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Strategie

7 inspirierende Social-Media-Kampagnen (plus Gratis-Template)

Meta Description: Social-Media-Kampagnen sind der Raketentreibstoff im Marketing: ein geballter Energieschub, der Eure Marke stärkt

Stacey McLachlan Februar 9, 2023
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Social-Media-Kampagnen sind der Raketentreibstoff im Marketing: ein geballter Energieschub, der auf den Ruf, die Bekanntheit und den Umsatz Eurer Marke einzahlt.

Ihr sucht nach Inspirationen für Eure nächste Social-Media-Kampagne? Wir haben eine Auswahl der besten Social-Media-Kampagnen zusammengestellt, um Euch zu zeigen, wie man es richtig macht.

Bonus: Laden Sie ein kostenloses Social-Media-Kampagnen-Template herunter, dass Sie bei der Planung Ihrer nächsten bahnbrechenden Kampagne unterstützt – unabhängig vom Umfang oder Budget. Weisen Sie Verantwortlichkeiten zu, legen Sie Zeitpläne fest, listen Sie auf, was gebraucht wird, und vieles mehr!

Was ist eine Social-Media-Kampagne?

Eine Social-Media-Kampagne verstärkt oder unterstützt Eure Social-Media-Marketingstrategie. Es handelt sich um eine Reihe koordinierter Aktionen, mit denen Ihr die strategisch festgelegten Ziele erreichen könnt.

Social-Media-Kampagnen zeichnen sich durch konkrete Ergebnisse aus, die Ihr über einen bestimmten Zeitraum (z. B. einen Monat) nachverfolgen und messen könnt. Eine Kampagne sollte konzentrierter und gezielter sein als Eure „normalen“ Social-Media-Inhalte.

Eure Kampagne kann sich auf ein einzelnes Netzwerk beschränken oder über mehrere Social-Media-Plattformen erstrecken. Häufig widmet sie sich einem bestimmten Thema wie „Black Friday“ oder „Fashion Week“.

7 inspirierende Social-Media-Kampagnen

Lasst Euch von den folgenden sieben Beispielen für Eure nächste Social-Media-Kampagne inspirieren.

Die „Snap to Steal“-Snapchat-Kampagne von Cheetos

Plattform: Snapchat

Was hat Cheetos getan?

Chester Cheetah (ein Zeichentrick-Gepard, der als Maskottchen der Snack-Marke Cheetos auftritt) ist ein wirklich anspruchsvoller Typ: Als die Marke ein neues Knabberprodukt — Cheetos Crunch Pop Mix — auf den Markt bringen wollte, war ein Super-Bowl-Werbespot am Sonntag einfach nicht genug. Also entwickelte das Cheetos-Marketingteam ein spezielles Snapchat-AR-Erlebnis, das es Snapchat-Nutzern ermöglichte, ihre Kamera auf einen Cheetos-TV-Spot zu richten und sich virtuell eine Tüte vom Bildschirm zu „schnappen“.

Die Teilnahme an diesem digitalen Erlebnis lohnte sich auch im wirklichen Leben. Die Teilnehmer an der AR-Experience erhielten einen Gutschein für eine kostenlose Tüte Pop Crunch Mix.

Die Aktion erforderte reichlich Planung (und etliche Dollars) für die Super-Bowl-Werbung und das Hochladen aller 1.440 Einzelbilder des Spots in die Machine-Learning-Software von Snapchat, doch sie lohnte sich wirklich.

Mehr als 50.000 Tüten wurden aus dem Werbespot „gestohlen“, und der Traffic auf der Cheetos-Website stieg um 2.500 %.

Das Snapchat-AR-Erlebnis für Cheetos Crunch Pop Mix
Screenshot: The Webbys

Warum es funktionierte

Die Kampagne bot eine innovative Mischung aus „alten“ und neuen Medien, die Snapchattern zwei Anreize zum Mitmachen gab.

Zum einen wurde der Werbespot nur für eine begrenzte Zeit ausgestrahlt, wodurch die Verwendung des AR-Filters zu einem äußerst exklusiven Erlebnis wurde. Schließlich möchte sich jeder fühlen, als wäre er etwas Besonderes. Zum anderen gab es eine echte Belohnung für die Teilnahme: kostenlose Snacks!

Was man daraus lernen kann

Die Verbindung von digitalen Erlebnissen mit realen Erfahrungen ist ein sehr wirksames Mittel, sich vom Social-Media-Rauschen abzuheben und in Erinnerung zu bleiben.

Könnt Ihr eine Art „Schatzsucher“-Moment für die Nutzer schaffen, indem Ihr sie z. B. dazu bringt, einen einzigartigen TV-Werbespot zu erkennen oder einen bestimmen Ort in der Realität zu finden? Könnt Ihr sie damit beglücken und dazu bewegen, ihre triumphale Entdeckung über einen exklusiven Filter oder AR-Effekt mit anderen zu teilen? Könnt Ihr den Leuten das Gefühl geben, durch die Teilnahme an Eurer Kampagne etwas Besonderes zu sein — oder ihnen zumindest etwas Leckeres schenken?

Die #FreeCuthbert-Twitter-Kampagne von Aldi

Plattform: Twitter

Was hat Aldi gemacht?

2021 leitete die britische Supermarktkette Marks & Spencer rechtliche Schritte gegen ihren Mitbewerber Aldi ein, weil dieser mit seinem Raupen-Kuchen angeblich eine Copyright-Verletzung begangen hatte. M&S behauptete, dass der „Cuthbert the Caterpillar“-Kuchen von Aldi ihrem eigenen „Colin the Caterpillar“ zu ähnlich sehe. Ja, Ihr habt recht — das klingt wirklich albern. Anstatt sofort Anwälte auf den Gegner zu hetzen, trug Aldi diese lächerliche Streiterei mit einer großen Portion britischem Humor und einer Twitter-Kampagne online aus, die viral ging.

„Das ist nicht irgendein Rechtsfall, das ist … #freecuthbert“, twitterte Aldi und nahm damit Bezug auf den Slogan von Marks & Spencer.

Die Macher des offiziellen Accounts der Marke wussten genau, was bei Twitter-Nutzern gut ankommt, und posteten alberne „Gerichts”-Wortspiele und Witze über den Kampf für Cuthberts Freiheit. Später twitterte man auch ein Foto der neuen Verpackung für Cuthbert: in einer Schachtel mit schwedischen Gardinen.

Die nutzergenerierten Inhalte strömten nur so herein: Memes, Memorabilien und Parodien mit dem Hashtag brachten es auf mehr als 60.000 Tweets

Warum es funktionierte

Einen Raupen-Kuchen wie eine Person behandeln, die zu Unrecht beschuldigt wird — das ist erstklassiger Stoff für Witzeleien.

Die Tweets dazu schreiben sich praktisch von selbst!

Das Hinzufügen des Hashtags zum laufenden „Drama“ war eine klare Aufforderung an andere, sich an der Konversation zu beteiligen — und die Geschichte war so ergebnisoffen und leicht zu verstehen, dass sie geradezu zum Meme werden musste.

Was man daraus lernen kann

Ihr müsst nicht gleich vor Gericht stehen, um Euch und andere zu amüsieren. Aber wenn Eure Marke in einer kleineren Krise steckt, bietet sich vielleicht eine Gelegenheit für eine positive und lustige Interpretation der Situation.

Der Satz „Huch, wir haben uns geirrt!“ oder „Wir stecken in der Klemme“ ist für jeden nachvollziehbar. Wenn Ihr Eure Zielgruppe dann noch einladet, in dieser „schweren Zeit” mit Euch zu lachen, trägt das nur zur guten Stimmung und zum Ansehen Eurer Marke bei.

Vielleicht müsst Ihr Euch gerade mit einer Unterbrechung Eurer Lieferkette herumschlagen. Könnt Ihr Euch für die Verzögerungen entschuldigen und sie zugleich humorvoll auf ein liebenswertes Stofftier schieben, das zum Maskottchen für das Problem oder in Zukunft zum lustigen Sündenbock für weitere Krisen wird?

Wir werfen nur ein paar Ideen an die Wand. Schließlich kann man kaum klar denken, wenn man plötzlich Lust auf Raupen-Kuchen kriegt …

Die TikTok-Kampagne „Empower Moves“ der UN

Plattform: TikTok

Was hat die UN gemacht?

Tatsächlich — die Vereinten Nationen nutzen TikTok. Und wir schauen dabei zu. Der UN-Frauenrat rief einen TikTok-Tanztrend ins Leben, um Selbstverteidigungstechniken bekannter zu machen. „In einem Jahr, in dem die Sicherheit von Frauen die Diskussion beherrschte, suchten die UN-Frauen nach einem Weg, damit sich Mädchen wieder sicherer fühlen können“, heißt es in der Webby-Award-Bewerbung der Organisation.

In Zusammenarbeit mit einer Selbstverteidigungsexpertin und einer Choreographin entwickelte und drehte die UN eine #EmpowerMoves Tanzroutine mit vier einfachen, leicht zu merkenden Selbstverteidigungstechniken.

Die Kampagne startete auf organische Weise als TikTok-Tanztrend. Nach dem ersten Erfolg enthüllte die UN die Techniken, die sich in dem Tanz versteckten, und teilte Tutorials zu jeder einzelnen Aktion in ihren TikToks (jawohl, diese Kampagne hat mehrere Ebenen!)

Ab dann sprangen noch mehr Influencer und Medienpersönlichkeiten auf den Trend auf.

Zusätzlich zu 130 Millionen Video-Views spülte die daraus resultierende Medienberichterstattung einen ROI von 4.924 % in die Kasse! (Obwohl ich davon ausgehe, dass es bei der Kampagne eher darum ging, Frauen zu befähigen, statt Geld zu machen.)

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♬ –

Warum es funktionierte

Der UN-Frauenrat hatte eine Botschaft, die er einem bestimmten Publikum (jungen Frauen) vermitteln wollte. Daher informierte er sich klugerweise darüber, wo diese Zielgruppe online ihre Zeit verbringt und was sie dort gerne tut.

Durch die Verpackung von Ausbildungsmaterial in ein unterhaltsames, interaktives und trendiges Format integrierten die UN-Frauen ihre Kampagne organisch in die TikTok-Welt.

Was hier so gut funktionierte, waren die Zusammenarbeit mit einer Profi-Choreographin und Originalvideos, die im authentischen TikTok-Stil gedreht wurden. Das Ergebnis sah absolut nicht nach dem kläglichen Versuch eines Arbeitskollegen aus, alle Mitarbeiter zur Teilnahme einem Sicherheitsseminar in der Mittagspause zu motivieren.

Was man daraus lernen kann

Geht dahin, wo Eure Zielgruppe ist — und dann habt Spaß dabei, das zu tun, was sie tut. Wenn Ihr keine Experten für ihre Aktivitäten, Stil und Jargon habt, scheut nicht davor zurück, jemanden um Hilfe zu bitten, der sich damit auskennt. Das kann in Form einer Zusammenarbeit mit einem fachkundigen Influencer, oder durch Outsourcen des Grafikdesigns oder der Videoproduktion an jemanden erfolgen, der die Ästhetik Eurer Zielgruppe „draufhat“.

Die „Social Ingredients“-Instagram-Kampagne von Smirnoff

Plattform: Instagram (und andere)

Was hat Smirnoff gemacht?

Die Wodkamarke studierte die aktuellen Trend-Schlagzeilen und stellte dazu jeweils ein passendes Cocktailrezept zusammen. Als die Vormundschaft von Britney Spears aufgehoben wurde, teilte sie den Hashtag #FreedBritney; als die Serie Squid Game in aller Munde war, stellte sie einen Ampel-Drink vor. Klar, wie dieser „Kampagnen-Hase” lief?

Die „Social Ingredients“-Instagram-Kampagne von Smirnoff mit Trendthemen
Quelle: AwardEntry.org

Smirnoff zapfte die auffälligsten der aktuellen Online-Konversationen an und fuhr mit dieser 100-Tage-Kampagne 11 Millionen Impressions ein. Wir gratulieren!

Warum es funktionierte

Smirnoff verbrachte 100 Tage mit der Kreation von Cocktails, die nicht nur das Produkt in Szene setzten, sondern auch den Zeitgeist perfekt verkörperten. Die Marke versuchte nicht, neue Trends zu setzen oder das nächste große Ding zu erfinden, sondern sprang einfach auf den Zug auf und stellte ihre eigene Sichtweise auf die kulturelle Konversation vor. Die Vermarktung der Anzeigenserie als Kampagne war ebenfalls ein cleverer Schachzug von Smirnoff — obwohl Cocktail-Anspielungen auf aktuelle Ereignisse auch generell Platz in einem Content-Kalender verdienen.

Was man daraus lernen kann

Tut mehr, als trendige Hashtags zu reposten oder zu kommentieren. Bringt stattdessen Eure eigenen Werte ein. Wie sieht Euer einzigartiger Blickwinkel auf aktuelle Ereignisse oder Trends aus? Könnt Ihr ein Produkt oder eine Dienstleistung, einen Tanz, einen Song oder eine einmalige Reaktion kreieren, auf die die Leute immer wieder zurückkommen? Fasst Eure heißen Ideen unter einem Hashtag oder einem Kampagnennamen zusammen, um sie als Eure eigenen zu kennzeichnen, und liefert den Leuten eine stimmige Content-Schiene, zu der sie immer wieder gerne zurückkehren.

Als Mineralwassermarke könntet Ihr eine TikTok-Serie starten, in der Euch ein Kollege über die seltsamsten Trends des Tages berichtet, während Ihr Euer köstliches Produkt schlürft und plötzlich vor Überraschung losprustet. Natürlich müsste diese Kampagne #LosPrusten heißen — und natürlich würde sie jede Menge Views erzielen. Aber bitte, gern geschehen!

Die „Chief Broke Officer“-Kampagne von Fi

Plattform: LinkedIn und Instagram

Was hat Fi gemacht?

Die neue indische Online-Bank Fi wollte Nutzer dazu bewegen, ihre App auszuprobieren. Folgerichtig schaltete ihr Marketingteam eine LinkedIn-Stellenanzeige, in der allerdings ein „Chief Broke Officer“ [dt. etwa: „Leitender Pleite-Beauftragter“] gesucht wurde.

In der Fi-Bewerbung für die Shorty Awards hieß es: „Wir haben beschlossen, den größten Schmerzpunkt jedes Millennials zu nehmen und ihn in etwas zu verwandeln, mit dem sie herumspielen können.“

Die Stellenanzeige enthielt detaillierte Angaben zur erwünschten Erfahrung und den beruflichen Stärken, während sie gleichzeitig auf eine verspielt-sarkastische Weise demonstrierte, wie viele Menschen eine gestörte Beziehung zum Geld haben.

Dieser Gedanke traf einen Nerv: Der LinkedIn-Post wurde auf der Plattform extrem oft geteilt und sickerte auch zu Instagram durch. Insgesamt motivierte er satte drei Millionen Leute dazu, sich für den Job zu bewerben. Die Gesamtzahl der Social-Media-Follower von Fi stieg kanalübergreifend um 5.000 %. Nicht schlecht für einen einzelnen kleinen Post.

Stellenanzeige für einen „Chief Broke Officer“ auf LinkedIn
Quelle: The Shorty Awards

Warum es funktionierte

Diese Jobanzeige war sicher eine etwas unkonventionelle Methode, die Aufmerksamkeit auf eine neue Marke zu lenken — doch sie erreichte viele Menschen. Mindestens 3,3 Millionen Leute fühlten sich direkt davon angesprochen. Eine Verbindung zur Zielgruppe herzustellen ist definitiv eine Kunst und keine Wissenschaft. Fi hat es geschafft, indem die Bank eine weit verbreitete Schwäche in eine Stärke ummünzte. Und natürlich hat es auch etwas Witziges, eine alberne Stellenanzeige inmitten von ernsthaften Jobangeboten zu veröffentlichen; das unterscheidet diese Marke schon auf den ersten Blick von den anderen.

Was man daraus lernen kann

Mit welchen Pain Points oder Herausforderungen muss sich Eure angestrebte Zielgruppe herumschlagen? Wenn Ihr die Antwort auf diese Frage eingrenzen und eine Kampagne entwickeln könnt, die diese Probleme auch noch zelebriert, könntet Ihr damit auf großen Anklang stoßen.

Eine weitere wichtige Lektion daraus: die kreative Nutzung einer Plattform oder eines Mediums. Hier wurde eine Marketingkampagne als Jobangebot getarnt. Vielleicht könnt Ihr ein neues Maskottchen einführen, indem Ihr ein Facebook-Profil (oder ein Tinder-Profil?) für es erstellt.

Die #BadaBinge-Kampagne von HBO Max

Plattform: alle!

Was hat HBO Max gemacht?

Um die Vorfreude auf das Das Sopranos-Prequel The Many Saints of Newark zu steigern, motivierten HBO und HBO Max die Zuschauer sechs Wochen lang zum Binge-Watching aller sechs Staffeln der Originalserie. Das Marketingteam rief über Instagram, Facebook und Twitter auf: „Fangt jetzt an!“

Die Marketer erstellen wöchentliche Check-Ins und Aufforderungen; sie teilten dabei passend zum zeitlichen Ablauf Memes und Fotos, sodass Fans die bekannten Witze und besonderen Momente der Serie noch einmal gemeinsam genießen konnten — so wie sie es wahrscheinlich getan hätten, als Die Sopranos noch wöchentlich im Fernsehen liefen.

@hbo

Grandma stays winning at the staring contests 👀. #BadaBinge #TheSopranos

♬ original sound – HBO

HBO setzte zudem Checklisten auf Twitter und Quizspiele auf Instagram ein, um der Zielgruppe eine spielerische, interaktive Art der Interaktion zu bieten.

Es gab Zusammenfassungen von Erstausstrahlungen auf TikTok, „Best of the Sopranos“-Clips auf YouTube, von Fans gebastelte Compilations und vieles mehr. Auf dem Twitter-Kanal von HBO stand sogar ein „Six degrees of separation“ (auch als das „Kleine-Welt-Phänomen“ bekannt)-Spiel zur Verfügung, in dem Fans einen Schauspieler (egal welchen) nennen konnten und der Twitter-Account versuchte, ihn mit dem Sopranos-Universum in Verbindung zu bringen.

Auf sämtlichen verfügbaren Kanälen wurde jede nur mögliche Variante zu Sopranos-Content verbreitet. Wollte man sie alle konsumieren, müsste man sich mit Carmellas Ziti vollstopfen, um das durchzuhalten.

Warum es funktionierte

Dank der totalen Abdeckung des Themas auf allen Social-Media-Kanälen konnte niemand mehr ignorieren, dass der neue Film anlief. War die Kampagne intensiv? Ja, war sie. Aber sie verzeichnete auch einen gewaltigen Erfolg: einen 200-prozentigen Anstieg bei den Sopranos-Streams und eine Million Streamer am Starttag von The Many Saints of Newark.

Was man daraus lernen kann

Manchmal ist mehr einfach mehr. Wenn Ihr etwas Großes vorhabt, dann schreckt nicht davor zurück, es auch nach allen Regeln der Kunst zu vermarkten.

Entscheidend für eine solche All-in-Kampagne ist jedoch die Content-Vielfalt. Hier funktioniert es nicht, denselben Inhalt immer wieder zu posten oder identische Inhalte via Crossposting auf allen Kanälen zu verbreiten. Werdet kreativ, setzt Euch große Ziele und stellt Eure Idee aus allen möglichen Blickwinkeln dar, ohne Euch zu wiederholen. Wenn jemand Euch auf allen Kanälen folgt und sieben Mal am Tag dasselbe GIF sieht, fühlt er sich nämlich todsicher genervt. Capisce?

Der „Amparo Experience“-Instagram-Account von Havana Club Rum

Plattform: Instagram

Was hat Havana Club Rum gemacht?

Während die meisten Social-Media-Kampagnen auf Instagram auf Hashtags basieren, stellte Havana Club Rum etwas ziemlich Kreatives mit der Plattform an: Die Marke erstellte einen Instagram-Account für eine historische Figur — ihren Gründer Amparo Arechabala.

Havana Rum Club ist äußerst stolz auf seine Geschichte. Indem diese Geschichte über einen Instagram-Account geteilt wird, als würde Amparo sie persönlich anno 1957 posten, werden die Menschlichkeit, Authentizität und Romantik der Marke verstärkt.

Warum es funktionierte

Havana Rum Club nutzt hier das vertraute Instagram-Format, das Leben eines Nutzers tagtäglich zu dokumentieren, und wendet es auf neuartige Weise an. Die Unternehmensgeschichte in den sozialen Medien zu teilen kann etwas Trockenes und Langweiliges haben — oder aber etwas Lebendiges, visuell Orientiertes und Persönliches. Havana Club Rum gelang letzteres. Außerdem scheint das Marketingteam des Unternehmens ordentlich Geld in die Produktion gesteckt zu haben — es sieht so aus, als gäbe es irgendwo einen kompletten Film, aus dem immer wieder Bilder und Videoschnipsel gezeigt werden.

Was man daraus lernen kann

Wenn Ihr eine Kampagne oder eine einmalige Story in einem übersichtlichen Paket zusammenfassen wollt, könntet Ihr mit einem eigens dafür kreierten Instagram-Account goldrichtig liegen — vor allem, wenn es um eine Person geht, ob nun eine reale, historische oder fiktive Figur. Dies ist eine besonders gute Möglichkeit, auch trockene Inhalte lebendig zu machen. Andererseits hat nicht jede Marke das Glück, wie Havana Club Rum auf den „Verrat durch die kubanische Regierung“ zurückzublicken.

Template für eine Social-Media-Kampagne

Fühlt Ihr euch inspiriert? Bereit dazu, Eure eigene großartige Social-Media-Kampagne zu starten? Mit unserem kostenlose kostenlose Template könnt Ihr sofort loslegen!

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Häufig gestellte Fragen zu Social-Media-Kampagnen

Warum sollte man eine Social-Media-Kampagne durchführen?

Die sozialen Medien sind ein leistungsstarkes Kommunikations-Tool für Marken. Schließlich verbringen die Menschen durchschnittlich 147 Minuten täglich auf Plattformen wie TikTok, Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest, YouTube oder LinkedIn. Wenn Ihr der Welt eine Botschaft senden wollt, eignen sie sich großartig dazu, diese zu verbreiten.

Im Gegensatz zu traditionellen Werbe- und Marketingmethoden (wie Hörfunk-Werbung, Print-Anzeigen oder TV-Werbung) ermöglichen Social-Media-Marketingkampagnen die Interaktion und das Engagement mit einer präzise anvisierten Zielgruppe; anschließend könnt Ihr mit Social Media Analytics die Ergebnisse Eurer Kampagne bis ins letzte Detail messen.

Wird eine Social-Media-Kampagne richtig durchgeführt, kann sie sich als effektive und kostengünstige Methode erweisen, die Markenbekanntheit oder den Umsatz bei Eurer Zielgruppe zu steigern und dabei vielleicht sogar die Kundentreue zu verbessern.

Was kostet eine Social-Media-Kampagne?

Die Kosten für eine Social-Media-Kampagne liegen zwischen 0 und 10.000 Euro.

Anders ausgedrückt: In der aufregenden Welt der sozialen Medien gibt es keine Einheitslösung. Euer Kampagnenbudget kann so üppig oder so knapp bemessen sein, wie Ihr wollt (und es Euch leisten könnt).

Wenn Ihr genügend Zeit (und Talent!) habt, könnt Ihr durchaus eine kostenlose Social-Media-Kampagne auf die Straße bringen. Lest unseren Leitfaden zur Steigerung des Engagements (durch ansprechenden Content) und besorgt Euch kostenlose Stockfotos oder Grafikdesign-Tools. Plant Eure Beiträge so, dass sie zu den besten Zeiten erscheinen — und drückt die Daumen, dass Ihr alles richtig gemacht habt, um den Algorithmus der Plattform zufriedenzustellen. Nehmt Euch unbedingt Zeit, um mit Euren Followern zu interagieren und Fragen zu beantworten!

Natürlich gibt es für all jene, denen es an Zeit oder Know-how mangelt, die Möglichkeit, in tatkräftige Unterstützung für große Social-Media-Kampagne zu investieren. Ihr könntet beispielsweise jemanden engagieren, der originelle Fotos macht oder sich um das Community-Management kümmert. Wahlweise könnt Ihr auch einen Influencer sponsern, damit er Euch hilft, Eure Botschaft an eine neue Zielgruppe zu verbreiten. Oder Ihr nehmt Geld für Social-Media-Werbung oder das Boosten eines Posts in die Hand.

Wie pitcht man eine Social-Media-Kampagne?

Wenn Ihr in einen Pitch für eine Social-Media-Kampagne geht (egal ob intern oder bei einem Kunden), müsst Ihr zuerst die Zielgruppe und Ziele ermitteln, die Ihr mit dieser Kampagne erreichen wollt — das heißt, wie sie zum Beispiel dazu beitragen kann, das Engagement unter einkommensstarken Millennials zu erhöhen oder den Umsatz bei Tennis spielenden Boomern zu steigern.

Dann braucht Ihr einen umfassenden Plan. Diese Schritte solltet Ihr dabei berücksichtigen:

  1. Recherchiert: Stellt Recherchen über die Zielgruppe an. Wo liegen ihre Pain Points? Wie kommunizieren sie? In welchen Netzwerken sind sie unterwegs?
  2. Definiert Ziele: Legt die Ziele Eurer Kampagne fest — etwa eine Erhöhung des Markenbewusstseins oder mehr Umsatz. Seid dabei möglichst konkret. Bestimmt beispielsweise, wie viel Prozent mehr Brand Awareness Ihr Euch von der Kampagne erwartet.
  3. Lasst Euch von der Konkurrenz inspirieren: Welche Arten von Kampagnen führen Eure Mitbewerber durch? Wie würde Eure Kampagne im Vergleich zu ihren aussehen? Gibt es eine Marktlücke, die Ihr besetzen könnt?
  4. Entwickelt Content: Produziert auf der Grundlage Eurer Recherchen und Ziele ein paar Beispiele für Content, der bei der Zielgruppe dieser Kampagne gut ankommen wird.
  5. Kalkuliert die Kosten: Überlegt Euch, wie viel die Produktion der Inhalte kosten wird, wie viel Ihr an Werbekosten aufwenden müsst und wie viele Mannstunden oder Budget Ihr für freie Mitarbeiter benötigt, um Eure Vision zu realisieren. Stellt sicher, dass Ihr in diesem Abschnitt den Return on Investment (ROI) der Kampagne begründen könnt.

Wenn Ihr diese Schritte absolviert habt, fasst sämtliche Daten in einem Briefing oder einer Präsentation zusammen und stellt sie dem Kunden oder Vorgesetzten vor oder teilt sie mit ihm. Seid offen für Feedback und bereitet Euch auf Fragen vor. Manchmal ist das Pitchen einer Kampagnenidee erst der Anfang eines Brainstormings, das zu einer noch besseren Kampagnenidee führen kann.

Wie trackt man Social-Media-Kampagnen?

Um den Erfolg eurer Social-Media-Kampagne zu tracken, müsst Ihr zunächst Euer Ziel definieren. Erst dann könnt Ihr herausfinden, welche Social-Media-Kennzahlen tatsächlich eine Rolle spielen.

Lautet das Ziel der Kampagne beispielsweise in hoher Website-Traffic, dann ist das Messen von Likes möglicherweise nicht relevant. Zielt Ihr jedoch darauf, TikTok-Follower zu gewinnen, dann sind große Follower-Zahlen das Ticket zum Erfolg.

Habt Ihr entschieden, welche Zahlen Ihr Euch ansehen müsst, könnt Ihr ein Analytics-Tool einsetzen, um die benötigten Daten zu erhalten.

Alle großen Social-Media-Kanäle bieten eigene In-App-Tools für solche Einblicke an. Wir liefern Euch Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Analytics-Tools der einzelnen Netzwerke — weil wir so nett sind.

Natürlich sind wir ein wenig vorgenommen, was ein kleines All-in-one-Tool namens Hootsuite Analytics betrifft. Damit könnt Ihr Eure Daten auf einen Blick erfassen oder regelmäßig benutzerdefinierte Reports erstellen. Via Drag und Drop ordnet Ihr Kacheln mit Euren KPIs so an, dass Ihr Euer eigenes flexibles, interaktives Interface erstellen könnt, aus dem sich die Daten in jedem gewünschten Format exportieren lassen.

Hootsuite-Analytics-Ansicht zu Veröffentlichungen bei Instagram

Profitipp: Wenn Ihr Euch noch intensiver mit den Zahlen beschäftigen möchtet, steht Euch auch die kostenpflichtige Option Hootsuite Impact zur Verfügung. Impact misst Kennzahlen zu organischem und bezahltem Content auf Facebook, Instagram, Twitter und LinkedIn sowie Kennzahlen zu organischem Content auf Pinterest und YouTube.

Einen detaillierten Leitfaden zum Thema Social Media Analytics findet Ihr hier.

Und damit sind wir fertig für heute. Ihr seid informiert, Ihr seid inspiriert und Ihr seid bereit, eine Social-Media-Kampagne auf die Beine zu stellen, mit der Ihr das Internet im Sturm erobert. Wir wünschen Euch viel Erfolg dabei!

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By Stacey McLachlan

Stacey McLachlan ist eine preisgekrönte Autorin und Redakteurin aus Vancouver mit über einem Jahrzehnt Erfahrung im Bereich Print- und digitale Publikationen.
Sie ist leitende Redakteurin für Western Living und das Vancouver Magazine, Autorin der für den National Magazine Award nominierten Kolumne „City Informer“ und schreibt regelmäßig für Dwell. Ihre bisherige Arbeit deckt ein breites Spektrum ab: von SEO-optimierten Thought-Leadership-Themen bis hin zu Profilen von Pilzsammlern. Aber ihre Spezialgebiete sind Design, Menschen, Social-Media-Strategie und Humor.
Man trifft sie für gewöhnlich am Strand, oder wenn sie den Sand aus ihrer Tasche schüttelt.

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