Der Instagram-Plan: So haben Sie Instagram in nur 20 Minuten täglich im Griff

Wer Facebook, Twitter, LinkedIn, den Firmen-Blog und womöglich noch einen Email-Newsletter managen muss, hat einen vollen Terminkalender. Wenn Sie in Ihrer knapp bemessenen Zeit auch noch Instagram unterbringen wollen, können Ihnen schon mal graue Haare wachsen. Besonders, wenn Ihr Chef nicht überzeugt davon ist, dass das beliebteste Bilder-Netzwerk der Welt tatsächlich gut fürs Geschäft ist.

Sie schon. Deshalb suchen Sie auch nach Wegen, Instagram effizient anzugehen.

Wir raten natürlich an, Instagram genauso viel Zeit zu widmen, wie anderen sozialen Netzwerken, aber nicht jeder hat die Möglichkeit dafür. Ob Sie in einem kleinen Marketing-Team arbeiten oder selbständig sind: Sie müssen in der Regel Ihre Zeit sehr gut einteilen. Genau deshalb haben wir diesen Blog-Post geschrieben mit dem ultimativen Instagram-Plan zum Zeitsparen.

Ein Extra-Tipp gleich vorweg: Instagram ist auch in Hootsuite integriert. Hootsuite Nutzer können Instagram wie von Ihren anderen Social Networks gewohnt über das Dashboard managen und sparen damit wertvolle Zeit.

Jetzt aber ran an den Speck: Wenn Sie nur 20 Minuten am Tag für Ihre Instagram-Aktivitäten übrig haben, dann empfehlen wir Ihnen wie folgt vorzugehen.

Der schnelle Instagram-Plan

3 Minuten: Content planen

  • Content-Kalender anlegen
  • Bildunterschriften und Hashtags planen

4 Minuten: Bildmaterial aufbereiten und posten

  • Bulk-Bearbeitung mit Foto-Apps
  • Nur 1 oder 2 Bilder pro Tag posten

10 Minuten: Engagement

  • Kommentare zu eigenen Fotos beantworten
  • Fotos von Followern kommentieren und mit Herz (für “Gefällt mir”) markieren
  • Engagement ausbauen: Neue User über den „Suchen und erforschen“-Reiter ausfindig machen

3 Minuten: Hashtags beobachten

  • Relevante Branchen-Hashtags recherchieren oder eigene entwickeln
  • Hashtags nutzen, um Nutzer generierten Content zu finden

3 Minuten – Content planen
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Instagram-Follower erwarten Konsistenz. Wenn Sie heute ein Foto posten und dann vier Tage lang gar nichts mehr von sich hören lassen, sollten Sie sich nicht wundern, wenn Ihre Follower zu interessanteren Unternehmen weiter ziehen. Genau deswegen sollte Ihr Content-Kalender auch Instagram beinhalten.

Schauen Sie jeden Tag kurz hinein – ist der Kalender noch leer, füllen Sie ihn mit Bildideen und -konzepten, die Sie gerne in der nächsten Woche posten möchten.

Merken Sie bereits vorhandene Fotos vor, aber auch Bilder, die Sie noch machen möchten. Wenn Ihr Kalender bereits gut gefüllt ist, schauen Sie nach, welche Bilder Sie für heute und morgen auf dem Plan haben. Denken Sie über Bildunterschriften und Hashtags nach, die dazu passen könnten. Überlegen Sie auch, welche dieser Fotos sich für Cross-Posts auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Pinterest eignen oder sogar auf Ihrem Blog und Ihrer Website erscheinen könnten. Erfassen Sie sämtliche Details in Ihrem Content-Kalender, damit Sie nichts vergessen.

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Beispiel für einen Content-Kalender

Wer wenig Zeit für Instagram aufwenden kann, sollte in die Planung investieren. Wenn Sie hier Arbeit reinstecken, brauchen Sie sich nicht ständig über die Details zu aktuellen Posts nachzudenken.

4 Minuten – Bildmaterial aufbereiten und posten
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Bei Instagram dreht sich alles um das Bearbeiten und Posten von Bildern. Die durch Sie geteilten Bilder kreieren Ihre visuelle Identität oder die Ihrer Marke. Deshalb sollten Sie sich Mühe geben und nur die besten oder interessantesten Bilder posten, die für Ihre Follower und die gesamte Community reizvoll sind.

Obwohl die Bearbeitung und das Teilen von Bildern die eigentliche Daseinsberechtigung von Instagram ist, nehmen wir uns sehr wenig Zeit dafür. Das hat verschiedene Gründe.

Erstens funktioniert Instagram ausgesprochen intuitiv. Mit Hilfe von voreingestellten Filtern, einfachen Bearbeitungs-Tools, Markier- und Share-Buttons kann jeder komplette Posts in ein paar Minuten gestalten und in seinen sozialen Netzwerken teilen.

Zweitens gibt es zusätzlich zu den Instagram-Funktionen eine ganze Reihe mobiler Fotobearbeitungs-Apps, die für Instagram entwickelt wurden. Diese Apps ergänzen nicht nur das Bearbeitungsprogramm von Instagram – sie ermöglichen die Bearbeitung von mehreren Fotos auf einmal, und zwar im Voraus. Sie können sich so die Bildbearbeitung während des Veröffentlichungsprozesses sparen. Nur ein paar Minuten für die Bildunterschrift und das Taggen und schon kann gepostet werden. Schauen Sie sich Tools wie Afterlight und VSCO Cam an – beide sind nicht ohne Grund sehr populär in diesem Bereich.

VSCO cam
Screenshot: Die beliebte Bildbearbeitungs-App VSCO Cam

Wenn Sie, drittens, nur 20 Minuten täglich für Instagram zur Verfügung haben, sollten Sie Ihre Erwartungen bezüglich der Qualität der Fotos, die Sie veröffentlichen möchten, herunterschrauben: Sie konkurrieren hier nicht mit Profi-Fotografen. Und das ist auch vollkommen in Ordnung. Das Instagram-Publikum ist an Bilder, die mit dem Mobiltelefon geknipst werden (die meisten!), gewöhnt. Oft schaffen diese Bilder mehr Nähe, als Bildmaterial in Studioqualität. Die Menschen im Social Web schätzen spontane iPhone-Schnappschüsse, die Unternehmen und Marken mit aller Welt teilen. Genauso nutzen nämlich die meisten Leute Instagram – und Sie schaffen damit einen Blick hinter die Kulissen Ihrer Firma oder eine persönliche Note, die die Social Community zu würdigen weiß. Also strapazieren Sie sich nicht unnötig in puncto Qualität, sondern arbeiten Sie an den Inhalten, was Sie idealer Weise bereits in der Planungsphase erledigen sollten.

Ein Rat zum Schluss: Sie sollten möglicher Weise nicht mehr als ein oder zwei Fotos pro Tag posten. Obwohl Instagram-Nutzer mittlerweile auch Unternehmensaktivitäten auf Instagram begrüßen, sollten Sie deren Feeds nicht mit Ihren Bildern fluten. Instagram funktioniert nicht wie Twitter. Posten Sie an einem Durchschnittstag maximal nur ein paar hochwertige Fotos. Ihre Follower werden sporadisch geteilte Marken-Images schätzen und für Sie sinkt der Druck, ständig neuen Content auszuschwitzen.

10 Minuten – Engagement
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Unternehmen, die täglich nur 20 Minuten auf Instagram unterwegs sind, sollten mindestens die Hälfte ihrer Zeit in die Interaktion investieren. Durch Engagement – dazu gehören auch Likes und Kommentare zu Fotos von anderen – gewinnen Sie neue Follower und stärken Ihre Instagram-Community.

Nicht sicher, wie das geht?

Beginnen Sie mit Ihren eigenen Fotos und Ihren Followern. Nehmen Sie sich Zeit, jedem einzelnen, der eines Ihrer Bilder kommentiert hat, zu antworten. Danken Sie für den Kommentar, zeigen Sie Humor. So demonstrieren Sie glasklar, wie gerne Sie sich mit Ihren Instagram-Fans persönlich austauschen.

instagram activity

Sie sollten sich auch bei den Leuten, die Ihre Fotos mit einem Herzchen (das Instagram-Äquivalent zu „Gefällt mir“) markiert oder kommentiert haben, revanchieren. Folgen Sie diesen ebenfalls und interagieren Sie mit ihren Bildern. Aber bitte nicht spammen! Verteilen Sie ein paar Herzen und kommentieren Sie ein, zwei Mal. Der Kommentar einer Marke zu einem privaten Foto kann das Ego eines „Otto-Normal“-Nutzers enorm streicheln. Die Menschen möchten zudem wissen, ob echte Personen hinter Ihrem Feed stecken. Ihr Engagement sorgt dafür, dass Sie nicht als Roboter wahrgenommen werden – das macht Ihre Marke anfaßbarer.

Mit den oben genannten Aktivitäten machen Sie aus Followern Markenadvokaten, die Ihnen dabei helfen, Ihre Instagram-Community auf natürliche Weise zu vergrößern, Ihre Marke unterstützen und diese im Gespräch zu halten.

Haben Sie sich um Ihre Community gekümmert, heißt es jetzt raus aus der Komfortzone. Recherchieren Sie über dem Explore-Reiter „Suchen und erforschen“ nach neuen Nutzern und Fotos in Instagram, die Relevanz für Sie und Ihr Unternehmen haben. Machen Sie es so, wie Instagram es sagt: Suchen Sie nach Fotos, die den Leuten gefallen, deren Posts Ihnen gefallen. Oder suchen Sie nach Posts, die sehr vielen Instagrammern gefallen.

Nochmal auf den Punkt: Dies ist der Grund, warum Sie sich unbedingt für die Bilder Ihrer Community stark machen sollten. Je mehr Sie sich engagieren, umso mehr relevante Bilder und Personen werden in Ihrer Explore-Recherche auftauchen.

Instagram search
Screenshot: Über den “Suchen und erforschen”-Tab finden Sie Nutzer, mit denen Sie sich vielleicht austauschen möchten

Hat der “Suchen und erforschen”-Tab erst einmal interessante Nutzer entdeckt, interagieren Sie mit ihren Inhalten – genauso wie bei Ihren Followern. Sie werden überrascht sein, wie schnell die Neuen Ihnen folgen und sich mit Ihrem Content befassen.

Das Engagement auf Instagram ist nicht nur der Kern des Community-Aufbaus. Es ist ein nachhaltiger Prozess. Je mehr Sie interagieren, umso mehr Aufmerksamkeit erhalten Ihre Fotos, was wiederum Ihre Chancen erhöht, selbst in “Suchen und erforschen” zu erscheinen. Und wenn Sie dort auftauchen, gewinnen Sie weitere Follower und noch mehr Engagement – entwickeln also einen positiven Feedback-Loop.

3 Minuten — Hashtags und Communitys beobachten
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Nutzen Sie Ihre restliche Zeit, um Hashtags und Communitys zu beobachten, die für Ihr Unternehmen eine Rolle spielen. Dies ist eine gute Gelegenheit, um mehr über diese Nutzer zu erfahren: welche Fotos sie mögen, welche sie teilen, welche Hashtags sie verwenden, welche Bildunterschriften und Kommentare sie schreiben und welche Emojis ihnen gefallen. Vermerken Sie diese Informationen und nutzen Sie sie, um Ihre Instagram-Strategie in die richtige Richtung voranzutreiben.

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Screenshot: #adventuremobile via Instagram

Ziehen Sie auch einen gebrandeten Hashtag – oder zumindest einen passenden Branchen-Hashtag, den Sie mitbenutzen – in Erwägung. Speziell ein eigens entwickelter Marken-Hashtag kann zu einer zuverlässigen Quelle für Nutzer generierten Content werden. Wenn Sie – wie der Reiseausstatter Herschel mit #WellTravelled oder der Outdoor-Shop Poler Stuff mit #adventuremobile – Ihre Follower darum bitten, sich mit ihren Fotos an einer Kampagne zu beteiligen, können Sie den besten UGC (User generated Content) auswählen und erneut mit Ihrem Publikum teilen. Natürlich nur mit Nennung der Urheber. Tools wie Iconosquare für Instagram – kostenlos erhältlich im Hootsuite App-Verzeichnis – erleichtern das Teilen von Fotos anderer Nutzer inklusive Nennung der Urheber. Ihre Follower werden das Teilen ihrer Bilder höchstwahrscheinlich schätzen. Und Sie schaffen damit eine neue Quelle für vertrauenswürdige Inhalte und reduzieren Ihren Aufwand für Instagram.

Zeitspar-Tipps für Instagram

20 Minuten sind kurz. Deshalb sollten Sie alles herausholen, was geht. Hier kommen ein paar Tipps für Instagram, mit denen Sie Ihre täglichen 20 Minuten einhalten.

Denken Sie immer an Fotos!
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Steht gerade eine Veranstaltung vor der Tür (eine Party oder eine spezielle Präsentation), die Ihre Unternehmenskultur besonders gut widerspiegelt? Haben Sie mehrere neue Mitarbeiter eingestellt? Ist Ihre Firma kürzlich umgezogen oder wurde neu eingerichtet? Haben Sie Besuch von Geschäftspartnern oder lokalen Unternehmen im Haus? Erkennen Sie das Potenzial im täglichen Arbeitsalltag. Zücken Sie Ihr Smartphone und machen Sie jede Menge Fotos. Sie können die Bilder zu einem späteren Zeitpunkt in Ruhe sichten und die besten heraussuchen. Hier geht es darum, einen Bildvorrat anzulegen, damit Sie immer ausreichend Content in petto haben.

Lassen Sie andere für Sie fotografieren

Nutzer generierte Inhalte können Ihre Arbeitslast drastisch reduzieren und Zeit sparen. Denn die Nutzer versorgen Sie praktisch ununterbrochen mit neuen Fotos zur Auswahl. Investieren Sie ein wenig Zeit in einen Marken-Hashtag und laden Sie Ihre Follower ein, Ihre Bilder zu diesem Hashtag beizusteuern. Das macht sich spätestens dann bezahlt, wenn Sie in ereignisarmen Wochen dringend Content brauchen.

Ergänzend zum Nutzer generierten Content können Sie sich auch von Ihren Kollegen unter die Arme greifen lassen. Ermutigen Sie diese, sich an den Unternehmensaktivitäten auf Instagram zu beteiligen. Entwickeln Sie einen Unternehmens-Hashtag und bitte Sie Ihre Kollegen, geeignete Fotos vom Arbeitsplatz zu taggen. Diese Fotos können Sie dann auf Ihrem Marken-Profil wiederverwenden.

Halten Sie sich an einen Zeitplan

Wie bereits erwähnt, ist ein Content-Kalender für Ihr Instagram-Profil extrem nützlich, um Aufgaben zu organisieren und letztendlich Ihren Terminplan einzuhalten. Die Einhaltung eines Zeitplans wirkt sich zudem positiv auf Ihr Follower-Wachstum bei Instagram aus – weil Ihre Follower wissen, was Sie von Ihnen erwarten können. Vermeiden Sie tunlichst, Ihren Account einmal täglich oder einmal in der Woche zu aktualisieren und dann für Wochen in der Versenkung zu verschwinden. Posten Sie Ihre Bilder zu bestimmten Zeiten (täglich oder wöchentlich) – das schafft Routine und hält Ihre Follower bei der Stange, während Sie sich die Überlegung zu Veröffentlichungszeitpunkten ein für alle Mal sparen können.

Ordnen Sie Ihre Filter neu an

Wer eine visuelle Identität auf Instagram entwickeln will, sollte nicht mehr als zwei ausgewählte Filter zur Bearbeitung seiner Bilder verwenden. Auf diese Weise sorgen Sie für einen besseren Wiedererkennungseffekt, wenn die Nutzer durch ihren Feed scrollen.

instagram filter

Nicht jeder weiß, dass sich die Filterliste in Instagram verwalten lässt. Filter lassen sich hinzufügen, verbergen und neu ordnen. Das spart Zeit, wenn Sie immer dieselben Filter verwenden. Und so funktioniert’s: Bearbeiten Sie ein Foto. Wenn der Filter-Screen angezeigt wird, wischen Sie nach rechts bis zum Ende Ihrer Filterliste – tippen Sie dann auf „Verwalten“. Dort deaktivieren Sie die Filter, die Sie nicht brauchen, indem Sie auf diese tippen (das Häkchen verschwindet), oder ordnen Filter per Drag & Drop neu an: Tippen Sie auf den Filter, den Sie verschieben wollen, halten ihn gedrückt und ziehen ihn dann die gewünschte Position. Haben Sie Ihre Filter wie gewünscht angepasst, tippen Sie auf das X-Icon, um die Änderungen zu speichern und zu Ihrem Foto zurückzukehren.

Benachrichtigungen einrichten

Bei so wenig Zeit für Instagram, sollten Sie diese nicht unnötig verplempern. Sparen Sie sich die Zeit für eigene Recherchen, in dem Sie die Push-Benachrichtigungen für Likes, Kommentare, neue Follower, direkte Aktivitäten und Ihre Fotos aktivieren. Die Benachrichtigungen erscheinen dann auf Ihrem Mobiltelefon, wo Sie sie in einem Aufwasch durchschauen können, anstatt wertvolle Zeit zu vertun, indem Sie diese Informationen händisch in der App suchen. Diese Benachrichtigungen halten Sie auch zu neuen Engagement-Chancen auf dem Laufenden – Sie können umgehend reagieren, wenn sich etwas Wichtiges ereignet.

instagram edit profile

Erfahren Sie in diesem Blog-Post mehr über Instagram für Unternehmen.

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