Eine Social-Media-Strategie fasst zusammen, was Sie in den sozialen Medien zu tun gedenken und erreichen wollen. Sie leitet Ihr Handeln und zeigt Ihnen, ob Sie Erfolg haben oder nicht.

Je genauer und konkreter Ihr Plan ist, umso effektiver wird er sein. Halten Sie ihn kurz und bündig. Setzen Sie sich keinesfalls so hochgesteckte oder breit angelegte Ziele, dass diese unerreichbar werden oder sich nicht messen lassen.

In diesem Beitrag führen wir Sie durch einen Neun-Schritte-Plan, mit dem Sie Ihre eigene überzeugende Social-Media-Marketingstrategie entwickeln können.

Bonus: Holen Sie sich das kostenlose Social Media-Strategie Template mit dem Sie Ihre eigene Strategie schnell und einfach planen können. Nutzen Sie diese Vorlage auch zur Verfolgung von Ergebnissen und zur Präsentation Ihrer Planung vor Vorgesetzten, Team-Kollegen und Kunden.

Was ist Social-Media-Marketing?

Unter Social-Media-Marketing versteht man die Nutzung von Social-Media-Kanälen, um eine Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen oder zu bewerben.

Social-Media-Marketing hilft Unternehmen dabei:

  • die Markenbekanntheit zu erhöhen
  • engagierte Communities aufzubauen
  • Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen
  • zu messen, wie Menschen über sie denken
  • Kundenservice über Social-Media-Plattformen anzubieten
  • ihre Produkte und Dienstleistungen bei den Zielgruppen zu bewerben
  • ihre Leistung zu messen und die Strategie entsprechend anzupassen

Was ist eine Social-Media-Strategie?

Eine Social-Media-Strategie ist ein Dokument, das Ihre Social-Media-Ziele, die von Ihnen vorgesehenen Taktiken zur Erreichung dieser Ziele sowie die Kennzahlen, die Sie zur Messung Ihres Fortschritts verfolgen werden, umreißt.

Ihre Social-Media-Marketingstrategie sollte auch alle Ihre bestehenden und geplanten Social-Media-Konten auflisten, gemeinsam mit den spezifischen Zielen für jede Plattform, auf der Sie aktiv sind. Diese Ziele sollten auf die übergreifende digitale Marketingstrategie Ihres Unternehmens abgestimmt sein.

Und ein guter Social-Media-Plan sollte auch die Rollen und Zuständigkeiten innerhalb Ihres Teams und Ihren Reporting-Rhythmus festlegen.

So geht’s: In 9 einfachen Schritten zur Social-Media-Marketingstrategie

  1. Wählen Sie Social-Media-Marketingziele, die mit Ihren Unternehmenszielen übereinstimmen.
  2. Erwerben Sie so viel Wissen wie möglich über Ihre Zielgruppe.
  3. Recherchieren Sie über Ihre Mitbewerber.
  4. Führen Sie ein Social-Media-Audit durch.
  5. Richten Sie Accounts ein und optimieren Sie Ihre Profile.
  6. Suchen Sie nach Inspirationen.
  7. Erstellen Sie einen Social-Media-Content-Kalender.
  8. Kreieren Sie überzeugende Inhalte.
  9. Verfolgen Sie Ihre Performance und passen Sie Ihre Strategie entsprechend an.

Lesen Sie weiter, um mehr über die einzelnen Schritte dieses Prozesses zu erfahren.

Schritt 1: Wählen Sie Social-Media-Marketingziele, die mit Ihren Unternehmenszielen übereinstimmen

Setzen Sie sich S.M.A.R.T.-Ziele

Im ersten Schritt zur Entwicklung einer erfolgreichen Strategie geht es um die Festlegung von Zielen. Ohne diese haben Sie keine Möglichkeit, Ihren Erfolg und den Return on Investment (ROI) zu messen.

Jedes Ihrer Ziele sollte sich am S.M.A.R.T.-Rahmen ausrichten:

  • Specific (spezifisch)
  • Measurable (messbar)
  • Attainable (realisierbar)
  • Relevant
  • Time based (terminiert)

Diese S.M.A.R.T.-Parameter bestimmen Ihre Ziele und Aktivitäten und stellen sicher, dass echte Geschäftsziele erreicht werden.

Hier ist ein Beispiel für ein S.M.A.R.T.-Ziel:

„Wir werden Twitter für den Kundensupport nutzen und unsere durchschnittliche Reaktionszeit bis zum Ende des Quartals auf unter zwei Stunden senken.“

Verfolgen Sie aussagekräftige Kennzahlen

Vanity-Kennzahlen wie die Anzahl Ihrer Follower und Likes lassen sich leicht verfolgen—doch es ist schwierig, Ihren tatsächlichen Wert nachzuweisen. Konzentrieren Sie sich daher eher auf Werte wie Engagement-, Klick- und Conversion-Raten.

Sehen Sie sich zur Anregung diese 19 wichtigen Social-Media-Kennzahlen an.

Vielleicht wollen Sie unterschiedliche Ziele für unterschiedliche Social-Media-Netzwerke—oder sogar einzelne Kanäle auf mehr als eine Weise nutzen.

Wenn Sie beispielsweise LinkedIn nutzen, um Traffic auf Ihre Website zu leiten, dann messen Sie hier die Klickrate. Setzen Sie Instagram zur Erhöhung der Markenbekanntheit ein, dann verfolgen Sie dort die Anzahl der Aufrufe Ihrer Instagram Stories. Und sollten Sie auf Facebook werben, ist der Cost-per-click (CPC) eine gängige Leistungskennzahl.

Ihre Social-Media-Ziele sollten sich an den übergreifenden Marketingzielen ausrichten. So können Sie den Wert Ihrer Arbeit leichter nachweisen und Vorgesetzte überzeugen.

Screenshot eines Diagramms, das zeigt, wie Social-Media-Ziele auf geschäftliche Ziele des Unternehmens ausgerichtet werden sollten

Starten Sie Ihren Social Media-Marketing-Plan, indem Sie mindestens drei Social Media-Ziele notieren.

Schritt 2: Erwerben Sie so viel Wissen wie möglich über Ihre Zielgruppe

Entwickeln Sie Zielgruppen-Personas

Sie müssen Ihre Zielgruppe kennen und wissen, was dieser in den sozialen Medien gefällt. Nur so können Sie Content erstellen, der den Menschen gefällt und den sie kommentieren und teilen. Dieses Wissen ist auch entscheidend, um Social-Media-Follower als Kunden zu gewinnen.

Wenn es um Ihre Zielkunden geht, zählen Informationen wie:

  • Alter
  • Standort
  • Durchschnittseinkommen
  • typische Stellenbeschreibung oder Branche
  • Interessen
  • usw.

Hier finden Sie eine einfache Anleitung und ein Template zur Entwicklung von Zielgruppen-/Käufer-Personas.

Lernen Sie Ihre Fans, Follower und Kunden als echte Personen mit realen Wünschen und Bedürfnissen kennen—dann wissen Sie auch, wie Sie sie in den sozialen Medien ansprechen und motivieren können.

Sammeln Sie Daten

Gehen Sie nicht von Vermutungen aus. Sie glauben, dass Sie über Facebook eher Babyboomer als Millennials erreichen können? Tatsächlich zeigen Zahlen aber, dass die größte bei Facebook vertretene Altersgruppe die 30- bis 49-Jährigen sind.

Grafik: Social-Media-Nutzung durch erwachsene US-Amerikaner
Quelle: Pew Research Center

Social-Media-Analytics kann Sie mit etlichen wertvollen Informationen zu Ihren Followern versorgen: wo diese leben und wie sie mit Ihrer Marke in den sozialen Medien interagieren. Mit diesen Erkenntnissen können Sie Ihre Strategie verfeinern und Ihre Zielgruppe besser ansprechen.

Jugnoo, ein indischer Auto-Rikscha-Service, der ähnlich wie Uber arbeitet, erfuhr durch Facebook Analytics, dass 90 Prozent der durch andere Kunden empfohlenen Kunden im Alter von 18 und 34 Jahren waren und 60 Prozent dieser Gruppe Android nutzte. Sie setzten diese Informationen für zielgerichtetere Anzeigen ein. Das Ergebnis: 40 Prozent geringere Kosten pro Empfehlung.

Lesen Sie unseren Leitfaden zur Nutzung von Social-Media-Analytics und den Tools, die Sie zur Verfolgung dieser Daten benötigen.

Schritt 3: Wettbewerbsrecherche

Die Chancen stehen gut, dass Ihre Mitbewerber bereits Social Media nutzen. Das bedeutet: Sie können aus deren Aktivitäten lernen.

Führen Sie eine Wettbewerbsanalyse durch

Anhand einer Wettbewerbsanalyse können Sie ermitteln, wer Ihre Mitbewerber sind und was sie gut (oder weniger gut) machen. So entwickeln Sie ein gutes Gefühl dafür, was in Ihrer Branche erwartet wird—und das hilft Ihnen wiederum dabei, Ihre eigenen Social-Media-Ziele festzulegen.

Außerdem können Sie dadurch leichter Chancen erkennen.

Vielleicht ist einer Ihrer Konkurrenten auf Facebook sehr präsent, steckt aber weniger Aufwand in Twitter oder Instagram. Konzentrieren Sie sich doch auf Netzwerke, in denen Ihre Zielgruppe unterversorgt ist, statt zu versuchen, einem dominanten Konkurrenten die Fans abzujagen.

Setzen Sie Social Listening ein

Social Listening ist eine weitere Methode, Ihre Mitbewerber im Auge zu behalten.

Suchen Sie in den sozialen Medien nach Firmen- und Account-Namen des Mitbewerbers sowie anderen relevanten Keywords. Finden Sie heraus, was die Konkurrenz teilt und wie die Menschen über sie denken.

Profitipp: Nutzen Sie eine Social Media-Management-Lösung wie Hootsuite um Listening-Streams einzurichten und relevante Keywords und Accounts in Echtzeit zu überwachen.

Einen Social-Listening-Stream zur Verfolgung der Erwähnungen eines Mitbewerbers in Hootsuite einrichten
So richten Sie einen Stream in Hootsuite ein.

Bei dieser Überwachung fallen Ihnen vielleicht Veränderungen in der Nutzung von Social-Media-Kanälen auf—oder Sie entdecken einen bestimmten Post oder eine Kampagne, die wirklich ins Schwarze trifft oder aber total in die Hose geht.

Nutzen Sie solche Informationen für die Entwicklung Ihrer eigenen Social-Media-Marketingstrategie.

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Schritt 4: Führen Sie ein Social-Media-Audit durch

Wenn Sie Social Media bereits nutzen, ziehen Sie eine Bilanz Ihrer bisherigen Aktivitäten. Stellen Sie sich dabei folgende Fragen:

  • Was funktioniert—und was nicht?
  • Wer interagiert mit Ihnen?
  • Welche Netzwerke nutzt Ihre Zielgruppe?
  • Wie steht Ihre Social-Media-Präsenz im Vergleich zur Konkurrenz da?

Sobald Sie diese Informationen gesammelt haben, können Sie über Verbesserungen nachdenken.

Wir haben einen handlichen Leitfaden für Social-Media-Audits samt Template für Sie, der Sie durch jeden Schritt des Prozesses leitet.

Vorschau Leitfaden Social-Media-Audits und Template von Hootsuite

Ihr Audit sollte Ihnen ein klares Bild davon vermitteln, welchem Zweck jedes einzelne Ihrer Social-Media-Konten dient. Ist der Nutzen eines Accounts nicht klar ersichtlich, sollten Sie überlegen, ob es sich lohnt, diesen weiterzuführen.

Beantworten Sie zur Entscheidungshilfe die folgenden Fragen:

  1. Ist meine Zielgruppe hier?
  2. Wenn ja—wie nutzt sie diese Plattform?
  3. Kann ich diesen Account nutzen, um meine Ziele zu erreichen?

Mit diesen klaren Fragen halten Sie Ihre Strategie konzentriert und in der Spur.

Halten Sie Ausschau nach betrügerischen Konten

Im Zuge Ihres Audits könnten Sie gefälschte Accounts entdecken, die Ihren Unternehmensnamen oder die Namen Ihrer Produkte verwenden.

Solche Betrüger können Ihrer Marke schaden—ganz zu schweigen davon, dass sie Follower abziehen, die eigentlich Ihnen gehören.

Melden Sie diese Konten.

Zudem sollten Sie Ihre eigenen Konten verifizieren lassen, damit Ihre Fans wissen, dass Sie es wirklich mit Ihnen zu tun haben.

Hier erfahren Sie, wie Sie sich auf den einzelnen Plattformen verifizieren lassen können.

Schritt 5: Richten Sie Konten ein und optimieren Sie Ihre Profile

Legen Sie fest, welche Netzwerke Sie nutzen wollen

Mit der Entscheidung für bestimmte Social-Media-Netzwerke benötigen Sie auch eine Strategie für jedes Netzwerk.

Angela Purcaro, die Social-Media-Managerin von Benefit Cosmetics, sagte in einem Interview mit eMarketer: „Für unsere Make-up-Tutorials setzen wir auf Snapchat und Instagram Stories. Twitter dient hingegen dem Kundenservice.“

Das Social-Media-Team von Hootsuite ordnet sogar Formate innerhalb der sozialen Netzwerke bestimmten Zwecken zu. So nutzt man auf Instagram zum Beispiel den Feed, um hochwertige und lehrreiche Infografiken sowie Produktankündigungen zu posten, während es in Stories um Live-Events und schnelle Social-Media-Updates geht.

Profitipp: Verfassen Sie ein Leitbild für jedes Netzwerk. Diese Erklärung muss nur einen Satz umfassen, der Sie auf ein bestimmtes Ziel festlegt.

Ein Beispiel: „Wir werden Twitter für den Kundendienst nutzen, um das E-Mail- und Anrufaufkommen zu reduzieren.“

Oder: „Wir werden LinkedIn zur Bewerbung und Vermittlung unserer Unternehmenskultur einsetzen, um bei der Personalbeschaffung und Employee Advocacy zu unterstützen.“

Wenn Sie kein solides Leitbild für einen bestimmten Social-Media-Kanal erstellen können, sollten Sie sich fragen, ob Sie ihn wirklich brauchen.

Richten Sie Ihre Profile ein

Sobald feststeht, auf welche Netzwerke Sie sich konzentrieren wollen, ist es an der Zeit, Ihre Accounts einzurichten—oder bestehende Profile zu optimieren, damit Sie diese an Ihrer Strategie ausrichten.

  • Füllen Sie alle Felder in einem Profil aus.
  • Verwenden Sie Keywords, mit denen nach Ihrem Unternehmen gesucht wird.
  • Nutzen Sie in allen Netzwerken einheitliches einheitliches Branding (Logos, Bilder etc.), um den Wiedererkennungswert Ihrer Profile zu erhöhen.

Profitipp: Verwenden Sie qualitativ hochwertige Bilder, die den empfohlenen Maßen für jedes Netzwerk entsprechen. In unserem stets aktuellen Spickzettel für Social-Media-Bildgrößen können Sie schnell nachschlagen.

Wir haben zudem Schritt-für-Schritt-Anleitungen für jedes Netzwerk erstellt, um Sie bei der Erstellung von Accounts zu unterstützen:

Lassen Sie sich von dieser Liste nicht einschüchtern. Denken Sie daran: Es ist besser, wenige Kanäle gut zu nutzen, als sich beim Versuch zu verausgaben, in jedem Netzwerk präsent zu sein.

Schritt 6: Suchen Sie nach Inspirationen

Es ist zwar wichtig, dass Ihre Marke einzigartig ist—aber Sie können sich durchaus von anderen Marken inspirieren lassen, die in den sozialen Medien Erfolg haben.

Social-Media-Erfolgs-Storys

Solche Berichte finden Sie in der Regel im Unternehmensbereich auf der Website des jeweiligen sozialen Netzwerks (wie etwa der von Facebook).

Fallstudien können wertvolle Erkenntnisse liefern, die sich möglicherweise für Ihren eigenen Social-Media-Plan verwerten lassen.

Preisgekrönte Accounts und Kampagnen

Schauen Sie sich auch die Gewinner der Facebook Awards oder der Shorty Awards an, um Beispiele für Marken zu entdecken, die in puncto Social Media ganz vorne mitspielen.

Wenn Sie etwas lernen und dabei auch noch lachen wollen, sehen Sie sich Fridge-Worthy an – das ist die zweiwöchentliche Preisverleihung von Hootsuite an Marken, die in den sozialen Medien kluge und witzige Dinge tun.

Ihre Lieblingsmarken in den sozialen Medien

Wem folgen Sie in den sozialen Medien gerne? Was tun diese Marken, das die Leute zur Interaktion mit ihren Inhalten und zum Teilen bewegt?

National Geographic brilliert beispielsweise auf Instagram durch die Kombination starker Bildmotive mit überzeugenden Bildunterschriften.

Und dann wäre da noch Shopify. Diese E-Commerce-Marke verkauft sich über Facebook, indem sie Kunden-Storys und Fallstudien vorstellt.

Lush Cosmetics ist wiederum ein tolles Beispiel für einen hervorragenden Kundenservice auf Twitter. Das Unternehmen nutzt seine 280 Zeichen, um auf äußerst charmante und markenkonforme Weise Fragen zu beantworten und Probleme zu lösen.

Beachten Sie, dass sich jeder dieser Accounts durch eine einheitliche Stimme, einen einheitlichen Ton und einen einheitlichen Stil auszeichnet. Dies ist entscheidend, damit die Nutzer wissen, was sie von Ihrem Feed erwarten dürfen—kurz: warum sie Ihnen folgen sollten und wie sie davon profitieren.

Eine solche Konsistenz trägt auch dazu bei, dass Ihr Content markenkonform bleibt, auch wenn sehr viele Menschen in Ihrem Social-Media-Team mitarbeiten.

Mehr darüber erfahren Sie in unserem Leitfaden zur Etablierung einer überzeugenden Markenstimme in den sozialen Medien.

Fragen Sie Ihre Follower

Auch Konsumenten können Ihnen in den sozialen Medien Inspirationen liefern.

Worüber sprechen Ihre Zielkunden gerade online? Was können Sie aus ihren Wünschen und Bedürfnissen lernen?

Wenn Sie bereits in Social-Media-Kanäle präsent sind, könnten Sie Ihre Follower auch direkt fragen, was sie von Ihnen erwarten. Stellen Sie aber sicher, dass Sie dann auch liefern.

Schritt 7: Erstellen Sie einen Social-Media-Content-Kalender

Das Teilen großartiger Inhalte ist natürlich unerlässlich. Aber ein Plan ist ebenso wichtig, um alles aus einem geteilten Inhalt herauszuholen.

Ihr Social-Media-Content-Kalender sollte auch die Zeit berücksichtigen, die Sie für die Interaktion mit Ihrer Zielgruppe aufwenden (obwohl Sie auch spontanes Engagement einplanen müssen).

Entwickeln Sie einen Terminplan für Ihre Posts

In einem Social-Media-Content-Kalender sind alle Daten und Uhrzeiten aufgeführt, zu denen Sie die verschiedenen Content-Arten auf den einzelnen Kanälen veröffentlichen. Dies ist der perfekte Ort zur Planung Ihrer sämtlichen Social-Media-Aktivitäten—von Bildern über geteilte Links und Reshares nutzergenerierter Inhalte bis hin zu Blogposts und Videos. Hier werden sowohl Ihre täglichen Posts wie auch der Content für Social-Media-Werbekampagnen dokumentiert.

Ihr Kalender stellt auch sicher, dass die zeitlichen Abstände zwischen Ihren Beiträgen angemessen sind und dass sie zu den besten Zeiten zum Posten erscheinen.

Profitipp: Mit Hootsuite können Sie Ihren kompletten Content-Kalender planen und Empfehlungen für die besten Veröffentlichungszeiten in allen Netzwerken erhalten—auf Grundlage Ihrer bisherigen Engagement-Rate, der Seitenaufrufe oder Link-Klickdaten.

Planung eines Beitrags mit der „Beste Zeit zum Posten“-Empfehlung von Hootsuite
Planung eines Beitrags mit der „Beste Zeit zum Posten“-Empfehlung von Hootsuite

Legen Sie den richtigen Content-Mix fest

Stellen Sie sicher, dass Ihre Content-Strategie und Ihr Kalender das Leitbild widerspiegeln, das Sie für Ihre einzelnen Social-Media-Profile erstellt haben, damit jeder Ihrer veröffentlichten Beiträge Ihre Unternehmensziele unterstützt.

Sie könnten beispielsweise entscheiden, dass

  • 50 % des Contents Besucher auf Ihre Website leiten
  • 25 % des Contents aus anderen Quellen kuratiert wird
  • 20 % des Contents der Lead-Generierung dient (Newsletter-Anmeldungen, E-Book-Downloads usw.)
  • sich 5 % des Contents mit Ihrer Unternehmenskultur befasst

Wenn Sie diese unterschiedlichen Beitragstypen in Ihren Content-Kalender aufnehmen, stellen Sie sicher, dass Sie die richtige Mischung beibehalten.

Wenn Sie bei Null anfangen und sich noch nicht sicher sind, welche Art von Content Sie posten sollen, probieren Sie es mit der 80:20-Regel:

  • 80 % der Posts sollten Ihre Zielgruppe informieren, weiterbilden oder unterhalten.
  • 20 % können Ihre Marke direkt bewerben.

Infografik zur 80:20-Regel für Content in einer Social-Media-Strategie

Sie können es auch mit der Drittel-Regel für Social-Media-Content versuchen:

  • Ein Drittel Ihres Contents bewirbt Ihr Unternehmen, konvertiert Leser und generiert Umsatz.
  • Ein Drittel Ihres Contents teilt Ideen und Stories von Vordenkern aus Ihrer Branche oder gleichgesinnten Unternehmen.
  • Ein Drittel Ihres Contents dreht sich um persönlichen Interaktion mit Ihrer Zielgruppe.

Infografik zur Drittel-Regel für Social-Media-Content

Posten Sie nicht zu viel oder zu wenig

Wenn Sie eine Social-Media-Strategie von Grund auf entwickeln, wissen Sie vielleicht noch nicht, wie oft man in jedem der sozialen Netzwerke posten sollte, um ein maximales Engagement zu erzielen.

Wer zu oft postet, könnte damit seine Zielgruppe verärgern. Wer aber zu wenig postet, geht das Risiko ein, auf mögliche Follower uninteressant zu wirken.

Beginnen Sie mit diesen Empfehlungen zur Veröffentlichungsfrequenz:

  • Instagram (Feed): 3–7 mal wöchentlich
  • Facebook: 1–2 mal täglich
  • Twitter: 1–5 mal täglich
  • LinkedIn: 1–5 mal täglich

Infografik mit Empfehlungen zur Veröffentlichungsfrequenz in den sozialen Medien

Profitipp: Sobald Sie Ihren Social-Media-Content-Kalender durchgeplant haben, verwenden Sie ein Terminplanungs-Tool, um Nachrichten schon vorab vorzubereiten, statt den ganzen Tag über aktualisieren zu müssen.

Wir sind da natürlich parteiisch—aber wir halten Hootsuite für das beste Social-Media-Planungs-Tool. Sie können damit Posts für jedes Netzwerk vorausplanen und erhalten in der intuitiven Kalenderansicht einen vollständigen Überblick über Ihre Social-Media-Aktivitäten für jede Woche.

Hier ist ein kurzer Überblick per Video zur Terminierung von Beiträgen mit dem Hootsuite Composer:

Schritt 8: Kreieren Sie überzeugenden Content

Erinnern Sie sich noch an die Leitbilder, die Sie in Schritt 5 für jeden Kanal erstellt haben? Nun ist es an der Zeit, tiefer einzusteigen, d. h. ein paar Beispiele für die Art von Inhalten zu liefern, die Sie veröffentlichen wollen, um Ihrem Leitbild in jedem Social-Media-Netzwerk gerecht zu werden.

Wenn Sie nicht genau wissen, was Sie posten sollen, finden Sie hier eine lange Liste von Social-Media-Ideen, die Ihnen den Einstieg erleichtern.

Im Prinzip geht es darum:

  • Ihre Inhalte auf den Zweck des jeweiligen Netzwerks abzustimmen
  • anderen Interessengruppen (sofern vorhanden) zu zeigen, welche Art von Content sie in den einzelnen Netzwerken erwarten können

Vor allem Letzteres hilft Ihnen dabei, Konflikte zu vermeiden, wenn Ihre Kollegen wissen wollen, warum Sie ihre Fallstudie/ihr Whitepaper/ihren Blog-Beitrag noch nicht auf TikTok gepostet haben. Weil es nicht in die Strategie passt, Nicole!

Im Idealfall erstellen Sie solche Content-Arten, die sowohl zum Netzwerk passen als auch zur Zielsetzung, den Sie für dieses spezielle Netzwerk festgelegt haben.

Sie würden beispielsweise keine Zeit darauf verschwenden wollen, Videos zur Markenbekanntheit auf Twitter zu posten, wenn Sie diesen Kanal in erster Linie für den Kundendienst vorgesehen haben. Und von der Werbung mit Hochglanz-Unternehmensvideos auf TikTok werden Sie ebenfalls absehen, weil die Nutzer dieser Plattform dort kurze, ungeschliffene Videos erwarten.

Es kann einige Zeit dauern, bis Sie herausgefunden haben, welche Art von Content in welchem Netzwerk am besten funktioniert.

Und das bringt uns zu Schritt 9.

Schritt 9: Verfolgen Sie Ihre Performance und passen Sie Ihre Strategie entsprechend an

Ihre Social-Media-Strategie ist ein immens wichtiges Dokument für Ihr Unternehmen. Sie können nicht davon ausgehen, dass Sie gleich beim ersten Versuch ins Schwarze treffen. Wenn Sie mit der Umsetzung Ihres Plans beginnen und die Ergebnisse verfolgen, werden Sie vielleicht feststellen, dass manche Strategien nicht so gut funktionieren wie erwartet, während andere sogar besser laufen.

Sehen Sie sich die Leistungskennzahlen an

Ergänzend zu den eigenen Analytics-Tools der Netzwerke (siehe Schritt 2) können Sie UTM-Parameter einsetzen, um Besucher aus den Social-Media-Netzwerken auf ihrem Weg durch Ihre Website zu verfolgen. So sehen Sie ganz genau, welche Social-Media-Posts für den meisten Traffic auf Ihrer Website sorgen.

Überdenken und testen Sie immer wieder

Sobald Sie diese Daten erhalten, nutzen Sie sie zu einem regelmäßigen Überdenken Ihrer Strategie. Sie können diese Informationen einsetzen, um unterschiedliche Posts, Social-Media-Marketingkampagnen und Strategien gegeneinander zu testen. Durch ständiges Testen finden Sie heraus, was funktioniert und was nicht. Damit können Sie Ihre Strategie in Echtzeit verfeinern.

Überprüfen Sie die Leistung Ihrer Kanäle mindestens einmal pro Woche und machen Sie sich mit den Grundlagen des Social-Media-Reporting vertraut, damit Sie Ihr Wachstum über die Zeit verfolgen können.

Profitipp: Wenn Sie Hootsuite einsetzen, können Sie die Performance aller Ihrer Posts auf jedem Netzwerk von einem einzigen Ort aus überprüfen. Haben Sie den Dreh zur Auswertung Ihrer Analytics erst einmal heraus, steht einer Auswertung bestimmter Kennzahlen über unterschiedliche Zeiträume in spezifischen Reports nichts im Wege.

Social-Media-Analytics-Report in Hootsuite
Mit Hootsuite überprüfen Sie die Performance aller Ihrer Netzwerke über ein einziges Dashboard.

Auch mit Umfragen lässt sich sehr gut feststellen, wie gut Ihre Strategie aufgeht. Fragen Sie Ihre Follower, E-Mail-Abonnenten und Website-Besucher, ob Sie ihre Bedürfnisse und Erwartungen erfüllen und was sie gerne öfter sehen würden. Und dann sorgen Sie dafür, dass Sie auch liefern, was Sie versprechen.

Ihre Social-Media-Strategie steht

Spoiler-Warnung: Nichts ist jemals fertig.

Die sozialen Medien sind schnelllebig. Neue Netzwerke tauchen auf, während es in anderen zu demografischen Verschiebungen kommt.

Und auch Ihr Unternehmen wird Veränderungen durchlaufen.

Das alles bedeutet, dass Ihre Social-Media-Marketingstrategie ein lebendiges Dokument sein sollte, das Sie bei Bedarf überprüfen und anpassen. Schauen Sie häufig hinein, um auf dem richtigen Weg zu bleiben, aber scheuen Sie nicht davor zurück, etwas daran zu ändern, damit Ihre Strategie neue Ziele, Tools oder Pläne reflektiert.

Wenn Sie Ihre Social-Media-Strategie aktualisieren, sollten Sie alle Mitglieder Ihres Teams darüber informieren. So können alle an einem Strang ziehen, um für Ihr Unternehmen das Beste aus seinen Social-Media-Accounts herauszuholen.

Template für eine Social-Media-Strategie

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Wie geht es weiter? Wenn Sie bereit sind, Ihren Plan in die Tat umzusetzen, sind wir für Sie da!

Sparen Sie Zeit und managen Sie Ihre Social-Media-Strategie mit Hootsuite. Von einem einzigen Dashboard aus können Sie ganz einfach:

  • Posts für jedes Netzwerk planen, erstellen und terminieren
  • relevante Keywords, Themen und Accounts verfolgen
  • mit einer einheitlichen Inbox stets den Überblick über Interaktionen behalten
  • leicht verständliche Performance-Reports abrufen und Ihre Strategie bei Bedarf optimieren

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Mit Unterlagen von Shannon Tien

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