns wertvolle Lektionen erteilt (und ab und zu gewaltig an unserem Ego gekratzt).
Folgendes haben sie uns beigebracht – ganz klar und ohne Schnörkel:

“Dein Schrifttypen-Geschmack ist schrecklich”

bad and good fonts
Bild von Nick Douglas via flickr

Sie arbeiten hart an Ihren Inhalten und wollen sie nicht durch irgendetwas verderben. Die einfachste Weise genau das zu tun ist, eine schwer lesbare Schriftart.

Ihre Fonts sollten auf allen Geräten, ob riesiger Bildschirm oder kleines Handy, problemlos lesbar sein. Der beste Weg, um das heraus zu finden: Optimieren Sie Ihre Webpräsenzen für die mobile Nutzung. Ist das nicht möglich, wählen Sie zumindest eine Schriftart, die sich auch auf Smartphones und Tablets deutlich und gut liest.

„Ein Schriftbild zu wählen, das der zu vermittelnden Botschaft entspricht,
ist genauso wichtig, wie die Botschaft selbst.“
Daina Lightfoot, Hootsuite Designer

Verwenden Sie eine websichere Schrift. Damit vermeiden Sie, dass Ihre Schriftart in bestimmten Browsern nicht angezeigt wird.

„Ich kenne alle Stockfotos, die Du jemals benutzt hast“

Jeder nutzt Fotos von Bildagenturen. Es ist unvermeidlich. Sie entscheiden zum Beispiel aus einer Laune heraus, über Lego-Blöcke als Business-Metaphern zu schreiben, haben aber kein Lego im Hause (Sie sollten zwar, aber nun ja…). Kein Problem. Für den regelmäßigen, tagtäglichen Content sollten Sie sich aber wirklich um eigene Fotos kümmern.

Professionelle Fotoshootings sind zwar teuer, aber es gibt unendlich viele Onlinetutorials für Fotografie und Bildbearbeitung, die Ihnen helfen können. Nehmen Sie viele Fotos auf, bearbeiten Sie diese und verwenden Sie sie über einen oder mehrere Monaten für Ihren Content. Die positive Wirkung auf Ihre Social Media- und Web-Inhalte sollten Sie nicht unterschätzen. Gute, themenbezogene Fotos verändern alles.

“Großartige Markenfotografie spricht für die Marke ohne das Logo zu zeigen.
Apple, The Gap und Calvin Klein zum Beispiel machen das toll.
 – Briony Crane, Hootsuite Art Director

„Würdest Du einen Instagram-Filter über Dein Leben legen?“

sunset instagram filters content design
Gut für Sonnenuntergänge, aber nicht für Produktfotos. Bild von Rosa Say via flickr

Weil wir gerade dabei sind: Instagram-Filter eignen sich für Vieles. Schlechte Fotos sehen besser aus. Dunklere Aufnahmen können aufgehellt werden. Vor allem aber sind sie großartig für Fotos, die Sie auf Instagram posten wollen.

Für das Bearbeiten von Social Media- und Marketing-Fotos sind sie allerdings ungeeignet.

Zu viele Unternehmen verlassen sich auf Filter zum „Bearbeiten“ ihrer Fotos. Tatsächlich verdunkeln Filter die Fotos oder verzerren bestimmte Farben und Farbtöne. Im Content-Marketing zählt Deutlichkeit. Instagram-Filter verursachen oft das Gegenteil.

Damit wollen wir nicht sagen, dass Sie nie Instagram-Filter benutzen sollten. Sie sollten sich aber nicht nur darauf stützen. Am besten nehmen Sie Fotos ohne Filter. Filter können Sie ab und zu für bestimmte Effekte einsetzen.

„Dein Content hat mehr Calls to Action als Content”

Aktionsaufrufe (so genannte Calls to Action oder CTA) sind ein wesentlicher Bestandteil des Content-Marketing. Sie investieren Zeit in Inhalte, die dabei helfen, Ihre Unternehmensziele zu erreichen. CTAs verbinden diese zwei Elemente. Eines dürfen Sie aber nie vergessen: Ihr Blog oder Ihre Seite wird wegen des Inhalts besucht. Versprechen Sie Content und liefern einen mit Aktionsaufrufen gespickten Text, werden Ihnen die Besucher davonlaufen.

Auf Deutsch: Ihr Content sollte so wenige Aktionsaufrufe wie möglich enthalten. Idealerweise nur einen. Je weniger CTAs auf der Site sind, desto eher werden Besucher auf den einen Button klicken. Fünf Buttons für fünf verschiedene Deals oder Inhalte verwirren und vertreiben die Besucher Ihrer Seite.

„Ein CTA ist wie Ballwerfen. Werden drei Bälle gleichzeitig geworfen,
wird wahrscheinlich kein einziger gefangen. Machen Sie einen richtig guten Wurf.“
Shawn Parkinson, Hootsuite Designer

Außerdem ist eine Seite voller Buttons nicht gerade ästhetisch. Versuchen Sie Ihre Aktionsaufrufe einheitlich zu gestalten – eine Farbe, eine Größe, ein Stil – damit Besucher sie leichter und schneller bemerken.

„Deine Webseite blendet mich”

clutter content design
Huh? Bild von Jonas Ahrentorp via flickr

Eine der wichtigsten ‘Waren” heutzutage sind die Besucher (Visitors) einer Webseite. Wird Ihr Inhalt via Social Media, Ihrer Webseite oder auf anderen Wegen angeklickt, wollen Sie das meiste daraus ziehen. Leider überfrachten viele ihre Internetpräsenzen deshalb mit viel zu vielen Informationen.

Gut, Ihr Unternehmen bietet sieben verschiedene Services und Sie wollen, dass alle Besucher Ihrer Webseite das sofort erkennen. Alle Services auf einer Seite aufzulisten, am besten mit jeweils eigener Beschreibung, Preis, Bild, Video und Link, führt aber garantiert dazu, dass gar nichts angeklickt wird.

Hier gilt: Weniger ist mehr. Stellen Sie nur das Nötigste auf Ihre Seiten.

„Gestalte ich eine Webseite für einen Kunden, frage ich ihn normalerweise,
welche 2 bis 3 Aussagen oder Funktionen für ihn am wichtigsten sind.
Darauf konzentriere ich mich dann,
statt zu versuchen alles auf einmal auf die Seite packen.”
 – Mark Stokoe, Hootsuite Designer

Statt also Ihre sieben Dienstleistungen auf der Homepage zu beschreiben, können Sie es mit einem wirklich ansprechenden Bild und einem Aktionsaufruf, wie zum Beispiel „Erfahren Sie mehr über unsere Services“, versuchen. So haben Sie nicht nur eine gut gestaltete Webseite, sondern vermutlich auch einen effektiveren Kunden-Trichter.

Denken Sie immer daran: White-Space ist Ihr Verbündeter.
Geben Sie Ihren Botschaften Raum.

Mit Hootsuite können Sie mehr aus Social Media herausholen. Ob Nachrichten vorausplanen, die Auswirkungen mit Analytics im Auge behalten oder strukturierte Teamarbeit: finden Sie heraus, welcher Tarif am besten zu Ihnen passt.

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