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Update 2019: 22 wichtige YouTube Statistiken für Marketer

Geht Ihnen gerade ein Song durch den Kopf, den Sie jetzt unbedingt hören müssen? Oder ein Filmausschnitt, den Sie sofort als Inspiration an Kollegen posten wollen? Ob skurril oder mega-hipp: Auf YouTube werden wir fast immer fündig, denn hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Und falls doch, wird irgendjemand das neue Thema schon bald mit einem Video besetzen. Die 2005 gegründete Video-Plattform hat in Deutschland 6 Millionen Nutzer und liegt auf Platz 1 der beliebtesten Social Media-Netzwerke hierzulande (vor Facebook!).

Wäre das Internet eine Galaxie fremder Welten, gehörte YouTube schon aufgrund der Bevölkerungsdichte und Beliebtheit zu den größten. Aber diese Welt lässt sich nicht ohne Weiteres mit anderen Social Media-Plattformen, Suchmaschinen oder Video-Anbietern vergleichen – obwohl sie locker als all die Genannten durchgehen könnte.

Wir haben diese aktuellen YouTube Statistiken zusammengestellt, um Ihnen dabei zu helfen, Ihren eigenen Platz auf der Plattform zu reklamieren – egal, ob Sie einen Kanal im Mix Ihrer Markenstrategie auf YouTube managen oder ein Konzert perfekt-platzierter Bumper Ads dirigieren.

Bonus: Erfahren Sie in unserem Schritt-für-Schritt-Leitfaden, wie Sie eine Social Media-Strategie erstellen und Ihre Präsenz in den sozialen Netzwerken mit Hootsuite optimieren.

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YouTube Statistiken: Nutzerzahlen 

1. Über 1,9 Milliarde angemeldete Nutzer besuchen YouTube monatlich

Fast die Hälfte der Internet-Nutzer. Und sie schauen täglich eine Milliarde Video-Stunden.

(Für den Kontext: Cisco prognostiziert, dass Video bis 2022 für 82 Prozent des gesamten Internet-Traffics verantwortlich sein wird.)

2. 96 Prozent der 18- bis 24-jährigen US-amerikanischen Internetnutzer nutzen YouTube

Grundsätzlich ist jeder aus der Generation Z mit einem Internetanschluss auf dieser Plattform unterwegs. Das ist keine große Überraschung, weil YouTube von Haus aus kostenlos war.

Währenddessen ist das traditionelle Fernsehen weiterhin auf Sinkflug: die wöchentliche Einschaltquote fiel 2018 bei den 18- bis 24-Jährigen um 12 Prozent, in 2017 um 13 Prozent.

3. Die Hälfte der US-amerikanischen Internetnutzer im Alter von 75+ nutzt YouTube

Seine niedrige Eintrittsschwelle macht YouTube auch für die Analog-Generation attraktiv. Diese Leute sehen vielleicht nicht ein, warum sie einen Spotify-Premium-Account oder sogar einen Facebook-Account haben sollten, aber kostenloses On-Demand-Filmmaterial von einem Beach Boys Konzert ist genau ihr Ding.

Zur Information: Hier die Prozentsätze aller US-amerikanischen Altersstufen, die YouTube nutzen – Stand Januar 2018:

YouTube Statistiken für Marketer
Quelle: Statista

 

(Und ja: diese Zahlen sind besser als die von Facebook.)

4. YouTube ist in 80 Sprachen verfügbar

Die Plattform betreibt regionale Versionen in 91 Ländern – damit erreicht sie weltweit 95 Prozent der Internetnutzer.

Wir können uns immer darauf verlassen, dass das Mutterunternehmen von YouTube, Alphabet, sich keine Gelegenheit entgehen lässt überall mitzumischen.

5. Nur 15,8 Prozent der YouTube-Besucher kommen aus den USA

Amerikaner sind in großer Anzahl auf YouTube unterwegs, gefolgt von den Einwohnern Indiens, Japans und Russlands.

top 5 location demographics of YouTube viewers
Quelle: Alexa

YouTube Statistiken zur Nutzungs

6. Laut Alexa ist YouTube die Nummer 2 unter den meistbesuchten Webseiten

Durchschnittlich verbringen Nutzer täglich acht Minuten und 41 Sekunden auf YouTube.

In diesem Report wurde zudem festgestellt, dass „youtube“ laut Google das zweitbeliebteste Suchwort in 2017 war. (Die Nummer 1 ging an Facebook.)

7. 70 Prozent der Zuschauer greifen per Mobilgerät auf YouTube zu

Unterhaltung und Information sind definitiv nicht mehr auf der Fernsehcouch zuhause. (Mit dem Einzug von Smart-TV könnte das allerdings wieder anders werden.)

Dennoch: Ein entscheidender YouTube-Vorzug ist die mobile Nutzung. Ihr Publikum schaut sich vielleicht ein Meditations-Video an, um das Pendeln zur Arbeitsstelle (oder die leere Batterie von Mutters Auto) gelassener hinzunehmen.

Wann immer Ihr Publikum Sie braucht: Sie sind da – genau wie Mariah Carey.

8. YouTube ist die Top-iOS-App in 2018

Laut Apple hat sich YouTube vom dritten Platz in 2017 auf den ersten Platz in 2018 voran gearbeitet. Damit schlägt die Plattform Snapchat und Facebook als die kostenlose App mit den meisten Downloads des Jahres.

Laut Statista liegt YouTube bei Android in Sachen Reichweite auf Platz 3.

9. YouTube erreicht mehr US-amerikanische 18- bis 34-Jährige als jedes andere TV-Netzwerk

Und hier sind Browser-Views noch gar nicht eingerechnet – nur die Zugriffe vom Mobilgerät.

In diesem Zusammenhang: ab Mitte 2018 erreichten traditionelle TV-Kanäle nur 76 Prozent dieser Altersgruppe wie Nielsen ermittelte.

10. 59 Prozent der Generation Z nutzten YouTube im vergangenen Jahr häufiger

Die Menschen zwischen 16 und 24 erklärten, dass sie YouTube, Snapchat und Instagram öfter nutzen würden (in dieser Reihenfolge).

Auch bei 46 Prozent der Millennials steigt die Nutzung.

Falls Sie nicht recht wissen, welche Social Media-Plattform sich am besten eignet, um coole Kids zu erreichen: Das „Nicht“-Netzwerk YouTube könnte Ihr idealer Kandidat sein.

YouTube statistics of
Quelle: Emarketer

11. YouTube stellt fast die Hälfte der On-Demand-Musik bereit

On-Demand-Musik-Streaming (Spotify, Apple Music & Co.) ist für 86 Prozent aller Konsumenten in 2018 die Art, wie sie Musik hören. Und YouTube steuerte 47 Prozent des Musik-Contents bei.

Diese Zahlen zeigen, wie attraktiv YouTube für seine Zielgruppen ist – die Musikindustrie ist wahrscheinlich nicht ganz so begeistert:

YouTube Statistiken für Marketer
Quelle: IFPI Music Consumer Insight Report 2018

Der 2018 erfolgte Launch von YouTube Music Premium könnte als musikindustrie-freundliche Konkurrenz zu Spotify betrachtet werden. Oder als ein Angebot, um die Leute, die bislang ihre Milch umsonst bekommen haben, zu motivieren die ganze Kuh zu kaufen. Oder der Kuh zumindest eine angemessene monatliche Gebühr zu zahlen?

Das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen. Es wird sich zeigen, ob sich die Vorstellung des „neuen“ Abo-Modells (YouTube Red ist tot – lang lebe YouTube Premium) auf Werbetreibende auswirkt. Der Plan soweit erkenntlich: Zuhörer mit jeder Menge programmierter Anzeigen zu frustrieren und so zum Umstieg auf das Bezahlmodell zu bewegen.

12. Die Anzahl von Entspannungs-Videos ist um 70 Prozent gestiegen

Wo wir gerade von Frust sprechen: im Zeitraum Juli 2017 bis Juni 2018 lagen laut YouTube Yoga-, Meditations- und Slime-ASMR-Videos im Trend – tatsächlich jedes Video, das irgendwie mit „Entspannung“ zu tun hat. (ASMR: Autonomous Sensory Meridian Response, vereinfacht ausgedrückt, ein Kopfkribbeln, das den Zuhörern beim Einschlafen helfen soll; Slime: bezieht sich auf das Kinderspielzeug Slime aus den 70ern.)

Der neueste heiße Consumer-Trend: Simplifying, Entrümpeln und Entspannen.

Die andere Seite der Medaille: 1,3 Millionen leben ihren Frust aus, indem sie sich anschauen, wie sich dieser Typ über schlechte YouTube-Anzeigen lustig macht.

13. 70 Prozent der YouTube-Nutzer aus dem Millennials-Segment haben im vergangenen Jahr ein Video angesehen, um etwas Neues zu lernen

Laut YouTube CEO Susan Wojcicki wendet sich ein Millionenpublikum YouTube zu, um etwas zu lernen. Google kündigte im Oktober 2018 an, 20 Millionen US-Dollar in die YouTube Bildungsinitiative zu investieren, was Kreative wie The Verge, TED-Ed und John Greens Brother dafür bezahlen soll, noch mehr Lerninhalte zu entwickeln als bisher – Erläuterungen, How-to-Anleitungen, Vorträge und so weiter.

Hat Ihre Marke ein spezielles Wissen, das Sie brennend gerne mit der ganzen Welt teilen wollen? Laut YouTube ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um es „einzupacken“ und zu „verschicken“.

Unternehmensrelevante YouTube Statistiken

14. Die Top 10 YouTube-Stars haben 2018 42 Prozent mehr Geld verdient

Forbes schätzt, dass diese Männer (OK, neun Männer und ein kleiner Junge) 2018 180,5 Millionen US-Dollar verdient haben.

Während YouTube seine eigene Promi-Spezies pflegt, wächst gleichzeitig das Potenzial für Makro- und Mikro-Influencer. Und das zusätzlich zur potenziellen Zielgruppenreichweite.

15. Fünf aus der Top 10 der YouTube-Stars in 2018 sind Gamer

Wenn es um Einfluss geht, könnte es sich lohnen zu untersuchen, wie Ihre Marke auf der Welle der Gaming-Kultur mitsurfen kann.

Laut YouTube wenden sich Anhänger der Gamer-Community YouTube-Videos zu, um der Einsamkeit zu entkommen, sich vom Gamen zu entspannen und ihre Fertigkeiten zu verbessern.

16. Die Leute konsumierten 50.000 Video-Jahre zu Produktbewertungen

In den letzten zwei Jahren allein auf dem Handy. Ob beim Schaufensterbummel oder in der letzten Phase eines Produktvergleichs: Verbraucher nutzen Videos, um herauszufinden, was sie konsumieren wollen.

YouTube Statistiken für Marketer
Quelle: YouTube

Wie YouTube berichtet, ziehen dreimal so viele Menschen ein YouTube-Video der klassischen, gedruckten Bedienungsanleitung vor. Das heißt: Ihr YouTube-Publikum rutscht durch den Sales-Funnel direkt in die offenen Arme Ihrer Kundenbetreuung.

Je mehr Informationen Ihre Marke zu Produkten und Services auf YouTube bereitstellen kann, umso glücklicher Ihre Kunden.

17. Seit 2016 hat sich die Anzahl der werbetreibenden kleinen und mittelständischen Unternehmen auf YouTube verdoppelt

Wie Facebook und Google selbst bietet YouTube robuste und detaillierte Werbetools, die Ihre Zielgruppe analysieren können.

Alles Wesentliche hierzu erfahren Sie in unserem ultimativen Leitfaden für Werbung auf YouTube.

18. LEGO verzeichnet fast doppelt so viele Views wie jede andere Marke auf YouTube

Mit 7 Millionen Abonnenten ist der YouTube-Kanal von LEGO sowohl mit eigenem Content (oder halb-originalen Inhalten wie LEGO Star Wars, LEGO Disney Prinzessinnen…) wie mit nutzergenerierten Inhalten voll im Trend. (FYI: AFOL steht für „adult fan of LEGO = erwachsener Fan von LEGO.“)

LEGO unterhält Kanäle in vielen Sprachen, um die Reichweite zu erweitern. Außerdem arbeitet das Unternehmen mit seiner fanatischen Fan-Base zusammen (sogar die Fan-Channels haben hunderttausende von Abonnenten), um das bestehende Engagement bestmöglich zu nutzen.

YouTube views by brand
Quelle: Statista

YouTube Werbestatistiken

19. 83 Prozent der YouTube Mobile Ads wecken die Aufmerksamkeit der Zuschauer

Eine enorme Zahl, wenn man bedenkt, dass durchschnittliche TV-Werbespots bei 45 Prozent liegen.

Google beauftragte Ipsos Reid, um zu untersuchen, wie die Leute Anzeigen sehen (oder ignorieren). Die Erkenntnis: Fernsehwerbung dauert so lange, dass das Publikum einfach… weggeht. Die „Werbepause“ wird für einen Gang ins Bad, das Raus- und Reinlassen des Hundes, die Zubereitung eines kleinen Snacks oder ein persönliches Gespräch genutzt.

Und zum YouTube-Schauen: 80 Prozent der Sportfans wechseln beim Anschauen von Live-Spielen zwischen dem TV-Schirm und einem zweiten Screen – und wie wir alle wissen, sind das nicht die einzigen, die Multitasking betreiben.

20. 95 Prozent aller YouTube Ads sind vertont

Zum Vergleich: 15 Prozent der Facebook Video Ads können angehört werden.

Anzeigen mit Ton und (Bewegt-) Bild erhöhen laut Google die Markenbekanntheit, Werbewirksamkeit und das in Erwägung ziehen von Produkten und Services ganz erheblich.

differences in brand awareness vs. control
Quelle: Google

21. Laut Prognose sollten die Werbeerlöse aus YouTube Videoanzeigen 2018 um 17 Prozent steigen

73 Prozent dieser Einnahmen sollten laut eMarketer durch US-amerikanische Video Ads generiert werden.

In diesem Zusammenhang hatte eMarketer außerdem vorausgesagt, dass sich die Spendings für Video Ads insgesamt um 30 Prozent auf 27,9 Milliarden US-Dollar erhöhen werden und Videowerbung damit 25 Prozent der gesamten Digital-Werbung in den USA ausmacht.

22. YouTube hat die Anzahl der gezeigten Pre-Roll-Ads verdoppelt

Seit November 2018 beschickt YouTube das Publikum mit so genannten „Ad Pods“: zwei Werbespots pro Pause zu Beginn und/oder der Mitte eines Videos. Dies gilt zunächst nur für Ansicht im Browser, wird aber 2019 auch für Mobile eingeführt.

Aber was ist mit der TV-Werbestudie von Ipsos Reid, die Google in Auftrag gegeben hatte? Wurde hier nicht festgestellt, dass die schiere Masse von TV-Werbung 73 Prozent der Zuschauer verärgert?

Und wenn 39 Prozent der Medienkonsumenten sich bereit erklären für werbefreie Inhalte zu zahlen, sollten sich Marketingspezialisten nicht auf eine Gegenreaktion auf die digitale Videowerbung gefasst machen?

Das wird sich zeigen. In einem Punkt ändert sich aber auch in diesem Jahr nichts an Ihrer YouTube-Werbestrategie: Nur durch Qualität können Sie sich im Getöse Gehör verschaffen.

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