Eine Million Posts auf LinkedIn: So hebt sich Ihrer von der Masse ab

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October 27, 2015

LinkedIn ist längst schon größer geworden, als es das ursprüngliche Konzept, eine Must-Have-Plattform für Jobsuche und Recruiting zu sein, vorgesehen hatte. Auf LinkedIn können Profis die aktuellen Wirtschaftstrends in LinkedIn-Gruppen diskutieren, die Geschäftsgeheimnisse der Top-Player in LinkedIn Influencer-Beiträgen kennenlernen und ihre eigene Expertise mittels LinkedIn Publisher auf der Pulse Plattform demonstrieren.

Die Veröffentlichungsplattform von LinkedIn erreichte Mitte 2015 einen wichtigen Meilenstein: über eine Million geschriebene und veröffentlichte Posts seit die Plattform vor etwas mehr als einem Jahr für alle Nutzer des Netzwerks geöffnet wurde. Vom Junior-Partner bis zum CEO veröffentlichen mehr als eine Million individuelle Autoren ihre Ansichten auf LinkedIn, in rund 130.000 Beiträgen täglich.

Mit der steigenden Anzahl an Nutzern steigt natürlich auch das Risiko für Intransparenz. Für Influencer und Menschen, die bereits über ein großes Netzwerk verfügen, ist es einfach, Tausende von Aufrufen und „Gefällt mir“-Angaben für ihre Posts einzufahren – aber wie kann jemand mit relativ wenigen Kontakten und einem eher unspektakulären Jobtitel Aufmerksamkeit erregen? Wenn Sie jemals einen Post auf LinkedIn veröffentlicht haben, haben Sie sich vielleicht auch gefragt, wie Sie sicher stellen können, dass er auch gelesen wird. Zur Feier des millionsten Beitrags auf LinkedIn haben wir uns daher entschlossen, die Best Practices für LinkedIn einmal zusammenzufassen.

5 ausgewählte Best Practices für Ihren LinkedIn Post

Die Basics für LinkedIn-Veröffentlichungen kennen

Als LinkedIn erstmals seine Veröffentlichungsplattform für alle Nutzer zugänglich machte, haben wir bereits ein ABC zur Nutzung der LinkedIn Publishing-Plattform zusammengestellt. Bevor Sie also hier weiterlesen, schauen Sie sich doch nochmal unseren Grundlagenbeitrag an. Zum Basisrezept für den Erfolg auf LinkedIn gehören ein klickstarker, fesselnder Titel, ein gutes Titelbild, ein einfach zu lesender Text und regelmäßig neue Beiträge.

Wie auf allen anderen Blogger-Plattformen ist es auch bei LinkedIn wichtig, als Titelbild einen Eyecatcher im passenden Format (700 mal 400 Pixel) zu verwenden. Das Titelbild ist in der Blogroll auf der Startseite sichtbar, wird im Newsfeed Ihres Netzwerks angezeigt und erscheint natürlich auch auf Ihrer Post-Seite – suchen Sie also ein gutes Visual aus. Eine weitere Best Practice: Fassen Sie sich kurz. Die Analyse eines Bloggers zeigte unter anderem, dass mehr als 70 Prozent der Top-1.000-Posts auf Pulse weniger als 1.000 Worte haben. Wenn Sie einen längeren Beitrag von Ihrer Homepage oder aus Ihrem persönlichen Blog auf LinkedIn teilen möchten, stellen Sie besser nur einen kurzen Auszug auf die Plattform, der per Link zum ursprünglichen Beitrag weiterführt.

Zu guter Letzt sollten Sie noch Tags am Ende Ihres Beitrags setzen. Das erhöht die Chance, dass dieser auch per Zufall beim Surfen entdeckt wird. Auch hier gilt: nicht übertreiben und die Tags sparsam einsetzen, maximal fünf pro Post.

Inhalte mehrfach verwerten – aber nicht zu oft

Denselben oder einen ähnlichen Text auf unterschiedlichen Plattformen zu veröffentlichen, sollte eher die Ausnahme als die Regel sein, denn dies wird von den Suchmaschinen schnell als sogenannter „Duplicate Content“ gewertet und mindert dadurch den möglichen SEO-Wert eines Beitrags erheblich. Sollten Sie also einen Blog-Post auch auf LinkedIn cross-promoten wollen, veröffentlichen Sie dort entweder einen Auszug oder noch besser eine Zusammenfassung mit Link zum Original-Post. Der LinkedIn Publisher kann auf diese Weise auch dazu genutzt werden, ältere Beiträge zu aktualisieren oder einen Artikel, der zum Erscheinungszeitpunkt nicht genug Interesse hervorgerufen hat, nochmals hervorzuheben.

Die eigene Geschichte erzählen

Ein Influencer auf LinkedIn zu sein, ist natürlich hilfreich, wenn es darum geht, den eigenen Content sichtbar zu machen. Trotzdem müssen Sie nicht über ein riesiges Netzwerk verfügen, um auf Pulse wahrgenommen zu werden – dafür reicht es eigentlich, ein Thema aufzugreifen, das die LinkedIn Nutzer interessiert. Wie das geht, lernt man am besten von den Influencern des Netzwerks. Der Influencer-Serie von LinkedIn lässt entnehmen, dass sich die meisten mit dem persönlichen und beruflichen Werdegang von herausragenden Persönlichkeiten aus der Wirtschaft oder ihrer Branchen beschäftigen. Serien wie “Die besten Fehler”, “Ich werf es hin” oder “Wenn ich nochmal 22 wäre” animieren Berufstätige in allen Karrierestadien, zu erzählen, wie sie bei Bewerbungen oder bei der Mitarbeitersuche vorgehen oder wann und warum sie ihre Jobs kündigten.

Warten Sie also nicht bis Sie ein Influencer sind, bevor Sie Ihre persönlichen Erfahrungen mit anderen in einem LinkedIn Post teilen. Sie werden überrascht sein, wie viele Menschen sich mit Ihren Siegen und Niederlagen identifizieren – oder sogar davon lernen – können.

Vom erfolgreichsten Content der Branche lernen

Wenn Sie im Bereich Technologie, Finanzen oder Höhere Bildung arbeiten, gehören Sie laut LinkedIn zu den Glücklichen, denn diese sind die Branchen mit den meistgefragten Inhalten. Wenn Ihr Tätigkeitsbereich nicht auf der Liste der Top-Themen zu finden ist, muss das aber nicht heißen, dass die Leser nicht daran interessiert sind. Um herauszufinden, was gerade Gesprächsthema in Ihrer Branche ist, können Sie in den Top-Posts des Tages auf LinkedIn Pulse nachsehen, was dort diskutiert wird. Am 16. Juli beispielsweise ging es in den Top-Beiträgen um persönliche Marken, Mitarbeiterführung, Zeitmanagement und berufliche Fortentwicklung.

Dass diese Themen wie ein x-beliebiger Auszug aus LinkedIn klingen, liegt höchstwahrscheinlich daran, dass es sich um die am meisten gesuchten und gelesenen Inhalte des Business-Netzwerks handelt. Zu den meist gesuchten Influencer-Themen gehören zum Beispiel auch „Karriere-Tipps“ oder „Hilfe fürs Bewerbungsgespräch“. Sie haben ein paar Weisheiten in petto, die Branchenneulingen oder Berufsanfängern weiterhelfen könnten? Dann teilen Sie sie mit!

Setzen Sie sich mit anderen Posts auseinander

Last but not least: Kommunikation ist keine Einbahnstraße. Interagieren Sie mit anderen Nutzern und kommentieren Sie deren Beiträge. Beantworten Sie Kommentare, die andere zu Ihrem LinkedIn Post abgeben, und besuchen Sie die Seiten der Kommentatoren – die Chancen, auf Gleichgesinnte zu treffen, stehen gut. Wollen Sie einen Schritt weitergehen, können Sie auch Kommentare, die Sie bei anderen hinterlassen haben, in Ihren eigenen Beiträgen erweitern. Oder sich, wenn Sie auf der Suche nach Inspiration für einen Blog-Beitrag sind, mit den Themen beschäftigen, die gerade in Ihren LinkedIn-Gruppen diskutiert werden.

Haben wir etwas vergessen, dass einen LinkedIn-Post besonders attraktiv macht? Schildern Sie uns Ihre Beispiele in den Kommentaren!

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