Social Media lohnt sich auch für kleine Unternehmen. Hier sind 12 praktische Tipps, die Ihnen den Einstieg erleichtern.

Als Kleinunternehmer verbringen Sie wahrscheinlich einen Großteil Ihrer Zeit mit der Suche nach den neuesten Tipps für Social-Media-Marketing. Und das aus gutem Grund.

Heute gibt es 4,2 Milliarden aktive Social Media-Nutzer—fast zweimal so viele wie vor fünf Jahren—die im Durchschnitt täglich 145 Minuten in Social-Media-Kanälen verbringen.

Diese knapp 2,5 Stunden bieten unglaubliche Möglichkeiten für Unternehmen, um

  • Markenbekanntheit aufzubauen
  • Kundenbeziehungen zu entwickeln
  • und sogar direkt über Social-Media-Plattformen zu verkaufen

Hier sind alle Social-Media-Tipps, die Sie brauchen um Ihr Unternehmen 2021 erfolgreich zu machen.

Bonus: Holen Sie sich das kostenlose Social Media-Strategie Template mit dem Sie Ihre eigene Strategie schnell und einfach planen können. Nutzen Sie diese Vorlage auch zur Verfolgung von Ergebnissen und zur Präsentation Ihrer Planung vor Vorgesetzten, Team-Kollegen und Kunden.

12 praktische Social-Media-Tipps für Unternehmen

1. Zuerst kommt der Plan

Der Einstieg in Social Media ist für Ihr Unternehmen einfach. Wir alle nutzen soziale Medien im Alltag und deshalb sind wir mit den Tools vertraut.

Es kostet nichts, ein Facebook-Profil für Ihr Unternehmen zu erstellen, oder auf Instagram zu posten, oder einen Twitter-Account anzulegen.

Doch bevor Sie sich in das Abenteuer stürzen, denken Sie daran: Jede gute Unternehmensstrategie beginnt mit einem guten Plan. Ja, Sie können Social-Media-Tools kostenlos nutzen. Aber der damit verbundene Zeit- und Arbeitsaufwand ist eine Investition in Ihr Unternehmen.

Ein Plan hilft Ihnen dabei, klar zu definieren, welches Ziel Sie erreichen wollen. Nur so können Sie überprüfen, ob sich Ihre Investition lohnt.

Nehmen Sie sich die Zeit, im Vorfeld einen Social-Media-Marketingplan zu entwickeln. So stellen Sie sicher, dass Ihre Social-Media-Aktivitäten Ihre Geschäftsziele unterstützen.

Hier einige strategische Social-Media-Tipps aus unserer Anleitung für einen Social Media-Marketingplan:

Definieren Sie Ihre Social-Media-Ziele

Nutzen Sie bei der Definition Ihrer Social-Media-Ziele das S.M.A.R.T-Prinzip. Das heißt, Ihre Ziele sollten spezifisch, messbar, realisierbar (attainable), relevant und terminiert sein.

Orientieren Sie sich bei Ihren Zielen an Kennzahlen, die wirklich relevant für Ihr Unternehmen sind. Vielleicht ist es für Sie wichtiger neue Kunden zu gewinnen oder Ihre Conversion-Rate zu steigern, statt einfach nur die Anzahl Ihrer Likes zu erhöhen.

Lernen Sie vom der Konkurrenz

Wie nutzen Ihre Wettbewerber Social Media? Sie müssen sie nicht kopieren, aber Sie können sich viel Zeit und Arbeit sparen, wenn Sie daraus lernen, was Andere gemacht haben.

Durch eine Wettbewerbsanalyse finden Sie heraus, was für andere Kleinunternehmen in den sozialen Medien funktioniert und was nicht.

Führen Sie ein Social-Media-Audit durch

Falls Sie bereits Social Media für Ihr Marketing nutzen—nehmen Sie sich kurz Zeit und überprüfen Sie Ihre bisherigen Maßnahmen.

Mit unserer Vorlage für ein Social-Media-Audit ist das ganz einfach.

Lassen Sie sich inspirieren

Sie haben sich angesehen, was Ihre Mitbewerber in den sozialen Medien treiben, aber wie sieht es mit anderen Unternehmen aus? Lassen Sie sich auch durch erfolgreiche Strategien von Unternehmen aus anderen Branchen inspirieren.

Wo finden Sie diese Erfolgs-Storys? Im Unternehmensbereich der meisten Social-Media-Netzwerke finden Sie interessante und nützliche Case Studys.

Zusätzliche Anregungen in Form von vielen Beispielen, finden Sie auch auf unserem Blog. Sehen Sie sich auch an, was Ihre Lieblingsmarken in den sozialen Medien tun. Wodurch lassen Sie sich selbst zum Klicken, Folgen oder Kaufen anregen?

Erstellen Sie einen Social-Media-Kalender

Ein Social-Media-Kalender sorgt dafür, dass Sie den richtigen Content im richtigen Social-Media-Kanal zum richtigen Zeitpunkt posten. Ihr Kalender sollte auch einen Plan für Ihren Content-Mix beinhalten.

Beginnen Sie mit der 80/20-Regel: 80 % Ihres Contents sollte Ihre Zielgruppe informieren, ihr etwas beibringen oder sie unterhalten. Nutzen Sie die restlichen 20 %, um Ihre Marke zu bewerben oder Ihre Produkte zu verkaufen.

2. Legen Sie fest, welche Plattformen zu Ihnen passen

Spekulieren Sie nicht darüber, auf welchen Social-Media-Plattformen sich Ihre Zielgruppe aufhält.

Wenn Sie die Generation Z im Fokus haben, würden Sie sich vielleicht instinktiv auf Instagram und TikTok konzentrieren und Facebook unter den Tisch fallen lassen. Die Zahlen zeigen aber, dass fast ein Viertel der Facebook-Nutzer zwischen 18 und 24 Jahren alt sind.

Altersprofil der Werbezielgruppe von Facebook
Quelle: Digital 2021

Wenn Ihre Kunden zur Generation der Baby-Boomer gehört, betrachten Sie Social Media vielleicht nicht als oberste Priorität für Ihr Unternehmen. Aber, das sollten Sie. Facebook und Pinterest sind die beliebtesten Social Media-Netzwerke der Boomer-Generation. Erwachsene im Alter von 65+ sind das am schnellsten wachsende Publikumssegment von Facebook.

Vielleicht glauben Sie, dass TikTok-Marketing nicht das Richtige für Ihre Marke ist. Aber selbst etablierte Marken mit einer Zielgruppe, die deutlich älter als die Generation Z ist, experimentieren mit dieser Plattform.

@washingtonpost

I kind of have my hands full.

♬ original sound – betches

Behalten Sie im Kopf, dass die TikTok-App allein im Dezember 2020 56 Millionen Mal heruntergeladen wurde.

Wir haben hier die demografischen Daten aller wichtigen Social Networks für Sie zusammengestellt. Anhand dieser Daten können Sie herausfinden, auf welchen sozialen Netzwerken sich Ihre Zielgruppe aufhält. Aber bedenken Sie dabei, dass diese demografischen Daten nur einen Überblick geben.

Wenn Sie Social Media für Ihr Unternehmen wirklich effektiv nutzen wollen, müssen Sie selbst ran an die Recherche. Dies hilft Ihnen herauszufinden, wie Ihre Zielgruppe ihre Zeit online verbringt.

Sie müssen sich nicht auf eine oder zwei Plattformen festlegen. Es ist sinnvoll, verschiedene Social-Media-Kanäle zu nutzen, um unterschiedliche Zielgruppen oder verschiedene Geschäftsziele zu erreichen.

Der durchschnittliche Internet-Nutzer unterhält 8,4 Social Media-Accounts, also können Sie Ihre Zielgruppe auch auf unterschiedlichen Plattformen für unterschiedliche Zwecke ansprechen.

Facebook bietet sich an für den Aufbau Ihrer Zielgruppe und die Generierung von LeadsTwitter für den Kundendienst.

3. Lernen Sie Ihr Zielgruppe kennen

Ein Grund, warum Social-Media-Marketing für Unternehmen so effektiv ist, ist die Tatsache, dass Sie Ihre Zielgruppe punktgenau ansprechen können. Zuerst sollten Sie aber Ihre Zielgruppe kennenlernen.

Fangen Sie damit an, die Daten Ihrer aktuellen Kunden zusammenzustellen. Schürfen Sie dann mit Social Media Analytics tiefer und Sie werden bald wissen, wer bei Ihnen online kauft und mit Ihnen interagiert.

Hootsuite Insights Powered by Brandwatch kann Ihnen dabei helfen, detaillierte Informationen wie die wichtigsten Hashtags, Verweisseiten und sogar bestimmte Autoren zu entdecken, die für Ihr Unternehmen relevant sind.

Sobald Sie Ihre Zielgruppe definiert haben, lohnt sich die Erstellung von Zielgruppen-Personas. Dadurch finden Sie heraus, wie Sie Ihre Zielgruppe am besten ansprechen können. Mit unserer kostenlosen Zielgruppen-Persona-Vorlage ist das ganz einfach.

4. Erweitern Sie Ihre Zielgruppe

Sobald Sie Ihre Zielgruppe klar umrissen haben, ist es Zeit Ihren Social-Media-Marketingplan noch einmal zu überprüfen. Suchen Sie nach Möglichkeiten, mehr als nur die dort definierte Zielgruppe zu erreichen.

Wie das funktionieren kann, zeigt das Beispiel der Lernplattform “The Great Courses Plus”: Als während des Lockdowns viele Menschen nach Beschäftigungsmöglichkeiten für zu Hause suchten, änderte The Great Courses Plus, heute Wondrium, seine Facebook-Werbestrategie, um neue Kunden zu gewinnen.

Sie entwickelten ein erweitertes, kostenloses Testangebot und bewarben es bei einer breiten Zielgruppe in den Vereinigten Staaten. Anschließend wurden mithilfe von Lookalikes neue Zielgruppen in Kanada, dem Großbritannien und Australien erschlossen, die ihren treuesten Bestandskunden ähnlich waren.

Die Werbestrategie von The Great Courses auf Facebook
Quelle: Facebook

Diese Strategie zur Erschließung neuer Zielgruppen führte zu einer mehr als 10-fachen Steigerung der durchschnittlich monatlich abgeschlossenen Abonnements.

Sie können Social Media auch nutzen, um die Zielgruppe ihres lokalen Unternehmens zu erweitern. Mit Hilfe von Hootsuite Geo-Such-Streams lässt sich beobachten, was in Ihrem lokalen Umfeld über Ihr Unternehmen kommuniziert wird und Sie können darauf reagieren. So erreichen Sie neue potenzielle Kunden, die sich bereits in Ihrer Nähe befinden.

5. Bauen Sie Beziehungen auf

Der einzigartige Vorteil von Social-Media-Marketing für kleine Unternehmen besteht darin, dass Sie direkt mit Kunden und Followern kommunizieren können. Sie können im Laufe der Zeit Beziehungen zu Ihren Kunden aufbauen, statt nur darum zu bitten, dass sie etwas kaufen.

Aber natürlich eignet sich Social Media auch dafür, Ihre Produkte direkt zu vertreiben, wie wir in Tipp 7 erläutern.

Über 44% der Internet-Nutzer informieren sich in sozialen Netzwerken über Marken. Auch, weil sie wissen möchten, wer Ihre Marke ist und wofür Sie stehen.

Wenn sich Menschen mit Ihren Inhalten oder Anzeigen auseinandersetzen, sollten Sie darauf reagieren. So bauen Sie Vertrauen und eine treue Fangemeinde auf. Wenn Fans Ihren Content teilen und liken, verbessern Sie Ihr Ranking in den Social-Media-Algorithmen und schaffen zusätzliche Aufmerksamkeit, ohne dafür einen Cent zu zahlen.

Für die meisten Facebook-Nutzer sind zu jedem beliebigen Zeitpunkt über 1.000 Newsfeed-Beiträge verfügbar, die sie potenziell interessieren könnten. Das Engagement der Nutzer ist einer von mehreren Parametern, die Facebook nutzt, um herauszufinden, welche Posts seine Nutzer interessieren. Wenn Sie eine Beziehung zu Ihren Followern aufbauen, ist es wahrscheinlicher, dass sie Ihre Posts zu sehen bekommen.

Die Pflege von Kundenbeziehungen ist wichtig, um eine loyale Community aufzubauen, die im Laufe der Zeit regelmäßig bei Ihnen shoppt. Der Gewinn von Neukunden ist zwar großartig, aber Sie sollten den Stellenwert von Kundenbindung nicht unterschätzen.

In der Social Media Transformation Studie von Hootsuite gaben 69 % der Befragten an, dass ihnen Social Media während der schwierigen Zeit der COVID-19-Pandemie geholfen hat, ihre Kundenbeziehungen aufrecht zu erhalten. Und Zahlen von Twitter zeigen, dass 70 % der Nutzer der Meinung sind, dass es gerade jetzt für Marken wichtig sei, positive Stimmung zu verbreiten.

Was tun Sie für Ihre Kundenbeziehungen—außer auf die Kommentare Ihrer Follower zu antworten? Versuchen Sie es doch einmal mit diesen Strategien:

Erstellen Sie eine Facebook-Gruppe

Facebook-Gruppen sind ein großartiges Tool, um eine Community aufzubauen und Markentreue zu erreichen.

Die Facebook-Gruppe New York Times Podcast Club kann man als “Buchclub für Podcasts” bezeichnen. Die Gruppe hat über 37.000 Mitgliedern und sie macht die NYT zur Anlaufstelle für alle, die nach Informationen suchen, die über die aktuelle Nachrichten hinausgehen.

Die Mitglieder werden dazu angeregt, die ausgewählten Podcasts jede Woche anzuhören, was die Hörer bei der Stange hält.

Vernetzen Sie sich mit anderen Unternehmen und Influencern in Ihrer Nische

Sie meinen, Ihr Unternehmen sei zu klein, um mit Influencern zusammenzuarbeiten? Mikro-Influencer und Nano-Influencer, die weniger als 1.000 Follower haben, können sehr viel dazu beitragen, Vertrauen in Ihre Marke aufzubauen.

Hinzu kommt, dass sie meist gut in das etwas schmalere Marketingbudget kleiner Unternehmen passen.

Um ihre Bralettes und Hautpflegeprodukte zu bewerben, arbeitete die Dessous-Marke Lively auch mit Influencern zusammen, die nur eine kleine Fangemeinde hatten.

Mithilfe von Analytics-basierten Tests fand das Unternehmen heraus, dass die Anzeigen, die die Influencer auf ihren eigenen Profilen bewarben, 75 % mehr Conversions und eine um 50 % höhere Rendite auf die Werbeausgaben zeigten.

Erwähnen Sie Ihre Follower in Ihren Posts und Stories

Die Beiträge Ihrer Nutzer sind hochwertiges Material für Ihre News-Feeds und gleichzeitig eine wichtige Quelle für den Social Proof, die sie nutzen sollten.

Sammeln sie nutzergenerierten Content durch Wettbewerbe und Marken-Hashtags—und noch besser—teilen Sie diese auf Ihren Social-Media-Kanälen (natürlich getaggt). So gelingt es Ihnen Beziehungen zu einigen Ihrer größten Fans aufzubauen.

Wenn ein Follower Sie in einer Instagram-Story taggt, werden Sie in Ihren Direktnachrichten benachrichtigt. Nutzen Sie diese Win-Win-Situation und teilen Sie den Tag weiter.

Nutzen Sie die interaktiven Tools der Social-Media-Plattformen

Auf Social-Media-Plattformen gibt es eine Vielzahl von integrierten Tools, die Ihnen die Interaktion mit Ihren Followern erleichtern: Von Twitter-Umfragen bis hin zu interaktiven Stickern in Instagram Stories.

Panera Bread, eine amerikanische Kette von Bäckerei-Cafés, startete in diesem Sommer eine Kampagne zum Aufbau von Beziehungen, um auf ihr neues Kaffee-Abo aufmerksam zu machen. Sie kündigten an, den ganzen Sommer kostenlosen Kaffee auszuschenken, wenn 500.000 Menschen in ihrer Twitter-Umfrage mit “Ja” stimmen würden.

Das Ergebnis: Über 588.000 Twitter-Nutzer beteiligten sich an der Umfrage.

“Unsere Marke baut auf engen persönlichen Beziehungen zu unseren Kunden auf”, so Kelli Nicholson, Director of Brand Marketing bei Panera Bread. Sie erklärte Twitter, dass die Kampagne ein wichtiges Mittel sei, um herauszufinden, ob das Kaffee-Abonnement-Programm bei den Kunden ankommt.

6. Achten Sie auf Trends

Wir wollen damit nicht sagen, dass Sie sich auf jedes Meme stürzen sollen, das viral geht. (Bitte tun Sie das nicht.)

Trotzdem ist es sinnvoll, Social-Media-Trends zu beobachten. So bekommen Sie ein Gespür dafür, wonach Leute auf ihren Sozialen Kanälen suchen und sie können relevante Inhalte erstellen, die gut ankommen.

State Farm Insurance, eine der größten Versicherungsgruppen der USA und der größte Fahrzeugversicherer des Landes, hat eine laufende Pinterest-Kampagne, in der Informationen mit wichtigen Lebensereignissen, wie die Geburt eines Kindes oder ein Autokauf, verknüpft werden.

Da solche Ereignisse in der Regel Auswirkungen auf den Versicherungsbedarf haben, ist es dem Versicherungsgiganten durch diese Kampagne gelungen, Kontakt zu den Millenials und der Generation X aufzunehmen.

Bonus: Holen Sie sich das kostenlose Social Media-Strategie Template mit dem Sie Ihre eigene Strategie schnell und einfach planen können. Nutzen Sie diese Vorlage auch zur Verfolgung von Ergebnissen und zur Präsentation Ihrer Planung vor Vorgesetzten, Team-Kollegen und Kunden.

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Im letzten Frühjahr, als sich der Fokus bei Reisen von internationalen zu regionalen Zielen veränderte, war “Autoreisen” einer der häufigsten Suchbegriffe im Internet. State Farm erstellte eine Reihe von Pins zum Thema Autoreisen und dazu, wie das Unternehmen seine Kunden in unsicheren Zeiten schützen kann.

 

Hier sind die fünf häufigsten Gründe, weshalb die Menschen soziale Medien nutzen:

  • um bei Nachrichten und aktuellen Ereignissen auf dem Laufenden zu bleiben
  • um lustige oder unterhaltsame Inhalte zu finden
  • um sich die Zeit zu vertreiben
  • um mit Freunden in Kontakt zu bleiben
  • um Fotos oder Videos mit Anderen zu teilen
Gründe im Januar 2021, um soziale Medien zu nutzen
Quelle: Digital 2021

Behalten Sie stets die aktuellen Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe im Blick. Was letztes Jahr funktioniert hat, läuft heute vielleicht nicht mehr.

Social Listening bietet Marken die Möglichkeit, zu verfolgen, was in den sozialen Medien über sie kommuniziert wird und darauf zu reagieren. Es ist ein wertvolles Tool um Informationen zu sammeln und hilft Ihnen, Ihre Zielgruppe (oder potenzielle Zielgruppe) besser zu verstehen.

Das ist einer der Gründe, weshalb zwei Drittel der Befragten im Hootsuite Social Media Trends Report angaben, dass Social Listening 2020 an Bedeutung gewonnen hat.

Wir beschäftigen uns in einem Leitfaden ausführlich damit, wie Sie Social Listening für Ihr Unternehmen nutzen können.

7. Vertreiben Sie Ihre Produkte über Social Commerce

In den letzten Jahren hat sich Social Commerce zum festen Bestandteil im Social-Media-Marketing entwickelt. Social Commerce bedeutet, dass Sie Ihre Produkte direkt über Social-Media-Kanäle vertreiben können. Und mit einem weltweiten Marktwert von 89,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 boomt das Geschäft.

Im Juni 2020 hatten 18,3% der erwachsenen US-Amerikaner über Facebook gekauft und weitere 11,1 % über Instagram.

Erwachsene in den USA, die über ausgewählte Social Media-Plattformen eingekauft haben
Quelle: eMarketer

Dank Social-Shopping-Tools brauchen Sie heute keine eigene Webseite mehr, um Ihre Produkte und Services zu vertreiben.

Wir erläutern in verschiedenen Blog-Posts zu Social Commerce das Thema detailliert: Erfahren Sie, wie Sie Instagram Shopping nutzen, wie Sie über Facebook verkaufen und die besten Möglichkeiten, um Instagram Live Shopping zu nutzen.

8. Probieren Sie unterschiedliche Formate aus

Wechseln Sie ab und zu die Formate Ihrer Social-Media-Posts. Sie posten normalerweise GIFs? Versuchen Sie es mit einem JPG. Wenn Standbilder Ihr Standardformat sind, wechseln Sie ab mit einem Video.

Nutzen Sie auch die Vorteile der Netzwerk-individuellen Formate, wie Stories, Reels oder Live-Videos.

So lernen Sie, welche Formate sich am besten für unterschiedliche Inhalte (mehr dazu weiter unten) und verschiedene soziale Netzwerke eignen.

Als gängige Meinung gilt zum Beispiel, Beiträge mit Bildern kämen bei den Nutzern immer besser an. Hootsuite hat jedoch in einem Experiment nachgewiesen, dass reine Text-Tweets besser abschneiden als solche mit einem Bild oder GIF.

Vor ein paar Jahren war das noch anders, und bei Hootsuite hätten wir es auch nicht herausgefunden, wenn wir jeden Tweet mit einem Bild versehen hätten.

Es gibt einen weiteren Grund, weshalb man nicht in Routine verfallen sollte: Der Facebook-Algorithmus verwendet die Vielfalt der Content-Typen, um sicherzustellen, dass der Newsfeed eines Nutzers aus einer guten Mischung von verschiedenen Inhaltstypen besteht. Das bedeutet: wenn Sie zwischen verschiedenen Formaten abwechseln, können Sie die Reichweite Ihrer Inhalte erhöhen.

Falls Sie keinen eigenen großen Pool an Bildmaterial haben, bieten Stockfoto-Webseiten eine hervorragende Quelle für kostenlose, hochwertige Fotos, die Sie in Ihren sozialen Netzwerken verwenden können. Allerdings lassen Sie besser die Finger von irgendwelchen Bildern, die Sie zufällig online finden. Das ist definitiv nicht in Ordnung und kann Sie in ernsthafte Schwierigkeiten bringen.

Achten Sie darauf, dass alle Ihre Beiträge, unabhängig vom Format, integrativ und gut zugänglich sind. Versehen Sie Bilder mit ALT-Text (der vorgelesen wird) und Ihre Videos mit Untertiteln. Wichtig: Ihre Zielgruppe sollte sich in den Bildern, die sie teilen, vollständig vertreten fühlen.

9. Qualität geht über Quantität

Die schiere Masse an Möglichkeiten, die Social-Media-Marketing für kleine Unternehmen bietet, scheint überwältigend. Aber Sie müssen ja nicht alle nutzen. Statt auf sämtlichen Hochzeiten zu tanzen, konzentrieren Sie sich lieber auf eine Handvoll ausgewählter Kanäle und bieten dort hochwertigen Content.

Achten Sie vor allem darauf, dass Ihre Posts für Ihre Zielgruppe interessant, unterhaltsam und relevant sind. Wenn Sie nur etwas verkaufen wollen, hat Ihre Zielgruppe wenig Anreize, Ihnen zu folgen. Denken Sie daran, dass es im Social-Media-Marketing darum geht, Beziehungen aufzubauen.

Geben Sie sich menschlich. Seien Sie ehrlich. Posten Sie hochwertige Inhalte. Das ist wichtig und lässt sich nicht vortäuschen.

Sie können nicht überall präsent sein und das ist auch nicht notwendig. Sprechen Sie Ihre Zielgruppe auf den Netzwerken an, auf denen sie bereits ihre Zeit verbringt.

Konzentrieren Sie sich, zumindest für den Anfang, auf einen oder zwei Kanäle. Wenn Sie sich dort sicher bewegen, können Sie auf Ihren Erfahrungen aufbauen und Ihre Marketing-Maßnahmen auf weitere Kanäle ausweiten.

10. Arbeiten Sie mit den richtigen Tools

Das Geheimrezept für eine effektive Social-Media-Arbeit: Tools, die Ihnen die Arbeit erleichtern oder diese automatisieren.

Es gibt eine Fülle von Tools, die Ihre Produktivität steigern. Damit können Sie auch als Kleinunternehmen ohne großes Social-Media-Team einsteigen.

Hier sind einige unserer Empfehlungen:

Engagement-Management

Die Social-Media-Kommunikation funktioniert nicht nach dem Sender-Empfänger-Modell—hier geht es um Interaktion mit Kunden und Followern.

Mit einer Lösung für Social-Media-Management wie Hootsuite müssen Sie sich nicht erst in jedes soziale Netzwerk einloggen, sondern können mit einem Klick rasch auf Nachrichten, Erwähnungen und Kommentare in allen Kanälen zur reagieren—über ein einziges Dashboard.

Analytics

Alle Analytics-Daten an einem Ort zusammenzuführen hilft Ihnen dabei, zu erkennen, ob sich Ihre Social-Media-Aktivitäten auszahlen.

Hootsuite Insights powered by Brandwatch verfolgt und analysiert die Social-Media-Konversationen über Ihre Marke und vermittelt Ihnen ein klares Bild, wie die Menschen über Ihre Marke denken. Hootsuite Analytics versorgt Sie über ein zentrales Dashboard mit einem vollständigen Einblick in all Ihre Social-Media-Aktivitäten und ermöglicht Ihnen netzwerkübergreifend, detaillierte Reports zu Ihrer Performance zu erstellen.

Grafik

Wenn Sie kein Händchen für Grafik haben, aber einen Eyecatcher für Ihre Posts brauchen, lassen Sie sich die Arbeit von Tools abnehmen.

VSCO, A Color Story und Canva gehören zu unseren Lieblings-Tools. Mehr gibt es in unserem Beitrag 19 Instagram-Apps, die Ihre Posts glänzen lassen.

Content-Kuratierung

Es ist nicht ganz einfach, jeden Tag neue Inhalte für Ihren Newsfeed zu finden. Die Kuratierung von Inhalten schafft Abhilfe. Dabei handelt es sich um die Kunst, hochwertige Fremdbeiträge zu teilen (selbstverständlich mit Quellenangabe).

Das ist eine gute Methode, Ihren Followern Mehrwert zu bieten und sie bei der Stange zu halten. Tools wie BuzzSumo und Pocket helfen Ihnen, Content zu finden und zu teilen. Weitere Tools zur Kuratierung von Inhalten finden Sie in unserem Leitfaden Content-Kuratierung für Einsteiger.

11. Nutzen Sie Zeitpläne und Automatisierung um Zeit zu sparen

Am Anfang dieses Beitrags hatten wir schon angesprochen, wie wichtig ein Kalender für Ihren Social-Media-Content ist.

Sobald dieser Zeitplan steht, können Sie Ihre Beiträge im Voraus produzieren und diese dann mit Planungstools wie Hootsuite automatisch zum richtigen Zeitpunkt posten.

So können Sie einen festen Zeitblock pro Tag oder sogar pro Woche für die Erstellung Ihres Contents reservieren. Das spart Ihnen viel Zeit, die Sie in andere wichtige Aufgaben investieren können.

Marketing-Automatisierungs-Tools wie Chatbots sparen Ihnen Zeit beim Social-Media-Marketing.

12. Tracken und verbessern Sie Ihre Performance

Bei der Umsetzung Ihrer Social-Media-Strategie ist es wichtig, dass Sie überprüfen, was funktioniert und was nicht. Nur so können Sie Ihre Maßnahmen verfeinern und die Ergebnisse verbessern.

Die oben erwähnten Analytics-Tools geben Ihnen einen guten Überblick über Ihre Social-Media-Maßnahmen und helfen Ihnen, die Metriken zu überprüfen, die für Sie am wichtigsten sind.

Sobald Sie wissen wie Ihre Strategie aufgeht, wird es Zeit, nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen. Mit A/B-Testing können Sie kleine Änderungen vornehmen, die Ihr Social-Media-Marketing im Laufe der Zeit noch erfolgreicher machen.

So hat Newsome Interactive LLC, ein amerikanisches Marketingunternehmen, das sich auf großflächige Immobilien spezialisiert hat, durch Tests herausgefunden, dass “Learn more” (mehr erfahren) der beste Call-to-Action in seinen Facebook Messenger Ads ist.

“Learn more” brachte zwar nicht die meisten Klicks, aber der CTA eignete sich am besten, um die Leute zu motivieren eine vollständige Chat-Sequenz und ein Kontaktformular auszufüllen, wodurch Newsome qualifizierte Leads sammeln konnte.

Jasper Highlands Facebook Messenger A/B-Testing
Quelle: Facebook

Die Aufforderung “Chat Now” führte hingegen dazu, dass die Teilnehmer spezifische Fragen stellten und den Chat verlassen, bevor er abgeschlossen war.

Ganz gleich, wie groß Ihr Unternehmen ist: Social-Media-Tools helfen Ihnen, besser mit Ihrer Zielgruppe zu interagieren, neue potenzielle Kunden zu erreichen und die Bekanntheit Ihrer Marke zu steigern. Wenn Sie sich von der Fülle der Möglichkeiten überfordert fühlen, fangen Sie einfach klein an.

Sobald Sie herausgefunden haben, was für Ihr Unternehmen funktioniert, weiten Sie Ihre Aktivitäten aus und vergrößern Sie Ihre Zielgruppe. Einer der großen Vorteile von Social Media für Kleinunternehmen besteht darin, dass Sie die Tools so einsetzen können, wie es für Ihr Unternehmen und Ihr Budget am sinnvollsten ist.

Sparen Sie Zeit und lassen Sie Ihr Kleinunternehmen mit Hootsuite wachsen. Veröffentlichen und terminieren Sie Posts, interagieren Sie mit Ihrer Zielgruppe und verfolgen Sie relevante Konversationen in diversen sozialen Netzwerken—alles über ein einziges Dashboard.

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