Ohne Geld keine Musik. Jedenfalls keine professionelle Kombo, wie so manches Hochzeits- oder Geburtstags-Event bezeugen kann, das die musikalische Untermalung für ein paar Drinks einem Allein-Entertainer mit Rucki-Zucki-Repertoire anvertraut hat. Jedes konsequente Projekt braucht ein Budget, so auch Ihre Social Media-Initiativen.

Ob klein, mittel oder groß—jedes Unternehmen sollte eine Social Media-Strategie haben, die mit einem Social Media-Budget unterfüttert ist.

Die Budgetierung stellt sicher, dass Sie über die Mittel verfügen, um Ihre Ziele zu erreichen—egal, ob es sich um Promotion für ein neues Unternehmen oder die Umsatzsteigerung durch ein neues Produkt dreht. Und: ohne ein akkurates Social Media-Marketing-Budget können Sie den wahren ROI Ihrer Arbeit nicht messen.

Es gibt keine generelle Hausnummer für Social Media-Budgets. Jedes Unternehmen hat unterschiedliche Ressourcen und Prioritäten. Doch ob Sie nun mit einem Schmalhans- oder einem sehr komfortablen Budget arbeiten, die folgenden Schlüsselkomponenten sollten Sie in Ihre Kalkulation einbeziehen.

Bonus: Erfahren Sie in unserem Schritt-für-Schritt-Leitfaden, wie Sie eine Social Media-Strategie erstellen und Ihre Präsenz in den sozialen Netzwerken mit Hootsuite optimieren.

Was sollten Sie für Social Media ausgeben?

Social Media-Marketing ist eine entscheidende Komponente im Marketing-Mix: Global gesehen hat fast jeder Zweite einen Social Media-Account—und es werden immer mehr. Behalten Sie dabei im Hinterkopf, dass Ihr Social Media-Budget Teil des gesamten Marketing-Topfs ist.

Die Business Development Bank of Canada empfiehlt folgende Faustregel: B2B-Unternehmen sollten 2-5% ihres Umsatzes in Marketing investieren, B2C-Firmen sind mit 5-10% gut beraten.

Im Rahmen derselben Erhebung ermittelte die Bank, dass kleine und mittlere Unternehmen in Kanada durchschnittlich 30.000 Dollar jährlich für Marketing-Zwecke ausgeben. Unternehmen im Mittelfeld (20-49 Mitarbeiter) geben durchschnittlich 60.000 Dollar aus, Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern über 100.000 Dollar im Jahr.

Aktuelle Vergleichszahlen aus Deutschland liegen nicht vor, aber laut einer repräsentativen Umfrage der GfK geben mittlere Unternehmen mit bis zu 30 Mitarbeitern jährlich durchschnittlich 11.000 Euro für Marketingmaßnahmen aus, wie die Unternehmensberatung Fuleda berichtet. 

Doch was darf Social Media-Marketing nun kosten? Bevor Sie entscheiden, wie hoch der Social Media-Anteil Ihres Marketingbudget ist, nehmen Sie Ihre Kunden unter die Lupe und legen Sie fest, wie Social Media Ihnen helfen soll, Ihre Marketingziele zu erreichen. Stammt ein beträchtlicher Prozentsatz Ihres Umsatzes aus dem Internet? Dann kann es sich für Ihre Marke rechnen, mehr in Social Media zu investieren als in Print, TV, Direct Mail oder andere Marketingkanäle.

Laut der diesjährigen CMO-Prognose für die kommenden fünf Jahre werden folgende Prozentsätze aus Marketingbudgets für Social Media erwartet:

  • B2B-Produkte: 16,6%
  • B2B-Services: 20,5%
  • B2C-Produkte: 20,9%
  • B2C-Services: 24,7%

Nutzen Sie diese Durchschnittswerte als Benchmarks für Ihr Unternehmen und passen Sie sie dann an Ihre Ziele und Ressourcen an.

social media budgets expected to rise 73% over the next 5 years

Quelle: CMO-Studie

6 Komponenten, die Sie in Ihrem Social Media Budget berücksichtigen sollten

Diese Kernkomponenten sollten Sie in Ihr Social Media-Marketing-Budget aufnehmen.

1. Content-Kreation

Content ist und bleibt King. Und deshalb sollten Sie auch einen signifikanten Anteil Ihres Budgets dafür einplanen. Viele Social Media-Marketers geben mehr als die Hälfte ihres Social Media-Budgets für die Erstellung von Inhalten aus. Die folgenden Posten sollten Sie für diesen Part in Erwägung ziehen:

  • Fotos und Grafiken. Die Bedeutung hochwertiger Visuals kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Deshalb rechnet es sich, Mittel für professionelle Fotografen und Illustratoren bereitzustellen. Bei einem knappen Budget lohnt sich ein Blick auf diese 20 Websites mit lizenzfreien Gratisfotos.
  • Video. Projektbedingt fallen Kosten für Kameras und Equipment bis hin zum Einsatz von Videographern und -editoren an. Für produktionsintensive Dreharbeiten können auch Regisseure, Produzenten, Location-Scouts, Stylisten und andere Mitarbeiter erforderlich sein.
  • Talente. Von Schauspielern, Models und Statisten bis hin zu Social Media-Influencern—bereiten Sie sich darauf vor: Ihre Stars kosten kein Kleingeld.
  • Produktionskosten. Berücksichtigen Sie produktionsbezogene Kosten, von Reise- und Verpflegungskosten bis hin zu Requisiten und Standortmieten.
  • Copywriting. Texter werden wort- oder stundenweise bezahlt. Einen guten Leitfaden für die Tarife finden Sie auf der Website der Editorial Freelancers Association. Je nach Material kann es notwendig sein, einen Faktenchecker und einen Korrekturleser einzukalkulieren.
  • Übersetzer. Wenn Sie eine globale Marke sind oder Kunden in mehreren Sprachen bedienen, sollten Sie unbedingt ein Budget für einen Übersetzer festlegen. Wie Texter werden Übersetzer in der Regel auf Wort- oder Stundenbasis bezahlt.

2. Software und Tools

Statten Sie Ihr Social Media-Budget mit diesen Tools und Plattformen aus.

  • SEO- und Keyword-Recherche. Nutzen Sie Google AdWords, um nach relevanten Keywords zu suchen und Gebote abzugeben. Ebenfalls nützlich für eine informierte Social Media-Content-Strategie.
  • Content-Hosting. Ihre Website, Microsites und Landing Pages müssen gehostet werden. Einige Hosting-Provider beinhalten Domainnamen. Falls nicht, müssen auch diese gekauft werden.
  • Bearbeitungs-Tools. Autoren liefern Markeninhalte. Aber es lohnt sich, Tools wie Adobe Creative Cloud für diverse Bearbeitungsaufgaben im Hause zu haben, von der Veränderung von Bildformaten bis hin zum Branding.
  • Projektmanagementsysteme. Plattformen wie Trello oder Wrike können helfen, die Produktion und das Projektmanagement hinter den Kulissen zu rationalisieren.
  • Social Media Management Plattform. Wir bevorzugen logischer Weise Hootsuite, vor allem dank seiner zeitsparenden Terminierungsmöglichkeiten.
  • Marketing-Automatisierung. Tools wie Marketo und MailChimp helfen bei E-Mail-Marketing und mehr.
  • Analytics-Tools. Tracken Sie Ihre Social Media-Kampagnen mit Tools wie Hootsuite Analytics.

3. Bezahlte Werbung

Alle Social Media-Strategien sollten organischen Content beinhalten und—so Ihr Budget es erlaubt—Paid Advertising. Jeder Social Media-Kanal bietet Möglichkeiten für Marketers, einzelne Posts zu boosten oder komplette Kampagnen zu starten. Die folgenden sollten Sie in Ihrem Social Media-Budget berücksichtigen:

  • Facebook Ads. Von Slideshows zu Instant Experience Ads, Facebook hat ein umfangreiches Angebot an Formaten, Kampagnen und Targeting-Möglichkeiten.
  • Facebook Messenger Ads. Diese Anzeigen im Messenger-Inbox-Feed eignen sich als Einstieg in Konversationen.
  • Instagram Ads. Unterstützt durch die Kampagnenfunktionen von Facebook, erreichen Sie mit Instagram Ads eine Community von monatlich einer Milliarde aktiven Nutzern.
  • LinkedIn Ads. Sprechen Sie professionelle Zielgruppen an—mit gesponserten InMails, Textanzeigen und mehr.
  • Pinterest Ads. Mit Hilfe der Promoted Pins von Pinterest können Sie das DIY-Publikum von Pinnern in Kauflaune erreichen.
  • Twitter Ads. Mit den Anzeigenoptionen von Twitter puschen Sie Website-Klicks, Tweet-Engagements und mehr.
  • YouTube Ads. Die Formate auf YouTube reichen von nicht überspringbaren Video-Anzeigen über TrueView-Ads bis zum Boosten Ihrer eigenen Videos.
  • Snapchat Ads. Gebrandete Filter, Story und Collection Ads könnten für Ihre nächste Social Media-Kampagne genau das Richtige sein.
  • TikTok Ads. Die bei Teens beliebte Video-App eröffnet Werbetreibenden neue Möglichkeiten mit Vollbild-Anzeigenplatzierungen, Hashtag-Challenges und mehr. 

 

Bonus: Erfahren Sie in unserem Schritt-für-Schritt-Leitfaden, wie Sie eine Social Media-Strategie erstellen und Ihre Präsenz in den sozialen Netzwerken mit Hootsuite optimieren.

Zum kostenlosen Leitfaden

4. Bezahlte Partnerschaften

Von Influencer Marketing zu Co-Branding-Kampagnen: polstern Sie Ihr Social Media-Budget mit Optionen für bezahlte Partnerschaften auf, wenn diese zu Ihrer Strategie gehören.

  • Influencer-Kampagnen. Die Kosten für Social Media-Influencer können variieren. Micro-Influencer bieten eine kostengünstige Option für knappere Budgets. Von der Partner-Tag-Funktion von Instagram bis hin zu YouTube Influencer-Partnerschaften bieten sich viele Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, die Ihr Unternehmen budgetieren sollte.
  • Co-Branding-Kampagnen. Der Content ist möglicher Weise nicht teurer als bei üblichen Kampagnen, aber es steckt Aufwand in der Organisation und Planung durch die damit beschäftigten Mitarbeiter.

5. Training

Es gibt viele kostenlose Social Media-Trainingsangebote. Grundsätzlich rentiert sich die Investition in das Training ihrer Mitarbeiter immer. Abhängig von den Fähigkeiten und Kampagnenanforderungen Ihres Teams gibt es einige Trainingsoptionen, die Sie in Ihr Social Media Budget aufnehmen sollten:

  • LinkedIn Learning. Wenn die Community von LinkedIn zu den Zielgruppen Ihres Unternehmens gehört, können sich diese Online-Kurse lohnen.
  • Blueprint Live. Die eintägigen Workshops von Facebook finden derzeit nur auf Einladung statt. Halten Sie in Zukunft nach Anmeldeoptionen. Währenddessen bieten sich Blueprint-Zertifizierungskurse oder kostenlose Blueprint-E-Learning-Kurse an.
  • Hootsuite Academy. Von Einzelkursen bis hin zu Zertifikatsprogrammen bietet die Hootsuite Academy einen umfassenden Katalog an Kursen, die von Branchenprofis unterrichtet und auf Unternehmen zugeschnitten sind.

6. Management

Es gibt Tools oder Outsourcing-Möglichkeiten für das Social Media-Management, doch es empfiehlt sich, mindestens eine Person im Unternehmen einzuplanen, die die Social Media-Aktivitäten (oder Teilbereiche davon) verantwortet.

Was Social Media-Manager oder -Teams überwachen sollten:

  • Social Media-Management (Planung, Veröffentlichung, Listening, Engagement)
  • Zielgruppenforschung und -wachstum
  • Strategie und Analytics
  • Content-Erstellung
  • Community-Management
  • Kampagnen und Promotions

Sie suchen einen Social Media-Manager oder interessieren sich selbst für diesen Job? Diese zentralen Fähigkeiten sollte jeder Kandidat heute beherrschen.

Machen Sie das Beste aus Ihrem Social Media-Budget: managen Sie all Ihre Social Media-Profile einfach mit Hootsuite. Planen und veröffentlichen Sie Posts, interagieren Sie mit Ihren Followern, überwachen Sie relevante Konversationen, messen Sie Ergebnisse, verwalten Sie Ihre Anzeigen und vieles mehr—alles über ein einziges Dashboard.

Jetzt ansteigen!