Guten Morgen an alle … außer an Brian, der gerade im unternehmensweiten Slack-Kanal fragte: „Hey, Leute, warum sind unsere organischen Facebook-Zahlen so schlecht?“ Kurz gesagt, lieber Brian: Daran ist der Facebook-Algorithmus schuld. Lesen Sie weiter, dann erfahren Sie, warum das so ist.

Aber sehen wir uns zuerst ein paar Statistiken an.

Mit Ende 2020 ist die organische Reichweite immer noch rückläufig. Die durchschnittliche Reichweite für einen organischen Facebook-Post ist auf 5,2 % gefallen. (Zur Erinnerung: Ende 2019 lag sie bei 5,5 % und im Jahr davor noch bei 7,7 %.)

Gleichzeitig lag die durchschnittliche Engagement-Rate für einen organischen Facebook-Post 2020 bei 0,25 %. Wer mehr als 100.000 Follower hat, für den fällt diese Zahl auf 0,08 %.

Diese Zahlen sollten uns alle ein wenig beruhigen (außer Brian, der sich lieber für seinen unhöflichen Ton entschuldigen sollte). Organischer Marken-Content auf Facebook hat es wegen des Algorithmus ziemlich schwer.

Doch eine Facebook-Marketingstrategie braucht trotz allem organische genauso wie bezahlte Inhalte. Höchste Zeit also, sich ans Werk zu machen und herauszufinden, was dieses komplexe, geheimnisvolle galaktische Gehirn von uns Social-Media-Managern eigentlich will.

Zum Glück hat Facebook gerade eine ganze Reihe an neuen Informationen über den Algorithmus veröffentlicht—wir können Sie also bestens über aktuelle Einzelheiten dazu aufklären.

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Was ist der Facebook-Algorithmus?

Der Facebook-Algorithmus entscheidet, welche Beiträge Nutzer des Netzwerks jedes Mal beim Ansehen ihres Facebook-Feeds zu sehen bekommen—und in welcher Reihenfolge diese Posts erscheinen. Facebook möchte uns seinerseits daran erinnern, dass es den einen Algorithmus nicht gibt, sondern „mehrere Schichten von maschinellen Lernmodellen und Rankings“, die auf die Prognose ausgelegt sind, welche Posts „langfristig am wert- und sinnvollsten für eine Person sind“.

Mit anderen Worten: Statt jeden verfügbaren Facebook-Post in chronologischer Reihenfolge zu präsentieren, untersucht der Facebook-Algorithmus jeden einzelnen Beitrag, bewertet ihn und ordnet ihn dann in absteigender Reihenfolge des zu erwartenden Interesses für jeden individuellen Nutzer an. Dieser Vorgang findet jedes Mal statt, wenn ein Facebook-Nutzer—und davon gibt es 2,7 Milliarden—seinen News Feed aktualisiert.

Wir wissen zwar nicht im Detail, wie der Facebook-Algorithmus entscheidet, was den Nutzern angezeigt wird (und was nicht), aber wir wissen immerhin, dass—wie bei allen Social-Media-Empfehlungsalgorithmen—eines seiner Ziele darin besteht, die Nutzer zum Weiterscrollen zu bewegen, damit sie mehr Anzeigen sehen.

Was bedeutet das für Marken? Wenn es darum geht, die organische Reichweite zu erhöhen, wird der Facebook-Algorithmus Sie für das Posten von Inhalten belohnen, mit denen Ihre Nutzer interagieren.

Eine kurze Geschichte des Facebook-Algorithmus

Der Facebook-Algorithmus ist nicht statisch, sondern wird von Technikern ständig optimiert.

Um seine Prognosen zu treffen, nutzt er Tausende von Datenpunkten alias Ranking-Signalen. Im Lauf der Jahre wurden solche Ranking-Signale hinzugefügt, entfernt und in ihrer Bedeutung angepasst—je nachdem, wovon Facebook glaubt, dass es seine Nutzer sehen wollen.

Hier sind ein paar der wichtigeren Änderungen:

Entscheidende Meilensteine in der Geschichte des Facebook-Algorithmus
[Die entscheidenden Meilensteine in der Geschichte des Facebook-Algorithmus
2004 Geburt von Facebook
2006 Erfindung des „Newsfeed“
2007 Erfindung des „Like“ („Gefällt mir“)-Buttons
2009 Erfindung einer „Sortierreihenfolge“ für den Newsfeed (d. h. des Algorithmus)
2015 Einführung der „Favoriten“-Funktion
2016 Priorisierung der Inhalte nach der Zeit, die der Nutzer damit verbringt
2017 „Reaktionen“ werden höher eingestuft als „Likes“
2018 „Sinnvolle Interaktionen“-Update, d. h. Posts, die Kommentare erhalten, rutschen im Ranking nach oben
2019 Einführung des „Warum sehe ich diesen Beitrag?“-Tools
2020 „Nachrichten-Glaubwürdigkeit“-Update + weitere Tools, mit denen Nutzer ihre Einstellungen zur Datenfreigabe leichter anpassen können]

2003–2009

Fangen wir am Anfang an: Wir alle wissen, dass Facebook 2004 das Licht der Welt erblickte, nachdem Mark Zuckerberg wegen seiner Arroganz von seiner Freundin verlassen worden war (wenn man dem Film The Social Network Glauben schenken darf).

Sachliche Berichte über die Geschichte von Facebook bestätigen jedoch Folgendes:

  • Der Facebook-Newsfeed hatte 2006 seine Premiere.
  • Der „Like“-Button tauchte 2007 erstmals auf.
  • Und im Jahr 2009 führte Facebook eine Sortierreihenfolge ein, durch die die Beiträge mit den meisten „Gefällt mir“-Angaben an den Beginn des Feeds verschoben wurden.

2015

Springen wir nach vorne—ins Jahr 2015, als sich Facebook solche Sorgen um die Nutzererfahrung machte, dass es Seiten im Ranking herunter stufte, die übermäßig viele werblichen Content veröffentlichten (also organische Posts mit identischen Inhalten wie Ads).

Im selben Jahr gab Facebook seinen Nutzern die Möglichkeit, den Algorithmus direkt zu beeinflussen: Mit der „Favoriten“-Funktion konnte jeder festlegen, dass er die Beiträge bestimmter Seiten weiter oben in seinem Feed sehen wollte.

2016

2016 fügte Facebook ein Ranking-Signal für „verbrachte Zeit“ hinzu. Das heißt, dass der Wert eines Beitrags auch daran gemessen wurde, wie viel Zeit die Nutzer mit ihm verbrachten—auch wenn sie ihn nicht mit „Like“ markierten oder teilten.

Live-Videos wurden ebenfalls priorisiert, da sie im Durchschnitt dreimal länger betrachtet wurden als normale Videos.

2017

In diesem Jahr begann Facebook emotionale Reaktionen zu priorisieren, indem es Reaktionen (z. B. Herzen oder dem wütenden Gesicht) mehr Gewicht verlieh als den klassischen Likes.

Für Videos wurde ein weiteres Ranking-Signal hinzugefügt: die „ThruPlay“-Rate. Videos, die von Nutzern bis (fast) zum Ende angesehen wurden, wurden mehr Menschen im Newsfeed angezeigt.

2018

Im Januar 2018 kündigte Zuckerberg an, dass der Facebook-Algorithmus künftig “Posts bevorzugt, die Konversationen und sinnvolle Interaktionen auslösen“. (Dies war offenbar eine Reaktion auf den Vorwurf, dass sich Facebook negativ auf die Gesamtstruktur der Gesellschaft auswirke—Sie haben das sicher mitbekommen). Die Änderungen sollten die Zeit, die Nutzer auf Facebook verbrachten, für sie und andere wertvoller machen. Damit übernahm die Social-Media-Plattform auch ein Stück Verantwortung für ihren Einfluss auf die psychische Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden ihrer Nutzer.

Marken hatten bezüglich dieser Änderung berechtigte Bedenken. Beiträge von Freunden, Angehörigen und Facebook-Gruppen wurden nun höher eingestuft als organischer Content von Unternehmen und Organisationen. Um sich durchzusetzen, mussten sich Marken ab jetzt möglichst viele hochwertiges Engagement verdienen (wie Kommentare, Reaktionen, Antworten auf Kommentare—und auch das Teilen von Posts via Messenger mit Freunden).

2019

Zu den Aktualisierungen des Jahres 2019 gehörte die Priorisierung von „qualitativ hochwertigen Originalvideos“, die länger als eine Minute betrachtet werden, insbesondere aber Videos, die die Aufmerksamkeit der Nutzer länger als drei Minuten fesseln.

Facebook begann auch damit, Beiträge und Inhalte von „engen Freunden“ aufzuwerten—also den Nutzern, mit denen man am meisten interagierte, ob durch gegenseitige Markierung auf Fotos oder Direktnachrichten im Messenger.

Gleichzeitig musste sich Facebook heftiger Kritik an zwei Fronten stellen. Der erste Vorwurf galt der Rolle des Algorithmus bei der Verbreitung gefährlicher Falschinformationen. Kritiker waren der Ansicht, dass die Algorithmus-Änderungen des Jahres 2018 zu mehr Entrüstung und Entzweiung, politischer Polarisierung, der Förderung von Fake News und grenzwertigen Inhalten führe. Der zweite Vorwurf bezog sich auf die Techniken und vielen persönlichen Nutzerdaten, mit denen Facebook seinen Algorithmus fütterte.

2020

Facebook kündigte an, seinen Nutzern beim Verstehen des Algorithmus helfen zu wollen und sie dabei zu unterstützen, die Kontrolle über ihre persönlichen Daten zu übernehmen. Damit sollte der Algorithmus ein besseres Feedback erhalten. Dennoch sind die Menschen zunehmend über ihre Privatsphäre besorgt und scheinen nicht bereit, noch mehr von sich preiszugeben, um dafür „relevantere Werbeanzeigen“ vorgesetzt zu bekommen.

An Nachrichten von der Fake-News-Front gab es 2020 die Facebook-Ankündigung, dass der Algorithmus des Netzwerks ab sofort die Glaubwürdigkeit und Qualität von Nachrichtenartikeln bewerten werde, um fundierte Nachrichten anstelle von Falschinformationen zu fördern.

Was bedeutet das im Hier und Jetzt für uns?

So funktioniert der Facebook-Algorithmus in 2021

Im Januar 2021 veröffentlichte Facebook neue Details zu seinem Algorithmus.

Facebook veröffentlicht neue Details zu Algorithmus in 2021
Quelle: Facebook

Die genaue technische Erklärung können Sie hier nachlesen. Die einfache Version lautet so:

Wie funktioniert der Facebook-Algorithmus?

  1. Zuerst nimmt Facebook jeden Post, der im Netzwerk des Nutzers (im so genannten „Inventar“) verfügbar ist, und bewertet ihn nach vorher festgelegten Ranking-Signalen wie Art des Beitrags, Aktualität usw.
  2. Als Nächstes werden Beiträge verworfen, mit denen der Nutzer—basierend auf seinem früheren Verhalten—wahrscheinlich nicht interagieren wird. Zurückgestuft werden auch Inhalte, die Nutzer nicht sehen wollen (z. B. Clickbait, Fake News oder Inhalte bei denen ein Nutzer bereits signalisiert hat, dass er sie nicht mag).
  3. Danach lässt die Plattform ein „leistungsfähigeres neurales Netzwerk“ über die verbliebenen Posts laufen, um sie auf eine personalisiertere Weise zu bewerten. (Ein Beispiel: Mona schaut sich mit 20-prozentiger Wahrscheinlichkeit Tutorial-Videos von ihrer Schachgruppe an, reagiert aber mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit mit einem Herzchen auf ein Foto des neuen Welpen ihrer Schwester.) Die Beiträge werden nun in der Reihenfolge ihres Werts angeordnet.
  4. Zu guter Letzt stellt der Algorithmus einen netten Querschnitt von Medientypen und Quellen zusammen, damit der Nutzer eine interessante Vielfalt von Beiträgen zum Durchscrollen erhält.

Was verrät uns das alles darüber, welche Faktoren einen Post an die Spitze des Feeds bringen? Das hängt davon ab, von wessen Feed wir sprechen.

Laut Facebook verwendet das Social-Media-Netzwerk Tausende von Ranking-Signalen—angefangen bei der Geschwindigkeit der Internet-Verbindung eines Nutzers bis hin zu der Frage, ob er lieber mit Likes oder Kommentaren interagiert.

Dennoch hat Facebook im Lauf der Jahre immer wieder dieselben vier Ranking-Signale als die wichtigsten genannt, wenn es um die Entscheidung geht, wie weit oben im Newsfeed ein Post erscheint.

4 Ranking-Signale des Facebook-Algorithmus, die Sie beachten sollten

Ranking-Signale des Facebook-Algorithmus für 2021
[Ranking-Signale des Facebook-Algorithmus für 2021
Beziehung—Mit wem ein Nutzer für gewöhnlich interagiert
Content-Typ—Die im Post verwendete Medienart (z. B. Video, Link, Bild etc.)
Beliebtheit—Wie viele Likes/Engagements der Post erhält
Aktualität—Neuere Posts werden zuerst angezeigt]
  • Beziehung: Stammt der Beitrag von einer Person, einem Unternehmen, einer Nachrichtenquelle oder einer Person des öffentlichen Lebens, mit der/dem der Nutzer häufig interagiert (durch Nachrichten, Tags, Kommentare, Likes usw.)?
  • Content-Typ: Welche Medienart wird im Post verwendet—und mit welcher Medienart (Video, Foto, Link usw.) interagiert der Nutzer am meisten?
  • Beliebtheit: Wie reagieren Menschen auf den Post, die ihn schon gesehen haben (vor allem Ihre Freunde)? Teilen sie ihn, kommentieren sie ihn, ignorieren sie ihn, zeigen sie das wütende Gesicht?
  • Aktualität: Wie aktuell ist der Post? Je neuer, desto höher die Platzierung.

Die meisten dieser Signale machen es natürlich erforderlich, dass Facebook das Verhalten seiner Nutzer verfolgt. An dieser Stelle kommt die Diskussion über Privatsphäre kontra Personalisierung (wieder einmal) ins Spiel.

Außerdem bemüht sich Facebook im Jahr 2021 darum, den Nutzern mehr Transparenz bezüglich ihrer persönlichen Informationen zu bieten. So soll beispielsweise das Tool Zugriff auf deine Informationen bei der Beantwortung der Frage helfen, warum man Anzeigen für Moonboots zu sehen bekommt. (Vielleicht haben Sie ja den Mond als Ihren Standort angegeben …?)

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussion um Privatsphäre kontra Personalisierung weiterentwickelt. Bei Hootsuite sind wir da optimistisch. Schließlich will kein guter Marketer aufdringlich oder nervtötend sein. Und selbst wenn sich die überwiegende Mehrheit der Facebook-Nutzer dafür entscheiden sollte, zur Zeit vor dem Targeting zurückzukehren, muss sowohl organischer wie bezahlter Content auf Facebook nach wie vor überzeugend, informativ, unterhaltsam und inspirierend sein.

Lassen Sie uns also bis zu dieser Entscheidung einen Blick darauf werfen, wie Marken mit dem Algorithmus ihre organische Reichweite optimieren können.

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11 Tipps zum Umgang mit dem Facebook-Algorithmus

Antworten Sie Ihrer Zielgruppe

Eines steht fest: Ihre Markeninhalte werden nie wirklich mit dem neuen Welpen der Schwester konkurrieren können—aber es ist dennoch sehr wichtig, dem Aufbau von Verbindungen mit jedem Nutzer in Ihrer Zielgruppe Priorität einzuräumen.

Warum? Weil der Algorithmus Posts von Seiten bevorzugt, mit denen ein Nutzer bereits interagiert hat. Das bedeutet, dass Sie Ihre Beantwortungspolitik verbessern müssen, ob im Messenger oder in den Kommentaren.

Wenn sich jemand die Zeit genommen hat, mit Ihrer Marke zu kommunizieren, dann sollten Sie diese Gelegenheit nicht ungenutzt lassen. Geben Sie diesen Nutzern das Gefühl, dass Sie ihnen zuhören, bringen Sie sie zum Lächeln oder regen Sie sie dazu an, einen Screenshot Ihres Posts zu machen und diesen mit dem Lächeln-mit-Träne-Emoji an ihren Gruppen-Chat zu schicken.

Profitipp: Ob sie ein Einzelunternehmer sind oder mit einem ganzen Team von Community-Managern arbeiten—Hootsuite Inbox erleichtert es Ihnen, diese Konversationen auch im großen Umfang zu managen.

Motivieren Sie Ihre Zielgruppe zu Interaktion untereinander

Dieser Tipp stammt von Facebook selbst. Offenbar wendet der Algorithmus bei Beiträgen, die zu regen Konversationen unter den Freunden eines Nutzers geführt haben, eine „aktionsfördernde Logik“ an, um dem Nutzer den betreffenden Post noch einmal anzuzeigen.

Das heißt, dass die interessantesten Gesprächseröffnungen mehr Reichweite erhalten, indem sie eine zweite Chance bekommen.

Der Algorithmus bewertet Inhalte höher, die Nutzer gerne mit ihren Freunden teilen und besprechen. (Das bedeutet aber nicht, dass der Algorithmus möchte, dass Sie Fremde zu Flame-Wars provozieren.)

„In einer lebendigen Community unterhalten sich Mitglieder auch untereinander. Umso wichtiger ist es, Content zu produzieren, der zu solchen Diskussionen anregt. Sprechen Sie Themen an, die für Ihre Zielgruppe relevant sind und heben Sie besondere Stimmen aus der Community vor, indem Sie diese am Beitrag fixieren.”

Anna Turner, Social-Media-Strategin, White Fern Marketing

Suchen Sie Liebe, keine Likes

In den letzten paar Jahren hat der Algorithmus Reaktions-Buttons besser eingestuft als einfache Likes. Zielen Sie also in Ihren Posts auf emotionale Reaktionen ab: Liebe, Anteilnahme, Lachen, Traurigkeit, Wut.

Wenn Sie nicht sicher sind, was bei Ihrer Zielgruppe ankommt, ist eine Social-Media-Stimmungsanalyse ein guter Anfang.

Posten Sie, wenn Ihre Zielgruppe online ist

Das haben Sie sicher schon tausend Mal gehört—aber wir müssen es noch einmal betonen, weil auch Facebook es immer wieder betont.

Aktualität ist ein entscheidendes Signal. Die neuesten Posts landen ganz oben im Newsfeed.

Natürlich ist noch nicht alles verloren, wenn ein Nutzer einmal einen Beitrag verpasst (z. B. wenn er gerade seinen Newsfeed aktualisiert und schnell wieder schließt, weil plötzlich der Chef vorbeigeht). Es besteht immer noch die Chance, dass er den Beitrag sieht, wenn er sich das nächste Mal einloggt. Die „Ungelesen-fördernde Logik“ des Algorithmus bedeutet, dass nicht gesehene Post „zum wählbaren Inventar für diese Sitzung hinzugefügt werden“.

Trotz allem bleibt die einfachste Methode, sich in dieser Disziplin gut zu schlagen, eine Planung Ihrer Posts, damit diese zur besten Zeit für Ihre Facebook-Zielgruppe online gehen.

Übergehen Sie den Algorithmus, indem Sie Facebook Stories nutzen

Das Geniale an Facebook Stories: sie sind kein Teil des Newsfeeds. Sie schweben darüber (buchstäblich und im übertragenen Sinn) und werden nicht vom Algorithmus gesteuert. Laut Facebook erhöhen sie auch den Traffic: 58 % der befragten Nutzer gaben an, sich nach dem Ansehen einer Story auf der Website einer Marke nach weiteren Informationen umgesehen zu haben.

Welche Art von Facebook-Stories sollten Sie posten? Einer Facebook-eigenen Studie zufolge wünschen sich die Nutzer Folgendes von Marken-Stories:

  • 52 % wollen leicht verständliche Stories
  • 50 % wollen neue Produkte sehen
  • 46 % wollen Tipps oder Ratschläge

Pflegen Sie Ihre Marken-Facebook-Gruppe

Der Vorteil einer geschäftlichen Facebook-Gruppe: sie erfordert zwar etwas Pflege und Betreuung, eröffnet Ihnen dafür aber einen weiteren Kanal, über den Sie sich mit Ihren Kunden, Fans und Ihrer Community verbinden können.

Sie ist außerdem ein Zweitkanal für wichtige Inhalte, die Ihre Zielgruppe sehen soll. Der Facebook-Algorithmus priorisiert Posts von Gruppen, die den Nutzern wichtig sind. Ein Beitrag, der in einer beliebten Gruppe von begeisterten Nutzern und Fans verstärkt wird, erzielt also mit größerer Wahrscheinlichkeit mehr Reichweite.

Gehen Sie Live auf Facebook

2020 waren wir alle zu Hause eingesperrt—und Live-Videos auf Facebook wurden in den USA um 50 % öfter angesehen.

Da Live-Videos sechsmal mehr Interaktionen erhalten als normale Videos, schätzt der Algorithmus sie ganz besonders. Marken brauchen zwar ein wenig Know-how für diesen Medientyp, doch in Anbetracht der Tatsache, dass virtuelle Events uns wohl noch eine ganze Weile erhalten bleiben, schlagen Live-Videos sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe.

Werden Sie zum Favoriten

Wussten Sie, dass jeder Facebook-Nutzer 30 Plätze für seine Seiten- und Personen-Favoriten zur Verfügung hat? Diese 30 Glückspilze erhalten vom Algorithmus automatisch einen Freifahrtschein.

Dies ist Teil des Facebook-Bestrebens, den Nutzern mehr Kontrolle über das zu geben, was sie zu sehen bekommen. Informieren Sie Ihre Follower, dass sie Ihren Content in ihren eigenen Timelines priorisieren können, wenn sie das möchten.

Facebook priorisiert Favoriten

Profitipp: Dabei handelt es sich nun wirklich um eine „Riesenbitte“—hier ist Ihr ganzes Feingefühl gefragt. Es sollte einen triftigen Grund dafür geben, dass die Leute Ihre Inhalte bevorzugen—sei es, weil sie wirklich unterhaltsam sind oder weil es wirklich wichtig ist, dass die Nutzer informiert bleiben.

Erstellen Sie Langform-Videos, die die Leute sehen wollen

Betrachtungsdauer und Vervollständigungsrate sind wichtige Ranking-Signale für Videos, weil sie anzeigen, dass dem Betrachter das Video so gut gefallen hat, dass er es sich bis zum Schluss angesehen hat.

Kurzum: Je länger Sie das Interesse der Nutzer aufrechterhalten, desto höher wird der Algorithmus Ihren Videobeitrag einstufen und desto weiter oben im Facebook-Newsfeed erscheint Ihr Video.

Seit 2019 bewertet und priorisiert Facebook zudem die folgenden Signale für Videos:

  • Loyalität und Absicht: Videos, nach denen Nutzer suchen und auf die sie zurückkommen;
  • Videolänge und Anzeigedauer: Videos, die Nutzer länger als eine Minute betrachten und die mehr als drei Minuten dauern; und
  • Originalität: Videos, die nicht aus anderen Quellen zweit- oder dritt-verwertet werden und die einen hohen Mehrwert bieten.

Das bringt uns gleich zum nächsten Punkt:

Posten Sie weder Clickbait noch Falschinformationen noch andere böse Dinge

Lassen Sie es einfach! Tun Sie keines dieser Dinge, sonst ist der Algorithmus über sie verärgert—und wir von Hootsuite sind auch ziemlich enttäuscht von Ihnen.

  • Links zu Websites, die übernommene oder gestohlene Inhalte ohne jeden zusätzlichen Wert bringen
  • grenzwertigen Content (d. h. Inhalte, die nicht direkt verboten sind, aber es besser sein sollten)
  • Falschinformationen und Fake News
  • irreführende Gesundheitsinformationen und gefährliche „Heilmittel“
  • „Deepfake-Videos“ oder manipulierte Videos, die von unabhängigen Faktenprüfern als gefälscht gekennzeichnet wurden

Erhöhen Sie Ihre Reichweite über Ihre besten Markenfürsprecher

Ihre Mitarbeiter genießen beim Facebook-Algorithmus mehr Glaubwürdigkeit und Autorität als die Seite Ihrer Marke. Das liegt daran, dass sie auch bei ihren eigenen Followern und Freunden mehr Glaubwürdigkeit und Autorität genießen.

Außerdem kennen sie Ihre Marke in- und auswendig. Das, was sie sagen, kann deshalb sehr viel aussagekräftiger sein, als alles, was sich Ihr Copytexter ausdenkt. (Tut mir leid, Kollegen …)

Hier stellen wir Ihnen ein Tool vor, das die potenzielle Reichweite Ihrer Mitarbeiter berechnet, wenn sie befähigt werden, Ihren Marken-Content in ihren eigenen Social-Media-Kreisen zu teilen.

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