So viel steht fest: Dieses Jahr hat die Art und Weise verändert, wie Menschen und Unternehmen das Internet im Allgemeinen und Social Media im Besonderen nutzen. Doch in welcher Weise werden diese neuen Social Media-Trends unseren Umgang mit sozialen Netzwerken im Jahr 2021 beeinflussen?

Im Herbst 2020 haben wir mehr als 11.000 Marketern genau diese Frage gestellt. Im Anschluss daran führten wir ausführliche Interviews mit Dutzenden von Branchenspezialisten. Dann durchforsteten wir die aktuellen Publikationen und Daten von einigen der angesehensten Quellen weltweit, darunter:

  • Deloitte
  • Edelman
  • eMarketer
  • Forrester
  • GlobalWebIndex
  • The CMO Survey

Alle diese Informationen deuteten auf fünf maßgebliche Social Media-Trends hin, die 2021 in den Vordergrund rücken. Im Folgenden verraten wir Ihnen, was Sie dazu wissen müssen.

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1. Der Wettlauf um den ROI: Social Media schlägt die Brücke zu einer neuen Customer Experience

Wir fragten Marketer nach ihrem wichtigsten Social Media-Ziel für das Jahr 2021. Fast drei Viertel der Befragten antworteten mit: „verstärkte Neukunden-Akquise“. Ein gewaltiger Anstieg im Vergleich zum vergangenen Jahr, als noch kaum die Hälfte der Marketer dies als vordringlich erwünschtes Ergebnis ihrer Social Media-Aktivitäten angaben.

Chart: "Welche 3 wesentlichen Ergebnisse strebt Ihr Unternehmen (oder Ihre Kunden mit Hilfe von Social Media an?"

Es ist kommt nicht überraschend, dass sich Marken um Neugeschäft bemühen. Doch es fällt auf, dass nur 23 % aller Marketer eine „verbesserte Customer Experience“ als wichtigstes Geschäftsergebnis für Social Media angaben.

Die Pandemie hat viele Bemühungen um klassische Offline-Kundenerlebnisse zunichte gemacht. Plötzlich gab es keine im Geschäft erhältliche Muster und attraktiven Schaufenster mehr, keine Rabattschlachten und keine Kundenberatung durch fachkundiges Personal.

2021 können Marketer mit Social Media-Ads den ROI durch neue Kunden immer noch kurzfristig erhöhen. Sie müssen aber auch innovative Online-Erfahrungen bieten, die beim Aufbau von Beziehungen und Markenbindung helfen.

Bei Clarins ist beispielsweise die persönliche Beratung durch Produktexperten die Umsatz und Profit treibende Kraft. Mit der plötzlichen Schließung der Stores suchte das Kosmetikunternehmen nach einer neuen Möglichkeit, die individuelle Beratung seiner Kunden durch die Clarins-Beauty-Beraterinnen trotz Lockdown fortzuführen.

Nur zwei Wochen nach Beginn des ersten Lockdowns stellte das Unternehmen seinen neuen Video-Beratungsservice Clarins & Me vor, ein Angebot, dass allein im ersten Monat 450 mal gebucht wurde.

Clarins setzte auch auf seinen Beauty-Coach Rebecca Jones. Sie postete von zu Hause tägliche Hautpflege-Videos auf Instagram Stories. Dieser Do-it-yourself-Ansatz kam bei den Kunden an. Die Anzahl der Zuschauer, die sich eine Story vollständig ansahen, stieg von den früheren durchschnittlich 20 % sprunghaft auf beeindruckende 75 % – den höchsten Wert, den das Team je auf Social Media-Kanälen gesehen hatte.

Dann führte Instagram Reels ein. Mittlerweile veröffentlicht Rebecca ihre Heimvideos in diesem neuen Social Media-Videoformat..

Diese ansprechenden, kurzen Social Media-Videos schaffen Markenbindung, können aber auch den Verkauf fördern. TikTok hat bereits mit In-App-Käufen begonnen. Und auf Taobao, der größten E-Commerce-Plattform Chinas, enthalten mittlerweile schon 42 % aller Produktseiten Kurzvideos.

Livestream-Events eröffnen Marken, Experten, Influencern und Kunden ebenfalls neue Wege, sich miteinander zu verbinden. In China fand ein Livestream-Event von Tommy Hilfiger 14 Millionen Zuschauer und schaffte es, innerhalb von nur zwei Minuten 1.300 Kapuzenpullover zu verkaufen. In den USA sollen Shopping-Events via Livestream laut Prognosen bis 2023 Umsätze in Höhe von 25 Milliarden Dollar erwirtschaften.

Handlungsempfehlungen für 2021:

Vervielfachen Sie Ihren ROI durch das Bespielen von mehr Kanälen

Jeder weitere Kanal kann Ihren ROI und die Effektivität Ihrer Kampagne bis zu 35 % verbessern. Beginnen Sie damit, nutzergenerierten Content aus den sozialen Medien in E-Mail-Marketingkampagnen zu integrieren. Oder versuchen Sie, Ihre Such– und Social Media-Ads zusammenzuführen.

Wandeln Sie Inspiration in Umsatz.

Holen Sie etwas von dem Spaß am Kaufprozess zurück, indem Sie Instagram Live oder Pinterest als virtuelle Verkaufsräume nutzen. Inspirieren Sie Ihre Fans, indem Sie ihnen Dinge vorstellen, von denen sie noch gar nicht wussten, dass sie sie brauchen oder wollen.

Bringen Sie das soziale Element zurück in den Einkauf

Veranstalten Sie Live-Sessions mit Fragen und Antworten. Arbeiten Sie mit Influencern zusammen.Teilen Sie nutzergenerierte Inhalte. Mit all diesen Methoden können Sie das Vertrauen in ein Produkt erhöhen, das der Kunde weder sehen noch berühren kann.

Setzen Sie auf Kundenbindung

Soziale Medien verknüpfen Unternehmen mit ihren treuesten Kunden. Betreiben Sie proaktives Social Listening. Arbeiten Sie dann mit anderen Teams in Ihrem Unternehmen zusammen, um wesentliche Beschwerdegründe zu bereinigen.

2. Schweigen ist Gold: Marken finden ihren Platz in der Konversation

Manchmal sollten Unternehmen lieber zuhören statt zu reden. Schließlich nutzen die Menschen in Krisenzeiten soziale Medien in erster Linie dazu, sich abzulenken und unterhalten zu lassen. Und sie wollen miteinander und nicht mit Marken in Verbindung treten.

Im Durchschnitt geben 32 % der Generation Z, der Millennials, der Generation X und der Baby-Boomer an, dass ihr Hauptgrund für die Nutzung von Social Media „das Entdecken witziger oder unterhaltsamer Inhalte“ ist. Aktuelle Daten zeigen zudem, dass nützliche und unterhaltsame Werbung am ehesten zum Kauf motiviert.

Die erfolgreichsten Kampagnen des vergangenen Jahres waren dabei behilflich, Verbindungen zwischen Menschen herzustellen – oder sie sorgten für dringend benötigte Augenblicke voll Ungezwungenheit und Spaß. Dies sind genau die Gründe, warum die meisten Menschen in den sozialen Medien aktiv sind.

Erinnern Sie sich an die vielen Marken, die Ihnen 2020 praktisch identische Anzeigen lieferten, in denen von „noch nie dagewesenen Zeiten“ die Rede war? Statt auf diesem Klischee herumzureiten, entschied sich Coors für einen anderen Ansatz.

Der Bierhersteller jammerte ein bisschen über das „Mist, mistig, mistige“ Jahr 2020 und startete dann eine Social Media-Kampagne. Darin wurde aufgefordert, jemanden zu nominieren, der #CouldUseABeer“, also ein Bier brauchen könnte. Und dann schickte Coors eine halbe Million Biere an dankbare Kunden.

Der Getränkehersteller Ocean Spray wartete hingegen ab, bis sich ein viraler Social Media-Moment organisch entwickelte, statt sich gleich mit einer Marketing-Message einzumischen.

Vielleicht haben die Ocean-Spray-Challenge gesehen. Sie begann, als Nathan Apodaca ein TikTok postete, das ihn beim Gleiten auf seinem Longboard zeigte, während er lippensynchron „Dreams“ von Fleetwood Mac trällerte und aus einer großen Flasche Ocean Spray trank.

Das Video wurde schnell zum viralen Hit. In echter TikTok-Manier stellten Menschen in aller Welt die Szene nach. Prominente, Influencer, amerikanische Gouverneure und sogar Bandmitglieder von Fleetwood Mac sprangen auf den Trend auf. Nur Ocean Spray hüllte sich mehr als eine Woche in Schweigen.

Dann ließ das Unternehmen seinen CEO die Longboard-Szene auf TikTok nachstellen. Erst schaffte es aber einen neuen Truck (beladen mit Ocean-Spray-Flaschen) für Apodaca an. Dass die Firma dem ursprünglichen Macher des Videos etwas zurückgab und nicht nur aus der kostenlosen Werbung Kapital zu schlagen versuchte, brachte Ocean Spray viele positive Reaktionen ein.

Viele Marken interpretieren Social Media-Trends falsch. Sie verstehen nicht, was die Menschen in den sozialen Medien von ihnen erwarten – und wie sehr sie überhaupt mit ihnen interagieren wollen. Es kommt daher nicht überraschend, dass 68 % der Leute nicht meinen, Marken oder Unternehmen würden interessanten Content teilen.

Die cleversten Marken werden 2021 begreifen, wie ihre Social Media-Auftritte ins Leben ihrer Kunden passen. Und sie werden kreative Wege finden, sich in die Konversation einzubringen, statt sie beherrschen zu wollen.

Handlungsempfehlungen für 2021:

Unterschätzen Sie den passiven Content-Konsum nicht

Der durchschnittliche Facebook-Nutzer hat in den vergangenen 30 Tagen nur einen Post geteilt.

Reichweite und Reaktion sind wesentlich realistischere Engagement-Ziele als eine massenhafte Teilnahme. Liefern Sie den Menschen, die Ihren Content sehen, einen Nutzwert, statt sie nur zu Reshares zu bewegen.

Erhärten Sie Daten aus Social Listening durch andere Erkenntnisquellen

Es ist nicht ganz einfach, Konversationen auf Instagram Stories, LinkedIn, TikTok oder Messaging-Diensten im selben Maße zu überwachen wie auf Twitter oder Facebook.

Diese Tatsache kann die von Ihnen gewonnenen Erkenntnisse verzerren. Die Analyse von Suchanfragen ist ein sehr leistungsfähiges sekundäres Tool, weil sie eher die privaten Gedanken der Menschen widerspiegelt.

Stützen Sie sich auf nutzergenerierte Inhalte statt auf kostspielige Content-Erstellung

Nutzergenerierte Inhalte sind sowohl billig wie nützlich für den Aufbau von Vertrauen. Laut Edelman Trust Barometer hören Verbraucher eher auf Gleichgesinnte als auf die Marke selbst.

3. Viel mehr als nur OK: Eine von Digital-Marketern ignorierte Generation boomt in den sozialen Medien

Die Baby-Boomer steigen voll auf Social Media-Trends ein.

Angehörige dieser Generation verbrachten 2020 mehr Zeit online mit sozialen Medien, digitalen Videos, Spielen und mobilen Zahlungen. 70 % aller Internet-Nutzer im Alter von 55 bis 64 Jahren haben im vergangenen Monat einen Online-Kauf getätigt. Und 37 % der Befragten gaben an, dass sie dies in Zukunft häufiger tun wollen.

Marketer sprechen Baby-Boomer in der Regel durch TV-Werbung an, nach wie vor eine der effektivsten Methoden, diese Generation zu erreichen – noch. Doch eMarketer prognostiziert, dass 2024 weniger als die Hälfte aller Haushalte Kabelfernsehen haben wird.

Gleichzeitig entdecken die Baby-Boomer immer mehr neue Marken und Produkte via Social Media – vor allem über Facebook.

Der Marketingleiter einer Firma für Medizintechnik verriet uns, warum mehr als die Hälfte seines Werbebudgets in Facebook fließt:

„Von der Zielgruppenansprache her ist das sehr effektiv, aber wir führen auf unserer Seite keine Dialoge. Unsere Patientenpopulation ist über 65 Jahre alt und redet die ganze Zeit. So nehmen uns die Nutzer im Grunde genommen die Aufgabe ab, unsere Geschichte zu erzählen. Da müssen wir uns gar nicht mehr einbringen.“

Im Zuge ihrer steigenden Aktivität auf Social Media erkunden und erweitern die Baby-Boomer auch ihre Hobbys online. „Wir beobachten in dieser Bevölkerungsgruppe eine wirklich hohe Affinität für Gartenarbeit, Reisen, Kunst, Tiere, DIY und Rezepte“, sagt Jim Habig, Global Head of Business Marketing bei Pinterest.

Die überwiegende Mehrheit der Marketing- und Werbefachleute ist unter 40. Sie vergessen bei der Entwicklung neuer Marketingkampagnen manchmal, damit auch ältere Generationen anzusprechen.

So sind zum Beispiel 46 % der erwachsenen Bevölkerung der USA über 50 Jahre alt, doch nur 15 % aller Werbemotive, in denen Erwachsene zu sehen sind, zeigen Personen aus dieser Altersgruppe. Erfolgreiche Marketer müssen im Jahr 2021 die Kaufkraft und die zunehmende Social Media-Kompetenz älterer Verbraucher besser erkennen.

Die australische Supermarktkette Woolworths schaffte es mit einer Facebook-Kampagne und einem AR (Augmented Reality)-Filter eine um 11 % höhere positive Markenwahrnehmung und um 46 % bessere Verbindung von Marke und Botschaft bei Frauen im Alter von 55 bis 64 Jahren zu erzielen.

Im Rahmen der Kampagne konnten Woolworths-Kunden mit dem AR-Filter ihren eigenen virtuellen Christbaum pflanzen und hegen. Außerdem konnten sie ihre Bonuspunkte einer gemeinnützigen Umweltschutzorganisation spenden und dafür in ihrem Namen einen echten Baum pflanzen lassen. Als Resultat der Kampagne wurden mehr als 6.000 Bäume gepflanzt.

Die effektivsten Social Media-Plattformen in 2021

Ob Baby-Boomer nun eine Zielgruppe sind oder nicht: mehr als die Hälfte aller Unternehmen (60 %) planen ihr Budget für Instagram zu erhöhen. Fast die Hälfte plant das auch für Facebook, YouTube und LinkedIn. Bemerkenswert: trotz Hype spielt TikTok keine große Rolle in den Investitionsplänen.

Chart: “Welche Social Media-Plattformen betrachten Sie zu Erreichung Ihrer Geschäftsziele als am effektivsten?”

Social Media-Plattformen, in die Marketer verstärkt investieren wollen

Da die Marketingbudgets 2021 insgesamt gekürzt werden, kommt es nicht überraschend, dass sich Marketer auf bekannte Favoriten konzentrieren, anstatt mit neueren Taktiken und Plattformen zu experimentieren.

Chart: “Planen Sie, Ihre Investitionen in die folgenden Kanäle zu erhöhen?”

Handlungsempfehlungen für 2021:

Sprechen Sie Baby-Boomer nach ihren Leidenschaften oder Hobbys an

Baby-Boomer sind – wie alle Generationen – nicht einheitlich. Statt sie nur nach dem Alter anzupeilen, sollten Sie diese Zielgruppe nach ihren Leidenschaften und Hobbys ansprechen, um ein generationenübergreifendes Publikum anzuziehen.

Pinterest-Marketing eignet sich besonders gut für dieses Vorhaben. Das Netzwerk steht für viele aus Leidenschaft geborene Projekte und Vorhaben. Außerdem ist es unter Baby-Boomern das neben Facebook am meisten genutzte Social Media-Netzwerk.

Beziehen Sie Baby-Boomer klischeefrei in Ihre Werbemaßnahmen ein

Baby-Boomer betrachten sich nicht als „alt“ – doch genau so werden sie in Marketingkampagnen häufig dargestellt.

Fast 70 % aller Menschen zwischen 55 und 73 Jahren besitzen ein Smartphone. Doch nur 5 % aller Werbemotive zeigen Angehörige älterer Generationen beim Umgang mit Technologie. Die Disrupt Aging Collection auf Getty Images ist eine hervorragende Quelle für Bilder, die ältere Generationen realistischer darstellen.

Nutzen Sie Online-Reviews zur Stärkung des Vertrauen

Bewertungen im Internet beeinflussen die Kaufentscheidungen der Baby-Boomer mehr als jede andere Online-Quelle. Durch die Integration von Google My Business mit Hootsuite können Sie neben Ihren Social Media-Aktivitäten auch Kundenrezensionen auf Google beobachten und mit diesen Kunden interagieren.

4. Kennen wir uns? Das Verknüpfen von Engagement und Identität gibt fortschrittlichen Marketern neuen Auftrieb

Social Media-Kanäle haben in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 450.000 neue Nutzer gewonnen – das entspricht einem Jahreswachstum von mehr als 12 %.

Dieses große und wachsende Publikum macht es einfach, online mit Menschen in Kontakt zu treten. Aber wie nützlich sind diese Kontakte? Weniger als die Hälfte aller Marketer und Führungskräfte sind davon überzeugt, dass ihre Social Media-Follower wertvollere Kunden sind als andere.

Social Media-Kontakte können lebenslange Kunden sein – aber auch neue Interessenten, Ex-Mitarbeiter oder unzufriedene Kritiker. Können Sie nachweisen, dass Sie Beziehungen zu echten (oder potenziellen) Kunden herstellen und vertiefen? Wenn nicht, verschwenden Sie möglicherweise viel Zeit auf ein Engagement, die sich in Wahrheit nicht rentiert.

Aber Ihre Kunden sind da draußen – und Sie können Social Media dazu nutzen, wertvollere Beziehungen zu ihnen aufzubauen. In unserer Studie zur Social Media-Transformation gaben 69 % der Teilnehmer an, dass Social Media ihnen dabei geholfen hätte, die Kundenbeziehungen während der COVID-19-Krise aufrechtzuerhalten.

Und laut CMO Survey nannten 33,5 % der Marketing-Führungskräfte die Bindung von Bestandskunden als ihr Hauptziel während der Pandemie – wesentlich mehr als die Neukunden-Akquise (14 %).

Was also hindert so viele Marketer am Nachweis, dass sie auf die richtige Art und Weise mit den richtigen Leuten interagieren? Die Datenintegration.

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Nur 10 % der Marketer glauben, dass sie bei der Integration von Social Media-Daten mit Unternehmenssystemen wie Adobe, Marketo oder Salesforce gute Arbeit leisten. Ohne eine Datenbank ist es aber schwierig, Social Media-Engagement mit anderen Verhaltensmustern wie Käufen, Bewerbungen oder Spenden abzugleichen.

Eine vollständige Datenintegration ist ein komplexer, chaotischer Prozess – die Integration von Paid und organischer Social Media-Aktivität dagegen ein leichter zugänglicher Einstiegspunkt.

Die Targeting- und Reporting-Kennzahlen aus Paid Ads sorgen dafür, dass Sie in den sozialen Medien relevante Inhalte an die richtigen Empfänger bringen können. Deshalb haben Unternehmen mit vollständig integrierten Paid- und organischen Social Media-Strategien auch 32 % mehr Vertrauen in die Fähigkeit, ihren Social Media-ROI nachzuweisen.

Aber fast ein Drittel aller Marketer, mit denen wir gesprochen haben, verzichten auf Social Media-Ads.

Wir konnten zudem feststellen, dass Unternehmen mehr Vertrauen in den Social Media-ROI setzen, wenn Sie mit Strategien arbeiten wie:

Bei zunehmendem Vertrauen eines Unternehmens in den Social Media-ROI kommen bald auch andere Strategien wie Employee Advocacy und Social Listening zum Einsatz. Das schafft durch positive Rückkopplung einen noch höheren Stellenwert für Social Media im Unternehmen.

Und so kann Datenintegration in der Praxis aussehen:

Die Ferienimmobilien-Marke Pierre & Vacances Center Parcs Group legte ihr Social Media-Team mit der CRM-Abteilung im Vertrieb zusammen, wo beide Gruppen Tools und Daten nun gemeinsam nutzen. So gewinnen sie neue Erkenntnisse, um effektiver mit Kunden vor, während und nach deren Aufenthalt zu interagieren.

Handlungsempfehlungen für 2021:

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Social Media-Engagement nicht nur reaktiv ist

Wen wollen Sie erreichen? Was soll diese Zielgruppe denken oder tun? Klare Ziele, die auf echten Geschäftsziele abgestimmt sind, helfen Kurs zu halten.

Beginnen Sie mit kleinen Schritten, um quantifizierbare Daten aus Social Media-Interaktionen zu sammeln

Arbeiten Sie mit UTM-Parametern. Damit lassen sich Daten sowohl aus Ihren organischen als auch den bezahlten Kampagnen verfolgen. So verstehen Sie leichter, welche Kanäle und welcher Content Handlungen auslösen.

5. Die Gefahren (und Verheißungen) guter Vorsätze: Mutige Marken beweisen sich nicht erst an der Social Media-Front, sondern bereits in der Vorstandsetage

Für den modernen Markenaufbau stehen die Zeichen auf Veränderung. 60 % der Millennials und der Generation Z gaben in der jährlichen Deloitte-Umfrage an, mehr von Unternehmen kaufen zu wollen, die sich während der Pandemie um ihre Belegschaft gekümmert und die Gesellschaft positiv beeinflusst haben.

Unternehmen müssen sich an diese sozial bewusste Denkweise und die damit einhergehenden Erwartungen anpassen.

Das Engagement als ein an gesellschaftlichen Zielen orientiertes Unternehmen lässt sich aber nicht vortäuschen. Genau darüber sind 2020 viele Marken gestolpert. Sie reagierten auf wichtige Themen, als ob es sich dabei nur um neue Social Media-Trends handeln würde. Die entsprechenden Posts wurden schnell als Heuchelei bezeichnet.

Marken wie Patagonia und Ben & Jerry’s haben sich bereits einen Ruf als Unternehmen mit Haltung erarbeitet. Sie können glaubwürdig Inhalte über gesellschaftliche Veränderungen veröffentlichen, weil sie ihren Kunden und Followern bewiesen haben, dass sie ihren Worten Taten folgen lassen.

Vergleichen Sie die Wirkung dieser Posts mit dem einfachen Teilen eines schwarzen Quadrats:

 

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Allerdings können Sie in den sozialen Medien erst dann glaubwürdig über die gesellschaftlichen Zielsetzungen Ihrer Marke sprechen, wenn diese auch Ihre Unternehmenskultur bestimmen. Die Verbraucher sind intelligent. Sie legen keinen besonderen Wert auf Statements zur Haltung, sondern machen sich mehr Gedanken darüber, ob eine Marke wirklich daran arbeitet, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Chart: “Wie wichtig ist es Ihnen, dass ein Unternehmen Haltung zeigt?”

Social Media-Erkenntnisse können Ihrer Marke dabei helfen, sich an diese neue Kundenüberzeugungen und neue Geschäftsmethoden anzupassen.

„Unternehmen, die nur markenorientierte Narrative ohne ein Gefühl für unsere Gegenwart liefern, werden einfach keine Kunden an sich binden“, erklärt Michael Goey, Senior Manager for Enterprise Partnerships bei Twitter.

Handlungsempfehlungen für 2021:

Erstellen oder überarbeiten Sie Ihre Social Media-Richtlinien

Ihre Social Media-Richtlinien führen auf, wie Ihre Marke und Ihre Mitarbeiter die sozialen Medien nutzen sollen. Sie sind besonders in Krisenzeiten nützlich, steuern aber auch den Unternehmensalltag.

Richten Sie einen Workflow für die Social Media-Krisenkommunikation ein

Ein solider Plan zur Krisenkommunikation kann wertvolle Zeit sparen und sorgt dafür, dass alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen, wenn sich eine Social Media-Krise zusammenbraut.

Nutzen Sie Social Listening nicht zum Unterbrechen, sondern um sich Informationen zu verschaffen

Ja, Sie können mit Social Listening Keywords verfolgen, die Stimmung beobachten und nach Möglichkeiten forschen, Ihre Marke in Konversationen zu Trendthemen einzuklinken. Die Krisen des Jahres 2020 haben jedoch gezeigt, wie wichtig Social Listening als Tool zur Beschaffung relevanter Informationen ist.

66 % der Teilnehmer an unserer Social Media Trends-Studie gaben an, dass Social Listening in den vergangenen zwölf Monaten für ihr Unternehmen an Wert gewonnen hat. Nutzen Sie die dadurch gewonnenen Erkenntnisse, um intelligentere Entscheidungen zu treffen – gestützt auf veränderte Kundenbedürfnisse und -anliegen.

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Über ein einziges Dashboard können Sie auf einfache Weise:

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