Personalarbeit in den sozialen Medien lohnt sich: 3 Gründe, warum Sie eine Social Media-HR-Strategie brauchen

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April 5, 2016

Bereits Anfang 2014 schrieb Jeanne Meister im Forbes Magazine, dass Personaler die sozialen Medien als wichtiges Instrument bei der Suche nach passenden Mitarbeitern erkannt hätten und jede solide Social Media-Strategie auch eine HR-Komponente beinhalten sollte. Im Januar 2016 legte Meister nach und prognostiziert die Konsumerisierung der HR, ein Trend zur Social Media-orientierten, mobilen und auf Konsumenten abgestimmte Erfahrung, die Unternehmen für ihre Mitarbeiter schaffen sollten. Warum Personalarbeit in den sozialen Medien heutzutage nicht mehr vernachlässigt werden sollte, erklären wir in diesem Blogbeitrag.

Social Media eröffnet dem Personalwesen enorme Chancen – und das haben bereits viele Firmen begriffen. 92 Prozent der Recruiter nutzen laut einer Studie von Jobvite die sozialen Medien als Teil ihrer HR-Strategie, 73 Prozent dieser Personaler haben durch Kommunikation über die Social Media-Kanäle schon einen potenziellen Mitarbeiter entdeckt.

In nur wenigen Jahren ist Hootsuite von vier auf 920 Mitarbeiter gewachsen. Heute erhalten wir rund 500 Bewerbungen pro Woche – und das hauptsächlich aufgrund unserer Social Media-Arbeit im Bereich HR. Als Social Media-Unternehmen fokussieren wir natürlich auch bei unserer Personalarbeit auf die sozialen Medien.

Warum auch Sie sich die Chancen, dort adäquate Mitarbeiter zu finden, nicht entgehen lassen sollten? Nachfolgend nennen wir Ihnen drei Gründe, die für eine Social Media-HR-Strategie sprechen.

1. Mehr Mitarbeiterbeteiligung

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Eine starke Social Media-HR-Strategie ist ein sicherer Weg, um Top-Talente anzuziehen und diese im Unternehmen zu halten. Laut einer Studie des MIT Sloan Research halten 57 Prozent der Arbeitnehmer eine Präsenz des Unternehmens in den sozialen Medien für einen wesentlichen Faktor bei der Wahl eines Arbeitgebers ist. (Und das war keine Umfrage unter  Millenials, sondern umfasste die Altergruppe von 22 bis 52 Jahren.)

Investieren Sie in Ihr Image als Arbeitgeber, indem Sie Ihr Team fit für Social Media machen. Ermuntern Sie Ihr Team sich einzubringen und geben Sie ihren Mitarbeitern Zeit, ihre Social Media-Fähigkeiten zu verbessern. Immerhin nennen 76 Prozent der Arbeitnehmer die Möglichkeit zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung als Hauptgrund, um bei einem Unternehmen zu bleiben.

Ein Training muss nicht gleich die Welt kosten. Hootsuite hat im Oktober 2015 eine kostenlose Ausbildungsinitiative für Social Media-Fachleute gestartet. Falls Sie noch kein umfassendes Zertifizierungsprogramm für Ihr Team anbieten können oder wollen: denken Sie darüber nach, wie Sie Ihren Mitarbeitern dabei helfen können, sich die Fähigkeiten für eine Beteiligung an Social Media-Aktivitäten anzueignen.

Was das für Ihre Social Media-HR-Strategie bedeutet: Ihr Marke sollte eine lebendige und innovative Kultur in den sozialen Medien widerspiegeln. Und Ihr Onboarding-Prozess für neue Mitarbeiter sollte diese befähigen, sich an Ihrer Social Media-Community zu beteiligen.

2. Erhöhte Sichtbarkeit für Ihre Markenbotschaft

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Mitarbeiter sind die besten Markenbotschafter. Sie kennen die Organisation und verstehen Ihre Unternehmensvision. Wer seine Firma liebt und gerne dabei ist, dessen Empfehlungen sind für die Reputation und das Wachstum eines Unternehmens Gold wert.

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter dazu ermutigen, sich für Ihre Marke in den sozialen Medien stark zu machen, verschaffen Sie sich enorme Vorteile. Unsere internen Statistiken bei Hootsuite zeigen uns zum Beispiel, dass wir mit Hilfe unserer Mitarbeiter eine 30X höhere Reichweite in den sozialen Medien schaffen.

Behalten Sie aber im Hinterkopf, dass Sie Ihre Mitarbeiter auf gar keinen Fall drängen (oder gar zwingen) sollten, Unternehmens-Content zu teilen. Viele Mitarbeiter nutzen dafür ihre privaten Accounts und sollten daher die Freiheit haben, nur das zu teilen, was ihnen wichtig ist. Es ist also Ihr Job, Content zu produzieren, den die Mitarbeiter als wertvoll genug betrachten, um ihn zu teilen. Unser #HootsuiteLife Hashtag ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie wir es geschafft haben, eine Community quer über verschiedene Zeitzonen und Büros aufzubauen, um unsere Erfahrungen zu teilen.

Was das für Ihre Social Media-HR-Strategie bedeutet: Entwickeln Sie lustige und spannende Wege, um Ihre Mitarbeiter zu Fürsprechern und Markenbotschaftern zu machen, und zeigen Sie Wertschätzung für deren Beteiligung.

3. Mehr Umsatz

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Die Transformation zum Social Business entscheidet über das Wachstum von Unternehmen. Organisationen, die in Social Media investieren, dürfen mit deutlich höheren Renditen rechnen: Firmen, die eine strategische Social Media-Personalarbeit leisten, verzeichnen ein jährliches Umsatzwachstum von 34 Prozent, die es nicht tun, nur 8 Prozent. Zudem stellen Social Media-versierte Organisationen ein Umsatzwachstum von 24 Prozent pro Mitarbeiter fest.

Was das für Ihre Social Media-HR-Strategie bedeutet: Wenn Sie Ihr Management für eine Social Media-HR-Strategie gewinnen möchten, konzentrieren Sie sich auf Beispiele und Zahlen, die Wachstumspotenziale und höhere Markenbekanntheit durch Social Media-HR aufzeigen.

Sie möchten mehr wissen? In unseren Leitfaden erfahren Sie, wie Sie Ihre Mitarbeiter dazu bringen, Ihren Social Media-Content (gerne) zu teilen!