YouTube Werbung: der ultimative Leitfaden

Vor 13 Jahren (am 23. April 2005) wurde das erste Video auf YouTube hochgeladen. Seit dem hat sich die Mutter aller Videoplattformen zum wahrhaften Big Player entwickelt und wird auch im Vorfeld von Kaufentscheidungen immer wichtiger. Auch in Deutschland, wo YouTube 6 Millionen aktive Nutzer verzeichnet.

YouTube ist die zweitgrößte Internet-Suchplattform und wird nur noch von Google übertroffen. 1,5 Milliarden Nutzer monatlich loggen sich dort ein (und ihre Anzahl nimmt weiterhin zu). 96 Prozent aller US-Teenager, die online gehen, verwenden YouTube. Und täglich werden mehr als eine Milliarde Stunden YouTube-Inhalte betrachtet.

Diese Zahlen lügen nicht. YouTube ist eine globale Macht, und die Nachfrage nach Video-Content steigt ungebremst: 2021 sollen bereits überwältigende 80 Prozent des gesamten Internet-Datenverkehrs videobezogen sein.

Wenn Sie also bereits einen Unternehmens-Account eingerichtet haben, aber noch nicht auf YouTube werben, ist es jetzt höchste Zeit.

Dieser Leitfaden zur Werbung auf YouTube informiert Sie detailliert über die sechs unterschiedlichen YouTube Anzeigenformate, die Werbeplattform selbst und die technischen Daten für jedes der Anzeigenformate. Zudem lernen Sie die Best Practices für das Marketing an YouTube Zielgruppen kennen.

Bonus: Laden Sie sich diesen kostenlosen Leitfaden herunter und entdecken Sie, wie Sie die Interaktion in den sozialen Medien steigern können – durch verbesserte Zielgruppenanalyse, genauere Kundenansprache und die einfach zu nutzende Social Media-Software von Hootsuite.

YouTube Anzeigenformate

Es gibt sechs unterschiedliche YouTube Anzeigenformate:

  • überspringbare Video Ads (auch als TrueView Video Ads bezeichnet)
  • nicht überspringbare Video Ads
  • Bumper Ads
  • Overlay Ads
  • Display Ads
  • gesponserte Infokarten

TrueView Ads

TrueView Videoanzeigen eignen sich am besten, um die Markenbindung auf YouTube zu erhöhen. Marken, die TrueView Ads einsetzen, können mit einer Erhöhung der Interaktionen mit ihren anderen YouTube Inhalten um bis zu 500 Prozent rechnen.

TrueView Ads lassen sich nach fünf Sekunden überspringen. Sie sollten die Nutzer also in genau diesen fünf Sekunden überzeugen. Wenn Sie nicht gerade handlungs- oder reichweitenbezogen optimieren (mehr dazu weiter unten), müssen Sie für diese Anzeigen nur bezahlen, wenn der Nutzer 30 Sekunden oder mehr davon betrachtet – damit eignen sie sich sehr gut für überschaubare Werbebudgets.

TrueView Videoanzeigen werden in zwei Formaten angeboten: Als In-Stream und Video Discovery Ads. Die Formate unterscheiden sich in folgenden Punkten:

In-Stream Ads

Platzierung: YouTube Videos, Apps, Spiele, Videos im Google Displaynetzwerk

Videolänge: max. 3 Minuten (empfohlen: 30 Sekunden)

Länge des Werbetextes: keine

Klicks führen auf: Ihre Website

Video Discovery

Platzierung: YouTube Videos & Suchergebnisse (inklusive Such- und Wiedergabeseiten von YouTube Mobile), Startseite der YouTube Apps, „ähnliche Videos“ und In-Video-Overlays

Videolänge: unbegrenzt

Überschrift: max. 25 Zeichen

Textkörper: 2 Zeilen zu je max. 35 Zeichen

Klicks führen auf: Ihre Website (In-Video-Overlay-Banner) oder Ihr Video (Video-Thumbnail)

TrueView Ads zählen aus guten Gründen zu den bevorzugten Werbemöglichkeiten auf YouTube:

  • Sie stellen kein großes finanzielles Risiko dar: Bei Standardanzeigen im TrueView-Format muss Ihre Zielgruppe den Werbeinhalten zustimmen, für die sie sich interessiert. Sie zahlen nur, wenn Ihr Publikum 30 Sekunden Ihrer Anzeige betrachtet oder sich diese bis zu Ende ansieht. Das bedeutet: Sie geben einen Großteil Ihres Werbebudgets für eine Zielgruppe aus, die wahrscheinlicher konvertiert.
  • Sie sind vielseitig: TrueView Ads können Videoanleitungen, Produkt-Demo-Videos, Testimonials und andere Werbeformen sein. Grammarly setzt beispielsweise in seinen TrueView Anzeigen sehr wirksam Testimonials ein. YouTube führt generell zu einem Großteil der Interaktionen für das Unternehmen – 54,4 Prozent der Social Media-Zugriffe von Grammarly kommen von dort.

  • Sie erreichen ein breites Publikum: Mit TrueView Videoanzeigen kombinieren Sie im Wesentlichen die Zielgruppen der zwei größten Internet-Suchmaschinen. Der Schwerpunkt liegt zwar auf YouTube, doch TrueView Ads erscheinen auch auf anderen Websites von Partnern im Displaynetzwerk, je nach der Art von TrueView Videoanzeige, für die Sie sich entschieden haben.

TrueView Videoanzeigen sind sicher sehr erfolgversprechend, können aber natürlich auch keine hundertprozentigen Garantien bieten. Eine Umfrage der Magna- und Media-Lab-Abteilungen von IPG Mediabrands im Jahr 2017 ermittelte, dass 76 Prozent aller Verbraucher reflexartig Werbeanzeigen überspringen, sobald sich die Möglichkeit dazu ergibt – auch dann, wenn die Anzeige nützlich für sie wäre.

Wenn Sie wollen, dass man Ihren überspringbaren YouTube Werbeanzeigen Aufmerksamkeit schenkt, halten Sie sie kurz und sprechen Sie die Emotionen Ihrer Zielgruppe mit sympathischen Momenten an.

Ich bin zum Beispiel ein großer Fan dieser bescheidenen Chipsmore Ad. Sie ist nett, witzig und unterhaltsam – und erweckt vor allem nicht den Eindruck einer Unterbrechung. Sorgen Sie dafür, dass die Zielgruppe Ihrer eigenen Werbeanzeigen gar nicht mehr daran denkt, dass die Option zum Überspringen existiert.

So optimieren Sie Ihre TrueView Videoanzeigen

TrueView for Action

Mit der TrueView for Action Optimierung können Sie Ihren In-Stream-Anzeigen eine Überschrift und eine Handlungsaufforderung (CTA) hinzufügen. Damit verleihen Sie Ihren YouTube Werbeanzeigen einen direkteren praktischen Nutzen, von mehr Zugriffen auf Ihre Website über Anmeldungen zu Ihrer Email-Liste bis zu schnelleren Umsätzen. Diese Optimierung wird auf einer Cost-per-Action (CPA)-Basis verrechnet, das heißt: Sie zahlen, wenn jemand Ihren CTA anklickt. 

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Informationen zur Einrichtung von TrueView for Action finden Sie in der Google-Anleitung.

TrueView for Reach

Im April 2018 führte Google TrueView for Reach ein – eine neue Methode, Ihre TrueView Videoanzeigen je nach Kampagnenzielen zu optimieren. Statt zu bezahlen, wenn ein potenzieller Kunde Ihre Werbeanzeige bis zum Schluss betrachtet, wird bei den kürzeren Videoanzeigen von TrueView for Reach nach dem TKP (Tausender-Kontakt-Preis)-Modell verrechnet, das heißt: Sie zahlen pro 1.000 Views. Diese Optimierungstyp lässt sich allerdings nur auf Anzeigen in einer Länge von sechs bis 30 Sekunden anwenden.

TrueView for Reach ist besonders effizient, wenn Sie schnell ein möglichst großes Publikum erreichen wollen. Die Firma Samsung kommentierte auf dem Google-Blog, dass sie während der Betatests zum neuen Werbeformat mit der Hälfte ihres üblichen TKP 50 Prozent mehr Nutzer erreichen konnte.

Samsung ist natürlich ein großes Unternehmen mit einem breiten Publikum und Produktangebot. Wollen Sie eher für ein Nischenprodukt oder eine spezielle Dienstleistung werben, dann ist TrueView for Reach weniger gut geeignet. Verwenden Sie Ihr Werbebudget in diesem Fall lieber dafür, Ihre Zielgruppe noch besser anzusprechen.

Nicht überspringbare YouTube Ads

Nicht überspringbare YouTube Videoanzeigen werden ebenfalls auf einer TKP-Basis verrechnet. Diese längeren Anzeigenformate eignen sich besonders gut dafür, eine tiefgreifendere, differenziertere Geschichte erzählen. Aber wie schon Superhelden wissen: „Große Macht hat ihren Preis.“ Welcher Preis das ist? Sie könnten Zuschauer so nerven, dass die Ihre Werbeanzeige einfach wegklicken.

Es ist bekannt, dass nicht überspringbare Videoanzeigen eher unbeliebt sind. Sie wirken aufdringlich, die meisten Betrachter würden gerne auf sie verzichten.

Das weiß auch YouTube. Deshalb hat das Unternehmen dieses Jahr ganz offiziell die 30-sekündige, nicht überspringbare Videoanzeige abgeschafft. Nicht überspringbare Werbeanzeigen wurden damit auf eine erträglichere Laufzeit von 15 bis 20 Sekunden begrenzt. Das wird vor allem Nutzer von Mobilgeräten freuen, da kürzere Videoanzeigen eine geringere Datenmenge und weniger Zeitaufwand erfordern.

Bumper Ads

Technisch gesehen sind auch Bumper-Anzeigen nicht überspringbare Videoanzeigen – doch sie sind weniger unbeliebt, weil sie höchstens sechs Sekunden dauern. Wie nicht überspringbare Videoanzeigen werden auch sie auf TKP-Basis verrechnet. Ihre Kürze macht sie ideal für den Mobilgerät-Einsatz. Als verbreiteter Ansatz gilt der Einsatz von Bumper-Anzeigen als Ergänzung zu längeren, nicht überspringbaren Videoanzeigen.

Auf den ersten Blick mag die Erstellung eines sechssekündigen Videos einfach erscheinen. Wenn Sie damit Erfolg haben wollen, muss das Konzept dahinter aber wirklich stark sein. Lassen Sie sich von den Top-20-Bumper-Anzeigen inspirieren, die YouTube selbst zusammengestellt hat:

Im Folgenden schauen wir uns noch ein paar andere YouTube-Anzeigenformate näher an: Overlay-Anzeigen, Display-Anzeigen und gesponserte Infokarten. Dabei handelt es sich um traditionellere digitale Werbeformate, die es Ihnen ermöglichen, YouTube Videos mit CTAs zu versehen.

Overlay Ads

Wenn Sie eine Reservierungskampagne schalten, können Sie Overlay-Anzeigen in Videos von Partnerfirmen einblenden. YouTube Overlay Ads sind Werbebanner, die häufig im unteren Bereich von Videos zu sehen sind. Sie können einfache Textanzeigen (wie oben) oder bildbasierte Banner (siehe unten) sein.

Informationen zur Erstellung einer Overlay-Anzeige auf YouTube finden Sie in dieser hilfreichen Anleitung von Google.

Display Ads

Displayanzeigen werden rechts neben dem Video und über der Liste der Videovorschläge platziert. Oben sehen Sie eine Anzeige des kanadischen Elektrizitätsversorgers Hydro-Québec (rot umrandet) über den Make-up-Anleitungen aus „RuPaul’s Drag Race“ (das ich mir in letzter Zeit viel zu oft anschaue). Displayanzeigen auf YouTube können aus AdWords verwaltet werden – so können Sie über das Displaynetzwerk die maximale Reichweite erzielen.

Infokarten & gesponserte Infokarten

Infokarten sind kleine CTA-Pop-ups, die Sie so einstellen können, dass Sie im YouTube Player-Fenster auftauchen. Sie können sie dazu einsetzen, Ihre Videos auf Desktop-Computern und Mobilgeräten interaktiver zu machen.

Infokarten wirken deshalb so gut, weil sie unaufdringlich sind. Sie nehmen nur volle Größe an, wenn sie angeklickt werden – das heißt, wenn der Betrachter sich für sie interessiert.

Weiter unten sehen Sie zwei Infokarten auf diesem Frank-And-Oak-Video. Die linke Karte ist bereits vergrößert und leitet auf die Website von Frank & Oak weiter, die rechte Infokarte ist eine „Abonnieren“-Schaltfläche in Minimalgröße.

Gesponserte Infokarten sind kleine Informations-Icons (Bild unten, im roten Kreis), manchmal von einem Text-CTA begleitet, die erst bei einem Mouseover auftaucht.

Wenn man das „i“ anklickt, vergrößert es sich und zeigt die Werbeanzeigen an, die auf Ihre Verkaufsseiten verweisen – in diesem Fall für Fotografieleitfäden.

So fügt man Infokarten in YouTube Videos hinzu:

  1. Gehen Sie zum Creator Studio.
  2. Klicken Sie Video-Manager und wählen Sie das Video aus, dem Sie Infokarten hinzufügen möchten.
  3. Wählen Sie Bearbeiten.
  4. Wählen Sie oben in der Tab-Leiste die Option Infokarten aus.
  5. Klicken Sie auf Infokarte hinzufügen.
  6. Wählen Sie danach den gewünschten Kartentyp aus: Video- oder Playlist-Infokarten, mit denen Sie andere Inhalte auf Ihrem YouTube-Kanal verlinken, oder Link-Infokarten, die den Betrachter mit einer gesponserten Karte auf eine Verkaufsseite führen.
  7. Sobald Sie Ihre Karte erstellt haben, können Sie auswählen, wo und wann sie auf dem Video erscheinen soll.

So werben Sie auf YouTube

Jetzt kennen Sie die sechs YouTube Anzeigenformate – und fragen sich wahrscheinlich, wie man sie alle aufsetzt. Bevor Sie Ihre YouTube Werbekampagne einrichten, müssen Sie erst einmal Ihr Werbevideo auf YouTube hochladen. Danach melden Sie sich in Ihrem AdWords-Konto an und legen los.

So erstellen Sie Ihre erste Videokampagne in AdWords

  1. Wechseln Sie zum Tab Kampagnen.
  2. Klicken Sie auf +KAMPAGNE und anschließend auf Video.
  3. Wählen Sie Video als Ihren Kampagnentyp
  4. Legen Sie Ihr Kampagnenziel und den Kampagnentyp fest.
  5. Geben Sie einen Kampagnennamen ein.
  6. Geben Sie ein Budget ein.
  7. Wählen Sie die Standorte und Werbenetzwerke aus, auf die die Kampagne ausgerichtet werden soll bzw. die ausgeschlossen werden sollen.
  8. Wählen Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe aus.
  9. Geben Sie einen Namen für die Anzeigengruppe ein.
  10. Legen Sie einen Gebotsbetrag fest.
  11. Wählen Sie aus, welche Zielgruppen angesprochen werden sollen.
  12. Wählen Sie neben „Ihr YouTube-Video“ das Video aus, das Sie für diese Kampagne hochgeladen haben.
  13. Wählen Sie neben „Videoanzeigenformat“ In-Stream-Anzeige oder Video Discovery-Anzeige aus.
  14. Klicken Sie auf Speichern und fortfahren.

Wenn Sie diese Schritte abgeschlossen haben, können Sie Ihre erste TrueView-Werbekampagne starten. Die Erstellung einer Bumper-Anzeigenkampagne folgt im Wesentlichen denselben Schritten – nur dass Sie bei „Videoanzeigenformate“ die Option für Bumper-Anzeigen (Videoanzeigen mit max. 6 Sekunden Länge) statt In-Stream-Anzeige oder Video Discovery-Anzeige anklicken. Eine genaue Anleitung zur Erstellung einer Bumper-Videokampagne finden Sie bei Google.

Spezifikationen für YouTube-Werbeanzeigen

Hier ist ein kurzer Überblick über die Abmessungen und Spezifikationen der unterschiedlichen YouTube-Anzeigenformate:

Einstellungen für Videoanzeigen

Ihre YouTube Videoanzeige kann auf allen möglichen Bildschirmformaten gezeigt werden – von Smartphones über Smart-TV-Geräte und Tablets bis hin zu Desktop-Computern. Bei der Planung Ihrer ersten Videoanzeige sollten Sie sich überlegen: Wer wird diese Werbung sehen? Wo und wie könnte sie betrachtet werden?

Alle drei Typen von YouTube Videoanzeige (TrueView, nicht überspringbare Videoanzeige und Bumper-Anzeige) haben dieselben Grundeinstellungen:

Video-Codec: H.264, MPEG-2 oder MPEG-4
Audio-Codec: MP3 oder AAC
Auflösung: 640 x 360 (Seitenverhältnis 16:9) oder 480 x 360 (Seitenverhältnis 4:3)
Frame-Rate: 30 fps
Maximale Dateigröße: 1 GB

Bei TrueView Videoanzeigen, die in den YouTube-Suchergebnissen und im Displaynetzwerk erscheinen, können Sie auch aus vier automatisch erstellten Thumbnail-Vorschauen auswählen. Suchen Sie sich die attraktivste aus!

Abmessungen und Spezifikationen für Overlay Ads

Für Overlay-Anzeigen ist ein Bild erforderlich, das über den unteren 20 Prozent eines Videos erscheinen soll. Wenn Sie dazu eine animierte Bilddatei auswählen, dann achten Sie darauf, dass die Animationsschleife unter zehn Sekunden lang ist.

Maße: 480 x 70 Pixel
Dateityp: PNG, JPG, GIF (statisch oder animiert)
Maximale Dateigröße: 150 KB

Spezifikationen für Display Ads

Displayanzeigen können animiert sein (im GIF-Format), dürfen laut YouTube jedoch nicht länger als 30 Sekunden dauern. Hat Ihr Creative einen schwarzen oder weißen Hintergrund (auch nur teilweise), muss es auch einen sichtbaren Rahmen in einer kontrastierenden Farbe haben, um den anklickbaren Bereich der Anzeige zu markieren.

Maße: 300 x 250 Pixel
Dateityp: PNG, JPG, GIF (kann animiert sein)
Maximale Dateigröße: 150 KB

Abmessungen und Spezifikationen für gesponserte Infokarten

Für gesponserte Infokarten sollten Sie ein Bild auswählen, das Ihr Produkt deutlich darstellt, und dazu einen überzeugenden CTA verfassen.

Maße: verschiedene Größen möglich (Seitenverhältnis 1:1)
Dateityp: PNG, JPG, GIF (kann animiert sein)
Maximale Dateigröße: 2 MB

Abgesehen von diesen technischen Anforderungen gibt es bei YouTube eine ganze Liste von Regeln und Richtlinien zu den Inhalten, die auf der Plattform erlaubt sind. Berücksichtigen Sie diese Vorschriften bei der Planung Ihrer Werbeanzeigen.

5 Best Practices für Werbung auf YouTube

Sie sind nun mit den unterschiedlichen YouTube-Anzeigentypen, Regeln und Richtlinien der Plattform vertraut. Überlegen Sie sich jetzt, was Sie auf YouTube bewerben wollen. Wir haben eine Liste von Best Practices zusammengestellt, die Sie beim Aufbau Ihres Kanals im Hinterkopf behalten sollten.

Das Ziel ist ganz einfach: Sorgen Sie mit wertvollem Content dafür, dass die Nutzer gerne zusehen und immer wieder auf Ihrem Kanal vorbeischauen.

1. Erstellen Sie relevante und interessante Inhalte

Das ist ohnehin die wichtigste Regel für jede Art von Content-Erstellung. YouTube Werbeanzeigen und Ihre anderen Videoinhalte schaffen einen enormen Mehrwert für Ihr Unternehmen, indem sie Ihre Produkte im Einsatz zeigen.

98 Prozent aller Zuschauer geben an, dass sie ein Video betrachtet haben, um mehr über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erfahren. 74 Prozent aller Nutzer, die ein How-to-Video betrachtet haben, um mehr über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erfahren, haben dann auch gekauft. Anleitungen sind unglaublich populär auf YouTube – 91 Prozent aller Smartphone-Nutzer sehen sie sich an, und der Suchbegriff „How-to“ wird jedes Jahr um weitere 70 Prozent beliebter.

Eine der erfolgreicheren YouTube-Werbekampagnen des laufenden Jahres bewarb den Nintendo Labo. Diese exzentrische und unerwartete Idee passt perfekt zur YouTube-Begeisterung für Anleitungsvideos. Die Einführungswerbung wurde schnell viral, erzielte in nur einem Tag fünf Millionen Aufrufe – und führte dazu, dass sich der Marktwert von Nintendo an der Tokioter Börse um vier Prozent erhöhte.

2. Fesseln Sie Ihr Publikum mit Playlists

Die Zusammenstellung einer kuratierten Liste thematisch verwandter Videos eignet sich ausgezeichnet dazu, Ihren Kanal zu bewerben und Ihre Zuschauer zu fesseln. Die Videos auf Ihrem Kanal sollten schlüssig angeordnet sein, damit sie eine Geschichte erzählen. Playlisten bieten eine nahtlosere und befriedigendere Erfahrung für den Betrachter, weil sie vorausahnen, was er als nächstes sehen will.

So erstellen Sie eine YouTube-Playlist:

  1. Beginnen Sie mit einem Video, das Sie der Playlist hinzufügen wollen.
  2. Klicken Sie unter dem Video auf Hinzufügen zu und das schwarze „+“-Zeichen.
  3. Klicken Sie auf Neue Playlist erstellen.
  4. Geben Sie einen Namen für Ihre Playlist ein (so einfach und leicht auffindbar wie möglich).
  5. Stellen Sie mit Hilfe des Drop-down-Menüs die Datenschutzeinstellung für Ihre Playlist auf „Öffentlich“.
  6. Klicken Sie auf Erstellen.
  7. Und schon ist Ihre Playlist fertig! Schalten Sie in der Übersicht links im YouTube-Interface zwischen Ihren Playlists hin und her.

3. Geben Sie Ihren Werbeanzeigen relevante Titel

Da Sie mit Ihren YouTube Werbeanzeigen einen guten ersten Eindruck erwecken wollen, arbeiten Sie am besten mit einfachen Titeln, die sofort zur Sache kommen. Wenn der Titel Ihrer Videoanzeige sich nicht direkt auf die Suchanfragen des Nutzers bezieht, wird er auch nicht angeklickt. Verwenden Sie keine Clickbait-Titel – die sind zu Recht allgemein unbeliebt.

4. Veröffentlichen Sie regelmäßig

Sobald Sie einen YouTube-Kanal ins Leben gerufen haben, der Ihrer Marke nützen soll, müssen Sie sich dort auch engagieren. Und das heißt: veröffentlichen, veröffentlichen, veröffentlichen! Sie wollen doch nicht, dass ein potenzieller Kunde Ihre Videoanzeige anklickt und so auf einen toten Kanal ohne bleibenden Wert gelangt.

Denken Sie daran: Die Erstellung eines Videos muss nicht mühsam und teuer sein. Viele der weltweit beliebtesten und erfolgreichsten YouTuber filmen ihr gesamtes Material in den eigenen vier Wänden. Ihre Videos müssen deswegen nicht ungeschliffen aussehen. Halten Sie sich in jedem Fall an die YouTube-Spezifikationen, Regeln und Richtlinien für Werbeanzeigen.

5. Finden Sie Ihr Publikum mit zielgruppenorientierter Werbung

Sie dürfen stets mit besseren Reaktionen rechnen, wenn Ihre Videos die richtige Zielgruppe erreichen. Erstellen Sie Ihre YouTube-Werbekampagne in Google AdWords und nutzen Sie die Interaktivität zwischen den beiden Suchriesen zu Ihrem Vorteil. Damit profitieren Sie doppelt: Sobald Sie Ihre Videoanzeigen-Kampagne in AdWords erstellt haben, können Sie die aus YouTube gewonnenen Einsichten für ein Remarketing an neue Zielgruppen innerhalb des Displaynetzwerks nutzen.

Zielgruppenorientierte Werbung bei YouTube

YouTube Ads sind nicht nur aufgrund des riesigen potenziellen Publikums so leistungsstark, sondern auch, weil Sie Ihren Content hochspezifisch auf bestimmte Zielgruppen innerhalb der 1,5 Milliarden Menschen umfassenden YouTube-Zuschauerschaft ausrichten können. Im Folgenden finden Sie die angebotenen Targeting-Optionen für Ihre Videoanzeigen:

  • Demografische Merkmale: die üblichen demografischen Filter wie Alter, Geschlecht, Haushaltseinkommen und Familienstatus
  • Interessen: Erreichen Sie die für Sie geeignete Zielgruppe, indem Sie sich am Suchverlauf und den privaten Interessen der Nutzer orientieren. Wenn Ihr Unternehmen beispielsweise Nachbauten von Fantasy-Waffen verkauft, sollten Sie am ehesten die Zielgruppe ansprechen, die sich auf YouTube World of Warcraft-Anleitungsvideos oder „Die besten Anime-Schlachten“ ansieht.
  • Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen: Dieser Targeting-Typ eignet sich für Firmen, die ihre Produkte im Fernsehen bewerben und ihrer Kampagne auch eine Online-Präsenz verschaffen wollen. Sie ähnelt der Ausrichtung nach Interessen, spricht aber ein breiteres Publikum an. Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen enthalten beispielsweise Menschen, die sich für Schönheitsprodukte interessieren, oder solche, die Popmusik hören.
  • Benutzerdefinierte Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen: Die Kategorie baut auf Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen auf, bietet aber eine spezifischere Ausrichtung. Statt nur auf Menschen abzuzielen, die Make-up tragen, können Sie mit benutzerdefinierten Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen Fans von Horror-Special-Effects-Make-up erreichen – und statt „Popmusik-Hörer“ anzusprechen, sprechen Sie direkt Fans bestimmter Künstler wie Beyoncé oder Rihanna an.
  • Lebensereignisse: Das Kaufverhalten und die Markenpräferenzen potenzieller Kunden ändern sich im Laufe ihrer Lebensphasen, zum Beispiel bei Abschluss des Studiums, Heirat oder der Geburt des ersten Kindes. Wenn Sie Ihre Zielgruppen nach Lebensereignissen ansprechen, können Sie Ihre Marketingbemühungen genau auf diese wichtigen Augenblicke ausrichten.
  • Kaufbereite Zielgruppen: Stimmen Sie Ihre YouTube-Videoanzeigen auf Leute ab, die bereits nach Produkten wie den Ihren suchen. Google legt je nach Anzahl angeklickter Werbeanzeigen, Konversionen, Suchverlauf und der Häufigkeit bestimmter Suchbegriffe fest, ob jemand „kaufbereit“ ist.
  • Video-Remarketing: Erreichen Sie Nutzer basierend auf früheren Interaktionen mit Ihren Videos, also a) ob sie schon andere Videos auf Ihrem Kanal betrachtet haben und b) welche Videos das waren.
  • Placement-Ausrichtung: Sie können Ihre Anzeigen auf bestimmte Kanäle, Videos, Apps, Websites oder ausgewählte Placements innerhalb von Websites (etwa YouTube-Kanäle oder Seiten im Displaynetzwerk) ausrichten.
  • Themen: Sie können Ihre Videoanzeige themenbezogen ausrichten, sodass Sie entsprechende Videos, Kanäle und Websites mit dem gewählten Thema erreichen.
  • Keywords: Sprechen Sie Nutzer auf der Grundlage von deren Suchbegriffen an. Wenn Sie beispielsweise Hochzeitsplaner sind, könnten Sie Leute ansprechen, die nach Tipps für selbstgebasteltes Kunsthandwerk mit Jute und Weckgläsern suchen.

Das Unternehmen Home Depot ist besonders gut darin, seine YouTube-Inhalte als Teil der gesamten digitalen Marketingstrategie zielgruppenorientiert auszurichten. Die Firma produziert How-to-Videos, die sich an Eigenheimbesitzer mit Heimwerkerinteressen richten. Bis heute konnte der Kanal annähernd 75 Millionen Zugriffe verzeichnen.

Dadurch erhöht Home Depot nicht nur seine Markenbekanntheit, sondern erhält auch jede Menge Remarketing-Daten. So erreichte das Unternehmen im vergangenen Jahr den Status als einer der bestverdienenden E-Commerce-Anbieter in den USA – mit 6,5 Milliarden Dollar Online-Verkäufen.

YouTube Videoanzeigen sind ein bedeutender Teil jeder digitalen Marketingarbeit – und sie werden mit zunehmender Nachfrage nach Social Media-Videos immer wichtiger. Verinnerlichen Sie die hier vorgestellten Informationen für Ihre Strategie, bevor Sie selbst Videos erstellen und in die Werbung auf YouTube einsteigen.

Nutzen Sie Hootsuite zur Bewerbung Ihres YouTube-Kanals und der Verstärkung des Nutzer-Engagements. Veröffentlichen Sie Videos auf Facebook, Instagram und Twitter – ganz einfach und alles über ein einziges Dashboard. Gleich kostenlos testen.

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