Wie Sie Ihren LinkedIn Unternehmensauftritt in 6 einfachen Schritten auffrischen

LinkedIn expandiert weiter im deutschsprachigen Raum und will neben München einen zweiten Standort in Berlin eröffnen. Zu den Erfolgsstrategien der beruflichen Plattform gehört profilierter Content zu unternehmens- und berufsspezifischen Themen wie zum Beispiel Employer Branding.

Das Microsoft-Unternehmen ist das weltweit größte und aktivste berufliche Netzwerk – über 13 Millionen Firmen wetteifern um die Aufmerksamkeit von mehr als einer halben Milliarde Nutzer.

Das Tool für Jobsuchende hat sich zu einer Plattform für reichhaltige Medienerlebnisse entwickelt, die kein Unternehmen länger ignorieren kann. Immer mehr LinkedIn-Nutzer loggen täglich ein, um am Puls ihrer jeweiligen Branchen zu bleiben.

Genau deshalb eröffnet Ihre Unternehmensseite auf LinkedIn so große Chancen: Sie können die Diskussion in Ihrem Geschäftsfeld lenken, Ihre Marke in Szene setzen und dabei Spitzentalente anlocken.

In den nachfolgenden sechs Schritten erfahren Sie, wie Sie Ihre Firmenseite auf LinkedIn aufpolieren und Ihren Auftritt, Ihre Autorität und die Chancen auf geeignete Bewerber optimieren.

 

Frischen Sie Ihre LinkedIn Unternehmensseite in 6 Schritten auf

1. Erzählen Sie Ihre Story in Bildern

Aktualisieren Sie Ihr Profilbild und Banner

Ihr Profilbild ist das erste, was jemand zu sehen bekommt, der auf LinkedIn nach Ihrem Unternehmen sucht – sorgen Sie also für einen guten Eindruck. Unternehmensseiten mit Profilbildern erhalten sechsmal mehr Besucher als solche ohne Bilder.

Die Auswahl eines Profilbilds ist keine Kunst: Nehmen Sie einfach Ihr Unternehmenslogo (dasselbe, das Sie in Ihren anderen Social Media-Kanälen verwenden) und passen Sie die Größe an die LinkedIn-Spezifikationen an.

Die optimalen Spezifikationen für ein LinkedIn Profilbild

Setzen Sie mit Ihrem Profil-Banner den passenden Ton

Das Profil-Banner oberhalb Ihres Firmenlogos bietet mehr Raum für Kreativität. Es gibt keine verbindlichen Regeln zur Nutzung dieses Bereiches (nur ein paar Größenvorgaben).

Die optimalen Spezifikationen für ein LinkedIn Profil-Banner

  • 1536 x 768 Pixel
  • PNG-Format
  • Maximal 8 MB
  • Rechteckig

Wie Sie das Profil-Banner Ihrer Firma gestalten, ist Ihnen überlassen. Hier kommen zwei ganz unterschiedliche Beispiele von Firmen-Profil-Bannern und warum diese erfolgreich sind.

Sephora: einfach, elegant und stylish

Selbst eine simple Grafik kann das Standard-Template von LinkedIn glänzen lassen. Das Banner von Sephora zeigt die klaren schwarzen und weißen Streifen, die sich in vielen Aspekten der Markenführung, im Online-Shop und im Offline-Geschäft wiederfinden.

Air Canada: aktiv, ansprechend und direkt

Das Banner von Air Canada folgt mit der Bewerbung des Engagements der Airline bei der Winter-Olympiade 2018 in Seoul einem direkteren Ansatz. Es beinhaltet zweisprachige Hashtags zur dazugehörigen Social Media-Kampagne und arbeitet mit den kanadischen Nationalfarben, um Social Media-Interaktionen zu steigern.

2. Verfassen Sie ein „Über uns“ und nutzen Sie Schlagworte

Mit sorgfältig ausgesuchten Bildern lassen sich potenzielle Kandidaten anlocken, doch erst die richtigen Worte überzeugen nachhaltig.

Ein gut gemachter „Über uns“-Bereich auf Ihrer Firmenseite informiert Besucher in einem knapp formulierten Paragrafen (2.000 Zeichen oder weniger) über die wesentlichen Fakten zu Ihrem Unternehmen. Verwenden Sie eine einfache und zugängliche Sprache auf Basis von Keyword-Recherchen, um Ihre Unternehmensziele allgemein verständlich zu umreißen.

Wie in anderen Social Media-Profilen sollte der „Über uns“-Part auf Ihrer Unternehmensseite sechs grundlegende Fragen beantworten (die ich für die LinkedIn-Plattform geringfügig angepasst habe):

  • Wer sind Sie?
  • Wo befindet sich Ihr Standort?
  • Was bieten Sie an?
  • Für welche Werte stehen Sie?
  • Wie klingt die Stimme Ihrer Marke?
  • Wie kann man Sie kontaktieren, um mehr zu erfahren?

In der „Über uns“-Darstellung alles richtig gemacht hat Shopify. Die Bio beschreibt akkurat den Umfang ihres Kernproduktes ohne dabei abzuschweifen.

Besonders gut gefällt mir, wie sie das „Being awesome“ (großartig sein) als eine ihrer Spezialitäten eingeschmuggelt haben. Genau so macht LinkedIn Spaß und bleibt dabei professionell.

Behalten Sie stets im Hinterkopf, dass sich LinkedIn an Profis richtet. Wie jede Social Media-Plattform gehorcht es eigenen ungeschriebenen Gesetzen. Teilen Sie als Unternehmen lieber keine fünf Jahre alten Memes, um sich bei der Generation Z anzubiedern.

How to Give Your Business a Complete LinkedIn Makeover in 6 Easy Steps | Hootsuite Blog

Inhalte, die sich an ein geschäftsorientiertes Publikum richten, müssen aber nicht langweilig sein. Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen und planen Sie entsprechend.

Bonus: Laden Sie sich diesen kostenlosen Leitfaden herunter und entdecken Sie, wie Sie die Interaktion in den sozialen Medien steigern können – durch verbesserte Zielgruppenanalyse, genauere Kundenansprache und die einfach zu nutzende Social Media-Software von Hootsuite.

3. Bauen Sie Showcase-Seiten

Wenn Ihre Firmenseite Ihr Unternehmen und seine zentralen Werte aus der Vogelperspektive zeigt, dann sind die Showcase-Seiten der Platz, an dem Sie näher auf Ihre täglichen Aktivitäten eingehen können.

Diese Seiten lassen sich in hohem Maße individualisieren und sind im Prinzip nichts anderes als maßgeschneiderte News zu spezifischen Aspekten Ihres Unternehmens. Interessenbezogen könnten Besucher hier nach individuellem Marken-Content und Produktpaletten, laufenden karitativen Aktionen und Sponsoring-Möglichkeiten oder regelmäßigen Events wie Treffen, Konferenzen oder Messen suchen.

Posten, posten, posten

Mal im Ernst: Showcase-Seiten müssen gepflegt werden. Sie haben ihre eigenen Follower-Gruppen, die sich von denen Ihrer Firmenseite unterscheiden. Wenn Sie wollen, dass diese Seiten erfolgreich sind (und es auch bleiben), stellen Sie sicher, dass sie regelmäßig mit Beiträgen, Videos, Slide-Präsentationen und anderen Inhalten angereichert werden, die Ihren Followern signifikanten und nachhaltigen Mehrwert bieten.

Showcase-Seiten eignen sich bestens für das Teilen von gesponsertem Content und profitieren von gezielter Werbung.

LinkedIn bietet Zielgruppen-Optionen nach Standort an und empfiehlt zusätzlich zwei weitere Kategorien – zur Auswahl stehen Branche, Unternehmensname, Jobbezeichnung, Karrierestufe, Gruppen, Hochschulen und weitere. Weil Follower Ihrer Showcase-Seiten bereits durch das Abonnieren aktives Interesse an dieser Art von Inhalten gezeigt haben, werden sie sie eher lesen und in ihren Netzwerken teilen.

Und hier noch ein letzter Tipp: Showcase-Seiten werden (noch) viel zu selten eingesetzt. Nutzen Sie das als Chance! Sogar mit nur einer einzigen Showcase-Seite sind Sie der Konkurrenz voraus – und Sie dürfen bis zu 10 haben – genug für einen echten Vorsprung.

4. Richten Sie eine Karriereseite ein

Wie Glassdoor berichtet, bewerben sich 69 Prozent der Jobsuchenden eher bei einer Firma, die ihre Unternehmenskultur aktiv online bewirbt. LinkedIn-Karriereseiten eignen sich ausgezeichnet, um Ihre Unternehmenskultur im besten Licht zu zeigen und so Recruiting-Vorhaben zu unterstützen.

Unter dem Tab „Unternehmenskultur“ bieten die Karriereseiten individuell anpassbare Module – hier können Sie Fotos, Videos und Beiträge zum Tagesgeschäft Ihres Unternehmens zeigen. Fügen Sie jedem Post nach Möglichkeit eine URL hinzu. Wie LinkedIn berichtet, erzielen Posts mit Links 45 Prozent mehr Engagement.

Berücksichtigen Sie die Perspektive Ihrer Mitarbeiter

Wenn Sie Ihr Unternehmen als Thinktank für neue Ideen präsentieren wollen, werfen Sie unter Karriereseiten einen Blick auf den Bereich „Mitarbeiterperspektiven“. Dort können Sie Vordenker-Beiträge von Mitarbeitern posten.

Laut einer Studie von Jumpstart HR stellt die Mehrheit der Jobsuchenden bei der Entscheidung für einen neuen Arbeitgeber persönliche Entwicklungsmöglichkeiten in den Vordergrund. Wenn Sie im Unternehmen erstellte Inhalte teilen, demonstrieren Sie, dass Sie die Anschauungen Ihrer Mitarbeiter zu schätzen wissen und zeigen zukünftigen Talenten, dass es bei Ihnen viel Raum für Anerkennung – und die damit verbundenen Chancen – gibt.

Erkunden Sie andere Features

Die Karriereseiten bieten etliche weitere Features, die in diesem Blog-Post nicht alle vorgestellt werden können. Hier die wichtigsten, die Sie kennen sollten:

  • Einen virtuellen „Meet the Team“-Bereich aus Mitarbeiter-Profilen erstellen
  • Mitarbeiterreferenzen sammeln und teilen
  • Auflistung der Anliegen, die Ihren Mitarbeitern wichtig sind und die sie in ihren Profilen teilen
  • Vielfalt demonstrieren durch Auflisten der im Unternehmen gesprochenen Sprachen
  • Recruiting-Analytics zur Verbesserung Ihres Einstellungsprozesses verfolgen

Sie sollten Ihre Karriereseiten genau wie die Showcase-Seiten regelmäßig aktualisieren. In diesem Bereich können Sie Ihr Unternehmen als Kompetenzzentrum und Innovator präsentieren. Posten Sie also, wann immer es sich anbietet. Das Ziel: Die Leute müssen sich darum reißen, für Sie zu arbeiten.

5. Sammeln und geben Sie Empfehlungen

Bereits über eine Milliarde Peer-to-Peer-Empfehlungen wurden auf LinkedIn erteilt – die mächtigste (und manchmal umstrittenste) Form des Social Proof. Nutzen Sie jede Gelegenheit, um eine Empfehlung zu bekommen und seien Sie nicht zu schüchtern, darum zu bitten – in der Regel profitieren beide Seiten davon.

Fragen Sie Ihre Mitarbeiter

Wenn sich Ihre Mitarbeiter noch nicht mit Ihrem Unternehmensprofil vernetzt haben, ermutigen Sie sie dazu und geben sie ihnen über Ihr persönliches Profil im Gegenzug eine positive Beurteilung. Die Netzwerke Ihrer Mitarbeiter werden dann zu Arbeitsjubiläen, neuen Jobangeboten und anderen Neuigkeiten aus Ihrem Unternehmen informiert. Und wenn sie Inhalte an ihre Netzwerke teilen, erscheinen diese ebenfalls mit Nennung Ihres Firmennamens.

Fragen Sie Geschäftspartner

Einige der wertvollsten Empfehlungen erfolgen durch B2B-Interaktionen – 76 Prozent der B2B-Käufer bevorzugen die Zusammenarbeit mit Empfehlungen aus ihrem beruflichen Netzwerk.

Bei jeder positiven Interaktion mit einem anderen Unternehmen – sei es ein Anbieter, ein Account-Manager oder jemand, den Sie auf einem Netzwerk-Event getroffen haben – sollten Sie sich vernetzen, um eine Empfehlung bitten und selbst eine aussprechen.

Das „Wie du mir, so ich dir“-Prinzip sieht ein bisschen nach Mogeln aus, ist aber eine durchaus legitime Methode, um geschäftliche Beziehungen zu festigen und Ihr Netzwerk zu erweitern. Stellen Sie dabei sicher, dass Sie dem Empfehlungs-Knigge folgen und nur die Leute und Unternehmen empfehlen, mit denen Sie tatsächlich zu tun hatten – für die Fähigkeiten, die Sie guten Gewissens bewerten können.

Fragen Sie Kunden

Um Ihre Marke auf LinkedIn aufzubauen und Empfehlungen zu sammeln, können Sie auch direkt mit Kunden und Followern interagieren. Kommentiert jemand einen Beitrag, den Sie geteilt haben, oder schickt Ihnen eine Nachricht mit einer Frage, nutzen diese Chance, um in einen Dialog zu treten und eine Empfehlung zu erhalten.

Gleiches gilt für einen Kunden-Post auf anderen Social Media-Plattformen zu einer positiven Erfahrung mit Ihrem Unternehmen: schicken Sie eine private Nachricht und bitten Sie um Empfehlung auf LinkedIn. Selbst wenn Sie diese nicht bekommen: die öffentliche positive Interaktion stellt ihre eigene Form von Social Proof dar.

6. Behalten Sie den Wettbewerb im Auge

LinkedIn veröffentlicht eine jährliche Liste der 10 besten Unternehmensseiten– auch für Deutschland. Schauen Sie sich jedes dieser Profile an und studieren Sie, wie diese Firmen ihre Seiten optimiert haben – ganz besonders, wenn es sich um direkte Konkurrenten handelt.

Haben Sie Ihre Unternehmensseite einmal eingerichtet, optimiert und bieten einen regelmäßigen Stream an Inhalten, der den hier vorgestellten einfachen Richtlinien folgt, sind Sie auf bestem Wege zum Parade-Netzwerker.

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