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3 Dinge über Pinterest, die Sie wissen sollten

Pinterest ist der magische Ort im Internet, wo wir uns Inspiration, Ideen und Vorschläge holen und uns der guten alten digitalen Sammlerlust hingeben. Sie doch auch, oder etwa nicht?

Das Bildernetzwerk verzeichnet Stand September 2015 weltweit 100 Millionen aktive Nutzer und gewinnt laut ARD/ZDF-Online-Studie 2015 auch in Deutschland an Beliebtheit. Genaue Zahlen für Deutschland nennt Pinterest nicht, die Studie schätzt, dass hierzulande um die 2 Millionen Nutzer aktiv sind. Doch Pinterest ist auch für Unternehmen interessant.

Wer also bei Pinterest bislang nur an Hochzeitsplanung, Selbstgemachtes oder Rezepte gedacht hat, sollte sich mal genauer umsehen. Das Bildernetzwerk bietet eine erstaunliche Bandbreite an Content-Formen gepinnt werden können GIFs, Videos, Geo-Pins und mehr zu den unterschiedlichsten Themen und Branchen. Auch Marken wie die Bank of America, die nicht unbedingt für Pinterest geeignet scheinen, mischen hier verstärkt mit – und das sehr gekonnt.

Was genau Pinterest so attraktiv macht? In vielen Fällen ist es die Langlebigkeit. Pins haben einen Langzeiteffekt, den es so nirgendwo sonst in den sozialen Medien gibt. Während Tweets eine Halbwertszeit von nur 24 Minuten haben und Facebook-Posts bei immerhin 90 Minuten liegen, beträgt die Halbwertszeit von Pins 151.200 Minuten.

In einer Pinterest-Fallstudie zu BuzzFeed erklärte die Leiterin der Entwicklungs- und Datenabteilung des Medienunternehmens: „Pinterest ist der zweitgrößte Social Media-Referrer (Quelle von Empfehlungen) für BuzzFeed. Zusätzlich ist der Lebenszyklus der Beiträge deutlich länger als in den anderen sozialen Netzwerken. Oft generieren die Posts noch Monate nach ihrer Veröffentlichung Traffic. Tatsächlich stammt mehr als die Hälfte des von Pinterest kommenden BuzzFeed-Traffics aus Beiträgen, die vor mehr als zwei Monaten veröffentlicht wurden“.

Pinterest ist der größte, bisher kaum angezapfte Traffic-Generator des Internets. Noch immer nicht überzeugt? Dann sehen Sie sich diese Statistiken an:

Peg Fitzpatrick, Social Media Marketing-Expertin und Co-Autorin von The Art of Social Media: Power Tips for Power Users, war für einen #HootChat bei uns. Dabei drehte sich alles um Pinterest: Wie eine Marke ihre Website zum „Gepinnt werden” optimieren kann, wie Marken selbst zu Power-Pinnern werden, und wie sich Pinterest nutzen lässt, um Traffic zu generieren. Hier sind unsere Pinterest Tipps. 

3 Erkenntnisse über Pinterest von Peg Fitzpatrick

1. Gutes Bildmaterial und durchdachte Beschreibungen sind der Schlüssel zur Auffindbarkeit

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In einer Serie von Tweets schrieb Fitzpatrick: „Pinterest ist der richtige Ort, um Ihre Produkte ins Rampenlicht zu rücken und die Leute mit optischen Reizen auf Ihre Marke aufmerksam zu machen. Erzählen Sie die Geschichte Ihrer Produkte oder Ideen in wunderschönen Pins… Pins, die für ein hohes Engagement sorgen, beinhalten fantastische und gut zusammengestellte Bilder in hoher Qualität… Wenn Sie neu auf Pinterest sind, sorgen Sie dafür, dass Ihre Pinnwand und die einzelnen Pins mit Schlagworten und guten Beschreibungen versehen sind… Inspirieren Sie die Menschen, sich durchzuklicken und Ihre Pins weiter zu pinnen“.

Natürlich werden die sozialen Medien insgesamt immer visueller, aber Pinterest war vom Start weg so konzipiert. Pinterest ist und bleibt eine stark visuelle Plattform, auf allein die Ästhetik über den Erfolg (oder Misserfolg) Ihrer Strategie bestimmt.

Bilder sind damit zweifellos der wichtigste Teil eines Pins. Das heißt: knackige, qualitativ hochwertige Bilder, die Aufmerksamkeit erregen, sind entscheidend. Anders als bei Twitter funktionieren auf Pinterest Bilder im Hochformat (Portrait-Format) am besten. Diese nutzen den Platz auf der Plattform optimal und fallen deutlich mehr ins Auge, als Bilder im Querformat. Fitzpatrick nutzt Bilder im Format 735 x 1.102 Pixel (Sie können natürlich selber testen, welche Größe für Ihre Marke ideal ist).

Nur mit einem netten Bild muss es aber nicht getan sein. Wenn Sie einen klaren, eindeutigen und auf das Wesentliche konzentrierten Text (also, was die Pinterest-Nutzer erwartet, wenn sie auf Ihr Bild klicken) hinzufügen, kann das für Ihre Pins Wunder wirken. Behalten Sie aber im Hinterkopf, dass Fitzpatrick davor warnt, den Call-to-Action in das Bild selbst einzubauen.

Nehmen wir an, Sie haben einen Blog-Post darüber geschrieben, wie man ein Wandkunstwerk im „Do it Yourself”-Verfahren herstellen kann. Jetzt könnten Sie einfach ein Bild Ihrer „Wall Art” (oder vom Herstellungsprozess) pinnen und es dabei belassen. Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie hätten einen kurzen Text hinzugefügt, zum Beispiel „Wandkunst für unter 10 Euro – so wird’s gemacht“. Jetzt wissen die Pinterest-Nutzer sofort, worum es in Ihrem Pin geht, ohne sich die Beschreibung ansehen zu müssen. Auf welche der beiden Varianten wird wohl eher geklickt? Sie können sogar noch einen Schritt weitergehen und eine Collage zusammenstellen, auf der die Ausgangsmaterialien, ein paar der Projektschritte und das fertige Ergebnis zu sehen sind. Auf welchen der drei Pins würden Sie wohl klicken? Und welchen würden Sie sich für später speichern?

Gute Bilder sind das zentrale Element bei Pinterest, aber sie sind nicht alles. Die Beschreibung Ihres Pins trägt wesentlich dazu bei, dass dieser auch gefunden wird.

Um eine gute Pin-Beschreibung zu erstellen, hat Fitzpatrick folgende Tipps:

  • Vermeiden Sie Fachausdrücke, und verwenden Sie eine nutzerfreundliche Sprache.
  • Bauen Sie Schlagworte in den Text ein. Überlegen Sie sich, mit welchen Begriffen wahrscheinlich nach Ihren Inhalten gesucht wird und arbeiten Sie diese ein. Stopfen Sie Ihre Beschreibung aber nicht mit Schlagworten voll.
  • Bieten Sie Antworten und Ideen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Informationen hilfreich, kurz und ansprechend sind.
  • Klingen Sie nicht zu sehr nach Verkaufe.
  • Und als wichtigster Punkt: Vermitteln Sie in der Beschreibung, was die Leute von Ihrem Pin lernen können. Inspirieren Sie sie.

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Grafik von Canva

Denken Sie auch darüber nach, einen Call-to-Action (Handlungsaufforderung) in Ihre Pin-Beschreibung einzubauen. Laut Quicksprout „steigt das Engagement es bei Pins, die einen Call-to-Action beinhalten, um 80 Prozent“.

In ihrem Blog hat Fitzpatrick ein paar einfache Calls-to-Action für Pins aufgelistet:

  • Teilen Sie diesen Post
  • Pinnen Sie das für später
  • Klicken Sie hier für einen kostenlosen Download
  • Melden Sie sich jetzt an
  • Antworten Sie hier
  • Melden Sie sich hier an

Bei der Bildauswahl und der Erstellung der Beschreibung sollten Sie auch bedenken, wie Ihre Pins auf einem mobilen Endgerät aussehen und versuchen, alles so Mobile-tauglich wie möglich zu gestalten. Pinterest wird zu mehr als 75 Prozent über mobile Endgeräte, wie Smartphones oder Tablets, genutzt. Im Fitzpatricks Blog finden Sie Tipps, wie Sie Pins für mobile Endgeräte optimieren.

2. Die Optimierung Ihrer Website für Pinterest ist entscheidend

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„Wenn Sie einen Blog, ein Produkt oder eine Dienstleistung haben, sollte Pinterest in Ihren Marketingmix gehören“, schreibt Fitzpatrick in der Tweet-Serie. „Wenn Sie Pinterest nicht nutzen, verzichten Sie auf Traffic und Geld… Zu den größten Fehler gehört eine Website, auf der keine tollen Bilder für Pins zu haben sind… Eine Pinterest-taugliche Website mit schönen Bildern inklusive „Pin it“-Button ist erfolgsentscheidend“.

Sie können Ihre Website mit verschiedenen Maßnahmen für Pinterest optimieren. Fitzpatrick hat einige Vorschläge für Marken:

  • Integrieren Sie den „Folgen“-Button von Pinterest auf Ihrer Website.
  • Installieren Sie den „Pin it“-Button, damit die Besucher Ihrer Website Inhalte möglichst einfach pinnen können.
  • Erstellen Sie für jeden veröffentlichten Beitrag ein zum Pinnen optimiertes Bild.
  • Nutzen Sie Rich Pins mit zusätzlichen Details und fügen Sie Metadaten hinzu.
  • Nutzen Sie die Widgets von Pinterest, um einzelne Pins, ganze Pinnwände oder Ihr Profil in den Website-Inhalt einzubinden.

Denken Sie auch daran, dass die Metadaten, die Sie in die Uploads auf Ihre Website einbinden, Einfluss auf die Pinterest-Eignung haben können. Ein Beispiel: Wenn Sie einen bebilderten Blog-Post erstellen, stellen Sie sicher, dass der Text für die Bildbeschreibung auch für eine Pin- Beschreibung geeignet ist. Denn wenn jemand die Pinterest-Bookmark-Funktion nutzt, um einen Post zu pinnen, füllen die Metadaten automatisch die Pin-Beschreibung. Deshalb ist es wichtig, dass hier die Informationen über das Bild, den Post oder die Website enthalten sind, die Sie vermitteln wollen. Pinterest-Nutzer können diesen Text zwar ändern, tun dies aber oft nicht. Und genau darum sollte der Content auf Ihrer Website für den Besuch von Pinterest-Nutzern optimiert werden.

Fitzpatrick gibt in ihrem Blog Tipps, wie Pinterest Ihren Blog unterstützen kann und wie Sie auf Pinterest profitabel werben.

3. Pinnen Sie ständig

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In Ihrer Tweet-Reihe erläutert Fitzpatrick: „Pinnen Sie ständig. Sie sollten regelmäßig Pins veröffentlichen, täglich wäre perfekt. So halten Sie Ihren Account aktuell… Pinnen Sie unbedingt auch den Content anderer, nicht nur den Ihrer eigenen Marke… Auch re-pinnen ist pinnen – 80 Prozent der Pins auf Pinterest sind Re-Pins… Wenn Sie es richtig gut machen wollen, sind 5 bis 10 Pins pro Tag ideal. Die Power-Nutzer auf Pinterest pinnen wesentlich mehr!“

Das Pew Research Center fand heraus, dass nur 17 Prozent der Pinterest-Nutzer täglich auf der Seite sind, die neun Prozent, die die Seite mehrmals täglich besuchen, eingeschlossen. Umgekehrt sagen 29 Prozent, sie würden Pinterest einmal die Woche aufrufen, 52 Prozent schauen sogar noch seltener auf Pinterest nach. Während die Pinterest-Nutzer also nicht so oft auf der Plattform sind wie auf Facebook (das von 70 Prozent täglich aufgerufen wird), interagieren sie, wenn sie einmal auf Pinterest sind, sehr intensiv mit den dortigen Inhalten.

Wegen dieser speziellen Form der Nutzung sollten Marken auf Pinterest häufiger posten, als auf ihren anderen Social Media-Plattformen. Experten empfehlen übereinstimmend fünf Pins pro Tag als passende Mindestanzahl, viele würden für Marken sogar eine höhere Anzahl empfehlen.

Im Ahalogy-Blog gibt Susan Wenner Jackson ein paar Ratschläge für den richtigen Zeitpunkt: „Veröffentlichen Sie 15 bis 20 Pins pro Tag, damit Sie die Pinterest-Community zur besten Zeit mit Ihrem spezifischen Content erwischen. Sie wissen ja: die Nutzer sind zu unterschiedlichen Zeiten auf Pinterest. So haben Sie die Chance, mehr Ihrer Follower zu erreichen.“

Wie bei allen anderen Medienkanälen auch kann die Tageszeit eine entscheidende Rolle für den Erfolg Ihrer Beiträge spielen. Auf Pinterest sind Inhalte tendenziell am Nachmittag oder Abend erfolgreicher, dann, wenn die meisten Nutzer auf der Plattform einloggen.

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Grafik von Social Media Today

Wie bei allen anderen Social Media-Kanälen können Sie bei der Verwaltung Ihrer Pinterest-Präsenz Zeit sparen, wenn Sie Ihre Inhalte vorausplanen. Fitzpatrick dazu: „Meine Geheimwaffe für Pinterest ist Tailwind. Ich nutze es für die Vorausplanung meines Contents und ich liebe die erweiterte Analytics.“ Sie fügt hinzu, dass Tailwind „es einfach mache, Pins vorauszuplanen, einen Zeitplan anhand der vom Tool empfohlenen Zeitfenster zu erstellen und sogar Vorschläge für die Verbesserung meiner Pinterest-Pinnwände hat.“

Pins vorausplanen und managen mit der Tailwind für Pinterest-App aus dem Hootsuite App-Verzeichnis. Holen Sie sich jetzt die kostenlose App!

Testen Sie Tailwind in Hootsuite

 

Dieser Artikel stammt ursprünglich von Kendall Walters und wurde unter dem Titel „3 Things You Should Know About Pinterest According to an Expert“ auf unserem Global Blog veröffentlicht.