Lassen Sie Ihre Kunden für sich werben: Drei gute Gründe für UGC

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Heute ist es Gang und Gäbe, dass sich Privatpersonen für Unternehmen und Marken stark machen und diese freiwillig bewerben. Diese Vorstellung hätte uns vor 10 oder gar 15 Jahren zumindest befremdet. Die neue aktive Verbraucherbeziehung zu „Lieblingsmarken” wirkt sich auch auf das Marketing von Unternehmen aus: Bekannte Marken verbreiten Werbe-Videos, die ganz normale Menschen mit ihren eigenen Videokameras – und das sind in der Regel keine Profi-Geräte – gedreht haben. Nutzergenerierte Videos werden heute sogar im Puschenkino ausgestrahlt. So setzt eine aktuelle Vodafone-Kampagne seit Anfang 2016 mit den YouTube-Kanälen „ApeCrime“ und „Life with Melina“ YouTuber im TV in Szene.

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Die Vorstellung, das der Kunde für „seine” Marke (mehr oder minder professionell) wirbt, mag für eingefleischte Profi-Campaneros immer noch ein bisschen absurd klingen – aber genau das ist die Welt, in der wir heute leben. Die sozialen Medien fördern nutzergenerierte Inhalte („user-generated content“; UGC), und international führende Marken machen sich diesen Content für Marketing-Zwecke zu Nutze.

Otto-Normal-Verbraucher sind heute mehr denn je dazu bereit, Inhalte zu kreieren, in denen sie ihre Lieblingsmarken so vorteilhaft wie möglich präsentieren. Dieses Verhalten ist fast schon typisch für Social Media-User. Als Unternehmer sollten Sie diesen Trend möglichst schnell akzeptieren und Ihren Fans und Followern die Möglichkeit geben, Sie bei Ihren Marketing-Aktivitäten zu unterstützen. Im Folgenden verraten wir Ihnen drei Gründe, warum Sie noch heute eine Kampagne mit nutzergenerierten Inhalten starten sollten.

1. Junge (und junggebliebene) Menschen lieben nutzergenerierten Content.

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Möchten Sie die nächste Konsumentengeneration in den sozialen Medien erreichen? Vielleicht glauben Sie ja, dass junge Menschen die Social Media-Interaktion mit Marken aus Prinzip ablehnen – aber damit liegen Sie falsch. Genau diese Zielgruppe liebt UGC nämlich mehr als jede andere Generation und schätzt diese Kommunikationsform zudem mehr als alle anderen Medien. Die Generation Y (alias „Millennials“) bringt 18 Stunden täglich mit Medienkonsum zu; 30 Prozent dieser Zeit interagiert sie mit nutzergenerierten Inhalten. Und von diesen fünf Stunden UGC-Konsum spielen sich wiederum 60 Prozent in den sozialen Medien ab. In derselben Studie stellte sich auch heraus, dass die Millennials UGC um 50 Prozent vertrauenswürdiger und um 35 Prozent einprägsamer finden als andere Inhalte.

Junge Leute schätzen auch die Technik, die hinter einem Großteil der UGC-Kampagnen steckt. 68 Prozent der Generation Z (das sind die Geburtenjahrgänge zwischen 1995 und 2010) verwenden mehrmals täglich ihre Smartphones. Damit könnten sie natürlich alles Mögliche anstellen – doch die Meinungsforscher vom Pew Research Center haben eine durchschnittliche Woche dieser Smartphone-Nutzung analysiert und die Studienteilnehmer zweimal täglich befragt. Dabei wurde ermittelt, dass 75 Prozent aller Smartphone-Besitzer die ganze Woche hindurch Social Media-Sites aufsuchen; 60 Prozent gaben an, mit ihren Smartphones am liebsten Fotos und Videos aufzunehmen; diese Form der Nutzung führt noch vor dem Musikhören, Spielen und dem Anschauen von Videos. Social Media-Nutzung und die Erstellung eigener Inhalte (Fotos und Videos) sind also entscheidende Faktoren bei der Kreation von UGC-Kampagnen.

Damit steht fest: Junge Menschen spielen dauernd mit ihren Handys herum, schießen Fotos, machen Filmchen und sind in den sozialen Medien aktiv – und sie lieben nutzergenerierte Inhalte. Da liegt es doch nahe, dass sie die perfekte Zielgruppe für eine UGC-Kampagne sind.

2. UGC generiert Leads.

Im Zuge der stetigen Weiterentwicklung von Social Media-Marketingkampagnen verschwimmen die Grenzen zwischen Kampagnen zur Leadgenerierung und UGC-Kampagnen immer mehr. Sie wollen zu einem Foto- oder Video-Wettbewerb auf Ihrer Facebook-Seite aufrufen? Verbinden Sie die Teilnahme mit einer Anmeldung unter Angabe der E-Mail-Adresse – so erhalten Sie nicht nur nutzergenerierte Inhalte, sondern auch qualifizierte Leads.

Möglicherweise fürchten Sie, dass Sie Ihren Fans und Followern mit derartigen Aktionen zu viel abverlangen; aber bedenken Sie: Gute Kundenkontakte waren noch nie leicht zu finden. Fordern Sie Ihre Zielgruppe deshalb ganz direkt auf, sich für die Teilnahme an Ihrem Wettbewerb ein wenig anzustrengen – so erfahren Sie nämlich, wer sich wirklich für Ihre Marke oder Ihr Angebot interessiert. Derartige Kampagnen sind für echte Fans gedacht, für Menschen, die sich bereitwillig Zeit dafür nehmen, mit einer visuellen Darstellung zu demonstrieren, wie sehr sie Ihre Produkte und Ihre Marke schätzen. Es ist nicht einfach, den perfekten Schnappschuss oder das ideale Markenvideo zu finden; dafür muss man schon etwas Zeit und Mühe investieren. Wenn Sie einen solchen Wettbewerb durchführen, dann werden Sie an der Einsendungskurve erkennen, wieviel Zeit und Mühe die Teilnehmer in ihre Werke gesteckt haben. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es weniger Einsendungen geben – und die Zeitspanne zwischen Wettbewerbsbeginn und den Einsendungen wird größer sein.

Umso wertvoller sind die Leads, die Sie durch eine Kampagne mit nutzergenerierten Inhalten erhalten – weil die Teilnehmer eben dafür arbeiten müssen. Wie lautet das alte Sprichwort: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. In diesem Fall sind es vielleicht eher tausende Euro …

3. UGC kann Ihnen einen guten Ruf verschaffen.

Es gibt zwei grundsätzliche Wege, um eine Kampagne für nutzergenerierte Inhalte durchzuführen. Wenn Ihre UGC-Kampagne auf Facebook läuft, bitten Sie die Teilnehmer, ihre Beiträge direkt auf die Seite hochzuladen. Die andere – einfachere – Option: Sie bitten über einen Hashtag um Einreichen der Beiträge.

Mit Hashtag-Kampagnen stellen Sie Ihre Twitter- und Instagram-Follower auf die Probe, indem Sie sie bitten, Content zu erstellen und diesen dann mit Ihrem Marken-Hashtag zu versehen. Je mehr Einsendungen eintreffen, desto mehr wirkt sich der besagte Hashtag auf Ihr Marketing aus. Das ist, als würde man in den Alpen jodeln: Die Kampagne wird in all Ihren sozialen Netzwerken „hörbar“ – und wenn Ihre Fans laut genug sind, dann kann sie in Ihrer Stadt oder Ihrem Land sogar zum übergreifenden Trend werden. Das wichtigste Ziel Ihrer UGC-Kampagne ist zwar die Leadgenerierung, doch das Potenzial für eine verbesserte Markenwahrnehmung sollten Sie auch nicht außer acht lassen.

Kampagnen mit nutzergenerierten Inhalten eignen sich ganz hervorragend, um mit einer jüngeren Zielgruppe in Kontakt zu treten, Kundenkontakte zu generieren und Ihre Marke in den sozialen Medien sichtbarer zu machen. In meinem nächsten Post werde ich Sie darüber informieren, wie Sie Ihre UGC-Kampagne möglichst wirksam organisieren und den idealen Hashtag dafür finden. Vielleicht kann ich Sie schon mal mit dieser starken Statistik anlocken: Tweets mit Hashtags erzeugen doppelt soviel Engagement wie solche ohne Hashtags.

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