Social Media-Statistiken

Ihr Chef hält nichts von Social Media? Überzeugen Sie die Führungsetage mit diesen Social Media-Statistiken

Sie möchten, dass sich Ihr Unternehmen auf Snapchat, Instagram oder Twitter engagiert, aber Ihr Chef ist skeptisch? Dann punkten Sie mit harten Fakten. Wer Führungskräfte überzeugen will, sollte die richtigen Daten parat haben. Aussagekräftige Social Media-Statistiken holen auch Social Media-Zweifler aus dem Top-Management ins Boot. Reichern Sie Ihr Zahlenmaterial gerne mit Erfolgsgeschichten von Unternehmen an, die von ihrer Social Media-Arbeit bereits profitieren. Aber legen Sie zuerst die Zahlen auf den Tisch.

Dieser Blog-Post richtet sich an alle Führungskräfte, die Social Media erst dann ernst nehmen, wenn die Aktivitäten in den sozialen Netzwerken in übergeordnete Unternehmensziele eingebunden sind – und am besten auch gleich nachweisbar zum Umsatz beisteuern. Wir haben für jedes große soziale Netzwerk die wichtigsten Social Media-Statistiken herausgesucht, die speziell Aussagen über den tatsächlichen Return on Investment von Unternehmen treffen. Diese Kennzahlen – und die Geschichten dahinter – verknüpfen Social Media mit übergeordneten Unternehmenszielen und werden auch Ihren Chef ins Boot holen. Anschauen!

Facebook

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Meistens werden Social Media-Erfolge mit angesagten Marken wie Nike oder Redbull gleichgesetzt. Aber diese Kennzahl stammt aus einer Vier-Jahres-Studie eines großen Lebensmittelhändlers, und Lebensmittel sind nicht unbedingt sehr „sexy“. Trotzdem schaffte es das Unternehmen, sich einen Facebook-Fan-Club aufzubauen und die virtuellen Social Media-Beziehungen in echte Verkäufe umzumünzen.

Diese Kennzahl ist ein sehr deutliches Beispiel dafür, warum eine Facebook-Seite wichtig ist, aber das ist noch nicht alles. Facebook-Fans kaufen nicht nur einfach mehr, Facebook-Fans mit Engagement kaufen noch viel, viel mehr. In derselben Studie wurde auch festgestellt, dass jene Fans, die mit der Facebook-Seite des Händlers interagiert hatten, bei mindestens zehn Einkäufen um 95 Prozent mehr als ein durchschnittlicher Kunde erwarben. Das bedeutet eine Steigerung um mehr als 1.000 Dollar.

Eine Engagement fördernde Facebook-Seite kann definitiv Kunden in Ihren Laden locken, und wenn sie dort ankommen fördert das auch den Verkauf. Über 75 Prozent der Erträge, die der Lebensmittelhändler im Zeitraum der Studie erwirtschaftete, stammten von den 25 Prozent Facebook-Fan-Kunden. Über 75 Prozent? Diesen Wert kann Ihr Chef nur schwerlich ignorieren.

Twitter

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Diese Kennzahl aus einer Studie unter 12.000 Twitter-Nutzern wirkt auf den ersten Blick ein wenig schwammig. Was bedeutet „werden aktiv“? Falls es „etwas kaufen“ bedeutet, hätte man das doch auch so schreiben können.

Obwohl „aktiv werden“ in diesem Fall nicht „etwas kaufen“ meint, steht es dennoch in direktem Zusammenhang mit den zentralen Online-Zielen jedes Unternehmens. 23 Prozent der befragten Twitter-Nutzer besuchten die Website der Marke, nachdem sie eine Markenerwähnung gesehen hatten. Weitere 20 Prozent suchten im Internet nach der Marke und 19 Prozent sagten, sie überlegen die Marke auszuprobieren, nachdem diese in einem Tweet erwähnt wurde, den sie gesehen hatten.

Diese Daten verdeutlichen zwei wichtige Punkte: Erstens, alle diese Markenerwähnungen waren verdiente Erwähnungen. Das bedeutet, die Marken hatten keine Ads gekauft oder auf andere Art für die Kontakte gezahlt, die zu diesen Aktivitäten führten. Wenn die Hälfte der Leute, die mit all den Erwähnungen Ihrer Marke in Kontakt kommen, danach aktiv werden, ergibt das einen eindeutigen Return on Investment für Ihre Social Media-Investitionen.

„Gut, aber wie kommen wir jetzt an diese Markenerwähnungen?“ Wenn Ihr Chef Ihnen diese Frage stellt, zeigen Sie ihm die Statistik, laut der 53 Prozent der Twitter-Nutzer in ihren Tweets Produktempfehlungen abgeben. Deswegen lautet unser zweiter Punkt: die meisten Marken werden auf Twitter ohnehin schon erwähnt. Eine Social Media-Marke, die Engagement betreibt, wird sich zusätzliche Erwähnungen verdienen, wenn sie die Zahl ihrer Follower vergrößert und hochwertigen, teilenswerten Content zur Verfügung stellt. Ein starke Twitter-Präsenz bedeutet gemeinsam mit der natürlichen Tendenz der Nutzer über Marken zu twittern eine große Anzahl an @Erwähnungen der Marke und allen darauf folgenden Aktivitäten.

LinkedIn

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Wenn es ein soziales Netzwerk gibt, von dem Ihr Chef nicht wirklich überzeugt werden muss, dann ist das wahrscheinlich LinkedIn. Der Nutzen, den LinkedIn für Professionals hat, wurde schon mehrfach dokumentiert. Was als Recruiting-Tool begann, entwickelte sich rasch zu einem Networking- und Verkaufs-Asset.

Die oben genannte Statistik zeigt, dass LinkedIn ein sehr mächtiges Verkaufstool, speziell im B2B-Bereich, ist. Twitter, das an zweiter Stelle platzierte Netzwerk, generierte im Vergleich nur 13 Prozent der B2B Social Media-Leads. Eine ältere Untersuchung von HubSpot ergab, das LinkedIn bei der Lead-Generierung um 277 Prozent effektiver ist, als Facebook oder Twitter.

Und was kosten diese Leads? Der Newscred-Blog nutzte zur Begriffsgenerierung, dem ersten Schritt bei der Lead-Generierung, LinkedIn Sponsored Updates. Sie stellten fest, dass die Kosten pro Begriff bei LinkedIn um 20 Prozent niedriger waren, als bei üblicher Werbung und um 75 niedriger als bei Google Adwords. Diese Bezeichnungen waren außerdem auch geeigneter und brachten dem Blog pro für Sponsored Updates ausgegebenem Dollar 17,60 Dollar Umsatz – dreimal soviel wie bei Google Adwords.

Als Folge der Lead-Generierung geben 77 Prozent der B2B Marketer an, dass sie schon einmal einen Kunden über LinkedIn akquiriert haben. Anders ausgedrückt: LinkedIn ist ein essentielles Tool zur Neukundengewinnung, wenn Sie in einem B2B-Unternehmen arbeiten. Daher wird es Sie auch nicht überraschen, dass 91 Prozent der B2B-Marketer LinkedIn nutzen.

Für selbstständige Handelsvertreter hält LinkedIn alle möglichen Daten parat, die beweisen, wie machtvoll das Netzwerk für ihre tägliche Arbeit sein kann. So haben Sie zum Beispiel 70 Prozent höhere Chancen auf einen Termin, wenn Sie eine gemeinsame LinkedIn-Gruppe erwähnen. Und auf Neukundenakquise konzentrierte Verkäufer, die ihre Quote überschreiten, erhalten auf LinkedIn jeden Monat 39% mehr Interaktionen (Gefällt mir-Angaben, Kommentare und Reshares).

Snapchat

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Nein, das ist kein Tippfehler. Das heißt tatsächlich „höchstwahrscheinlich“, weil sie mit einem Snapchat-Coupon wahrscheinlicher kaufen, als mit jedem anderen Bonusgutschein. Diese Kennzahl stammt vom Marketingunternehmen Sumpto, das 1.600 Social Media-erfahrene College-Studenten befragte. Davon benutzen 77 Prozent Snapchat täglich und 67 Prozent wollen auf Snapchat auch Rabattgutscheine und Coupons von Marken erhalten. Sie suchen nach einem Grund, um bei Ihnen zu kaufen.

Das Problem dabei ist, diese Studenten dazu zu bringen, Ihrer Marke auf Snapchat zu folgen, richtig? Nunja, tatsächlich würden 45 Prozent der Studenten den Snap einer ihnen unbekannten Marke öffnen, verglichen mit 73 Prozent bei einer ihnen bekannten Marke. Die Chancen stehen also ohnehin ziemlich gut. Und sie werden noch besser, wenn Sie sich mit Ihrem bereits vorhandenen Social Media-Publikum in anderen Netzwerken verbinden. Etwa 69 Prozent der Studenten würden eine Marke als Snapchat-Freund hinzufügen, der sie in einem anderen sozialen Netzwerk folgen.

Dass Snapchat sich in Deutschland noch nicht stärker durchgesetzt hat, könnte auch daran liegen, dass viele der Features einfach noch nicht bekannt genug sind. Snapchat ist ein sehr interessantes Tool für Marken und Unternehmen. Gerade wenn Ihr Unternehmen sich an sehr junge Zielgruppen richtet, sollten diese Fakten mehr als ausreichen, um Ihren Chef auf den Snapchat-Geschmack zu bringen

Instagram

instagram

Instagram ist nicht nur das Reich von Selfies und Sonnenuntergängen. Diese Statistik, erhoben mit Nielsen Brand Effect, beweist deutlich den starken Eindruck, den Instagram-Fotos – auch als Werbung mit Markenzeichen – bei Ihren Followern hinterlassen können.

Es dürfte also keine Überraschung für Sie sein, festzustellen wie wichtig Instagram für normale Menschen und Marken geworden ist. Amerikanische Teenager halten Instagram für das einzig wichtige soziale Netzwerk. Forrester nannte Instagram sogar den “King of Social Media Engagement” und bezog sich dabei auf die Tatsache, dass Instagram-Posts eine Interaktions-Rate von 4,21 Prozent pro Follower erzeugen. Soll heißen, Instagram brachte diesen Marken 58 mal mehr Engagement pro Follower als Facebook und 120 mal mehr Engagement pro Follower als Twitter.

Der Zulauf zu dieser Social Media-Plattform ist enorm: Weltweit nutzen mehr als 400 Millionen Instagrammer das beliebte Bilder-Netzwerk und immerhin schon 9 Millionen sind in Deutschland dabei.

Dass das Engagement auf Instagram das Kaufverhalten beeinflussen kann, bestätigt auch Shopify. Mehr als ein Prozent der Kunden, die über Instagram auf einer Shopify-Seite landeten, kauften auch etwas (mehr als über Twitter, Pinterest und LinkedIn). Und der durchschnittliche Bestellwert betrug 65 Dollar, der höchste Durchschnittswert unter den sozialen Netzwerken.

Pinterest

pinterest

Pinterest galt lange als das Paradies für Einzelhändler, weil das soziale Netzwerk vom Start weg als Ort, um Dinge zu posten, von deren Kauf wir träumen, erwies. Diese Daten aus einer Pinterest-Nutzer-Studie von Millward Brown Digital beweisen umfassend, dass Pinterest nicht nur ein Ort geteilter Träume ist, sondern auch einer, an dem Kaufentscheidungen getroffen werden.

In derselben Studie gaben 87 Prozent der befragten Nutzer an, ihnen hätte das Engagement auf Pinterest bei der Kaufentscheidung geholfen, ein weiteres Beispiel für die Wirksamkeit des Social Proof in den sozialen Medien. Damit unterstützt Pinterest Menschen bei der Suche nach Produktinformationen, bei der Kaufentscheidung und bei der Kaufvorbereitung.

Diese Fakten sollten eigentlich schon ausreichend für alle Marken sein, aber falls nicht, sehen wir uns die tatsächlichen Verkaufszahlen an. Wenn es um die Anzahl der über dieses Netzwerk erfolgten Website-Empfehlungen geht, muss sich Pinterest nur Facebook geschlagen geben. Und ich habe noch eine weitere Statistik des einflussreichen Content-Marketers Jeff Bullas entdeckt. Diese besagt, dass 88 Prozent der Pinterest-Nutzer ein von ihnen gepinntes Produkt auch kaufen. Zwar habe ich keine glaubwürdige Quelle gefunden, die diese Zahl untermauert (und diese deswegen auch nicht oben hervorgehoben), aber angesichts der weiter oben genannten Daten scheinen die 88 Prozent nicht allzuweit hergeholt.

Google+

google+

Wie lange wird Google+ schon totgesagt? Jedes Mal, wenn Google ein neues Feature oder Produkt herausbringt, hören wir erneut das Sterbeglöcklein läuten und versichern uns gegenseitig, dass dieses Social Network sowieso niemand nutzt. Ein Chef, der grundsätzlich unsicher in Bezug auf soziale Netzwerke ist, hat es also leicht, gegen Google+ sein Veto einzulegen.

Bloß, dass Google+ eben doch genutzt wird. Und die Leute dort genau die Art von Usern sind, die für Ihre Online-Marke hilfreich sein können.

Diese Kennzahl aus dem Social Media Marketing Industry Report 2015 des Social Media Examiner zeigt, dass Marketingleute Google+ zunehmend nutzen. Dieser Aufwärtstrend wird sich wahrscheinlich fortsetzen, da 78 Prozent der Marketer vorhaben, ihre Aktivitäten auf Google+ im nächsten Jahr entweder beizubehalten oder zu verstärken.

Unter jenen, die Google+ nutzen, ist das Netzwerk bei den B2B-Vermarkter beliebter, 61 Prozent davon nutzen es beruflich. Auch unter den erfahrenen Marketingfachleuten ist es verbreiteter, bei denen mit drei oder mehr Jahren Social Media-Erfahrung liegt Google+ hinter Facebook und LinkedIn an dritter Stelle.

Und was heißt das nun? Das bedeutet, mehr und mehr Vermarkter entdecken den Wert des Außenseiters unter den sozialen Netzwerken, speziell im B2B-Bereich. Sie verwerfen die gängige Meinung, weil sie gemerkt haben, wie leidenschaftlich und vernetzt die Google+-Nutzer sind. Tatsächlich muss sich Google+ in Bezug auf Referral-Traffic nur YouTube geschlagen geben: Die Nutzer verbringen mehr Zeit auf Google+ und rufen dort mehr Seiten auf, als Twitter- oder Facebook-Referrals. Das entspricht unserer eigenen Erfahrung auf Google+, wo wir unglaublich leidenschaftliche Markenbotschafter getroffen haben, die offen mit Marken Konversation betrieben.

Ich gebe zu, hier rascheln nicht die Euro-Scheine, noch überzeugen starke ROI-Argumente, wie sie einige der anderen Kennzahlen aufweisen. Doch 56 Prozent Vermarkter sind kein Pappenstiel und reichen vielleicht aus, um Ihren Boss zu Gunsten von Google+ umzustimmen.

Wie geht es weiter? Lesen Sie unseren kostenfreien Social Media-Strategie Leitfaden zur Optimierung Ihrer Social Media-Strategien

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Dieser Artikel stammt ursprünglich von Evan LePage und wurde unter dem Titel “One Stat for Every Social Network That Will Convince Your Boss it’s Important” auf unserem Global Blog veröffentlicht.