der perfekte Facebook-Post

Die 5 wichtigsten Zutaten für den perfekten Facebook-Post

Facebook ist und bleibt das größte und beliebteste Social Media-Netzwerk in den DACH-Ländern. Stand Juni 2017 waren allein in Deutschland 30 Millionen Nutzer aus allen Altersschichten auf Facebook vertreten. Um so wichtiger für Unternehmen, sich in der Flut der täglichen Posts Sichtbarkeit in den Newsfeeds ihrer Zielgruppen zu verschaffen. Was tun? Feilen Sie an Ihren Facebook-Posts.

Kein Facebook-Post gleicht dem anderen. Es gibt zig Varianten der vielen Zutaten, die in einen Post einfließen – ob Bilder, überzeugende Texte und Überschriften oder das gewählte Timing. DER perfekte Facebook-Post existiert sicher nicht. Aber es gibt den perfekten Facebook-Post für Ihre Marke.

Ich habe mit meinen Kolleginnen Amanda Wood, Expertin für Social Media-Marketing, und Christine Colling, Social Media-Marketing Koordinatorin, gesprochen, um herauszufinden, was einen perfekten Post auf Facebook auszeichnet. Und sie haben mir (und Ihnen) Ihre Tipps verraten:

  • Wie Sie den Facebook Newsfeed beeinflussen, damit Ihr Content gesehen wird
  • Wie Sie ansprechende Posts schreiben
  • Welcher Content-Typ die meisten Interaktionen erzeugt
  • Welche Rolle das Timing für einen perfekten Facebook-Post spielt

Erfahren Sie im Folgenden, wie Sie den perfekten Facebook-Post für Ihre Marke kreieren.

Bonus: Erfahren Sie in unserem Schritt-für-Schritt-Leitfaden, wie Sie eine Social Media-Strategie erstellen und Ihre Präsenz in den sozialen Netzwerken mit Hootsuite optimieren.

5 Komponenten für den perfekten Facebook-Post

1. Copywriting 

Eine gute Schreibe gehört zu den nützlichsten Fähigkeiten eines jeden Social Media-Managers. Mit klaren und prägnanten Texten sorgen Sie dafür, dass Ihre Zielgruppe sich länger mit Ihrer Kernbotschaft befasst – anstatt zu raten, was Sie eigentlich gemeint haben. Wood und Colling haben drei Tipps, die Sie bei Ihren Facebook-Texten berücksichtigen sollten.

Halten Sie sich kurz

„Wir nehmen Rücksicht auf die Zeit unserer Zielgruppe. Deshalb halten wir unsere Botschaften so kurz wie möglich“, erklärt Wood. „Titelzeilen halten wir unter 20 Worten und verwenden maximal 50 Wörter in der Beschreibung, um für optimale Link-Klicks zu sorgen.“

Setzen Sie Emojis ein

Colling rät zur Verwendung von Emojis in Ihren Texten, wenn es Ihrer Markenstimme entspricht. Sie führt aus: „Sie können Emojis nutzen, um eine Reaktion zu einem Inhalt anzuzeigen, anstatt wortreiche Erklärungen abzugeben. Emojis helfen Emotionen auszulösen und ersetzen zu viele Wörter.“

Reizen Sie mit Content-Kostproben

Behalten Sie Ihre Zielgruppe im Blick, wenn Sie einen Facebook-Post kreieren. Wood erklärt: „Sie sollten stets daran denken, wie Sie Ihrem Publikum Zeit sparen können, während Sie ihm wertvolle Inhalte anbieten. Ein Beispiel: wenn wir einen Link zu einem Blog-Post mit 10 Tipps teilen, geben wir vier Tipps im Post preis.“

Das macht es Ihrer Zielgruppe leichter, zu beurteilen, ob sie auf diesen Link klicken sollten. Wenn die vorab geteilten Tipps nicht das Richtige sind, können sie einfach weiterscrollen. Aber wenn der Teaser-Content sie anspricht, können sie durchklicken und mehr erfahren.

Mehr Experten-Tipps für Social Media-Texter finden Sie in unserem Blog-Post So schreiben Sie Content, der für Klicks sorgt.

2. Unwiderstehliche Visuals

Wenn Sie großartige Texte mit attraktiven Bildern kombinieren, sind Sie fast schon auf der Zielgerade zum perfekten Facebook-Post.

Wood und Colling empfehlen:

  • Reichern Sie Ihre Facebook-Posts mit unterschiedlichen Medienformaten an. Setzen Sie nicht nur auf Bilder, sondern auf einen Mix von Video-Content, Blog-Links, GIFs und anderen Rich-Media-Formaten, die für Ihr Unternehmen Relevanz haben.
  • Produzieren Sie neues Social Media-Bildmaterial, und nutzen Sie dieses anstelle von Vorschaubildern. Facebook zieht automatisch ein Vorschaubild aus Ihrem Content, wenn Sie einen Link teilen. Statt sich mit dem abzufinden, was da auftaucht, entwickeln Sie eigene, spezifische Visuals, die Ihrer Zielgruppe ergänzende Informationen vermitteln.
  • Nutzen Sie Video-Content strategisch. Colling empfiehlt, sich auf eine Länge zu konzentrieren, die zu Ihrer Marke passt, weist aber darauf hin, dass kürzere Videos oft am besten funktionieren. „Wir halten unsere Videos unter einer Minute und sorgen dafür, dass sie Nutzwert haben“, erklärt sie weiter. „Hootsuite Social Media-Videos sollen lehrreich sein und unsere Zielgruppe mit Informationen versorgen.“

Colling rät außerdem, mit Facebook Live Video zu experimentieren. Der Facebook-Algorithmus bevorzugt Facebook Live Videos, sie werden deshalb im Newsfeed der Nutzer höher gelistet.

3. Nutzen Sie den Facebook-Algorithmus, um Ihre Reichweite zu erhöhen

2016 sank die organische Reichweite von Facebook-Seiten um 52 Prozent. Wenn Sie wissen, wie der Facebook-Algorithmus tickt, können Sie diesem Umstand – der sicher auch Einfluss auf Ihren Content hat – zumindest teilweise entgegenwirken.

Laut Adam Mosseri, VP Product Management bei Facebook, „sieht“ sich der Algorithmus jeden Post einzeln an und prognostiziert, ob ein Nutzer daran Interesse haben könnte – und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das dieser den Content teilt. Jeder Post erhält einen Relevanz-Score, der auf dem Folgenden basiert:

  • Wer hat die Story gepostet (d.h., wenn jemand die Posts eines anderen Nutzers mit „Gefällt mir“-Angaben und Kommentaren auszeichnet, geht Facebook davon aus, dass Sie an diesem Content interessiert sind).
  • Wie viele Interaktionen der Post erzielt (wenn ein Post viele Likes und Kommentare einheimst, entscheidet Facebook, dass dieser beliebter und deshalb von höherem Interesse ist).
  • Zu welchem Zeitpunkt der Post erstmalig veröffentlicht wurde (aktuellere Posts genießen Priorität, falls sich keine andere Variable als maßgeblicher erweist).

Mosseri rät allen Publishern (und damit sind Sie gemeint!) zu den folgenden bewährten Methoden, um den Facebook-Algorithmus zu beeinflussen und damit für mehr Engagement sorgen:

  • Probieren Sie etwas aus. Mosseri nennt das den besten Schritt auf dem Weg den Newsfeed zu beeinflussen. „Das Beste für Ihre Zielgruppe ist nicht zwangsläufig das Beste für das Publikum eines anderen Unternehmens“, erklärt er. „Experimentieren Sie, machen Sie Fehler, probieren Sie kurze und lange Formen, Videos und unterschiedliche Tonarten aus.“
  • Schreiben Sie fesselnde Überschriften. Nicht ganz überraschend rät Mosseri von Clickbaiting-Überschriften ab. Er empfiehlt Marken, Ihrem Publikum klar zu vermitteln, welche Inhalte sie hinter einem Link erwarten.
  • Übertreiben Sie es nicht mit der Promotion. Niemand will mit Marken-Content bombardiert werden. Wer diesen Weg wählt, riskiert das Interesse seiner Zielgruppe zu verlieren.

Unser Social Media-Team hat herausgefunden, dass Video-Content das höchste Engagement erzielt. Das gilt aber nicht zwingend für alle Marken.

Mehr darüber, wie Sie den Facebook-Algorithmus zu Ihrem Vorteil nutzen können, erfahren Sie in unserem Post Der Facebook-Algorithmus: Was Sie wissen müssen, um Ihre organische Reichweite zu fördern.

4. Es geht immer um das richtige Timing

Bei dem perfekten Facebook-Post für Ihre Marke geht es um mehr, als nur um den Content. Wood erklärt: „Selbst der beste Inhalt erzielt keine herausragenden Ergebnisse, wenn Ihre Zielgruppe zum Veröffentlichungstermin gerade schläft oder nicht aktiv ist.“

Sie müssen deshalb wissen, wann und wie oft Sie posten sollten.

Um die optimale Zeit zum Posten zu ermitteln, empfiehlt Colling, zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu veröffentlichen, um zu testen, wann Sie die höchsten Aktivitäten erzielen. Sie erklärt: „Sie sollten Ihre Zielgruppe kennen und wissen in welchen Zeitzonen sie zuhause ist. Wir versuchen, nicht vor einer bestimmten Uhrzeit zu posten, damit wir unsere Zielgruppe in Nordamerika am Ende des Tages erreichen und unser Publikum im asiatisch-pazifischen Raum und in Europa erwischen, wenn es gerade aufsteht oder Mittagspause macht.“

Finden Sie heraus, wann Ihr Publikum am besten zu erreichen ist: Die besten Zeiten zum Posten – auf Facebook, Twitter und Instagram.

Marken sollten zudem wissen, wie oft sie posten sollten. Wood berichtet: „Wir veröffentlichen zweimal täglich auf Facebook, weil wir ein großes Publikum aus verschiedenen Zeitzonen haben. Für uns funktioniert diese Größenordnung aufgrund unserer Zielgruppe und Content-Angebots am besten. Früher haben wir acht Mal pro Tag gepostet, doch das Engagement ist stark gewachsen, nachdem wir die Anzahl der täglichen Posts reduziert haben.“

5. Vermeiden Sie diese häufigen Fehler

Für jeden perfekten Facebook-Post stehen 10, die es nicht geschafft haben. Wood und Colling sind sich einig, dass nicht ganz so gute Posts gewisse Gemeinsamkeiten aufweisen:

Sie sind zu werblich. Denken Sie immer zuerst an Ihre Zielgruppe, wenn Sie Content für Facebook entwickeln. Überlegen Sie nicht, wie Ihre Marke profitieren könnte, sondern wie Sie Ihrem Facebook-Publikum bei Problemen oder Fragen unter die Arme greifen können.

Sie sind zu lang. Denken Sie an Ihre Hauptbotschaft und bleiben Sie bei dieser. Kein Mensch hat die Zeit, unnötig lange Inhalte zu lesen oder anzuschauen.

Es gibt keinen CTA (oder zu viele). Der Handlungsaufruf (Call-to-Action) motiviert Ihre Zielgruppe, eine Aktion zu vervollständigen. Wenn Sie keinen anbieten, verzichten Sie auf ein enormes Click-Through- und Engagementpotenzial.

Es werden Bilder verwendet, die für andere Plattformen optimiert sind. Zeigen Sie Ihrem Publikum, dass Sie über Ihren Content nachgedacht haben: Nutzen Sie Visuals die den Image-Richtlinien von Facebook entsprechen.

Jede Marke hat Ihr eigenes Rezept für den perfekten Facebook-Post. Mit diesen Tipps finden Sie heraus, was für Ihre Zielgruppe funktioniert und was nicht.

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