Facebook Gruppen sind das neue Social Media-Erfolgsrezept. Das ist auch hierzulande angekommen. In Gruppen vernetzen sich  Menschen, die ein gemeinsames Thema bewegt und die sich in privaterer Sphäre dazu austauschen wollen. Firmen können von diesem Trend profitieren, auch weil Facebook die kleinen und großen Communitys puscht. Wie es Mark Zuckerberg auf der F8-Konferenz in Kalifornien formulierte: „Die Zukunft ist privat”. Und sie spielt sich damit verstärkt in privaten Online-Räumen wie Gruppen ab.

Facebook entwickelt sich weiter – und konzentriert sich mehr und mehr auf den Aufbau von Communitys. Da bieten sich Gruppen natürlich als perfektes Tool zum Schmieden der entsprechenden Verbindungen an. Eine Milliarde Menschen weltweit gehört bereits Facebook Gruppen an. Etwa zehn Prozent davon sind Mitglieder von Gruppen, die Facebook als „sehr bedeutsam” einstuft. Dabei handelt es sich um Communitys, die „schnell zum wichtigsten Teil des Facebook-Erlebnisses einer Person werden“.

Menschen, die eine bestimmte Marke lieben, suchen nach Gelegenheiten, mehr mit dieser Marke zu interagieren, als dies über eine Facebook Seite möglich ist. Deshalb macht das soziale Netzwerk es Unternehmen jetzt leichter, eigene Facebook Gruppen einzurichten. Mit Gruppen für Seiten können Firmen nun „Fanclubs und Gruppen einrichten, die um ihre Super-Fans zentriert sind“.

Auf seine „Super-Fans“ sollte sich jedes Unternehmen konzentrieren. Gibt man diesen besonders markentreuen Leuten Gelegenheit, miteinander und mit der Marke zu interagieren, dann erzeugen diese Gruppen ein sehr wirksames Ökosystem, dessen Mitglieder sinnvolle Verbindungen mit Ihrem Unternehmen knüpfen.

Und diese Verbindungen unter Kunden und Fans sind heute wichtiger denn je. Wenn es um Informationen über ein Unternehmen geht, vertrauen laut 2017 Edelman Trust Barometer die Befragten eher auf Menschen wie „Du und Ich” (60 Prozent), als dem Unternehmen selbst (37 Prozent).

Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie Facebook Gruppen einsetzen, um für Unternehmenswachstum und Engagement mit Ihrer Zielgruppe zu sorgen.

Inhalt

Facebook Gruppen kontra Facebook Seiten

So richten Sie eine Facebook Gruppe ein

So finden Sie relevante Facebook Gruppen und treten diesen bei

Unternehmensstrategien für Facebook Gruppen

Tipps zum Einsatz von Facebook Gruppen für Unternehmen

Laden Sie diesen kostenlosen Leitfaden herunter und erfahren Sie, wie Sie Facebook Traffic in vier einfachen Schritten in Umsatz verwandeln.

Facebook Gruppen kontra Facebook Seiten

Eine Facebook Seite ist in Prinzip nichts anderes als ein Facebook-Profil für Ihr Unternehmen. Facebook drückt das so aus: „Mit Facebook Seiten können Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Unternehmen, Organisationen und andere Körperschaften eine authentische öffentliche Präsenz auf Facebook erstellen.“ Nur offizielle Vertreter eines Unternehmens dürfen für besagtes Unternehmen eine Facebook Seite einrichten.

Gruppen wiederum „lassen Menschen für eine gemeinsame Sache, ein Anliegen oder eine Aktivität zusammenfinden, um sich zu organisieren, über Zielsetzungen zu einigen, aber auch bestimmte Themen zu diskutieren, Fotos zu posten und entsprechende Inhalte zu teilen“.

Eine Gruppe kann jeder erstellen. Es könnte also bereits eine Gruppe geben, die sich mit Ihrer Marke befasst – auch wenn Sie selbst noch gar keine Facebook Gruppe für Ihr Unternehmen eingerichtet haben. So gründeten Fans der Hallmark-Original-Movies eine Gruppe namens Fans of Hallmark Channel, Hallmark Movies & Mysteries and Hallmark Drama und verwalten diese. Die Gruppe hat bereits mehr als 30.000 Mitglieder.

Facebook Groups

Wenn es bereits Gruppen gibt, die sich mit Ihrem Unternehmen befassen, sollten Sie sich dort auf alle Fälle engagieren. So behalten Sie im Auge, was man über Sie spricht, können daraus lernen und den Standpunkt Ihrer Marke vermitteln. Vielleicht entdecken Sie dort sogar vielversprechende Ideen für die Entwicklung neuer Produkte. (Weiter unten erfahren Sie mehr darüber, wie man bereits bestehende Gruppen findet und diesen beitritt.) Sie sollten aber auch Ihre eigene offizielle Gruppe einrichten, die als von der Marke empfohlener Treffpunkt für Fans auf Facebook dient. Nur dort können Sie die Beziehungen zu Ihren Fans in einem Kontext pflegen, der Ihnen mehr Kontrolle erlaubt.

So richten Sie eine Facebook Gruppe ein

Eine Facebook Gruppe lässt sich mit wenigen Klicks erstellen. Nicht ganz so einfach: in den verfügbaren Optionen Entscheidungen über den Sinn und Zweck der Gruppe und deren optimale Unterstützung zu treffen. So legen Sie los:

1. Öffnen Sie das „Gruppe erstellen“-Fenster.

Melden Sie sich auf der Facebook Seite Ihrer Marke an und klicken Sie auf das „Mehr“-Symbol (…) ganz rechts in der Menüleiste unterhalb Ihres Titelbilds. Wählen Sie dann Gruppe erstellen aus.

Facebook Groups for business

2. Wählen Sie einen Namen für Ihre Gruppe.

Sie brauchen einen Namen, der sich Ihrem Unternehmen leicht zuordnen lässt und zugleich vermittelt, was Gruppenmitglieder von dieser Gruppe erwarten können und nicht ohnehin schon als Follower Ihrer Facebook Seite bekommen.

Hinweis: Sie können auch mehrere Gruppen einrichten, die verschiedene Aspekte Ihres Unternehmens oder unterschiedliche Kundensegmente bedienen. Sie müssen also nicht gleich mit Ihrer ersten Gruppe den Rundumschlag landen. So hat der TV-Sender HBO etwa eine Gruppe speziell für die Fans seiner Serie „Big Little Lies“ eingerichtet.

Facebook Groups for business

3. Laden Sie ein paar Mitglieder ein.

Niemand will der erste Gast auf einer Party sein. Gleiches gilt für eine Facebook Gruppe. Laden Sie ein paar Kollegen, Mitarbeiter oder Freunde ein, um die Sache in Gang zu bringen. Informieren Sie engagiertere Fans auf Ihrer Facebook Seite über die geplante Gruppe und signalisieren Sie, dass Sie diese gerne als Mitglieder begrüßen würden.

Sie können Ihre Einladung auch mit einer kurzen Notiz anreichern, in der Sie informieren, warum Sie zu Ihrer Gruppe einladen und wie Mitglieder davon profitieren. Um Ihre Notiz hinzuzufügen, klicken Sie auf das „Papier“-Symbol in der unteren rechten Ecke des Einladungsfensters. Ihre Notiz geht dann mit der Einladung heraus.

4. Legen Sie die Privatsphäre-Einstellung für Ihre Gruppe fest.

Sie können aus drei Privatsphäre-Einstellungen wählen: „Öffentlich“, „Geschlossen“ oder „Geheim“.

Facebook Groups for business - facebook gruppen

Eine öffentliche Gruppe ist buchstäblich öffentlich. Jeder kann sie einsehen. Und jeder kann ohne vorherige Genehmigung beitreten. Sämtliche Mitglieder-Posts sind für alle anderen Facebook-Nutzer vollständig sichtbar. Diese Art Gruppe bietet nicht die Privatsphäre und Sicherheit wie die anderen beiden Gruppentypen. Aber sie kann sehr schnell wachsen, weil interessierte Nutzer ohne Hürden beitreten können.

In einer geschlossenen Gruppe sind Posts nur für Mitglieder sichtbar. Das sorgt für das Gefühl, Teil einer exklusiven Community zu sein. Die Gruppe selbst wird bei Facebook-Suchen gefunden: Beschreibung und Mitgliederliste sind auf Facebook für jedermann einsehbar. Sie bietet also auch keine umfassende Privatsphäre. Doch die Mitglieder dürfen sich immerhin sicher sein, dass die von ihnen geteilten Beiträge nur für andere Mitglieder der Gruppe sichtbar sind. Alle Beitrittsanfragen müssen von einem Gruppenmitglied oder einem Administrator bewilligt werden.

Wenn es ums Posten geht, bietet eine geheime Gruppe dieselbe Privatsphäre wie eine geschlossene Gruppe, aber mit einer zusätzlichen Ebene der Heimlichkeit: Die Gruppe wird bei Facebook-Suchen nicht gefunden. Man kann geheime Gruppen nur finden und ihnen beitreten, wenn man von einem bereits bestehenden Gruppenmitglied eingeladen wird.

Welcher Gruppentyp sich am besten eignet, hängt vom Unternehmen und dem konkreten Vorhaben ab. Zu einem möglichst breiten öffentlichen Diskurs motivieren Sie eher in einer öffentlichen Gruppe. Befasst sich Ihr Unternehmen mit einem Lebensbereich, der vielen Menschen als persönlich oder privat gilt, ist eine geschlossene Gruppe, in der die Mitglieder auch Gedanken äußern können, die sie nicht öffentlich teilen wollen, vielleicht die bessere Wahl. Möglicherweise eignet sich für Ihre Marke auch eine geheime Gruppe – wenn Sie vorhaben, einen absolut exklusiven Online-Treffpunkt anzubieten, zu dem beispielsweise nur Premium-Mitglieder Ihrer Abonnement-Site Zugang haben.

Wenn Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen ausgewählt haben, klicken Sie auf Erstellen.

5. Personalisieren Sie Ihre Gruppe.

Ihre Facebook Gruppe ist jetzt aktiviert, aber nur mit Minimalausstattung. Jetzt sollten Sie sie individualisieren, damit sie zu einem reizvollen Treffpunkt für potenzielle Gruppenmitglieder wird und Glaubwürdigkeit schafft. So geht’s:

  1. Laden Sie ein Titelbild hoch: Verwenden Sie kein typisches Firmenfoto oder Logo, sondern wählen Sie ein Motiv aus, das den besonderen Zweck dieser speziellen Gruppe betont. Und halten Sie sich an die empfohlene Bildgröße.
  2. Fügen Sie eine Beschreibung hinzu: Erläutern Sie klipp und klar, worum es in dieser Gruppe geht. Denken Sie daran, dass diese Information sowohl bei öffentlichen als auch bei geschlossenen Gruppen für jeden sichtbar ist.
  3. Fügen Sie Tags hinzu: Diese Keywords sorgen dafür, dass Ihre Gruppe in Suchen auftaucht.
  4. Fügen Sie Standorte hinzu: Ist Ihre Gruppe an ein bestimmtes geografisches Gebiet (oder mehrere) gebunden, können Sie das hier angeben. Andernfalls markieren Sie Ihre Gruppe als „global“.

Facebook Groups for business - facebook gruppen

6. Posten Sie!

Beginnen Sie die Diskussion mit ein paar eigenen Posts – und motivieren Sie auch Ihre Kollegen, Mitarbeiter und Freunde zum Posten. Ist die Diskussion einmal unterwegs, entwickeln sich weitere Konversationen ganz natürlich.

Fixieren Sie einen Beitrag oben in der Chronik Ihrer Gruppe, um zusätzliche Informationen anzubieten, die Sie nicht in die öffentliche Beschreibung aufnehmen wollen (zum Beispiel die Regeln für die Teilnahme an der Gruppe).

So finden Sie relevante Facebook Gruppen und treten diesen bei

Facebook Gruppen eignen sich nicht nur ausgezeichnet, um mit potenziellen Kunden und Auftraggebern zu kommunizieren. Sie bieten sich auch für den Aufbau beruflicher Verbindungen und zum Networking an. Der Kontakt zu anderen Unternehmern in der näheren Umgebung oder Marktnische hilft allen Gruppenmitgliedern, Wachstumschancen zu erschließen. Der Austausch von Ideen und Informationen in einem sicheren gemeinsamen Umfeld ist besonders nützlich, wenn Sie im Homeoffice oder bei einer kleineren Firma arbeiten.

Schon mit einer einfachen Facebook-Suche lassen sich bestehende Facebook Gruppen entdecken, die Relevanz für Ihre geschäftlichen Ziele haben. Wenn es darum geht, welche Art Gruppen förderlich für Ihre berufliche Entwicklung und Ihr geschäftliches Wachstum sind, wird es schon schwieriger.

Wer auf zu vielen „Hochzeiten” tanzt, wird leicht von der schieren Anzahl an Beiträgen überwältigt und kann nicht regelmäßig an Diskussionen teilnehmen. Auf Facebook dürfen Sie bis zu 6.000 Gruppen beitreten. Bei so vielen Communitys auf dem Laufenden zu bleiben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Konzentrieren Sie sich deshalb auf Gruppen durch die Sie tatsächlich profitieren. Wir stellen Ihnen drei Methoden vor, wie Sie diese Gruppen finden können.

Methode 1: Nutzen Sie die Registerkarte „Gruppen entdecken“

1. Melden Sie sich bei Ihrem persönlichen Facebook-Profil an.

2. Klicken Sie in der linken Spalte unter der Überschrift „Entdecken“ auf Gruppen. Gruppen, bei denen Sie bereits Mitglied sind, sind auf dieser Seite aufgelistet.

facebook gruppen für Unternehmen

3. Klicken Sie oben auf der Seite auf die Schaltfläche Entdecken. Facebook zeigt Ihnen dann einige empfohlene Gruppen – basierend auf den Seiten, die Sie mit „Gefällt mir“ markiert haben, Ihrem Standort, Gruppen, die Ihren Freunden gefallen, und anderen Hinweisen aus Ihren Facebook-Aktivitäten. Sie können sich auch durch verschiedene Themen scrollen und dort relevante Gruppen zu jedem Thema finden.

Facebook groups

4. Haben Sie eine interessante Gruppe gefunden, klicken Sie den Gruppennamen an, um die öffentlich zugänglichen Informationen zu sehen, oder klicken Sie auf „+ Beitreten“, um Mitglied der Gruppe zu werden. Abhängig von den jeweiligen Privatsphäre-Einstellungen sind Sie dann entweder automatisch Gruppenmitglied – oder müssen abwarten, bis Ihre Beitrittsanfrage genehmigt ist.

Methode 2: Suchen Sie nach relevanten Gruppen.

  1. Melden Sie sich bei Ihrem Facebook-Profil an.
  2. Geben Sie ein relevantes Schlagwort ins Suchfeld links oben auf der Seite ein.
  3. Klicken Sie auf der Ergebnisseite den Reiter Gruppen an. Es wird eine Liste von Gruppen angezeigt, die mit Ihrem Suchbegriff zu tun haben.
  4. Klicken Sie (wie oben) den Namen einer Gruppe an, um mehr zu erfahren, oder auf „+ Beitreten“, um Mitglied der Gruppe zu werden.

Methode 3: Entdecken Sie geheime Facebook Gruppen.

Geheime Gruppen zeichnen sich vor allem durch eines aus: sie sind geheim. Logisch. Und das bedeutet, dass man sie mit keiner der angegebenen Methoden findet. Eine solche Gruppe können Sie nur entdecken und ihr Mitglied werden, wenn Sie von einem bereits bestehenden Mitglied eingeladen werden.

Fragen Sie Ihre Kontakte, ob sie Mitglieder geheimer Gruppen sind und Sie in diese einladen würden. Wenn Sie um eine Einladung bitten, stellen Sie klar, was Sie in die Gruppe einbringen – es soll ja nicht aussehen, als wollten Sie nur die Vorteile nutzen.

Unternehmensstrategien für Facebook Gruppen

Wie Sie Facebook Gruppen zu geschäftlichen Zwecken nutzen, hängt von Ihrer Branche, der Größe des Unternehmens und den Zielen Ihrer Aktivitäten in den sozialen Medien ab. Sehen wir uns zwei Beispiele für sehr verschiedenartige Unternehmen an, die mit Hilfe von Facebook Gruppen starke Online-Communitys aufgebaut haben.

1. Großer Verlag: Verbindung zu Super-Fans

Laut Facebook-Vizepräsident und CPO Chris Cox war die überaus erfolgreiche Facebook Gruppe PostThis der Washington Post einer der Beweggründe dafür, Gruppen für Seiten anzubieten. Zwei Washington Post-Reporter eröffneten diese Gruppe über ihre persönlichen Profile, bevor Seiten ihre eigenen Gruppen erstellen konnten.

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Das Ziel dieser Gruppe: Journalisten direkten Kontakt mit den engagiertesten Lesern der Zeitung zu ermöglichen, um sie über ihre Arbeitsweise, den Ursprung von Story-Ideen und die Anforderungen der politischen Berichterstattung zu informieren. Die Gruppe hat zwar nur etwas über 5.000 Mitglieder (im Vergleich dazu: die Facebook-Seite der Washington Post zählt mehr als sechs Millionen Follower), ist jedoch sehr aktiv und veröffentlicht täglich mehrere Beiträge.

Mitglieder der Gruppe können Posts nicht nur „liken“ oder kommentieren. Sie können in aktiven Diskussionen mit den Newsroom-Mitarbeitern der Post erfahren, wie moderner Journalismus funktioniert, mit anderen Lesern kommunizieren und mit diesen Meinungen und Informationen austauschen.

2. Online-Unternehmer: Community-Aufbau und Kompetenznachweis

Im April 2016 veröffentlichte Shirley Weir über ihre Website Menopause Chicks eine Online-Umfrage, in der Frauen angeben konnten, über welche Themen sie gerne mehr erfahren würden. Die Antworten sollten zur künftigen Content-Entwicklung für die Website herangezogen werden. In der Befragung gaben 70 Prozent der Teilnehmerinnen an, mit niemandem über die Menopause und die Zeit davor sprechen zu können (oder dass sie ohnehin nie mit jemandem darüber reden würden). Shirley Weir beschloss, dass es höchste Zeit für einen sicheren Ort war, an dem solche Gespräche möglich wären.

Noch in derselben Woche startete sie ihre private Facebook-Gruppe Menopause Chicks Private Community.

„Die Einrichtung einer privaten Online-Gruppe auf Facebook lag für mich auf der Hand“, erklärt Shirley. „Sie ließ sich schnell und einfach erstellen – und mein ,Stamm‘ lebt sowieso auf Facebook. Die Gruppe ist der perfekte Ort, um Gespräche zwischen zwei oder mehreren Personen über die Zeit vor und während der Menopause zu führen. Hier können sich Frauen informieren, erhalten einen Überblick über ihre Optionen und sind damit in der Lage die individuell beste Entscheidung für ihre Gesundheit treffen.“

Mehr als 80 Prozent der über 8.500 Mitglieder sind monatlich in dieser Gruppe aktiv. Ihre Konversationen sind sehr privat, sensibel und für all die Frauen, die das Gefühl hatten, keinen Ansprechpartner zu haben, äußerst wertvoll. Auch Shirley nimmt an den Gesprächen teil, stellt ihre Expertise für das Nischenthema heraus, gibt Gruppenmitgliedern wichtige Informationen und Tipps – und baut zugleich ihre Marke aus.

„Hier geht es um das uralte Motto ,Wenn du glücklich bist, erzähl anderen davon‘ “, erklärt Shirley. „Frauen teilen sich bekanntlich gerne anderen Frauen mit. Wir zielen stets darauf ab, Frauen von der Phase ,Ich habe eine Frage‘ zu ,Ich habe eine durchdachte und sinnvolle Antwort erhalten‘ und weiter zu ,Davon werde ich all meinen Freundinnen erzählen‘ zu bewegen. Und wir bekommen täglich Dankesworte mit dem gleichen Tenor: ,Ich habe still und leise vor mich hingelitten – jetzt weiß ich, dass ich nicht alleine bin und das schaffen kann.‘ “

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Tipps zum Einsatz von Facebook Gruppen für Unternehmen

1. Interagieren Sie konsequent.

Sobald Ihre Gruppe eine kritische Masse erreicht hat, wird sie sich verselbständigen, weil die Mitglieder anfangen, miteinander zu diskutieren. Um den größten Nutzen aus Ihrer Gruppe zu ziehen, sollten Sie regelmäßig mit den Mitgliedern interagieren – ob Sie nun Konversationen starten oder in bereits laufende einsteigen.

Ein entscheidender Vorteil Ihrer eigenen Facebook-Gruppe ist die Möglichkeit, Ihre Kompetenz zu demonstrieren und sich als der Ansprechpartner in Ihrer Marktnische zu etablieren. Achten Sie darauf, dass Sie beides regelmäßig tun. Beantworten Sie Fragen, stellen Sie selbst weiterführende Fragen und sorgen Sie dafür, dass die Konversationen weiter laufen.

Eine einfache Engagement-Methode, mit der Sie auch neue Mitglieder in die Diskussion einbeziehen, ist das regelmäßige Veröffentlichen von Begrüßungsnachrichten. Dank der integrierten Begrüßungsnachrichten-Funktion können Sie neue Mitglieder automatisch taggen, um sie der Gruppe vorzustellen und sie gleichzeitig wissen zu lassen, wie sehr Sie sich freuen, dass sie dabei sind.

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2. Behalten Sie die Kontrolle.

Die meisten Leute, die sich Ihrer Gruppe anschließen, haben wahrscheinlich gute Absichten. Aber Spielverderber gibt es immer. Und manchmal können sich die Dinge sehr schnell ins Negative drehen. Sie und die von Ihnen bestimmten Moderatoren und Administratoren müssen deshalb dafür sorgen, dass eine positive, für alle Gruppenmitglieder einladende und sichere Atmosphäre gewährleistet ist.

Formulieren Sie klare Verhaltensrichtlinien für Ihre Gruppe, die Sie an einer gut sichtbaren Stelle (etwa einem oben fixierten Beitrag) veröffentlichen. So versteht jedes Mitglied sofort, was annehmbar ist und was nicht. Sie brauchen nicht zu streng sein, sollten Ihre Erwartungen aber in einer für alle verständliche Art und Weise darlegen.

Heizt sich die Stimmung in Ihrer Gruppe auf, können Sie die Administratoren-Tools von Facebook nutzen, um ein Gruppenmitglied vorübergehend zu sperren, damit es nicht mehr posten oder kommentieren kann. Mitglieder, die gegen die Gruppenregeln verstoßen, lassen sich auch dauerhaft entfernen. Führt ein bestimmter Beitrag zu besonders vielen unangemessenen Kommentaren, können Sie die Kommentarfunktion für diesen Beitrag abschalten oder den Beitrag ganz löschen. Und wenn Sie wirklich ein Gruppenmitglied ausschließen müssen, können Sie auch gleich alle früheren Posts des Querulanten löschen.

3. Lernen Sie aus Gruppen Insights.

Hat Ihre Gruppe einmal 250 Mitglieder oder mehr, erhalten Sie Zugang zu Facebook Gruppen Insights. Hier erfahren Sie unter anderem, welche Beiträge das höchste Engagement erzielen und welche Veröffentlichungszeiten sich am besten für qualifizierte Interaktionen eignen.

Mit Hilfe dieser Analytics können Sie die Strategie Ihres Unternehmens für Facebook Gruppen immer weiter verfeinern und sich auf das konzentrieren, was am besten funktioniert.

4. Sammeln Sie nutzergenerierte Inhalte.

Da Ihre Gruppenmitglieder wissen, dass sie sich in einem sicheren und regulierten Umfeld bewegen, möchten sie möglicherweise auch mehr teilen, als in anderen Social Media-Kanälen. Bitten Sie sie darum, ihre bevorzugten relevanten Inhalte zu teilen und/oder Ihnen Feedback zu geben. Vergessen Sie nicht, die entsprechenden Posts zu kommentieren und mit einem Like zu würdigen.

In einer Facebook Gruppe lassen sich auch Dokumente wie Textdateien oder Tabellen erstellen und hochladen. Beides ausgesprochen nützlich, um Informationen zu organisieren und diese konsolidiert an einem leicht zu findenden Ort zur Verfügung zu stellen.

Dokumente in Facebook Gruppen sind zudem hilfreich bei der Zusammenarbeit an Projekten, Brainstormings und anderen gemeinsamen Aktionen. So kann sich Ihre Gruppe als ein Ort etablieren, an dem Ideen entstehen und Verbindungen geknüpft werden.

5. Lernen Sie Ihre Kunden besser kennen.

Ihre Facebook Gruppe ist im Wesentlichen nichts anderes als eine Fokusgruppe Ihrer besten und potenziellen Kunden. Damit dient sie auch als wichtige Quelle für relevante Meinungen, Pain Points und Vorlieben Ihrer Kunden. Idealer Weise erhalten Sie sogar Anregungen für neue Produktideen.

Nutzen Sie Social Listening, um sich in die Prioritäten der Gruppenmitglieder einzufühlen. Wenn Sie sich für spezielle Informationen oder Meinungen zu einem Thema interessieren, ermitteln Sie messbare Fakten mit einer Umfrage innerhalb der Gruppe.

Managen Sie Ihre Facebook-Präsenz ganz einfach mit Hootsuite. Terminieren Sie Posts, teilen Sie Videos, interagieren Sie mit Ihren Followern und messen Sie die Wirkung Ihrer Aktivitäten – alles über ein einziges Dashboard und auf derselben Plattform, auf der auch Ihre anderen Social Media-Kanäle laufen.

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