Social Media-Tagesplan

Der 18-Minuten-Social Media-Tagesplan für kleine Unternehmen

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Alle Social Media-Aktivitäten in weniger als einer halben Stunde erledigen? Das klingt nach einer echten Herausforderung! Durchschnitts-User in Deutschland verbringen täglich immerhin 1,3 Stunden in sozialen Netzen. Wer ein kleines Unternehmen führt, kann sich das aber in der Regel nicht leisten. Gehen wir daher mal davon aus, dass Sie sich nur knappe 18 Minuten leisten können. Das wird ziemlich sportlich. Aber wir haben einen Plan für Sie!

Doch bevor es losgeht, müssen wir unsere Hausaufgaben machen. Welches soziale Netzwerk besuchen Sie täglich als erstes? Arbeiten Sie Ihre Vorhaben in jedem Netzwerk stets auf dieselbe Weise ab? Oder entscheiden Sie jeweils neu, was Sie tun? Bevor Sie Ihren schnellen Social Media-Plan aufstellen, sollten Sie zudem entscheiden, in welchen sozialen Netzwerken Sie aktiv sein möchten. Unser Musterplan beinhaltet die 5 wichtigsten Business-Networks – Facebook, Twitter, LinkedIn, Google+ und Instagram. Wir helfen Ihnen dabei, diese optimal und zeitsparend für Ihre Unternehmenszwecke einzusetzen. Damit Ihre Tagesplanung aufgeht, haben wir die wichtigsten Aktivitäten in Blöcke aufgeteilt. Am Anfang brauchen die einzelnen Schritte sicher ein bisschen länger. Doch sobald die Routine sitzt, verschwenden Sie garantiert nie wieder Zeit mit belanglosen Social Media-Aktivitäten.

Mit diesem 18-Minuten-Social Media-Tagesplan für kleine Unternehmen managen Sie die sozialen Netzwerke wie ein Social Media-Rockstar.

 

Der 18-Minuten-Social Media-Tagesplan für kleine Unternehmen

6 Minuten: Umschauen und engagieren

Die Interaktion mit den Kunden zählt zu den wichtigsten Gründen für eine geschäftliche Nutzung der sozialen Medien. 40% der Kunden in Deutschland, in Nordamerika sogar 9 aus 10, erhoffen sich in der Tat einen sinnvollen Austausch mit Marken und Unternehmen über die sozialen Netzwerke. Davon sind viele Unternehmen noch weit entfernt. Starten Sie Ihre Social Media-Routine deshalb stets damit, Ihrem wichtigsten Publikum – bestehenden und potenziellen Kunden – Aufmerksamkeit zu schenken – egal, wie lange das am Anfang dauert.

Auf Facebook: Prüfen Sie Ihre Benachrichtigungen. Bewerten Sie von Ihren Kunden geteilte Posts zu Ihrem Unternehmen und Ihrer Marke mit „Gefällt mir“ und beantworten Sie alle neuen Posts und Nachrichten von Kunden.
Auf Twitter: Prüfen Sie Ihre Erwähnungen auf der Seite Mitteilungen auf neue Interaktionen und Follower. Vermerken Sie Anfragen, die Sie beantworten müssen. Wenn Sie Ihre Follower-Basis gerade aufbauen, danken Sie jedem neuen Follower.
Auf LinkedIn: Prüfen und bearbeiten Sie neue Vernetzungsanfragen. Sie haben einen Beitrag via LinkedIn Publisher veröffentlicht? Prüfen Sie, ob Kommentare umfassend beantwortet werden müssen; allen anderen Lesern danken Sie für das Interesse an Ihrem Artikel.
Auf Google+: Schauen Sie, wer neu in Ihren Kreisen ist und heißen Sie jeden herzlich willkommen. Prüfen Sie, ob ein Google+-Content von Ihnen in anderen Kreisen geteilt wurde und bedanken Sie sich für das Teilen.
Auf Instagram: Checken Sie Ihren News-Tab auf mögliche Kommentare oder Fotos, die Ihre Produkte oder Marke getaggt haben. Bedanken Sie sich bei allen Nutzern, die Sie getaggt haben und vermerken Sie Fotos, die Sie auf Ihrem Instagram-Unternehmens-Account featuren können.

4 Minuten: Beobachten

Sobald Sie alle aktuellen Anfragen beantwortet haben, erkunden Sie, was sich heute in Ihren Netzwerken tut. Halten Sie Ausschau nach Trendthemen, die sich als relevanter Content für Ihr Unternehmen oder Ihre Kunden eignen.

Auf Facebook: Durchstöbern Sie Ihren Feed und alle Such-Streams, die Sie zur Beobachtung Ihrer Branche eingerichtet haben, nach angesagten Storys.
Auf Twitter: Checken Sie Ihre Such-Streams nach aktuellen Branchen-News, @Erwähnungen Ihrer Marke, gebrandeten Hashtags und allem, was Sie im ersten Block vielleicht übersehen haben.
Auf LinkedIn: Checken Sie LinkedIn Pulse und über LinkedIn Publisher alle Veröffentlichungen von Personen, denen Sie folgen.
Auf Google+: Schauen Sie, was die Leute in Ihren Kreisen treiben und prüfen Sie Ihre Benachrichtigungen.
Auf Instagram: Checken Sie den News-Tab nach Erwähnungen zu Ihrer Marke oder Ihrem Unternehmen. Wenn Sie gebrandete Hashtags verwenden, schauen Sie, ob neue Fotos mit diesen Hashtags getaggt wurden.

Extra-Tipp: Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Social Networks über den Tag hinweg immer mal wieder zu checken. Der Unterschied zwischen einem glücklichen und einem verlorenen Kunden besteht manchmal nur in der rechtzeitigen Reaktion auf einen Tweet. Die Extrameile: Richten Sie Benachrichtigungen zu @Antworten auf Ihrem Mobiltelefon ein, um eine schnelle Beantwortung sicherzustellen.

3 Minuten: Posten

Veröffentlichen Sie jeden Echtzeit-Content (alles, was Sie nicht im Voraus geplant haben) nach Bedarf. Wenn Sie kein Planungs-Tool verwenden, nutzen Sie die Zeit, um Inhalte aus Ihrem Tagesplan zu posten. Sie sollten immer etwas Interessantes und Informatives für Ihr Social Media-Publikum auf Lager haben, egal, ob Original-Content aus Ihrem Unternehmen oder Fremdbeiträge.

Auf Facebook: Posten Sie einen relevanten Beitrag. Verwenden Sie eigene Inhalte oder teilen Sie Beiträge aus vertrauenswürdigen und informativen Quellen.
Auf Twitter: Retweeten Sie einen Kunden-Tweet. Wählen Sie einen Tweet, der Bilder, Videos oder ein positives Kunden-Statement enthält. Posten Sie einen Tweet, der Follower auf Ihre Unternehmens-Website führt.
Auf LinkedIn: Posten oder teilen Sie einen Beitrag via LinkedIn Publisher.
Auf Google+: Veröffentlichen Sie einen Original-Inhalt oder teilen Sie einen nützlichen externen Content.
Auf Instagram: Posten Sie mindestens ein Foto pro Tag.

2 Minuten: Analysieren

Um einen effizienten Content-Plan aufzustellen, sollten Sie wissen, welche Inhalte in den verschiedenen Social Networks gefragt sind. Dafür bieten sich Analyse-Tools wie Hootsuite oder Google Analytics an, die die Performance gleich in mehreren Netzwerken auf einmal prüfen. Wenn Sie sich für ein Analyse-Tool entschieden haben, schauen Sie Ihre Social Media-Reports regelmäßig an; so stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Social Media-Ziele konsequent verfolgen.

Auf Facebook: Facebook Insights („Statistiken“) zeigt die Demographie Ihres Publikums nach Alter, Geschlecht, Anzahl der „Gefällt mir“-Angaben, Anzahl der monatlich aktiven User und täglichen „Gefällt mir“-Angaben.
Auf Twitter: Twitter Analytics informiert Sie über Tweet-Aktivitäten wie Erwähnungen, Retweets, Link-Klicks und Anzahl der Impressions.
Auf LinkedIn: LinkedIn bietet rechts auf der Seite Analyse-Möglichkeiten, die Ihr Profil-Ranking beinhalten. Hier sehen Sie wie sich Ihre Posts im Vergleich zum Vortag machen. Wenn Sie eine Unternehmens-Seite verwalten, versorgt Sie der Analytics-Tab mit Updates zu Impressions, Klicks, Interaktionen, Engagement und gewonnenen Followers. Sie können außerdem erkennen, wie sich gesponserte Kampagnen entwickeln.
Auf Google+: Google Analytics kann Reports für diverse Medienkanäle generieren. Falls Sie verschiedene Tools für Ihre Messungen verwenden, testen Sie das Google-Tool im Google-eigenen Netzwerk.
Auf Instagram: Das soziale Foto-Netzwerk hat kein eigenes Analyse-Feature, aber Iconosquare für Instagram versorgt Sie mit allen Einsichten, die Sie zu Ihrem Account brauchen könnten, darunter die beliebtesten Fotos, tägliche und monatliche Angaben zum Follower-Wachstum und Statistiken zum Engagement.

3 Minuten: Terminplanung


Foto Leo Reynolds via Flickr, Bearbeitung Melanie Dichtl.

Achtung, jetzt kommt der letzte Block unseres 18-Minuten-Plans: Bitte denken Sie immer daran, dass selbst die beste Social Media-Automatisierung zwar Zeit spart, Social Media aber nicht ohne menschlichen Kontakt auskommt. Ihr Publikum erwartet, dass echte Personen tweeten und posten. Schätzen Sie die Kommentare Ihrer Fans und Follower und speisen Sie diese nicht mit automatisierten Antworten ab. Terminieren Sie geplante Veröffentlichungen für den nächsten Tag. Wählen Sie optimale Post-Zeiten, die sich an den Gewohnheiten Ihres Publikums orientieren und suchen Sie nach relevanten Social Media-Inhalten für Ihre Kanäle.

Auf Facebook: Werten Sie Ihre Posts visuell mit Fotos und Videos auf. Posten Sie maximal 1 bis 2 Nachrichten pro Tag.
Auf Twitter: Bei der Vorausplanung von Tweets achten Sie auf genügend zeitlichen Abstand, damit Ihre Tweets nicht als Spam wahrgenommen werden. Variieren Sie unterschiedliche Formate – Fotos, Videos, verschiedene Link-Platzierungen – und testen Sie, welche am besten ankommen. Wenn Sie fremde Inhalte teilen, achten Sie auf korrekte Hashtags und @Erwähnungen.
Auf LinkedIn: Achten Sie beim Teilen von Inhalten auf der LinkedIn Publishing Plattform auf einen seriösen Ton. Sie sprechen zu einem professionellen Publikum.
Auf Google+: Teilen Sie Unternehmens-News und fremden Content, der Relevanz für Ihr Unternehmen und Ihr Tätigkeitsfeld hat oder von Interesse für Ihre Kreise ist.
Auf Instagram: Ihr Foto-Content sollte Ihre anderen, nicht bildlastigen, Social Media-Kanäle visuell ergänzen. Wenn Sie eine neue Kampagne starten oder ein neues Produkt auf den Markt bringen, planen Sie Fotos ein. Das schafft Aufmerksamkeit bei einem größeren Publikum. Instagram eignet sich zudem hervorragend für exklusive Einsichten: Zeigen Sie Ihren Kunden, was sich hinter den Kulissen Ihrer Firma tut und stellen Sie Ihr Team vor.

Mit Hootsuite können Sie mehr aus Social Media herausholen: hunderte von Nachrichten im Voraus planen, die Auswirkungen mit Analytics im Auge behalten und die Arbeitsbelastung durch strukturierte Teamarbeit teilen. Finden Sie heraus, welcher Tarif am besten zu Ihnen passt.