Instagram trends
Image via Marion Michele under CC0

15 wichtige Instagram Trends, die Sie jetzt im Auge behalten sollten

Instagram entwickelt sich ständig weiter. Mit 1 Milliarde monatlich aktiven Nutzern, davon 15 Millionen aus Deutschland, ist die Plattform ein Schwergewicht unter den sozialen Netzwerken. Gut zu wissen, was sich dort tut. Denn Instagram Trends können über Erfolg und Scheitern Ihrer Social Media Marketing-Strategie entscheiden. Genau deshalb sollten Sie hier auf dem Laufenden bleiben.

Marken, die mit den Top-Trends auf Instagram Schritt halten, können die Vorteile neuer Features und Beta-Tools nutzen und sich einen Vorsprung vor dem Wettbewerb sichern. Außerdem zeigen Sie ihren Followern, dass sie wissen, was dort abgeht.

Mit der im Oktober 2018 erfolgten Berufung von Adam Mosseri zum neuen Unternehmenschef und zunehmend unter Druck von TikTok rollt Instagram jede Menge neuer Innovationen, Features und Tools aus.

Hier kommen die Top-Trends, die wir zurzeit auf Instagram beobachten.

15 Top Instagram Trends, die Sie im Auge haben sollten

1. Mehr Instagram Stories, weniger Posts

Mit über 500 Millionen Zuschauern pro Tag dominieren Instagram Stories das Geschehen auf der Plattform. Sie haben sich laut Instagram Marktforschung zudem zu dem Ort entwickelt, an dem sich die Menschen zu Freunden und Familie auf dem Laufenden halten.

Andererseits steht der Instagram-Feed in erster Linie für ausgefeilte Inhalte und Entdeckungen.

Die Abschaffung des chronologischen Feed hat diese Wahrnehmung nur verstärkt. Posts müssen jetzt eine längere Halbwertszeit haben. Im Gegensatz dazu wirken Stories eher in Echtzeit.

Die Mehrheit der Nutzer betrachtet den Instagram-Feed als einen Ort, an dem sie Informationen findet und Produkte und Marken entdecken kann.

Das sind zwar gute Nachrichten für Marken, aber für regelmäßige Nutzer ist es schwieriger, sich ihre Inhalte in diesem Mix vorzustellen. Einige betrachten die Entscheidung von Instagram, das Verstecken von Likes zu testen, als Versuch, Leute, die sich vom Feed überwältigt fühlen, zu mehr Shares zu bewegen.

2. Wachstum im Explore-Tab

Über 200 Millionen Instagrammer checken täglich nach Neuigkeiten im Explore-Bereich und diese Zahl soll in diesem Jahr steigen.

Der neue Navigationsbalken im Feed bietet jetzt Shortcuts zu IGTV und Shop. Von dort aus können die Nutzer tiefer in ihre Nischeninteressen wie Beauty, Reisen, Essen oder Kunst einsteigen.

Oder sie können in eine Auswahl von Stories eintauchen, die der Algorithmus jetzt in den Explore-Feed einspielt.

3. Instagram Stories stellen den Ton an

Es bleibt wichtig für Umgebungen ohne Sound zu entwickeln. Aber eine aktuelle Facebook- (und Instagram-)Studie zeigt, dass die Zuschauer Voiceover und Musik mögen. 80% der Stories mit Voiceover oder Musik schnitten besser ab, als stumme Anzeigen.

Aktuell werden 60% der Instagram Stories mit Ton angeschaut.

Vielleicht liegt es an der musikalischen TikTok-Plattform, dass der Ton in den sozialen Medien auf Laut gestellt wird. Aus welchem Grund auch immer: TikTok dürfte Einfluss auf weitere kommende Instagram-Trends haben.

4. Strategische Sticker in Instagram Stories

Sticker sind in Instagram Stories beliebt, aber Unternehmen verzeichnen damit sehr unterschiedliche Ergebnisse. Das wird sich in diesem Jahr ändern.

In 2019 werden wir mehr geschliffene und originellere Marken-Sticker und weniger unnötige und generische Sticker vorgesetzt bekommen.

5. Mehr interaktive Instagram Stories

Unternehmen erzielten mit Stickern eher durchwachsene Ergebnisse, aber interaktive Sticker kommen ausgezeichnet an.

Fragen, Umfragen, Countdowns und Emoji-Sticker sorgen nicht nur für Engagement, sie sind der „Haftkleber“ in Instagram Stories. Anders gesagt: die Leute bleiben länger dran, wenn ihnen eine Interaktionsmöglichkeit geboten wird.

Wie interne Daten von Instagram zeigen, führt der Umfragesticker in neun von 10 Fällen zu mehr Video-Views.

Halten Sie dieses Jahr Ausschau nach neuen interaktiven Elementen auf Instagram.

Grub Street Instagram poll

6. Leichter Einkaufen auf Instagram

Mit über 70% Shopping-Begeisterten, die auf Instagram nach Marken suchen, wird die Plattform, wenn es um das Entdecken von Produkten geht, zum ernsthaften Rivalen von Pinterest.

Im vergangenen Jahr führte Instagram Produkt-Tags in Feed-Posts, Produkt-Sticker in Stories und einen Shopping-Feed über den Explore Tab ein.

Mit monatlich über 130 Millionen Taps auf diese Tags ist eine direkte Kaufoption der logische nächste Schritt. Im März 2019 führte Instagram eine Beta-Kauffunktion in der App ein, die derzeit mit 20 Marken getestet wird, darunter Adidas, Burberry, Nike und Revolve.

Instagram berechnet Händlern eine Verkaufsgebühr für die Nutzung des Checkout. Doch bei ausreichenden Umsätzen dürfte die Gebühr nicht verhindern, dass weitere Marken und Influencer auf diesen Zug aufspringen.

instagram trends

Tipps für Einsteiger: So gestalten Sie Ihren Instagram-Account einkaufsfreundlicher.

7. Über Influencer shoppen

Influencer erhalten oft massenhaft Kommentare und DMs mit ein und derselben Frage: „Wo hast du das her“?

Um Influencern die Zeit für Antworten zu sparen, erlaubt ihnen Instagram jetzt das Taggen von Produkten in ihren Posts, die dann direkt über die Checkout-Funktion in Instagram gekauft werden können.

Noch haben nur wenige ausgewählte Influencer wie Chiara Ferragni, Kylie Jenner und die Vogue Zugriff auf dieses Feature. 

Aktuell können sie nur Unternehmen markieren, die am Beta-Checkout-Programm teilnehmen. Aber in Kürze sollen mehr Optionen verfügbar sein.

8. Mehr Realitätsnähe und Darstellung

Authentizität ist kalter Kaffee. 2019 dreht sich alles um #nofilter.

Promi-Influencer wie Jameela Jamil führen Krieg gegen das Aufhübschen von Fotos mit Airbrush, Photoshop und Filtern und wenden sich gegen Body Shaming und nicht inkludierende Motive.

Richten Sie sich darauf ein, Schwangerschaftsstreifen, Pickel und Ähnliches von Marken zu sehen, insbesondere in Instagram Stories. Und erwarten Sie in Folge dessen auch mehr realistische Gespräche zu wichtigen Themen wie psychische Gesundheit oder körperliche Unsicherheiten.

Tatsächlich gewinnt Jamils radikal inkludierender @i_weigh-Account ständig Follower. Und mit einem Follower wie @sussexroyal, dem offiziellen Account von Prinz Harry und Meghan, erhält das Profil von I WEIGH königliche Verstärkung.

Es steht zu erwarten, dass Marken häufiger Submodelle für echte Menschen entwickeln. Sie werden auch mehr Diversity-basierte Motive sehen.

Aerie hat sich mit seiner Ästhetik „Nicht retuschiert seit 2014“ großen Social Media- Einfluss erworben. Dies gilt auch für Influencer-Partnerschaften. Zum Beispiel die Partnerschaft von IKEA mit der Regenbogen-Amina-Mucciolo alias @studiomucci.

9. Der Aufstieg von „verwandten“ Influencern

Auch die Nutzer suchen bei Influencern nach Authentizität. Die unrealistischen Lebensstile und die bildschöne Ästhetik bestimmter Instagram-Influencer haben zum Clash Instagram-typischer und realistischer Memes geführt. Daraus ist eine neue Art von Influencer entstanden: der (seelen-)verwandte Influencer.

Zum Beispiel teilt Mami-Bloggerin Laura Izumikawa die Höhen und Tiefen der Erziehung. Joana Ceddia kanalisiert ihre Unbeholfenheit in Humor. Jen Gotch spricht über Angst und bipolare Störungen. Diese Influencer ziehen Follower an, die ähnliche Erfahrungen durchmachen.

Laut Izumikawa sind „Menschen in den sozialen Medien, um sich mit anderen zu verbinden— oder zumindest—zu anderen in Beziehung zu setzen. Offenheit und Transparenz hilft Unternehmen, sich mit ihrem Publikum zu verbinden.“

View this post on Instagram

This is feels like my new normal. Swollen eyes, constant flow of tears and long, beautiful hair. It’s stress, and insecurity and sadness.  it’s emotions – some of which I haven’t felt in a long time.  And it’s not that my meds don’t work or that I’m having a depressive episode, and part of me wishes it was, because I know exactly what to do when that type of situation arises.  Strangely they come with less pain than this. Less tears.  Less rumination and obsessive thinking because the sensation is closer to no emotion than all emotion.  Add in a little shame, because I thought I was stronger than this.  And also I realized that I am not immune to vulnerability and vulnerability has kind of become my brand.  And it feels scary to share and it feels oftentimes meaningless to share, because it is really personal and I don’t have a solution and I usually like to offer solutions along with problems. And I’m in this fucked place because I asked to be and I should be grateful. I’m here alone, in solitary confinement – a form of psychological torture, writing this book that I really want a lot of people to read, because although it is a memoir, the goal is not just to share funny stories from my past. The goal is to enlighten people about their own mental health, to deglamorize success, build emotional intelligence, help as many people as possible feel less alone and yes of course, make everyone laugh. And I feel that instagram was a big part of what brought me this opportunity so I feel accountable to the platform and more specifically to you. So yeah, no solution here. Just an update, because the lack of an update was making me feel worse than an actual update. I know there is a light at the end of the tunnel.  I believe there is a light at the end of every tunnel. I just am not deep enough until the tunnel to see it and I want to go back, or lay down & cry or watch the entire first season of the Walking Dead while drunk.  But I won’t because I know moving forward is the only way through. Don’t feel bad for me, I am just identifying what is happening and acknowledging that I hate it more than going to the dentist naked – which I never have done, but it sounds awful.

A post shared by jen gotch (@jengotch) on

10. Der Einfluss von TikTok

Das unaufhaltsame Wachstum von TikTok, einer bei Teenagern angesagten, musikunterlegten Video-Sharing-App, kann Instagram zum munteren Kopieren inspirieren—wie wir es bei Snapchat erlebt haben.

Die meisten Veränderungen betreffen wahrscheinlich IGTV, da viele meinen, dass der Kanal fällig für eine Generalüberholung sei.

Und es gibt bereits erste Anzeichen. Die jüngste Überarbeitung des IGTV-Feed ähnelt einer Mischung aus TikTok und den Discover-Feeds von Snapchat. Statt horizontal wird nun vertikal gescrollt. Und ein Algorithmus stellt das nächste Video automatisch zum Anschauen in die Warteschlange.

Die beliebten Challenges von TikTok wurden bereits organisch in Instagram-Follower-Feeds migriert. Es wäre daher keine Überraschung, wenn Instagram versuchen würde, mehr davon zu fördern, zumal diese Herausforderungen das Erstellen von Content inspirieren.

View this post on Instagram

anxiety has left the group chat.

A post shared by Liz Plank (@feministabulous) on

11. Mehr Sharing-Möglichkeiten von Kanal zu Kanal

Mit Posts in Stories und IGTV-Videos im Feed spielt Instagram mit einer stärkeren Verlinkung seiner unterschiedlichen Formate. Marken dürften stärker auf Crossovers setzen, um die Sichtbarkeit in verschiedenen Streams zu boosten.

Ein Beispiel: als Instagram seinen Feed-Algorithmus änderte, konnten wir beobachten, dass mehr Menschen in ihren Stories Hinweise auf neue Posts teilten. Auch tauchten einminütige IGTV-Teaser im Feed auf, um Zuschauer direkt auf den Hauptkanal zu leiten.

Stories werden auch nicht mehr ausschließlich ganz oben in der App angezeigt. Jetzt tauchen sie auch im Explore-Raster auf.

Hier sollen personalisierte Stories-Empfehlungen à la TikTok angeboten werden.

Angeblich testet Instagram auch das Hinzufügen von direkten Links in Instagram Stories.

12. Twitter Takes auf Instagram teilen

Hot Takes beherrschen Twitter, und sie tauchen immer häufiger auch auf Instagram auf.

Es stimmt: @fuckjerry hat seit Jahren Tweet-Memes geklaut (und gibt jetzt die Urheber an… da schau her). Aber Accounts wie @will_ent zeigen, dass dieser Instagram-Trend nicht totzukriegen ist.

Wie die The Verge-Autorin Megan Farokhmanesh feststellt: „Für einige Meme-Erfinder sind Twitter und Tumblr die Leinwand und Instagram die Tapete, auf der sie ihre Arbeiten ausstellen“.

Halten Sie Ausschau nach Tweets, die in Instagram-freundlicheren Templates erscheinen, von gebrandeten Hintergründen bis hin zu sauberen, zugeschnittenen Screenshots.

Erwarten Sie auch mehr „Text-a-Grams“, von Rupi-Kaur-ähnlichen Gedichten bis hin zu mehr Type-Moding in Instagram Stories.

View this post on Instagram

#ElleWoods2020

A post shared by Hello Sunshine (@hellosunshine) on

Read more about what meme creators get right on Instagram.

13. Mehr Sozial-Aktivismus

Angetrieben durch soziale Unruhen und die bevorstehenden Wahlen in Kanada und den Vereinigten Staaten verstärken sich soziale Aktivitäten. Immer mehr Menschen teilen ihre Ansichten via Social Media.

Textfreundliche Plattformen wie Facebook und Twitter werden von Haus aus mit sozialem Aktivismus in Verbindung gebracht. Doch Instagrammer haben jetzt ein besseres Verständnis dafür, wie man die Plattform nutzt, um Meinungen zu teilen und zu verbreiten.

Von „Ich habe gewählt“-Stickern bis hin zu Memes zum Klimawandel beziehen Menschen und Marken immer häufiger und manchmal ganz unvermeidlich Stellung auf der Plattform.

Aktivismus an allen Fronten beinhaltet oft auch Spendenaufrufe an gemeinnützige Organisationen.

Im Februar führte Instagram einen Spenden-Sticker ein, der sich zu Stories hinzufügen lässt. Das Feature ist noch nicht für jedermann zugänglich. Hier sollen Menschen künftig eine gemeinnützige Organisation auswählen und sogar den Namen ihrer Spendenaktion anpassen können.

14. Durchgreifen gegen Instagram Bots

Facebook und Twitter standen für ihre Rolle bei der Beeinflussung von Wahlen und Verbreitung von Hassreden unter Beobachtung. Und neuere Berichte zeigen, welche Rolle dabei auch Instagram gespielt hat.

Im Laufe des kommenden Jahres wird Instagram wahrscheinlich Maßnahmen zur Bekämpfung von Missbrauch auf seiner Plattform ergreifen. Wir haben bereits ein paar davon gesehen, darunter den verbesserten Zugang zur Verifizierung und die Aufnahme von „Über dieses Konto“ in Profile mit großen Follower-Zahlen.

Sperren auf Facebook können auch für Instagram gelten. So wurden im Juni beispielsweise Rechtsextreme wie Louis Farrakhan, Alex Jones, Milo Yiannopoulos, Paul Joseph Watson und Laura Loomer von beiden Seiten verbannt.

Aber Instagram hatte bereits ein Bot-Problem bevor es russische Manipulationen in die Schlagzeilen schafften. Fake-Engagement-Bots plagen die App seit langem, und Facebook hat das Jahr bereits mit einer Klagewelle gegen Bot-Anbieter begonnen.

Weitere Bereinigungen, erhöhte Sicherheit und eine verstärkte Kontrolle werden voraussichtlich noch in 2019 folgen.

15. Veränderungen bei Instagram Direct

Die Gerüchte, dass Instagram das Direct Messaging vollständig auf die eigenständige Direct App übertragen würde, sind endlich vom Tisch. Zumindest vorerst.

Ohne Direct werden Instagram-Nutzer wahrscheinlich einige Änderungen oder Verbesserungen an der In-App-Messaging-Funktion erfahren.

GIFs wurden letztes Jahr eingeführt, und das Quick-Replies-Tool wurde hinzugefügt, um Unternehmen bei der schnellen Beantwortung häufig gestellter Fragen zu helfen. Denkbar, dass Instagram künftig mehr Filteroptionen für Business- und normale Accounts anbietet.

Beispielsweise erleichtert die Option, eine Liste mit engen Freunden für Instagram Stories zu erstellen, das Weiterleiten von Nachrichten an eine ganze Gruppe von Freunden. Es wird auch gemunkelt, dass Instagram Direct Messaging auf dem Desktop zur Verfügung stellen wird.

Managen Sie Ihre Instagram-Präsenz und alle Ihre anderen Social Media-Kanäle zeitsparend mit Hootsuite. Terminieren und veröffentlichen Sie Ihre Beiträge, interagieren Sie mit Ihrer Zielgruppe und messen Sie die Performance – alles über ein einziges Dashboard. Jetzt kostenlos testen.

Jetzt einsteigen