Die organische Reichweite sinkt. Verständigen Sie die Behörden. Rufen Sie den Arzt. Handeln Sie. Jetzt! Denn dieser Rückgang verändert die Art und Weise, wie Unternehmen Social Media nutzen.

Auf Facebook ist die organische Reichweite schon seit geraumer Zeit auf dem Rückgang. Die weltweit größte Social Media-Plattform setzt darauf ihren Nutzern im Newsfeed mehr Content von Freunden und Familie zu liefern. Gleichzeitig zeigt es weniger von Content von Unternehmen und Publishern.

Die direkte Folge: Sie erreichen mit Ihrer bevorzugten Social Media-Content-Strategie längst nicht mehr so viele Menschen wie früher.

Wir stellen Ihnen elf Methoden vor, mit deren Hilfe Sie den Rückgang der organischen Reichweite auffangen.

Bonus: Erfahren Sie in unserem Schritt-für-Schritt-Leitfaden, wie Sie eine Social Media-Strategie erstellen und Ihre Präsenz in den sozialen Netzwerken mit Hootsuite optimieren.

11 Methoden, wie Sie der sinkenden organischen Reichweite in den sozialen Medien Paroli bieten

1. Erstellen Sie spezifische Inhalte für jede Plattform

Holen Sie Ihr Publikum ab. Immer mehr Nutzer konsumieren Medien am selben Ort, an dem sie Networking betreiben. Es ist also durchaus sinnvoll, den Leuten Inhalte direkt zu servieren, statt sie zu zwingen, ihre bevorzugten Online-Communitys zu verlassen.

Bei dieser Strategie geht um die Verbreitung von Content. Statt Besucher auf Ihren Blog oder eine Landing-Page zu leiten, sollten Sie Inhalte produzieren, die es Ihrer Zielgruppe erlauben, auf der Plattform zu bleiben, die sie am meisten nutzt. Bieten Sie auf jeder Ihrer Social Media-Kanäle spezifischen Content an, der sich von den Inhalten auf anderen Kanälen unterscheidet. Diese Strategie eignet sich zudem für Plattformen wie Snapchat und Instagram, bei denen die Nutzer innerhalb der App bleiben sollen.
Bei Hootsuite arbeiten wir mit derselben Content-Strategie.

Der Instagram-Kanal von Hootsuite soll zum Beispiel zeigen, was sich bei uns hinter den Kulissen abspielt, damit unser Publikum einen Einblick in die Arbeit bei Hootsuite erhält.

Ganz anders unser Twitter-Account: Diesen nutzen wir, um unseren Hootsuite Blog, Beiträge unseres CEOs und Artikel rund um unsere Branche zu promoten. Auf Twitter stoßen wir außerdem Online-Diskussionen an – dort findet jeden Donnerstag unser Twitter-Chat #HootChat statt.

Auf Facebook teilen wir wiederum Blog Posts, kurze Videos, News Updates und Live-Videos.

2. Präsentieren Sie Inhalte von anderen

Entgegen landläufiger Ansicht geht es beim Marketing nicht einzig und allein um Sie. Daher sollten Sie sich nicht ausschließlich auf Ihre Inhalte verlassen und hoffen, dass Ihre Zielgruppe begeistert auf alles wartet, was Ihre Marke zu verkünden hat.

Die sozialen Medien sind ‘sozial’. Verlieren Sie diesen Aspekt nicht aus den Augen, und teilen Sie auch Inhalte, die Sie nicht selbst erstellt haben. Nehmen Sie sich Zeit, Ihre Zielgruppe zu beobachten. Finden Sie heraus, was Ihr Publikum interessiert, was es wissen will und womit Sie es unterstützen könnten. Nutzen Sie die gewonnenen Erkenntnisse, um Inhalte zu kuratieren, von denen Sie wissen, dass sich Ihre Zielgruppe dadurch angesprochen fühlt.

Wenn Sie sich auf Ihre Leser einstellen, werden Sie als vertrauenswürdige Marke wahrgenommen, die sich tatsächlich um die Interessen Ihrer Zielgruppe kümmert.

Indem Sie relevante Inhalte teilen, positionieren Sie Ihre Marke zudem als Vordenker, der weiß, was in Ihrer Branche los ist und diese Informationen gerne mit seinen Kunden teilt.

Bieten Sie Ihren Lesern einen echten Mehrwert. Es dreht sich nicht ständig nur darum, was Ihr Unternehmen für sie tun kann.

Durch die Verwendung von kuratierten Inhalten sparen Sie auch Zeit; sie sind kostengünstig und sorgen für Abwechslung. Aus diesem Grund richtet unser Social Media-Team seine Aufmerksamkeit auf Content, der unserer Zielgruppe gefallen könnte – und genau diesen Content stellen wir in den Vordergrund. Außerdem veröffentlichen wir auch Inhalte, die wir als Social Media-Unternehmen nützlich und spannend finden.

Wenn wir etwas Wertvolles entdecken, wollen wir dieses Körnchen Weisheit auch mit Ihnen teilen.

Außerdem haben wir mit anderen Publishern aus der Social Media-Branche – wie Forbes und MailChimp – Vereinbarungen zum Austausch von Inhalten getroffen. Diese gegenseitigen Beziehungen sorgen dafür, dass wir den Traffic auf unseren und den Social Media-Kanälen unserer Content-Partner erhöhen.

Davon profitieren alle Beteiligten, und Ihre Marke kann sich im Umfeld von gleichgesinnten Organisationen aus Ihrer Branche positionieren.

3. Informieren Sie sich über die Algorithmen

Sobald Sie sich einloggen, werden Ihr Newsfeed und Ihr Online-Verhalten untersucht und vermerkt. Die meisten Social Media-Plattformen arbeiten mit Algorithmen. Diese wurden entwickelt, um jedem einzelnen User den Content zu liefern, der für sie/ihn am relevantesten ist. Posts von Freunden und Familie werden beispielsweise bevorzugt behandelt.

Als Social Media-Vermarkter können Sie aus diesen Algorithmen das Meiste herausholen, wenn Sie sie genau studieren und begreifen, wie diese funktionieren.

Ein kurzer Überblick über die Mechanismen, mit denen die beliebtesten Social Media-Plattformen arbeiten:

Bis zu 100.000 Faktoren können allein den Facebook-Algorithmus beeinflussen. Die meisten dieser Faktoren beruhen auf dem beobachteten Verhalten der Nutzer – und darauf, wie diese mit Inhalten interagieren, die ihnen gefallen. Weil sich das Nutzerverhalten permanent ändert, empfehlen wir Ihnen, sich bezüglich der Rankings von Content auf den einzelnen Plattformen auf dem Laufenden zu halten.

4. Sorgen Sie für ein Content-Budget

Social Media-Ads, gesponserter Content und beworbene Posts gehören zu den besten Methoden, um Ihre Zielgruppe trotz der Flut an Inhalten im Web zu erreichen.

Nielsen Brand Effect analysierte mehr als 475 Online-Werbekampagnen und ermittelte, dass die Werbeerinnerung (Ad Recall) auf Instagram fast dreimal so hoch ist, wie im Durchschnitt bei Online-Werbung. Mit anderen Worten: Instagram Ads sind einprägsam und machen nachhaltigen Eindruck auf die Menschen, die sie sehen.

Wir haben uns populäre Bezahl-Kanäle wie Facebook Ads (die mit denselben Tools erstellt werden wie Instagram Anzeigen), LinkedIn- und Twitter Ads angesehen. Zu den wichtigsten Argumenten für netzwerkübergreifende Social Media-Werbung zählen unserer Erfahrung nach die folgenden:

  • Mehr Konversionen erzielen: Sie kontrollieren, wo Ihre Werbeanzeige angezeigt wird, wann sie veröffentlicht wird und wer sie zu sehen bekommt. Diese Targeting-Möglichkeiten machen es wesentlich einfacher, dass Ihr Content wahrgenommen wird.
  • Werbeanzeigen einfacher erstellen: Nutzen Sie die angebotenen Werbeformate, um Ihre Anzeigen schnell und einfach zu erstellen. Facebook offeriert etliche unterschiedliche Anzeigentypen – von Slideshows über Videos bis hin zu dynamischen Anzeigen.
  • Genaue Resultate erhalten: Erstellen Sie benutzerdefinierte Berichte auf Grundlage Ihrer wichtigsten Kennzahlen. So erkennen Sie, welche Ihrer Anzeigen am besten ankommen, woher Ihre potenziellen Kunden stammen und wie Ihre Zielgruppen mit Ihrem Content interagieren.
  • Auf Mobilgeräte abstimmen: 80 Prozent aller Nutzer von Social Media-Netzwerken greifen mit Mobilgeräten auf die sozialen Medien zu. Wenn Sie Social Media-Ads gestalten, die sowohl auf Mobilgeräten wie auch im Web gut aussehen, erreichen Sie auch diese Nutzer.

Mit Hootsuite können Sie Inhalte, die sich bereits organisch bewährt haben, ganz einfach „boosten“. Content, der gesehen, geteilt und aufgerufen wird, ohne dass Sie dafür bezahlen, kann durch eine Social Media-Anzeige nur gewinnen.

5. Arbeiten Sie mit Influencern

Influencer sind die Rockstars der Social Media-Welt. Wo Influencer hingehen, dahin folgen ihre Fans. Wie können Sie also deren hohen Followerzahlen für Ihre eigene Marke nutzen?

  • Finden Sie Influencer, die Ihre Werte teilen bzw. Mit denen Sie auf einer Wellenlänge sind. Verantwortungsvollen Influencern ist es wichtig, authentisch zu bleiben. (Und sie wollen schließlich auch mit authentischen Menschen zusammenarbeiten.) Klar wollen auch diese höchstwahrscheinlich bezahlt werden, jedoch nicht auf Kosten ihrer Glaubwürdigkeit. Arbeiten Sie daher mit Influencern, deren Brand zu Ihrer passt. Nicht nur sind diese mit einer höheren Wahrscheinlichkeit bereit, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, ihre Follower sind auch eher an Ihrer Marke interessiert.

Vermeiden Sie Influencer, die bereits Unmengen an gesponsertem Content teilen, denn das kann ein Hinweis dafür sein, dass sie bei der Auswahl ihrer Geschäftspartner nicht sehr wählerisch sind.

  • Bleiben Sie locker. Sie möchten mit dieser Person zusammen arbeiten, weil sie deren Arbeit wertschätzen, richtig? Also lassen Sie sie ihr Ding machen. Sie wissen schon, was sie tun, schließlich kennen Influencer ihr eigenes Publikum am besten. Reduzieren Sie Anweisungen auf ein Minimum.
  • Follower sind nicht alles. Zahlen alleine sollten nicht ausschlaggebend sein, wenn es um die Frage geht, wer Sie repräsentiert. Was wirklich zählt, sind Engagement und Glaubwürdigkeit. Außerdem: weniger Follower bedeutet oft auch budgetschonende Investition.
  • Nutzen Sie Stories. Instagram Stories sind auf dem Aufmarsch und zum Teil beliebter als der Instagram Feed selbst. Integrieren Sie Stories in Ihr Influencer Marketing, denn sie geben außerdem hervorragende Insights in Sachen Engagement und verleiten zu Direktnachrichten.

6. Veröffentlichen Sie Content, der bei Ihrer Zielgruppe ankommt

Okay, das klingt erstmal ganz selbstverständlich. Wird aber im täglichen Stress von Social Media-Managern, die mit Follows und Redaktionskalendern jonglieren, oft vernachlässigt.
Qualitäts-Content bedeutet, dass dieser für Ihre Zielgruppe wertvoll und relevant ist. Belohnen Sie Ihre Follower für jeden Klick mit Content, den diese auch tatsächlich wertschätzen. Denn dann teilen sie den Inhalt lieber, Gengagen damit und kommen vor allem wieder. Und diese Metriken helfen wiederum, Ihren Content im Algorithmus besser dastehen zu lassen.

7. Veröffentlichen Sie regelmäßig

Hier geht es nicht darum, möglichst viel zu terminieren und dann links liegen zu lassen. Ein solider Beitrag ist mehr wert, wenn ein weiterer folgt. Also auf ins Hamsterrad und loslegen. Regelmäßiges Teilen ist gut für Ihr Publikum und für den Algorithmus.
Es sorgt dafür, dass Sie auf dem Radar Ihrer Zielgruppe bleiben. Denn seien wir ehrlich: wenn wir auf einmal einen Post von einem Profil sehen, dem wir 2010 gefolgt sind und dann nie wieder etwas gehört haben, ist das schon seltsam.
Social Media-Algorithmen achten darauf, wer mit Ihrem Content interagiert. Sie nutzen diese Informationen um ihre Seite für User interessanter zu machen.
Nutzen Sie ein passendes Social-Media-Management-Tool, damit Sie beim regelmäßigen Posten nicht den Überblick verlieren.

8. Experimentieren Sie mit Videos

Die Mehrheit der großen Plattformen fügt mehr und mehr Video Features hinzu. Der Facebook Algorithmus beginnt, Video Content zu bevorzugen, und andere Plattformen werden dem wahrscheinlich folgen.
Besonders die Bedeutung von Live-Video ist nicht zu unterschätzen. Versuchen Sie also, diese in Ihr Publishing mit einzubauen.
Nicht nur um im Algorithmus gut dazustehen, lohnen sich Videos. Das Format eignet sich besonders gut, um einen Einblick hinter die Kulissen zu geben. Ein guter Weg, Ihren Fans einen Einblick in das Alltagsgeschäft Ihres Unternehmens zu geben oder eine andere Perspektive auf Ihre Events zu geben. Bevor Sie loslegen, stellen Sie jedoch sicher, dass Sie einen Plan haben.
Probieren Sie verschiedene Dinge: Live Video, Video, interaktive Chats oder VR.

9. Unterschätzen Sie nicht die Stories

Instagram und Facebook Stories sind gute Möglichkeiten um dem Feed-Algorithmus zu entkommen. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihre Nutzer zu erreichen, ist es wahrscheinlicher, dass diese Ihre Stories sehen.
Verifizierte Accounts können ihren Storys eine “Hochwischen”-Funktion zu ihren Stories hinzufügen, die es ermöglicht, mehr Informationen für Nutzer bereitzustellen, indem man Links oder weiteren Content bereitstellt.
Genau wie bei herkömmlichen Posts können Stories via Hashtags und Standorten entdeckt werden, also nutzen Sie diese ;)

10. Nutzen Sie Micro-Communities

Für beinahe jedes Thema gibt es in den sozialen Medien eine Community. Wenn Sie bspw. Artischocken verkaufen: es gibt Dutzende von Videos mit über einer Million Views, die über die richtige Zubereitung berichten. Es gibt sogar die “Artichoke Appreciation Society”. Die hat zwar nur zehn Mitglieder, aber dennoch: es gibt sie. Also gibt es auch die passenden Leute für Sie.
Verwenden Sie Hashtags, um für Ihre Zielgruppe auffindbar zu sein. Natürlich können Sie auch Ihre eigenen Hashtags ins Leben rufen, stellen Sie jedoch sicher, dass diese auch Kontext haben undBuzz kreieren. Ein Lehrbeispiel dafür ist Herschel Supply Co. Die Firma stellt erfand den Hashtag #welltravelled. Mit diesem Hashtag veröffentlicht Herschel Reisefotos von Mitarbeitern und Followern – natürlich immer mit einem Herschel-Produkt im Bild. Diese Fotos ganz normaler Menschen auf dem Firmen-Account von Herschel brachten sehr schnell mehr und mehr Leute dazu, den Hashtag zu übernehmen und ihre eigenen „Herschel-Fotos“ zu posten. Dadurch ist es dem Unternehmen gelungen, eine immer weiter wachsende Bewegung zu schaffen, die fantastischen, nutzergenerierten Content für ihre Social Media-Accounts liefert.

11. Machen Sie das meiste aus Ihren Analytics

Social Media-Plattformen geben Ihnen allerhand Informationen hinsichtlich der Performance Ihrer Beiträge. Außerdem gibt es eine Vielzahl and Social Media-Analytics Tools, die Ihnen sogar mehr Insights geben. Verschwenden Sie nicht die kostbaren Daten, sondern arbeiten Sie mit ihnen. Das bedeutet jeden Post zu checken und mit diesen Insights den nächsten zu verbessern.
A/B Tests sind auch auf vielen Plattformen möglich.
Wenn Sie den perfekten Ansatz gefunden haben: wunderbar! Jetzt haben Sie eine Strategie, die Sie für die nächsten fünf Minuten nutzen können. Denn glauben Sie mir: Die  Algorithmen werden sich ändern. Sie ändern sich immer. Das gehört zu Ihrem Leben als Social Media-Verantwortlicher nunmal dazu ;)

Nutzen Sie Hootsuite, um Ihren Content organisch zu promoten, oder mit etwas Budget zu boosten. Von einem einzelnen Dashboard aus können Sie Beiträge terminieren, veröffentlichen, mit Ihrer Zielgruppe interagieren, Social Listening betreiben und Ihre Beitrags-Performance messen.

Heute kostenlos testen