Social Media-Manager

4 Fragen, die Sie Ihrem Social Media-Manager besser nicht stellen

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Social Media-Manager haben alle Hände voll zu tun. Der relativ junge Beruf erfordert laufend neue Fähigkeiten, die sich der Social Media-Veranwortliche schnell aneignen muss, um bei den ständigen Veränderungen der sozialen Netze up-to-date zu bleiben. Lassen Sie ihn (oder sie) also seine Arbeit tun, und stellen Sie bitte keine überflüssigen Fragen. Im Ernst!

Als Social Media-ManagerIn trifft man immer wieder auf bestimmte Fragen, bei denen man erst einmal tief Luft holen muss, bevor man mit der Antwort heraus kommt. Nun sind diese Fragen oft gar nicht böse gemeint – sie entspringen eher einem fehlendem Grundverständnis. Dem können Sie abhelfen. Hier kommen vier Fragen, die Sie Ihrem Social Media-Manager besser nicht stellen sollten und Handlungsempfehlungen, mit denen Sie für gegenseitiges Verständnis und eine bessere Zusammenarbeit sorgen.

Können Sie das bitte sofort veröffentlichen?

Social Media-Manager sitzen (hoffentlich) nicht den ganzen Tag herum und posten, was ihnen gerade einfällt. Der „Wahnsinn” der Social Media-Manager hat Methode. Was sie veröffentlichen, wie sie mit Followern interagieren, was sie retweeten oder teilen, wie viele Beiträge sie täglich posten – das alles hat seinen Sinn und Zweck. Wenn Sie also fragen, ob etwas sofort und ohne Überarbeitung veröffentlicht werden kann, zeigen Sie wenig Verständnis für die Strategien und Fähigkeiten, die dieser Job erfordert.

Wichtigster Lerneffekt

Für Social Media-Manager: Sorgen Sie dafür, dass alle in Ihrem Unternehmen wissen, was Sie tun und warum Sie es tun. Stellen Sie Ihre Social Media-Strategie möglichst vielen Kollegen und Abteilungen vor, und machen Sie Ihre Position und Arbeit damit unternehmensweit sichtbar.

Für alle anderen: Binden Sie das Social Media-Team möglichst früh in Ihre Projekte und Kampagnen ein. So kann Ihr Team, beides in die übergeordnete Social Media-Strategie integrieren und Ihnen qualitativ hochwertige Social Media-Inhalte liefern. Wenn Sie so vorgehen profitieren Sie weit mehr von den Vorteilen von Social Media, als durch Spontan-Posts.

Können Sie dafür sorgen, dass das viral wird?

Sehen wir uns einmal an, was geschieht, wenn ein bestimmter Content „viral“ geht. Die Anzahl der Leute, die diesen Beitrag lesen, ansehen oder teilen, steigt plötzlich sprunghaft an. Und die Seitenaufrufe schnellen ebenfalls, wenn auch nur vorübergehend, in die Höhe. (Jippieh!) Kurz darauf wird irgendetwas anderes interessanter, und Ihr Content verschwindet unvermeidlich wieder in den Tiefen des Internets. (Uaaaah.)

Ist flüchtige Aufmerksamkeit also wirklich soviel Zeit und Ressourcen wert? Wohl eher nicht. Und genau deswegen konzentriert sich Ihr Social Media-Manager auf andere Ziele – nämlich, wie Social Media am besten zum Erreichen von Marketing- oder Unternehmenszielen beitragen kann.

Wichtigster Lerneffekt

Für Social Media-Manager: Erstellen und verbreiten Sie regelmäßig Reports und zeigen Sie darin eindeutig und nachvollziehbar auf, welche positiven Auswirkungen Social Media für Ihr Unternehmen hat, und warum „viral werden“ dies nicht leisten kann.

Für alle anderen: Informieren Sie sich, welche Social Media-Ziele Sie anstelle von „viral werden“ sinnvollerweise verfolgen sollten. Sprechen Sie mit Ihrem Social Media-Manager darüber, wie dieser Erfolg definiert und wie Sie verbessern können, worum es beim „viral werden“ wirklich geht: den Bekanntheitsgrad.

Wieso sind wir nicht auf (hier gerade gehypetes Social Network einfügen)?

Eine der ersten Marken in einem neuen sozialen Netzwerk zu sein, ist ziemlich verlockend, ich weiß. Von den Unternehmen, die frühzeitig auf Facebook oder Twitter waren, haben sich viele allein dadurch eine riesige Community aufgebaut. Aber mittlerweile ist die Social Media-Welt soweit entwickelt, dass neue Netzwerke kaum lang genug existieren, um mit diesen Giganten mitzuhalten.

Eine erfolgreiche Präsenz in einem sozialen Netzwerk zu etablieren, erfordert einen nicht zu unterschätzenden Aufwand an Planung, Strategie, Zeit und Ressourcen. Wer diesen Aufwand in ein Netzwerk steckt, das vielleicht genauso schnell verschwindet, wie es aufgetaucht ist, trifft möglicherweise nicht die schlaueste Entscheidung für ein Unternehmen.

Wichtigster Lerneffekt

Für Social Media-Manager: Der Hype um ein neues Netzwerk ist eine gute Gelegenheit, einen Dialog zu beginnen und Ihre Expertise unter Beweis zu stellen. Kommunizieren und diskutieren Sie Ihre Überlegungen dazu.

Für alle anderen: Wenn Sie einen Newcomer bemerken, kennt Ihr Social Media-Manager diesen wahrscheinlich schon längst. Anstatt anzudeuten, dass dieser seinen Job nicht ordentlich erledigt, sollten Sie vielleicht einfach folgende Fragen stellen: „Wie denken Sie darüber? Kennen Sie viele Unternehmen, die das bereits nutzen? Sehen Sie hier Chancen für uns?“ Dieses Verhalten zeugt von weitaus mehr Respekt und wird auch zu einem deutlich produktiveren Austausch führen.

Wie hoch ist der Return on Investment (ROI) von Social Media?

Ich weiß, was Sie jetzt denken: „Wir sollen jede Menge Zeit und Geld in Social Media investieren, dürfen wir dann nicht nach den Ergebnissen fragen?“ Ja, natürlich dürfen Sie das. Und ein Social Media-Manager sollte auch jederzeit in der Lage sein, Ihnen zu zeigen, welche positiven Auswirkungen das Social Media-Engagement auf Ihr Unternehmen hat. Das Problem an dieser Frage ist vielmehr, dass sich der Social Media-ROI nicht ganz so einfach beziffern lässt. Pauschalaussagen zum Thema ROI lassen den wichtigsten Part einer soliden Social Media-Strategie außen vor: sämtliche Social Media-Aktivitäten sollten auf die übergeordneten Unternehmensziele abgestimmt werden.

Nehmen wir an, eines Ihrer Hauptziele ist die Erhöhung des Traffics auf Ihrer Website. In diesem Fall lässt sich der Wert von Social Media danach bemessen, wie viele Links zur Website in Ihren Social Media-Profilen veröffentlicht werden und wie oft diese angeklickt werden. Mit Tools wie Google Analytics lässt sich zudem bestimmen, wie viel Traffic auf der Website aus den sozialen Medien kommt.

Die Frage nach dem Social Media-ROI ist zwar nicht ganz unberechtigt – die Antwort Ihres Social Media-Managers könnte jedoch deutlich länger ausfallen, als Sie es erwarten.

Wichtigster Lerneffekt

Für Social Media-Manager: Berichten Sie regelmäßig, welchen Einfluss die Social Media-Aktivitäten auf das Unternehmen haben. Erstellen und teilen Sie monatliche und Kampagnen-bezogene Analytics-Reports. Informieren Sie sich darüber, wie Sie den Social Media-ROI messen und kommunizieren können und geben Sie dieses Wissen bei jeder Gelegenheit weiter.

Für alle anderen: Anstatt Ihren Social Media Manager nach dem gesamten Social Media-ROI zu fragen, erkundigen Sie sich lieber nach dem jüngsten Erfolg oder fragen Sie, wie Social Media die aktuelle Kampagne positiv beeinflusst hat. Sehen Sie sich die monatlichen Reports an, damit Sie ein besseres Verständnis für die Ziele und Fortschritte Ihrer Social Media-Leute entwickeln.

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Dieser Beitrag stammt ursprünglich von Sarah Dawley und wurde unter dem Titel „4 Questions You Should Never Ask Your Social Media Manager“ auf unserem internationalen Blog veröffentlicht.