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Im Doppelpack erfolgreicher: Nutzergenerierte Inhalte und Marketing-Content

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May 18, 2016

Nutzergenerierte Inhalte beeinflussen heute das Kaufverhalten und werden für Unternehmen entsprechend wichtiger. Zudem ist der von Nutzern erstellte Content ein sehr effektives Marketing-Tool. Follower und Fans, die sich engagiert mit Ihrer Marke beschäftigen, zeigen, dass Ihre Produkte und Dienstleistungen Aufmerksamkeit und Wertschätzung finden und dass Sie ein Social Media-Publikum haben, das guten Content zu schätzen weiß.

Allerdings kommt kein Unternehmen ausschließlich mit Fotos und Videos seiner Fans und Follower über die Runden. Ja, nutzergenerierter Content hat gewaltige Zugkraft, aber klassische Marketing-Materialien sind nach wie vor unverzichtbar. Unabhängig von Budgets, Anzahl der Mitarbeiter, Zeitaufwand, Investitionen und dem Einsatz, der nötig ist um hohe Qualität zu liefern, sind professionell produzierte Bilder und Videos der Schlüssel zu Ihrem Marketing-Erfolg. Tatsächlich sind nutzergenerierte Inhalte im Zusammenspiel mit Ihrem eigenen Content noch wirkungsvoller.

Im Folgenden nennen wir Ihnen drei Gründe, weshalb Sie Ihrem markenkonformen Werbematerial treu bleiben und es mit nutzergenerierten Inhalten kombinieren sollten.

1. Sie sind ein gutes Team

Die Wirkung von nutzergenerierten Inhalten steht außer Frage: Nutzergenerierte Inhalte haben um 20 Prozent mehr Einfluss auf Kaufentscheidungen als alle anderen Medien. Man kann sie jedoch auch nutzen, um Marken-Inhalte zu unterstützen. Einer Studie von Comscore zufolge sind Marken-Inhalte um 28 Prozent wirkungsvoller, wenn sie mit nutzergenerierten Inhalten zusammenspielenWenn Sie nutzergenerierte Inhalte in Ihr Marketing-Portfolio aufnehmen, steigern Sie den Erfolg Ihrer Marken-Fotos und -Videos. Und zwar deutlich.

Wer sich jetzt von Marken-Content verabschiedet, verlässt die Hochzeit, bevor der Kuchen angeschnitten wird. Tun Sie es nicht. Sie können den Umfang eigen-produzierter Inhalte reduzieren, weil diese heute mehr Wirkung erzielen. Sehen Sie sich die Fotos und Videos Ihrer Fans an. Diese vermitteln eine gute Vorstellung davon, welche Marketing-Bildwelt Ihren Followern gefällt.

Wir haben schon früher darüber berichtet, dass die Art und Weise, wie Menschen mit den sozialen Medien umgehen, viel mit ihrem Alter zu tun hat. Generell kreieren und posten die Millenials und die Generation Z  die meisten Bilder und Videos, während die Generation X und die Baby-Boomer eher textorientierte soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook bevorzugen. Wenn Ihre Fan-Gemeinde mehrere Altersgruppen umfasst, sollten Sie daran denken, dass nutzergenerierte Inhalte eher die jugendliche Erlebniswelt Ihrer Marke darstellen. Nutzen Sie diese Erkenntnisse für Ihr Marken-Bildmaterial und präsentieren Sie Ihre Marke so, wie sie sich die ältere Hälfte Ihrer Zielgruppe vorstellt.

2. Sie (und Ihre Fans) brauchen ein Backup

Ihre Fans machen tolle Fotos und Videos, aber nicht alle nutzergenerierten Inhalte haben dieselbe Qualität. Auf jedes Kosmetik-Foto, das aussieht, als wäre ein Makeup-Profi am Werk gewesen, kommen vier Bilder, die in einer schlecht beleuchteten Toilette eines Clubs aufgenommen wurden. Sie könnten auf der Landing Page einer Kampagne definieren, wie das Bildmaterial, das Ihre Follower hochladen, aussehen sollte, und Sie könnten die Fotos und Videos herausfiltern, die Ihre Marke nicht so zeigen, wie Sie das sich vorstellen. Doch – abhängig vom Alter und Beliebtheit Ihrer Marke – reichen diese nutzergenerierten Inhalte für Ihre Marketing-Kampagnen wahrscheinlich nicht aus.

Wenn Sie immer wieder dieselben Fotos posten, schwächt sich ihre Wirkung in den sozialen Medien ab. Wenn Sie dagegen die Inhalte, die Ihre Nutzer hochladen, kontinuierlich mit Bildmaterial aus Ihrer Marketing-Abteilung unterstützen, haben Sie immer ein Foto oder Video parat, um Ihren Tweets und Statusmeldungen den entscheidenden Kick zu verleihen.

Marken-Fotos und -Videos können auch als Inspiration für Fans dienen, die sich darüber freuen, wenn ihre eigenen Bilder auf der Webseite Ihres Unternehmens und über dessen soziale Kanäle gepostet werden. Unterstützen Sie Ihre Anhänger, indem Sie ihnen genau zeigen, wie nutzergenerierte Inhalte Ihrer Vorstellung nach aussehen sollten. Und das, was Sie sich vorstellen ist das Beste aus beiden Welten: ehrlicher nutzergenerierter Content, der auch professionellen Ansprüchen gerecht wird.

3. Nutzergenerierte Inhalte erreichen nicht jeden

Nutzergenerierter Content wirkt besonders authentisch, wenn er nicht ganz perfekt ist. Denken Sie an Fotos, die während einer Rafting-Tour, aus einem Flugzeugfenster oder mitten auf der Tanzfläche geschossen wurden. Es sind die unscharfen Bilder und schrägen Aufnahmen, die nutzergenerierten Inhalten ihre charakteristische Spontaneität verleihen.

Ihre Fans wollen Ihre Fotos verwenden und teilen; und sie möchten eigene Fotos machen, die ihnen Spaß bereiten. Ganz gleich, was Ihr Marketing für seine Bilddatenbank braucht – eine seriöse, gut ausgeleuchtete Aufnahme Ihres Produktes ist nicht unbedingt das, was Ihre Social Media-Anhänger mit Begeisterung beisteuern werden. Genau diese Art Bilder brauchen Sie aber.

Warum? Im Social Media-Commerce kann aus Schnappschüssen auf Instagram ein spannender und überzeugender Katalog werden – für alle, die online einkaufen. Aber nur ungefähr die Hälfte der Bevölkerung der USA hat schon einmal online eingekauft, und in Deutschland shoppen Stand 2015 laut Statista gerade mal 9 Prozent einmal pro Woche im Netz. Die meisten Menschen kaufen noch immer ausschließlich in Geschäften vor Ort ein.

Online-Shopping-Germany

Es ist nicht so, dass diese Leute nur deshalb nicht online einkaufen, weil sie keinen Internetzugang haben: 89 Prozent der Amerikaner haben Zugang zum Internet, und 71 Prozent nutzen das Internet täglich. In Deutschland sind laut Statista 2015 Drei Viertel der Bevölkerung online. Viele Menschen entscheiden sich also bewusst gegen einen Einkauf im Internet. Wenn Sie Ihren Bestand an klassischen Marketing-Materialen pflegen, haben Sie immer Bildmaterial an der Hand, das auch Ihre eher konservativen Kunden anspricht.

Nutzergenerierte Inhalte sollten ein fester Bestandteil Ihres Marketing-Kits sein. Unter den Millennials gelten sie als glaubwürdigste Medienart und die Ergebnisse, die sich damit erzielen lassen, sind konkurrenzlos. Doch solange nicht 100 Prozent der Kunden im Internet einkaufen oder bis Ihre Fans genug brauchbares Bildmaterial liefern, bleibt es sinnvoll, Ihre eigenen Fotos und Videos zu produzieren.

Wie denken Sie über die Beziehung zwischen nutzergeneriertem Content und klassischen Markeninhalten? Berichten Sie uns darüber im Kommentarbereich.

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