LinkedIn Publishing

So nutzen Sie die LinkedIn Publishing-Plattform

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Es ist nun fast zwei Jahre her, dass LinkedIn das Meinungsbildner-Programm einführte, um Vordenker bzw. Unternehmensexperten einzuladen, damit diese ihr Wissen und ihre Erkenntnis auf der Publishing-Plattform von LinkedIn teilen. Das Programm gewann schnell an Fahrt und als sich immer mehr Experten für Beiträge über geschäftliche Angelegenheiten an LinkedIn wandten, entdeckte das professionelle soziale Netzwerk eine neue Möglichkeit.

Letzten Winter teilte LinkedIn mit, dass die Publishing-Plattform für alle LinkedIn-Nutzer geöffnet wird. Nun nutzen unzählige Experten die Plattform als Blogging-Werkzeug und als Möglichkeit, um neue Zielgruppen sowohl im persönlichen als auch geschäftlichen Bereich zu gewinnen. Und die Ergebnisse haben gezeigt, dass das Engagement mit diesen Inhalten groß ist, insbesondere bei denjenigen, die viele Kontakte haben.

So profitieren Sie am meisten von der LinkedIn Publishing-Plattform:

publishing linkedin

So nutzen Sie die LinkedIn Publishing-Plattform

Die Publishing-Plattform von LinkedIn ist ein sehr einfach zu verwendendes Werkzeug. Um Zugang zur Publisher-Plattform zu erhalten, gehen Sie auf Ihre LinkedIn Startseite. Oben auf der Startseite unter „Mitteilen“ klicken Sie auf das Logo mit dem Stift, um den Publisher zu öffnen.

Es öffnen sich zwei Textfelder, eines für den Titel und ein weiteres für den Text des Beitrags, den Sie schreiben möchten. Meistens bedeutet das, den Text für den Blog aus einem Word Dokument oder aus Google doc zu kopieren und einzufügen. Egal wie Sie genau vorgehen, fügen Sie Ihre Inhalte ein und prüfen Sie sie anschließend auf Formatierungsfehler. Gelegentlich fehlen bei verlinktem Text Leerzeichen oder es werden Zeilenwechsel eingefügt. Nehmen Sie sich daher auf jeden Fall Zeit, Ihren Beitrag nochmals im Vorschau-Modus zu überprüfen. Klicken Sie hierfür unten auf der Seite auf die Schaltfläche „Vorschau“.

Um Bilder hinzuzufügen, klicken Sie auf das Kamera-Symbol oben rechts. Sie können auch Videos und Präsentationen einfügen. Klicken Sie hierfür auf das Symbol mit den dreieckigen Klammern (< >) und fügen Sie den Code ein. Leider ist es noch nicht möglich, Instagram Fotos und Videos einzufügen. Die restlichen Bearbeitungswerkzeuge sind im Grunde dieselben, wie bei anderen Blogging-Plattformen einschließlich WordPress.

Wenn der Beitrag Ihren Vorstellungen entspricht, speichern Sie ihn und klicken anschließend unten auf der Seite auf die Schaltfläche „Veröffentlichen“. Sie sehen nun den veröffentlichten Beitrag, der automatisch zu den anderen Posts in Ihrem Profil hinzugefügt und mit Ihren Kontakten geteilt wird. Anschließend können Sie den Beitrag in weiteren Netzwerken veröffentlichen. Nutzen Sie hierfür die Hootlet Erweiterung oder die Werkzeuge oben auf der Seite. Insbesondere das LinkedIn Tool zum Teilen von Inhalten ermöglicht Ihnen Beiträge in Gruppen zu teilen. Ein wichtiger Schritt, den wir weiter unten behandeln.

2 Wege, den LinkedIn Publisher zu nutzen

Es gibt mehrere Wege, die Publishing-Plattform von LinkedIn zu nutzen, aber die zwei bedeutendsten sind für die Vordenkerschaft und die Content-Syndication.

Vordenkerschaft

Die Publisher-Plattform von LinkedIn wurde eingeführt als ein Werkzeug für Vordenker und war erfolgreich bei dieser Zielsetzung. Warum? Der große Vorteil der Publisher-Plattform von LinkedIn ist, dass das soziale Netzwerk eine Schnittstelle für Experten ist. Experten, die ein interessiertes Publikum für professionellen Rat darstellen. Egal in welcher Branche Sie arbeiten, nutzen Sie LinkedIn, um Ihre Bemühungen zur Vordenkerschaft zu moderieren. Während ein Unternehmens-Blog gegebenenfalls ein breites Publikum anzieht, das Wettbewerbe, Geschenke, Produktinformationen und mehr erwartet, hat das Profil Ihres CEO eine wesentlich konzentriertere Leserschaft. Profitieren Sie davon.

ryan holmes influencer vordenker

Es gibt auch noch eine weitere Möglichkeit, die Sie auf der Publishing-Plattform von LinkedIn entdecken können: die Nutzung als Testgelände. Ermutigen Sie Ihr breiteres Netzwerk von Mitarbeitern dazu, ihre eigenen Gedanken und Erkenntnisse über ihre Expertise, Erfahrungen und mehr zu teilen. Fordern Sie sie anschließend dazu auf, diese Beiträge, die dem Marketing Team zufolge den Anforderungen entsprechen zu teilen. Wenn die Beiträge auf LinkedIn erfolgreich sind, ziehen Sie in Betracht, dieselben Beiträge auch auf Ihrem Unternehmens-Blog zu veröffentlichen oder über andere Social Media-Kanäle zu teilen. Das ist eine großartige Möglichkeit, um talentierte Autoren in Ihrem Team zu identifizieren und neue innerbetriebliche Quellen mit großartigen Inhalten ausfindig zu machen. Andy Yeo, einer der Customer Success Manager von Hootsuite Enterprise verfasste einen Beitrag auf LinkedIn zum Thema „Wenn Ihr Grade Point Average bzw. Notendurchschnitt egal ist.“ Der Post erhielt bis jetzt 86.000 Views, 800 Likes und 200 Kommentare.

„Ich glaube fest daran, dass jeder etwas Wichtiges von seinem Standpunkt aus mitzuteilen hat, unabhängig von seiner Berufserfahrung oder seinem Alter“ erklärte mir Andy. „Was ich an dieser Plattform besonders gemocht habe ist, wie zielgenau das Publikum definiert ist und wie tendenziell mit mehr Kommentaren und Dialog auf bestimmte Artikel reagiert wird – die Plattform selbst erzeugt eine gewisse Viralität, die sonst nicht auf der eigenen Blogging-Plattform erreicht wird.“

Content-Syndication

Ein weiterer bekannter Einsatz der Publishing-Plattform von LinkedIn ist zum Zweck der Content-Syndication. Wenn sie für ein Unternehmen oder einen persönlichen Blog schreiben, kann der erstellte Content auf LinkedIn wieder verwendet werden, in der Hoffnung mit diesen neuen Zielgruppen in Kontakt zu treten. Das ist eine hervorragende Gelegenheit neues Leben in alte Inhalte zu bringen und LinkedIn-Anhänger durch Mitmach-Aktionen auf weitere Eigenheiten aufmerksam zu machen.

Nachdem ich LinkedIn persönlich für diesen Zweck verwendet habe kann ich bestätigen, dass Blog-Beiträge, die ursprünglich nicht gut ankamen, bei spezialisierten, beruflichen Fangemeinden auf LinkedIn trotzdem Anklang finden. Ich konnte dadurch mit minimalem Aufwand neue Follower gewinnen, ganz einfach durch die Publisher-Plattform von LinkedIn über Content-Syndication oder Reposting.

Unser erster Post beim Einsatz der Publisher-Plattform von LinkedIn war zum Beispiel ein Repost von Evan LePages Artikel „Yo, Emoj.li und der Aufstieg von sozialen Netzwerken mit ausgefallenen Ideen.“ Als wir den Beitrag auf dem Blog von Hootsuite zum ersten mal veröffentlichten war die Wirkung minimal und er erhielt in der ersten Woche gerade einmal 1.000 Views (weniger als unsere durchschnittlichen Blog-Beiträge). Als wir den Post auf LinkedIn veröffentlichten, erhielt er ebenfalls über 1.000 Views. Mit anderen Worten, die Views, die wir bei Evans persönlichen LinkedIn Post zählten, waren genau so hoch, wie die auf unserem Unternehmens-Blog, den jeden Monat Hunderttausende von Nutzern lesen.

Bewerben Sie Content in Gruppen auf LinkedIn

Um wirklich von der Publishing-Plattform zu profitieren, nutzen Sie Gruppen auf LinkedIn. Durch Gruppen nimmt die Bedeutung der Anzahl Ihrer persönlichen Kontakte ab. Ein wichtiger Grund, mit dem sich viele beim Publishing-Werkzeug bisher nicht beschäftigt haben. Durch das Teilen Ihrer LinkedIn Beiträge in Gruppen, können Sie mit einer größeren Anzahl von Personen (meistens keine Kontakte), mit gleichen Interessen oder aus demselben Geschäftsfeld in Kontakt treten, da diese aus freien Stücken Teil der Community geworden sind. Beiträge zu einem Gesprächsgegenstand, der in der Gruppe relevant ist, wird daher von der Zielgruppe von Anfang an mit Beifall aufgenommen.

Hinzu kommt, dass die Publishing-Plattform von LinkedIn den Vorteil hat, sozusagen als „vertrauenswürdige Quelle“ zu gelten, um Content zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie diesen Content in Gruppen auf LinkedIn veröffentlichen, wissen die Leser sofort, dass sie die Seite von LinkedIn nicht verlassen müssen, um Ihre Beiträge zu lesen und dass sie sich keine Sorgen machen müssen, an eine fragwürdige Quelle oder Website verwiesen zu werden.

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