Social Media-Updates im September

Social Media-Rückblick: die wichtigsten Social Media-Updates im September

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Wie immer hat sich auch im September viel getan in der Social Media-Landschaft. YouTube vereinfacht Nutzern die Interaktion, Twitter gibt ordentlich Gas und Snapchat bringt sein erstes Wearable heraus. Wir haben wie jeden Monat die wichtigsten Social Media-Updates im September für Sie zusammengestellt.

Facebook

Datentransfer zwischen WhatsApp und Facebook vorerst gestoppt

Als bekannt wurde, dass WhatsApp Nutzerdaten an Facebook weitergeben will war der Aufruhr groß. Besonders weil Facebook bei der Übernahme von WhatsApp 2014 Nutzern noch versicherte, dass es zu keinem Datenaustausch zwischen den Unternehmen käme. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar will dem jetzt einen Riegel vorzuschieben und hat den Datentransfer zumindest in Deutschland verboten. Die rund 35 Millionen WhatsApp Nutzer in Deutschland sollten selbst entscheiden können, ob sie eine Verbindung mit Facebook möchten, findet Caspar. Facebook möchte nun Widerspruch gegen das Urteil einlegen.

Einkäufe direkt über Facebook Messenger erledigen

Facebook testet derzeit eine Bezahl-Funktion im Messenger. Nutzer werden künftig nicht mehr auf eine externe Website weitergeleitet und können Einkäufe direkt im Messenger abschliessen. Über einen “Kaufen”-Butten werden dann beim Messenger gespeicherte Kreditkartendaten abgerufen. Facebook konnte bereits PayPal, Visa, Stripe, MasterCard und American Express als Partner gewinnen. Laut PC-Welt ist derzeit noch unklar, ob und wann die Funktion auch in Deutschland eingeführt wird.

Facebook weitet dynamische Werbeanzeigen aus

Social Media-Updates im September

Facebook weitet seine Dynamic Ads auf den stationären Handel aus und ermöglicht Händlern verfügbare Artikel im nächstgelegenen stationären Geschäft bewerben. Ein durchaus lohnenswertes Konzept für den Einzelhandel, gehen doch laut Facebook rund 49% aller Käufe digitale Interaktionen voraus. Bislang war es Händlern nicht möglich ihre Ads für jeden Filialstandort bezüglich der Produktverfügbarkeit, Sonderangeboten etc. anzupassen. Über die Anzeige können Nutzer dann auch entscheiden, ob sie das Geschäft kontaktieren möchten, das Produkt online erwerben oder ins nächste Geschäft gehen möchten. Die Produktauswahl der Werbeanzeigen kann anhand des Kaufverhaltens von Personen optimiert werden.

Instagram

Entwürfe können ab sofort gespeichert werden

Nach einigen Testläufen wurde Instagram nun endlich um ein entscheidendes Feature erweitert: Instagram Drafts. Endlich können bearbeitete Bilder samt Text und Hashtag als Entwürfe gespeichert werden. Dieses langersehnte Feature dürfte die Nutzer sehr erfreuen. Zur vollständigen Anleitung geht’s hier

Jetzt kann jeder Kommentare filtern

Als beleidigend eingestufte Wörter und Phrasen können auf eine schwarze Liste gesetzt werden, so dass diese dann automatisch blockiert werden. Bislang war diese Funktion nur für Business Accounts zugänglich, ab sofort hat jeder Instagram-Nutzer die Möglichkeit, sich so gegen Trolle zu schützen. Nutzer können ihren eigenen Filter erstellen, mit Wörtern, die in den Kommentaren versteckt werden.

LinkedIn

Neue E-Learning Plattform von LinkedIn

Mit 450 Millionen Nutzern ist LinkedIn das größte soziale Netzwerk der Berufswelt. Nun erweitert die Plattform ihre Funktion und geht über Jobsuche und Recruitment hinaus. Mit LinkedIn Learning hat das Unternehmen nun ein E-Learning Portal heraus gebracht. Mit rund 9000 Kursen im Angebot, richtet sich das Programm in erster Linie an Einzelpersonen, kann jedoch auch von Unternehmen verwendet werden, die Schulungsprogramme für ihre Mitarbeiter anbieten möchten.

Snapchat

Snapchat bringt erstes Wearable heraus

Neben der Bekanntgabe, dass Snapchat nun den offiziell in Snap Inc umbenannt wurde, hat vor allem Snapchats neuestes Produkt im September für Furore gesorgt. “Spectacles” ist eine Sonnenbrille mit integrierter Kamera, die Videoclips in einem 115 Grad Winkel aufnimmt. Die Videos werden per Bluetooth ans Smartphone übertragen. Für 129 US-Dollar ist das erste Wearable der Firma ab Oktober in limitierter Auflage erhältlich.

Twitter

Regeln zur Zeichenlimitierung geändert

Bereits im Mai wurde es angekündigt, jetzt ist es endlich soweit: Twitter hat die Regeln zur Zeichenlimitierung gelockert. Endlich werden Fotos, GIFs, Originalinhalte bei Retweets und Umfragen nicht mehr von den erlaubten 140 Zeichen abgezogen. Links werden allerdings weiterhin mitgezählt.

Mit diesen Änderungen möchte Twitter die Bedienung für Neuanwender erleichtern. Denn für Neulinge ist das soziale Netzwerk oft verwirrend.

Twitter setzt verstärkt auf Live-Experience

Mit TV-Apps möchte sich Twitter nun verstärkt auf Streaming konzentrieren. Mit neuen Apps für Apple TV, Amazon Fire TV und Microsoft Xbox kommt Twitter jetzt auch auf den Fernseher. Vorerst jedoch nicht in Deutschland.

Wie Twitter Mitbegründer Jack Dorsey auf der dmexco Mitte September September betonte, wird sich die Plattform künftig wieder verstärkt auf Live-Experiences konzentrieren. So werden Nutzer länger auf der Plattform gehalten, was sich wiederum Werbetreibende zu Nutze machen können. Besondere Aufmerksamkeit bekommen Sportevents. Bereits im April diesen Jahres wurde bekannt, dass Twitter einen Deal mit der national Football League geschlossen hat und sich die Rechte zum Live-Streaming der Donnerstagabend Spiele gesichert hat.

Das Twitter sich vermehrt auf Live-Streaming fokussieren möchte macht sich auch mit diesem kleinen aber feinen Feature bemerkbar: Ab sofort können Nutzer wählen, ob sie benachrichtigt werden möchten, wenn jemand, dem sie folgen einen Live-Stream startet. Nachdem die Benachrichtigung erhalten ist, kann die Ausstrahlung mit nur einem kleinen Klick verfolgt werden. Die Benachrichtigung gilt sowohl für Periscope als auch für Inhalte von Twitters Streaming Partnern.

Lesebestätigung bei Direktnachrichten

Twitter zeigt ab sofort an, wenn Direktnachrichten gelesen wurden – ein Feature dessen sich herkömmliche Messenger Apps schon seit geraumer Zeit bedienen. Mit einem Häkchen wird dem Absender nun mitgeteilt, dass der Adressat die Nachricht gelesen hat. Außerdem wird bei Gruppen-Nachrichten angezeigt, welcher Nutzer gerade eine Antwort eingibt. Mit einem Update von iOS und Android stehen die neuen Funktionen zur Verfügung. Angesichts der gemischten Gefühle, mit denen dieses Update aufgenommen wurde gibt es für alle, die sich an dieser Änderung stören die Möglichkeit die Funktion auszuschalten. 

Moments jetzt für alle offen

Bislang waren Twitter Moments nur für Medienunternehmen und Influencer zugänglich. Nun wird das Feature für jeden bereitgestellt. In Moments können  mithilfe von zusammengehörigen Tweets Geschichten erzählt werden, ähnlich wie bei Snapchat Stories und Instagram Stories. Stories können über einen Link aufgerufen werden oder auf Websites geteilt werden. Wie Moments am besten erstellt werden, beschreibt Twitter hier.

Neue Funktionen für den Kundenservice

Immer mehr Unternehmen nutzen Twitter für Ihren Kundendienst. Darauf hat das Netzwerk nun reagiert: Ab sofort können Unternehmen auf Ihren Twitter-Profilen angeben, ob Sie dieses Profil einen Kundenservice anbietet und wenn ja, zu welchen Zeiten. Über eine spezielle Seite auf dem Twitter Dashboard können nun die nötigen Angaben gemacht werden, dadurch wird gleichzeitig die Möglichkeit, Direktnachrichten von allen Nutzern zu erhalten, geöffnet. (Unternehmen müssen Kunden nicht mehr zum Zurückfolgen auffordern).

YouTube

Die YouTube Community kommt

Um es YouTubern leichter zu machen, mit ihren Zuschauern zu interagieren, hat YouTube nun die YouTube Community ins Leben gerufen. So soll verhindert werden, dass Konversationen auf andere Social Media Plattformen verschoben werden. Bislang war YouTube für Interaktionen nicht optimal geeignet. Jetzt wird YouTube endgültig zu einem sozialen Netzwerk und kann nun auch eigenständig bestehen. Unter dem Reiter “Community” können YouTuber Beiträge posten, auf die Anhänger mit Kommentaren und Bewertungen reagieren können. Derzeit wird ein Beta-Test der Community durchgeführt.

YouTube Heroes

YouTube wächst und wächst und ein Ende des Wachstums ist ist vorerst nicht in Sicht. Mit dem enormen Wachstum geht jedoch auch ein Meer an Kommentaren ein, die es zu moderieren gilt. Um das zu bewerkstelligen, holt sich YouTube jetzt Hilfe von den Nutzern. Mit YouTube Heroes soll gegen Beleidigungen und Trolle vorgegangen werden. Über ein Bewerbungssystem können Nutzer zu YouTube Heroes werden und haben dann die Möglichkeit, gegen die Richtlinien verstoßende Inhalte zu melden, Untertitel zu erstellen und Fragen anderer Nutzer zu beantworten. Mit einem Punktesystem können die Heros aufsteigen, insgesamt gibt es 5 Stufen. Im Gegenzug bekommen die Heroes  Das Projekt wurde bislang mit gemischten Reaktionen begrüßt. Die Angst vor Missbrauch des Heroe-Programms ist groß bei YouTubern. 

https://www.youtube.com/watch?v=Wh_1966vaIA

 

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