Social Media Week Hamburg – Insights

By Stephanie A. Kowalski

Social

Unter dem Leitsatz “Wo das Morgen schon heute diskutiert wird” fand vom 22. bis 26. Februar die bereits fünfte Social Media Week in Hamburg statt. Die “weltweit größte öffentliche” Konferenz zum Thema Social Media wird seit 2012 weltweit in mehreren Metropolen gleichzeitig veranstaltet, diesmal auch in New York, London und Jakarta. Das Motto „Die unsichtbare Hand: Die verborgene Macht von Technologie“ wurde von rund 270 lokalen, nationalen und internationalen Experten und Expertinnen auf rund 160 Events thematisiert. Rund 3.000 Teilnehmer lauschten den Diskussionen und Vorträgen im Hamburger Rathaus, in der Macromedia und in der Markthalle.

Das Programm der Social MediaWoche drehte sich um Trends bei der Nutzung, den rechtlichen Rahmen von Kanälen wie YouTube, Instagram und Snapchat, Einblicke in Social Media-Monitoring und Media Intelligence sowie die fortschreitende Digitalisierung von Arbeitsprozessen, Datenspeicherung, Banking und privater Kommunikation.

Ich war für Hootsuite vor Ort und habe mich umgehört. Hier kommen die Trends aus Hamburg.

Markenkommunikation im Bild und ein Geheimtipp für Employer-Branding

Instagram, Snapchat und Pinterest sind die derzeit am schnellsten wachsenden visuellen Social Media-Plattformen der Welt. Umso verblüffender, dass diese Social Media-Kanäle und ihre Einsatzmöglichkeiten in Deutschland immer noch unterschätzt werden.

In ihrem Vortrag „Digitale Marketingkommunikation Über Visual Social Media Plattformen Wie Instagram, Snapchat und Pinterest“ wies Social Media-Coach Kristina Kobilke nach, dass diese Plattformen für eine neue Art der digitalen Mediennutzung stehen und dabei unterschiedliche Nutzerbedürfnisse erfüllen.

Besonders hervorzuheben: die einzigartige Chance für Unternehmen, ihre Zielgruppe über Visual Storytelling emotional zu jeder Zeit an jedem Ort persönlich anzusprechen. Unternehmen wie Cosmopolitan oder DM-Drogeriemarkt zählen für Kristina Kobilke als Paradebeispiel für Einsatz von visuellen Social Media-Kanälen und sind für alle, die nach Inspiration suchen, definitiv einen Blick wert.

Was die wenigsten Personalberater wissen: auch Instagram kann ein wichtiges Tool im Kampf um Talente sein: Kristina Kobilke und Recruiting-Profi Verena Traub zeigten auf, dass Instagram mit seinem Fokus auf visuelle Inhalte und dem hohen Involvement seiner Nutzer vielversprechende Möglichkeiten für Storytelling im Employer Branding bietet. Kampagnenbeispiel: Lassen Sie einen Ihrer Mitarbeiter seinen Arbeitstag visuell beschreiben, also mit Fotos aus dem täglichen Unternehmensleben illustrieren.

Disruption meets Reality: Neue Spielregeln für die Kommunikation

Die Grundbestandteile einer Customer Journey haben sich auch in den digitalen Zeiten kaum verändert. Aber wer auf die Details achtet, stellt fest: Konnten Werbetreibende früher allein mit ausreichend Werbedruck eine Marke erfolgreich bewerben, muss im Zeitalter der flächendeckenden Vernetzung auch der Konsument miteinbezogen werden. Wie Marc Nabinger, Managing Director Carat Deutschland, in seinem Vortrag „Disruption Meets Reality“ anschaulich aufzeigte, haben sich die Funktionsweisen im Marketing geändert.

Aber nach wie vor bzw. vor allem heute gilt: „Ohne das Verstöndis für die Zielgruppe geht’s nicht.“ Wie gut kennen Sie sich mit ihrer Zielgruppe und ihrer Customer Journey aus?

Gutes Zuhören lohnt sich auch auf den Social Media-Kanälen

Es ist Ihnen sicherlich schon einmal aufgefallen, dass es auf Twitter zahlreiche Gespräche zur Telekommunikationsbranche darunter Lob, Beschwerden, Kaufabsichten und Fragen zum Kundenservice – gibt.

Aber hätten Sie gewusst, dass jeder Deutsche im Schnitt 1,4 Handyverträge abschließt oder sich 43% Prozent der Nutzer mithilfe von Twitter für einen (neuen) Provider entscheiden?

Diese und weitere Erkenntnisse stellten Thomas Grünberg, Marketing Manager DACH der Brandwatch GmbH, und Sascha Welters, Head of Brand Strategy von Twitter Germany, in ihrem Vortrag „Telekommunikationsbranche auf Twitter – Insights aus dem Social Listening“ vor.

Hier wurde klar: Wenn Sie wissen wollen worüber Ihre Kunden sprechen, ist gutes sowie gezieltes Zuhören unabdingbar. Um die Daten zu ermitteln, brauchen Sie ein gutes Tool, mit dem Sie Ihre Kanäle beobachten können.

#SMWHH Fazit: Bilder sagen mehr als tausend Worte – aber auch visuelle Kampagnen müssen analysiert werden

Die Social Media Woche in Hamburg hat wieder einmal gezeigt, wie fruchtbar ein Erfahrungsaustausch von Experten wie Branchenneulingen in Panel-Diskussionen und Workshops ist. Die informative und abwechslungsreiche Woche gab erneut wichtige Impulse.

Ein Top-Trend, der in zahlreichen Vorträgen aufgegriffen wurde, ist die visuelle Kommunikation. Egal ob Instagram, Pinterest oder Snapchat: diese Social Media-Kanäle bieten vielseitige Möglichkeiten, um Aufmerksamkeit mit Bildern zu schaffen. Dieses Potenzial haben nicht nur Privatpersonen für sich entdeckt; auch Unternehmen nutzen die visuellen Kanäle zunehmend, beispielsweise für ihr Employer Branding. An der Beschäftigung mit der visuellen Social Media-Kommunikation führt in diesem Jahr, so der Tenor in Hamburg, kein Weg mehr vorbei.

Doch nach wie vor gilt: jede Kampagne, egal ob diese nun mit Bildern, Video oder Text arbeitet, muss sich messen lassen. Social Media-Listening spielt bei der Erfolgsmessung von Kampagnen in den sozialen Netzwerken eine tragende Rolle. Nur wer ständig zuhört, die Reaktionen seiner Zielgruppe erfasst und auswertet, kann erfahren, ob seine Kampagne ankommt und sie gegebenenfalls nachjustieren. Das muss nicht kompliziert sein: Es gibt bereits Tools, mit denen sich die Stimmungen von Kunden auf einfache Weise messen lassen.

Grundsätzlich gilt: ein Besuch der Social Media Week in Hamburg lohnt sich, gerade weil hier gestandene Unternehmen mit Digital Natives zusammenkommen, um vom gemeinsamen digitalen Wissen zu profitieren.

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