Effektive Social Media-CTAs verfassen: Ein Leitfaden für Vermarkter

Was hat Sie zuletzt davon überzeugt, sich für einen kostenlosen Testmonat anzumelden oder einen Leitfaden herunterzuladen? Können Sie sich daran erinnern?

Das war ein effektiver Handlungsaufruf oder Call to Action (CTA).

Ein guter CTA kann im Marketing Wunder wirken – mehr Leser für Ihre Inhalte gewinnen, Umsatz generieren und für mehr Leads und Conversions sorgen.

Bonus: Laden Sie sich diesen kostenlosen Leitfaden herunter und entdecken Sie, wie Sie die Interaktion in den sozialen Medien steigern können – durch verbesserte Zielgruppenanalyse, genauere Kundenansprache und die einfach zu nutzende Social Media-Software von Hootsuite.

Was ist ein CTA?

Ein CTA regt den Leser dazu an, etwas zu tun – ein Abonnement abzuschließen, ein E-Book herunterzuladen, an einer Veranstaltung teilzunehmen, etwas anzuklicken, um mehr Informationen zu erhalten, und so weiter.

Wo ist der CTA zu finden? Ein CTA wird in der Regel am Ende eines Blog-Posts oder unten auf einer Website platziert. Er lässt sich auf Webseiten aber auch an beliebigen Positionen einblenden oder in Social Media-Nachrichten einfügen.

Es geht darum, Ihren Leser zu einer Aktion zu motivieren, was meistens in Form eines auffordernden Buttons, als Link im Text oder über ein anklickbares Bild erfolgt. Einfach ausgedrückt: ein CTA sollte den Nutzer zum nächsten Schritt führen und die Frage „Was nun?“ beantworten.

Was Sie wissen müssen, um effektive CTAs zu schreiben

Ein gelungener CTA sorgt für mehr Geschäft. In der digitalen Welt bedeutet das mehr Klicks, mehr Umsatz und mehr Engagement. CTAs sind besonders nützlich, weil sie sich nachverfolgen lassen – einige klar formulierte Worte oder eine kluge Platzierung des CTAs können sich erheblich auf die Analytics auswirken.

Als SAP seine CTA-Buttons orange einfärbte, stieg die Conversion-Rate um mehr als 32,5 Prozent. Weil sich die Wirkung von CTAs beim Ausprobieren und Testen messen lässt, erhalten Sie zudem Einblick in Ihre Zielgruppe und deren Verhalten.

Selbst wenn Sie nicht an spezifischen Daten interessiert sind, kann Ihnen ein CTA helfen, eine Zielsetzung zu erreichen – einfach, in dem Sie den Leser bitten, ihn auszuführen. Wenn Sie Ihre Leser regelmäßig dazu auffordern, etwas zu tun – bitte teilen, antworten, retweeten, mich kontaktieren – sorgen Sie dafür, dass Ihr Content auf ein Ziel einzahlt.

Statt lediglich diffus freundliche Gefühle zu Ihrem letzten Social Media-Post auszulösen, drängen Sie die Leser, aktiv zu werden und weiter mit Ihrer Marke zu interagieren.

Wir haben die aktuelle Marktforschung unter die Lupe genommen und uns mit Ric Mazereeuw, CTA-Experte und Senior-Texter bei Hootsuite, zusammengesetzt, um Ihnen einen Überblick zu den Best Practices für effektive CTAs in den sozialen Medien zu verschaffen.

13 Tipps für effektive CTAs in den sozialen Medien

CTAs gibt es seit den Anfängen des Print-Marketings – Social Media-CTAs nicht. Und trotzdem arbeiten beide nach demselben Prinzip. Die Art, wie ein CTA etwas von Ihrer Zielgruppe wissen will, wie er direkt zu Ihrem Leser spricht und mit diesem interagiert und wie er eine Antwort von einem Nutzer auslöst, beinhaltet grundsätzlich einen sozialen Aspekt.

Auf jeder Social Media-Plattform ist Ihnen sicher schon einmal ein CTA ins Auge gesprungen, der Sie bat, etwas zu teilen, zu antworten, zu retweeten oder jemanden zu kontaktieren. Hier handelt es sich um ganz einfache CTAs, die Ihnen jedoch sehr viel zum Engagement Ihrer Zielgruppe verraten können.

Tatsächlich ermittelte Salesforce auf Twitter, dass Marken, die um Retweets bitten (ein ganz simpler Social Media-CTA), massenhaft Reaktionen erhalten. Wer nach einem „RT“ fragte, bekam 10 Mal so viele Retweets, die „Retweet“ ausschrieben, erzielten sogar 23 Mal mehr.

Ihre Follower zu bitten, etwas zu teilen oder es zu kommentieren, ist eine ausgezeichnete Methode, um festzustellen, wie viele Leute zuhören, Ihren Content verfolgen und interessiert an Ihren Äußerungen sind. Wenn Sie einen Kunden in der Flut verfügbarer Online-Inhalte dazu bringen, sich Zeit für ein Feedback zu nehmen, wissen Sie, dass sich dieser für Ihre Belange engagiert.

1. Individualisieren Sie CTAs für jede Plattform

Wenn es um CTAs geht, funktioniert jede Plattform ein bisschen anders. Auf Facebook-Seiten mit dutzenden von Anzeigen gibt es anklickbare CTA-Buttons, die nachverfolgt werden können. Instagram hat mit eigenen CTA-Buttons am Ende ihrer gesponserten Posts nachgezogen. Twitter hat sogar eine Studie zu den effektivsten CTAs auf seiner Plattform durchgeführt, diese klassifiziert und zu jedem einen Tipp beigesteuert.

2. Verwenden Sie eine auffordernde Sprache

Beim Call-to-Action-Marketing dreht sich alles darum, den Leser zu einer bestimmten Aktion zu bringen. Mit Verben wie „entdecken“, „finden“ oder „erkunden“ ziehen Sie Besucher an und können Sie zur gewünschten Aktion anstupsen.

3. Sorgen Sie für ein klares Leistungsversprechen

Wenn Sie wollen, dass Ihr Nutzer aktiv wird, müssen Sie ihm einen Mehrwert bieten. Die meisten von uns lassen sich durch einen Anreiz zur Tat motivieren – erklären Sie also klar und präzise, in welcher Weise der Leser profitiert. Ein guter CTA mit einem klaren Nutzwert beantwortet die Frage „Was ist für mich drin?“.

4. Halten Sie den Ton konsistent

Verwenden Sie denselben Ton wie in Ihrem sonstigen Content. Das schärft nicht nur die Wahrnehmung für Ihre Marke – es hilft Ihren Besuchern auch dabei, Ihren CTA zu verstehen. Und das wiederum erhöht die Wahrscheinlichkeit für die erwünschte Aktion.

5. Verzichten Sie auf Fachchinesisch

Bei einem CTA geht es um Klarheit. Vermeiden Sie Fachbegriffe, und gehen Sie vorsichtig mit Humor um – ein witziger CTA kann Ihre Aussage verfälschen.

6. Geben Sie eine Einleitung

Leiten Sie Ihren CTA mit einem ergänzenden Text ein, der den Kontext vermittelt. Dieser Zusatztext bietet Platz, um Ihrem Leser genau zu erklären, was Sie von ihm wollen und was er dafür bekommt. Denken Sie stets daran: es geht um Verständlichkeit.

7. Zapfen Sie menschliche Emotionen an

FOMO – die Angst, etwas zu verpassen (the Fear Of Missing Out), ist ein mächtiges Instrument. Um sich FOMO in Ihrem CTA zunutze zu machen, deuten Sie Exklusivität, Unmittelbarkeit oder ein bevorstehendes Ablaufdatum an. „Jetzt anrufen“ ist beispielsweise wesentlich stärker, als „Rufen Sie jederzeit an“.

8. Machen Sie es dem Leser leicht

Der Mensch hat heute angeblich die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfischs. Deshalb ist es so wichtig, einen CTA zu verfassen, der Aufmerksamkeit erregt. Aber es ist genauso wichtig, dass der CTA die geforderte Handlung leicht macht.

Ein guter Ausgangspunkt: Fragen Sie sich selbst, was am einfachsten klingt. Was macht mehr Arbeit: „Füllen Sie dieses Formular aus“ oder „Jetzt anmelden“? Hier führen viele Wege zum Ziel, aber Sie sollten Ihrem Leser immer ein „Ich kann das“-Gefühl vermitteln.

9. Stimmen Sie den CTA-Text mit dem Text Ihrer Landing Page ab

Ein Leser, der auf einen CTA klickt, wird in der Regel auf eine Art Landing Page weitergeleitet. Diese Landing Page muss den logischen nächsten Schritt auf der Customer Journey des Lesers abbilden. CTAs sollten dem Nutzer eine Vorstellung vom Ziel seiner Reise vermitteln. Ist das nicht der Fall, kann die Erfahrung sehr unerquicklich für den Nutzer sein. Eine nicht stimmige oder irrelevante Landing Page lässt den Leser an der Vertrauenswürdigkeit Ihrer Marke zweifeln.

10. Machen Sie es Ihren Followern leicht, Sie zu kontaktieren

„Kontaktieren Sie uns“ und ähnliche Phrasen signalisieren den Leuten, dass Sie offen für die Kommunikation mit ihnen sind. Transparenz und offene Kommunikation sind starke Verkaufsargumente, die Marken aber oft übersehen. Wenn Sie einen offenen Dialog in den sozialen Netzwerken begrüßen und leben, macht das Ihre Marke menschlicher: Ihr Publikum fühlt sich wohler dabei, Ihnen zu antworten und mit Ihnen zu interagieren.

11. Testen Sie unterschiedliche CTAs

Wir haben die Messbarkeit von CTAs bereits erwähnt. Erzielt Ihr Content regelmäßig über 1.000 Impressions, dann raten wir zu A/B-Tests. Anhand dieser Testings können Sie ermitteln, welcher CTA Ihre Marketingziele am besten unterstützt. Sie sollten Ihren CTA ständig justieren, verändern und aufpolieren.

12. Es heißt „Call” to Action, flüstern bringt nichts

Ihr CTA muss dem Leser auffallen – inhaltlich und visuell. Auf einer Seite, die vor Text, Bildern und anderen Medien, die um Aufmerksamkeit kämpfen, nur so strotzt, sollten Sie auf allzu dezente Botschaften verzichten. Genau aus diesem Grund kommen die meisten CTAs als klickbarer Link, Button, Bild oder sogar Pop-up-Fenster daher.

13. Verwenden Sie „Du“ und „Deine“

Bevor Sie einen Besucher auffordern, Ihnen zu vertrauen, gehört es zum guten Ton, dass Sie diesem das Gefühl geben, dass er Ihnen wichtig ist. Die direkte Ansprache per „Du“ (oder „Sie“) personalisiert Ihren CTA und verleiht der Interaktion einen menschlichen Touch – so als ob Sie eine Unterhaltung mit Ihrem Leser führen. Ein Beispiel: „Steigern Sie jetzt Ihren Umsatz“ klingt anders als „Jetzt Umsatz steigern“.

Ein effektiver CTA in Aktion: Amazon Prime

Zusätzlich zum immer in der oberen linken Ecke auf der Homepage von Amazon verfügbaren „Prime testen“-Button bietet die Amazon Prime Seite jede Menge kluge CTA-Texte.

Bild: Amazon

Wenn wir uns unsere Liste für einen effektiven CTA ansehen, berücksichtigt Amazon in seinen Texten die Anforderungen:

  • Klarer Nutzen: Der Wert dieser Dienstleistung wird klar in den aufgeführten Vorteilen ausgedrückt, die beim Antippen der jeweiligen Bilder aufklappen (Beispiel unten rechts: eBooks).
  • Aufmerksamkeit: Der gelbe „Starten Sie Ihre 30-Tage-Prime-Probemitgliedschaft“-Button hebt sich klar vom weißen Hintergrund ab und ist visuell ansprechend.
  • FOMO: Die Firma hebt die exklusiven Vorteile für Mitglieder hervor.
  • Vertrauen: Beim Thema Abonnement besteht die generelle Furcht, sich langfristig festzulegen – auch wenn man nicht zufrieden ist. Hier beruhigt Amazon künftige Prime-Mitglieder mit seinem „Unverbindlich und jederzeit kündbar“-Versprechen.

Und als Nächstes?

Ein gut formulierter Call to Action kann die Leute vom Content-Konsum zum Produktkauf bewegen. Und das ist eine große Sache, weil Sie Ihren Content damit auf das nächste Level führen.

Kein Grund, um ins Schwitzen zu geraten – mit diesem Blog-Post bleiben Sie dran. Zum Schluss noch eine Faustregel: ein guter CTA sollte stets zwei Fragen beantworten: „Was passiert als Nächstes?“ und „Warum sollte ich…?“.

Tipps zur Erstellung von überzeugendem Content, der zu Ihrem CTA passt, finden Sie im Hootsuite Blog. Hier lernen Sie alles, was Sie über Social Media wissen müssen.

Sehen Sie, was ich da gerade getan habe?

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