Die Branche für gefakte Instagram-Follower basiert auf einem ziemlich verlockenden Angebot: Gib ein bisschen Geld aus und erhalte eine Menge Follower. Über Nacht kann man von ein paar hundert Followern auf 10.000 oder mehr kommen. Dieser Schub sorgt sicher auch für Umsatz und Partnerschaften, oder?

Tut mir leid, wenn ich diese Seifenblase platzen lassen muss. Auch wenn sich Instagram-Follower billig und einfach erwerben lassen, können euch die versteckten Kosten teuer kommen. Ihr könnt euren Ruf ruinieren, echte Follower verprellen und sogar euren Account verlieren, wenn Instagram den Schwindel bemerkt. Wenn ihr versucht, auf Instagram berühmt zu werden oder euer Unternehmen aufzubauen, helfen gekaufte Follower nicht.

In diesem Beitrag führen wir euch durch das Fake-Follower-Dickicht und zeigen, was passiert, wenn man Instagram-Follower kauft. Statt sich den Weg zum Erfolg zu erschwindeln, zeigen wir euch lieber, wie ihr mit bewährten Taktiken an mehr Instagram-Follower kommt.

Ihr könnt euch auch das Video unseres jüngsten Experiments anschauen, bei dem wir versucht haben, die teuersten Follower zu kaufen, die wir finden konnten:

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Wie man Instagram-Follower kauft

Schauen wir uns zunächst Schritt für Schritt an, wie man Instagram-Follower käuflich erwerben kann. (Danach erklären wir euch, warum ihr eurer Geld sparen und eure Würde wahren solltet.)

1. Anbieter wählen

Es gibt viele Unternehmen, die gefälschte Instagram-Follower verkaufen. Ihr habt also die Qual der Wahl. Wenn ihr „Instagram-Follower kaufen” googelt, werdet ihr eine schöne neue Welt von Firmen mit sehr fragwürdiger Ethik entdecken.

Diese Unternehmen arbeiten ein wenig anders als noch vor ein paar Jahren. 2018 hat Instagram seine öffentliche API abgeschaltet — Apps von Drittanbietern konnten damit nicht mehr posten.

Dies hatte enorme Auswirkungen auf alle Arten von Unternehmen, einschließlich derer, die Instagram-Follower und Likes vertickern. Massen von Bot-Konten verschwanden über Nacht, und Dienste von Drittanbietern, die Accounts liken und folgen, funktionierten nicht mehr. Als sich die Fake-Follower-Szene wieder erholte, hatten sich einige Dinge geändert: Die Dienste verlangten keine Anmeldedaten mehr und betonten, dass alle Follower „echt” und „authentisch” seien und keine Bots.

Im Folgenden haben wir eine Auswahl der bekannteren Anbieter zusammengestellt. Wir können jedoch nicht garantieren, dass eure Kreditkarten- oder Kontodaten bei einem dieser Anbieter sicher sind. Das müsst ihr mit euch allein ausmachen!

2. Tarif wählen

Bei der Erkundung des Marktes für Fake-Follower werdet ihr feststellen, dass ihr mehr als eine Option habt. Einige Anbieter bieten die Wahl zwischen regulären und „Premium”-Followern, andere wiederum offerieren „Managed Growth” (managen also eurer Wachstum). All diese Tarife beruhen auf dem Einsatz von Klickfarmen, die schlecht bezahlte Arbeitskräfte beschäftigen, die oft unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten. Das ist nur ein weiterer Grund, sie zu meiden.

Einfach

Die einfachsten Optionen sind auch die offensichtlichsten Fälschungen: Es gibt keine Profilbilder oder Posts in ihrem Feed, aber sie existieren — zumindest im Moment. Sie sind die billigste Stufe, obwohl sie mit Superlativen werben, die man im Biomarkt sieht: hochwertig, naturbelassen, aus Freilandhaltung… das letzte könnte ja eigentlich nur für Eier gelten. Da diese Fakes so offensichtlich sind, werden sie von Instagram in der Regel ziemlich schnell gelöscht. Während ihres oft kurzen Bestehens, werden sie keinen eurer Posts liken oder kommentieren.

Premium- oder aktive Follower

Als Nächstes kommen die „Premium”- oder „aktiven” Follower. Diese Accounts präsentieren sich in der Regel etwas seriöser und mit Profilfotos und Posts in ihrem Feed. Die Unternehmen versprechen, dass es sich dabei um „100 % echte Menschen” handelt, aber wir würden das eher bezweifeln. Und wie die einfachen Follower werden sie sich in keiner Weise mit eurem Content befassen.

Managed Growth

Schließlich gibt es noch „Managed Growth”. Dies ist die teuerste Art von Fake-Follower-Service und wird für eine einmalige Gebühr oder als laufendes Monats-Abo angeboten. „Managed Growth”-Services bieten an, im Wesentlichen eure Engagement-Strategie zu betreiben, indem sie andere Instagram-Konten ansprechen, um eure Follower-Zahlen zu erhöhen.

Bei diesen Diensten müsst ihr eure Account-Daten angeben (besonders unsicher!) und einem „Growth”-Agenten detaillierte Informationen über die Zielgruppen und Hashtags liefern, die ihr ansprechen wollt. Der Agent (oder seine automatisierte Software) wird dann in eurem Namen liken, folgen und kommentieren. Rein theoretisch führt das zu mehr Followern. In der Praxis ist es nur eine teurere Methode, um euren Feed zu überladen und die Gesamt-Engagement-Rate zu senken.

3. Anzahl der gewünschten Follower wählen

Immer noch interessiert? Na gut! Als nächstes könnt ihr die Anzahl der Follower wählen, die ihr kaufen möchtet.

Dies hängt von eurem Budget und dem gewählten Tarif ab. Die einfachen Fake-Follower sind ziemlich günstig zu haben und ihr geratet vielleicht in Versuchung, gleich 5.000 oder 10.000 auf einmal zu shoppen. Warum ihr das lieber bleiben lasst? Weil ein riesiger Anstieg der Follower von jetzt auf gleich bei Instagram wahrscheinlich Alarm auslösen wird.

Aus diesem Grund bieten die meisten Unternehmen die Optionen „sofortige oder schrittweise” Zustellung an. Eine Nach-und-Nach-Lieferung ist rein theoretisch weniger verdächtig. Aber das Verhältnis zwischen gefälschten und echten Followern ist wichtig, also überlegt es euch zweimal, bevor ihr eine große Anzahl kauft.

4. Ein paar Likes und Views einstreuen

Viele dieser Unternehmen rühmen sich damit, alles aus einer Hand zu bieten, was an vorgetäuschten Interaktionen möglich ist. Deshalb sind auch Likes für eure Posts oder Views für eure Instagram Stories im Angebot.

Theoretisch erhöht dies die Glaubwürdigkeit, da die gefälschten Follower durch gefälschtes Engagement ausgeglichen werden. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass sich damit jemanden täuschen lässt.

5. Rein ins (kalte) Wasser

Ihr habt euch die Optionen angeschaut und euch wider besseren Wissens entschieden, zur Kasse zu gehen. Jetzt müsst ihr eurer Instagram-Konto, eure E-Mail-Adresse und eure Kreditkartendaten angeben.

Manche Unternehmen fordern euch auf, einen Account einzurichten oder sie kommen gleich zur Sache: den Zahlungsinformationen. Wenn ihr keine Lust habt, eure Kreditkartendaten preiszugeben, könnt ihr auch per PayPal oder in Kryptowährungen bezahlen.

Ein wichtiger Hinweis: Sofern ihr euch nicht für Managed Growth entscheidet, werdet ihr auch nicht aufgefordert, euer Instagram-Passwort preiszugeben.

6. Abwarten (und Tee trinken)

Die meisten Unternehmen versprechen, dass ihr innerhalb von 24 bis 72 Stunden neue Follower erhaltet, sobald eure Kreditkarte belastet ist.

Die teureren Growth-Services brauchen länger, weil sie versprechen, euren Account durch gezieltes Engagement oder Automatisierung schrittweise zu vergrößern. Was bedeutet das für euch? Es kann länger dauern, bis euch auffällt, dass ihr euer Geld zum Fenster rausgeworfen habt.

Wo man Instagram-Follower kaufen kann

Es gibt eine Menge Unternehmen, die Instagram-Follower verkaufen. Ihr könnt natürlich gerne selber in den Abgrund blicken und anschauen, was da zurück starrt. Derweil haben wir ein paar der Optionen für euch zusammengestellt.

Wie in jeder illegalen Branche neigen Händler dazu, ihre Namen und URLs zu ändern, um schlechte Bewertungen oder Kundenbeschwerden zu vertuschen. Ihr werdet zudem feststellen, dass sich die Websites aller Anbieter in Bezug auf Layout, Sprache und Preisgestaltung sehr ähnlich sind. Ehrlich gesagt ist es schwer, die einzelnen Unternehmen voneinander zu unterscheiden. Aber wir haben es versucht:

Buzzoid: Buzzoid verspricht die „schnellste Lieferung” und garantiert neue Follower innerhalb von Stunden nach Zahlung. Buzzoid bietet auch einen Abo-Service für „automatische Likes” an: Gegen eine monatliche Gebühr erhaltet ihr automatisch Likes und Video-Views von „echten Nutzern” für jeden neuen Post. Hunderte von sofortigen Likes für einen Beitrag zu erhalten, klingt nach einer guten Methode, Instagram auf eure zwielichtigen Aktivitäten aufmerksam zu machen.

Twicsy: Wie viele seiner Konkurrenten verspricht Twicsy „Echte Nutzer, echte Konten, schnelle Lieferung!”. Twicsy bietet kein Managed Growth, sondern nur die Wahl zwischen „echten” und „Premium”-Followern. Obwohl Twicsy seine Trustpilot-Bewertungen hervorhebt, gibt es viele Bewertungen von Nutzern, die sich über überhöhte Gebühren, null Kundensupport, schlechte Ergebnisse und den Ausschluss von Instagram beschweren. Eine Bewertung ist eine moderne Version der Fabel von König Midas, nur dass die fatale Gier nach Gold hier zur ebenso schädlichen Gier nach zu vielen gefälschten Followern wird:

Nutzerbeschwerde über Twicsy

Famoid. Wir haben Famoid für unser letztes Fake-Follower-Experiment verwendet (in unserem Video unten erfahrt ihr alle Einzelheiten). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Famoid „alles echte und aktive” Follower verspricht, obwohl sie nach unserer Erfahrung ziemlich offensichtlich gefälscht waren.

Kicksta: Dieses Tool ist ein wenig anders. Es verspricht 100 % natürliches, organisches Wachstum durch die Magie der künstlichen Intelligenz. Ihr stellt Kicksta eine Liste von Accounts Verfügung, die die von euch gewünschten Follower haben (z. B. Konkurrenten oder Influencer), und Kicksta liked die Posts dieser Follower. Die Idee dahinter: dass diese Nutzer euch nach Erhalt einer Benachrichtigung zu eurem Like eher folgen werden.

Das klingt zwar besser, als eine untote Armee von Bots zu beschwören, ist aber trotzdem nicht ideal. Zum einen müsst ihr immer noch eine Menge Arbeit leisten, um die Strategie von Kicksta zu steuern. Zeit, die ihr nutzen könntet, um… mehr Follower zu bekommen! Zum anderen vertraut ihr euer Konto und seine Aktivitäten einer dritten Partei an, was riskant ist: Wenn deren Taktiken die Nutzer verärgern, die ihr zu beeindrucken hofft, kann sich das gegen euch richten.

Erfahrt mehr darüber, warum Automatisierung eine der Black-Hat-Social-Media-Techniken ist, die ihr unserer Meinung nach vermeiden solltet.

GetInsta: Eine Sache, die mir an GetInsta gefällt: sie haben (wie The Gap) immer eine neue Rabattaktion.

Rabattaktion bei GetInsta

Eine weitere Taktik: Ihr könnt zwischen „Instant Followern”, die auf alle einmal erscheinen, und „täglichen Followern” wählen. Bei letzteren muss man sich für ein Abonnement registrieren, das eine bestimmte Anzahl von Followern pro Tag zusagt. Das Geschäft mit gefälschten Followern ist wirklich kreativ (Ironie Ende).

GetInsta bietet auch einen Generator für Instagram-Bildunterschriften, der verspricht, dass „euer Instagram-Post viral geht”. Ich war angenehm überrascht von der stimmungsvollen Bildunterschrift, die für mich generiert wurde, auch wenn ich bezweifle, dass mich das in den sozialen Medien zu Star macht:

Instagram-Bildunterschriften-Generator von GetInsta

Mr. Insta: Von allen von uns untersuchten Webseiten für Fake-Follower zeigte diese die größte Auswahl an Angeboten. Mr. Insta ist sozusagen die Cheesecake Factory der dubiosen Dienste und sehr viel teurer als die Konkurrenz. Im Gegenzug für das viele Geld verspricht Mr. Insta, „die meisten und realistischsten Follower zu liefern”. Dies war auch der einzige Service, bei dem die Kunden mit US-Dollar-General- oder CVS-Geschenkkarten bezahlen konnten.

Social Boost: Dieser Service bietet nur Growth Management, hat aber einen höheren Preis als die Konkurrenz und die passenden Etsy-würdigen Adjektive („handgemachtes Wachstum!”). Im Gegensatz zu den meisten anderen Websites sagt Social Boost keine bestimmte Anzahl von Followern zu. Stattdessen wird versprochen, Instagram-Nutzer anzusprechen und mit ihnen in Kontakt zu treten, um euren Account mit der Zeit wachsen zu lassen.

Wir waren neugierig, ob der Kauf der teuersten Follower auf dem Markt zu besseren Ergebnissen führen würde, also haben wir es ausprobiert. Weiter unten erfahrt ihr mehr über unsere enttäuschende Erfahrung!

QuickFix ist eine interaktive Installation des belgischen Künstlers Dries Depoorter, die Instagram-Follower und Likes für ein paar Euro verkauft. Vorteile: Ihr Kauf wird von der Installation protokolliert, so dass ihr Teil der Kunst werden könnt. Nachteile: Es gibt nur zwei QuickFix-Automaten, das heißt, ihr könnt Service nur dann nutzen, wenn ihr euch in der richtigen europäischen Galerie befindet.

Was gekaufte Instagram-Follower kosten?

Dies hängt vom jeweiligen Service ab. Die meisten bieten einen Mengenrabatt. Damit sieht der Kauf von 10.000 Followern nach einem besseren Deal aus, als der Kauf von ein paar hundert.

Grundsätzlich ist der Kauf von Instagram-Followern günstig. Die meisten der von uns untersuchten Anbieter verlangen um die 15 USD für 1.000 Follower. Einige waren teurer, die Kosten lagen im Bereich von 25-40 USD.

Growth-Management-Dienste, die durch Automatisierung oder manuelles Engagement Follower generieren, sind teurer. Diese Services können zwischen 50 und 250 USD monatlich kosten.

Nicht auf der Rechnung stehen der langfristige Schaden für eure berufliche Reputation und euren Account. Mehr dazu weiter unten!

Lohnt sich der Kauf von Instagram-Followern?

Die Kurzantwort: Auf gar keinen Fall!.

Die Langversion: Es stimmt, dass diese Services euer Konto mit Instagram-Followern von fragwürdiger Qualität aufpeppen können. Aber die Gleichung geht nicht auf. Selbst die Anzahl echter Follower ist eine Vanity-Metrik, die keinen aussagekräftigen ROI repräsentiert. Doch wenn diese echten Follower euren Content tatsächlich liken, dann werden sie wahrscheinlich zu Kunden. Wie unsere Experimente zeigen, sind selbst die „hochwertigsten” Fake-Follower in der Regel x-beliebige Accounts, die nichts mit eurem Unternehmen oder eurer Marktnische zu tun haben. Sie werden niemals mit euren Posts interagieren, zu echten Kunden werden oder gar positive Mundpropaganda über eure Firma verbreiten.

Wenn es euer einziges Ziel ist, mehr Follower zu bekommen, dann helfen diese Dienste dabei, dieses Ziel zu erreichen. Zumindest vorübergehend, bis Instagram die Spam-Aktivitäten auf eurem Konto bemerkt und es sperrt.

Wenn ihr aber ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen, mit Kunden Kontakt aufnehmen und mit eurer Social-Media-Strategie Umsatz machen wollt, gibt es bessere Möglichkeiten, um eure Zeit und euer Geld zu investieren.

Ihr braucht uns nicht einfach zu glauben. Wir haben Follower von Social Boost gekauft, um herauszufinden, was passiert (im Video am Anfang dieses Beitrags erfahrt ihr, was genau dabei herauskam).

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Was passiert wenn man teure Instagram-Follower kauft?

Wir haben ein paar Tests durchgeführt, um herauszufinden, was geschieht, wenn man Instagram-Follower kauft. 2021 haben wir billige Instagram-Follower von Famoid erworben. Dieses Jahr haben wir im Namen der Wissenschaft mehr Geld für einen Premium-Growth-Management-Service locker gemacht. Es gab ein paar Unterschiede:

Der Premium-Service bedeutete mehr Arbeit für uns

Da das Ziel dieser Dienste darin besteht, „organisches” Engagement durch das Liken und Folgen anderer Accounts in eurem Namen zu erhalten, müsst ihr eure Hausaufgaben machen. Unser Growth-Agent verlangte von uns, dass wir Angaben zu Influencern, demografischen Daten und Hashtags machen, damit er erkennen kann, wen wir ansprechen wollen.

Die Crux dabei: Wenn ihr diese Informationen bereitstellt, könntet ihr sie dann nicht gleich selbst nutzen, um relevante Accounts zu liken und ihnen zu folgen? Logo! Und das solltet ihr auch — denn ihr werdet es besser machen als ein Klick-Farmarbeiter.

Der Growth-Agent riet uns außerdem, täglich Instagram Stories zu posten und jede Woche zwei oder drei Posts im Feed zu veröffentlichen. Das ist tatsächlich ein guter Ratschlag. Aber es ist eine Mahnung, dass man sich nicht einfach zurücklehnen und zusehen kann, wie die Follower eintrudeln. Man muss immer noch Arbeit hineinstecken.

Wir haben Sicherheitswarnungen von Instagram erhalten

Diese Premium-Dienste für Fake-Follower benötigen eure Account-Daten, damit sie sich in eurem Namen anmelden können. Da Klickfarmen über die ganze Welt verstreut arbeiten, nutzen die Agenten ein VPN, um den Anschein zu erwecken, dass sie sich von eurem echten Standort aus einloggen.

Aber auch die teuren Services haben zu viel versprochen und zu wenig gehalten. Wir haben Sicherheitswarnungen von Instagram erhalten, als sie Anmeldungen und Kontoaktivitäten an seltsamen Orten bemerkten. Insta wird es mit Sicherheit auffallen, wenn sich euer Account verdächtig macht.

Wir haben auch Sicherheitswarnungen von unserer Bank erhalten

Als wir versuchten, unseren Growth-Management-Service zu bezahlen, wurde unsere Kreditkarte abgelehnt, und unsere Bank rief uns wiederholt an, weil sie Angst vor Betrug hatte. Wir überzeugten sie, unsere Karte freizugeben, und die erste Zahlung wurde ausgeführt.

Dann… haben wir gewartet. Und obwohl eine Zahlung auf unserer Kreditkarte auftauchte, teilte uns unser Growth-Management-Service mit, dass sie nicht erfolgt sei. Also zahlten wir erneut, entgegen dem Rat unserer Bank, die uns warnte, dass wir definitiv betrogen werden. (Versucht das bloß nicht zu Hause!!)

Da der Dienst vor Zahlungseingang keinen Finger krumm machte, waren wir 500 USD los, bevor sie überhaupt anfingen. Doch irgendwann ging die Überweisung dann durch.

Die Ergebnisse ließen zu wünschen übrig

Neunzehn Tage nach dem Versuch, unsere erste Zahlung zu leisten, sahen wir endlich die versprochenen Follower. Tatata!

Nach 19 Tagen hatten wir 37 neue Follower. Das sind etwa zwei Follower pro Tag, die Art von Wachstum, die man mit ein wenig Mühe und ohne beunruhigende internationale Transaktionen selbst erreichen könnte.

Als wir das Experiment beendeten, hatten wir schon ein paar mehr Follower. In der vierten Woche verzeichneten wir 335 Follower. Das sind etwa 1,50 USD pro Follower. Für diesen Preis sollte man erwarten, dass sie ziemlich gut sind. Aber sie waren inaktiv, sahen extrem gefälscht aus und hatten keinerlei Relevanz für unseren Account.

Wir erhielten einige merkwürdige DMs

Wie es in einem Selbsthilfebuch heißen könnte: die Energie, die man in die Welt sendet, kommt zu einem zurück. Und wenn man zwielichtige Praktiken anwendet, zieht man zwielichtige Leute an. Unsere DMs während dieses Experiments waren doch sehr gemischt, darunter zwei Angebote von Wahrsagern und eine Einladung, den Illuminaten beizutreten.

Das ist nur ein weiterer Hinweis, dass der Kauf von Fake-Followern unbeabsichtigte Folgen haben kann. Bizarre DMs sind ein harmloser Spaß, es sei denn, sie verstopfen euren Posteingang und machen es schwer, echte Follower zu finden und sich mit diesen zu vernetzen.

4 Gründe KEINE Instagram-Follower zu kaufen

Instagram kann das erkennen

Wie beim großen Bot-Crackdown im Jahr 2018 arbeitet Instagram ständig daran, die Plattform sicher und authentisch zu halten. Das bedeutet: Fake-Accounts werden regelmäßig gelöscht und es wird gegen Nutzer vorgegangen, die sie kaufen. Stellt Instagram verdächtige Kontoaktivitäten fest, kann euer Konto gesperrt oder dauerhaft gelöscht werden.

Marken werden eine Zusammenarbeit mit euch ausschließen

Gefälschte Follower sind kein Geheimnis, und seriöse Marken wollen sicherstellen, dass sie nicht mit Unternehmen oder Influencern zusammenarbeiten, die diese nutzen. Mit kostenlosen Tools wie HypeAuditor lässt sich leicht herausfinden, wer seine Follower-Zahl künstlich aufbläht.

Wenn ihr beim Kauf von Fake-Followern ertappt werdet, ruiniert ihr eure Glaubwürdigkeit und schädigt euren Ruf. Diese negativen Auswirkungen werden euch viel länger begleiten als die Accounts eurer gefälschten Follower.

Echte Nutzer werden euch nicht folgen

Selbst normalen Instagram-Nutzern wird es auffallen, wenn eurem Konto hauptsächlich gefälschte Accounts folgen. Schon mal einen Instagram-Post angeschaut, bei dem die einzigen Kommentare von offensichtlichen Spam-Konten stammen? Das killt die Stimmung.

Influencer und Unternehmen kaufen oft Follower, um ihre Glaubwürdigkeit zu steigern, weil sie denken, dass Nutzer eher einem Account mit 20.000 Followern folgen als einem mit 200. Aber damit macht man niemandem etwas vor, und die Nutzer, die man anlocken will, werden in die andere Richtung laufen.

Ihr irritiert eure Analytics

Wenn ihr viele gekaufte Follower habt, mag eure Follower-Zahl hoch sein — aber das Engagement wird sehr niedrig sein, weil diese gefälschten Follower nicht mit eurem Content interagieren.

Dies schreckt Marken und Partner ab, denen hohe Engagement-Raten wichtiger sind als hohe Follower-Zahlen. Eine Engagement-Rate liegt normalerweise zwischen 1 % und 5 % pro Post. Je mehr Fake-Follower ihr habt, umso mehr wird diese Engagement-Rate verwässert.

Damit wird es auch schwieriger für euch herauszufinden, was funktioniert, und eure Social-Media-Strategie zu verbessern. Wenn alle eure Follower echt sind, könnt ihr leicht nachvollziehen, auf welche Inhalte sie reagieren, indem ihr ermittelt, welche Posts und Stories mehr Engagement erhalten als andere.

Was tun, anstatt Instagram-Follower zu kaufen?

Wenn ihr eure Instagram-Followerschaft vergrößern möchtet, gibt es viele legitime Möglichkeiten, dies zu tun. Es geschieht nicht über Nacht, aber die Follower, die ihr euch verdient, zählen viel mehr als die, die ihr kauft.

Sorgt für richtig guten Content

Hier gibt es leider keine Abkürzung. Das Publikum ist anspruchsvoll, ebenso wie Marken. Das bedeutet, dass ihr ansprechende Videos und hochwertige Fotos posten müsst, die von gut getexteten Bildunterschriften begleitet werden.

Außerdem müsst ihr sicherstellen, dass sich euer Content finden lässt. Wenn ihr relevante Konten taggt und Hashtags einsetzt, wird sich die Sichtbarkeit erhöhen. Auf der Explore-Seite zu landen ist der Hauptgewinn. Und das passiert eher, wenn ihr regelmäßig postet und eine aktive Fangemeinde habt. Instagram bevorzugt Posts, die gut performen. In unserem Leitfaden erfahrt ihr, wie ihr mehr Likes für euren Instagram-Content bekommt.

Trommelt überall für euren Instagram-Account

Macht es den Leuten leicht, euch auf Instagram zu finden. Achtet nach Möglichkeit darauf, dass euer Benutzername auf allen Social-Media-Plattformen einheitlich ist. So weiß jemand, der euch auf TikTok folgt, wie er euch auch auf Instagram finden kann.

Ihr könnt eure besten Instagram-Inhalte auch cross-promoten, um eure Zielgruppe zu motivieren, euch auch auf Instagram zu folgen.

Denkt auch über die sozialen Medien hinaus. Euer Instagram-Account sollte auf eurer Website, in eurer E-Mail-Signatur, auf den Visitenkarten und auf allen anderen Werbematerialien eures Unternehmens vermerkt sein.

Veranstaltet einen Wettbewerb

Wenn ihr eine schnelle Lösung sucht: Instagram-Wettbewerbe erhöhen eure Follower-Zahlen schnell. Wenn ihr Nutzer dazu bringt, eurem Account Konto zu folgen, Freunde zu taggen und eure Inhalte auf ihren eigenen Konten zu teilen, um teilzunehmen, gewinnt ihr neue Follower und steigert die Reichweite.

Konzentriert euch auf Beziehungen

Eure Follower wollen nicht nur zugetextet werden — sie möchten, dass ihr mit ihnen sprecht. Die Beantwortung von Kommentaren, Frage & Antwort-Sessions in Stories und das Teilen von nutzergeneriertem Content in eurem Feed sind nur einige Möglichkeiten, euren Followern zu zeigen, dass ihr ihnen auch zuhört.

Mehr Vorschläge für den Gesprächseinstieg und den Aufbau von Beziehungen? Wir haben da einen Spickzettel mit 29 kreativen Content-Ideen.

Gebt lieber Geld für Anzeigen statt für Follower aus

Wenn ihr mehr Reichweite wollt, ist Werbung auf Instagram eine legitime (und wirksame) Methode. Bezahlte Werbung auf Instagram erreicht bis zu 1,48 Milliarden Menschen, was bedeutet, dass ihr mit Sicherheit einige neue Follower gewinnt.

Bleibt im Trend

Wenn ihr euch auf Instagram an der Spitze halten wollt, müsst ihr mit der Zeit gehen. Der Geschmack und die Vorlieben der Nutzer entwickeln sich ständig weiter. Folglich muss auch euer Content mithalten. Hier erfahrt ihr, was Insta-Nutzer 2022 sehen wollen.

Ihr sucht nach weiteren Möglichkeiten, um eure Follower-Zahlen ganz ohne Bots nach oben zu treiben? Wir haben 35 Tipps, um mehr Instagram-Follower zu gewinnen.

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