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Strategie

Social-Media-Algorithmen: Der 2024-Leitfaden für alle Netzwerke

Erfahrt, was Social-Media-Algorithmen sind und wie ihr die Ranking-Signale jeder Plattform nutzen könnt, damit euer Content gesehen wird.

Christina Newberry April 23, 2024
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Die Diskussion über KI ist in den letzten anderthalb Jahren durch die Decke gegangen. Aber in Wirklichkeit hat eine Form von KI unsere Online-Experience bereits in den frühen Tagen des Netscape-Browsers beeinflusst.

Die Social-Media-Algorithmen werden alle von KI in Form von maschinellem Lernen angetrieben, das verschiedene Ranking-Signale einbezieht, um Content für jeden Nutzer zu priorisieren und zu personalisieren.

Der Versuch, einen Algorithmus in Social-Media-Posts auszutricksen, ist keine gute Idee. Aber wer die wichtigsten Ranking-Signale kennt, kann sich einen strategischen Vorteil gegenüber Mitbewerbern verschaffen.

Holt euch unseren Social-Media-Trend-Report für 2024, und studiert die spannenden Daten, die euch dabei helfen, eure Ziele in 2024 zu erreichen — es zeichnet sich bereits als das bisher beste Jahr für Social Media ab.

Was ist ein Social-Media-Algorithmus?

Ein Social-Media-Algorithmus besteht aus einer Reihe von Regeln und Signalen, die Inhalte auf einer Social-Media-Plattform einstufen. Er ordnet die Inhalte in Social-Media-Feeds nach der Wahrscheinlichkeit, dass sie den einzelnen Social-Media-Nutzern gefallen und sie damit interagieren.

Sinn und Zweck eines Social-Media-Algorithmus ist es, ein gutes Nutzererlebnis zu schaffen, indem die Feeds individueller Nutzer interessant und ansprechend gestaltet werden. Algorithmen sind der Grund dafür, dass keine zwei Nutzer genau dieselben Social-Media-Inhalte sehen, selbst wenn sie denselben Accounts folgen.

Warum sind Social-Media-Algorithmen wichtig?

Wie ihr aus unserer Algorithmus-Definition entnehmen könnt, sind Algorithmen nützlich, weil sie bestimmen, was ihr aus dem enormen potenziellen Content-Pool zu sehen bekommt. Und das ist auch für Marken wichtig, denn Algorithmen beeinflussen, wie wahrscheinlich es ist, dass ihre Inhalte gesehen werden — sowohl von Followern wie von Menschen, die noch nicht folgen.

Zudem haben Algorithmen Gewicht bei der Reichweite. Social-Media-Algorithmen sind so konzipiert, dass sie Inhalte anbieten, von denen sie annehmen, dass sie einem Nutzer gefallen werden, und zwar auf der Grundlage früherer Ranking-Signale (dazu später mehr). Wenn der Nutzer einen dieser Beiträge oder Accounts liked, damit interagiert oder ihm folgt, lernt der Algorithmus schnell, noch mehr davon anzubieten und vorzuschlagen.

Aus diesem Grund kann das Folgen einiger neuer Konten oder sogar Liken einiger Beiträge von Konten, denen ihr nicht folgt, einen Zustrom verwandter Inhalte in eurem Feed auslösen. Ein Social-Media-Algorithmus ist schließlich dafür da, dass er euch genau das liefert, wonach ihr in eurem Social-Media-Feed Ausschau haltet. Marken: Ihr wollt von diesem Content-Zustrom profitieren!

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Wie funktionieren Social-Media-Algorithmen?

Es gibt einen Grund, warum der Haupt-Feed von TikTok „Für dich”-Seite heißt. Es handelt sich um Inhalte, die speziell für euch ausgewählt wurden, basierend auf der Art und Weise, wie ihr in der jüngsten Vergangenheit mit der App interagiert habt. X (vormals Twitter) hat diese Terminologie ebenfalls übernommen und bietet seinen Nutzern die Wahl zwischen einer „Für dich”- oder einer „Folge ich”-Zeitleiste.

Aber natürlich sitzt kein Mensch hinter einem Schreibtisch und schiebt Content in den Feed eines jeden TikTok- oder X-Nutzers. (Was für ein Job wäre das!) Stattdessen werden diese Empfehlungen von Algorithmen ausgesprochen.

Die Algorithmen aller Social-Media-Unternehmen sind unterschiedlich. Aber sie basieren alle auf maschinellem Lernen und einer Reihe von Faktoren, die als Ranking-Signale bezeichnet werden. Diese sind genau das, wonach sie klingen: Signale, die dazu dienen, den Wert jedes einzelnen Inhalts für jeden einzelnen Nutzer zu einem bestimmten Zeitpunkt zu bewerten.

Die Wissenschaft dahinter ist zwar sehr fortschrittlich, aber die Grundfunktion ist einfach: Algorithmen scannen den gesamten Pool an verfügbaren Inhalten und bewerten diese, um zu bestimmen, was im Feed eines Nutzers angezeigt wird.

Hier wird zum Beispiel visuell dargestellt, was unter der „Haube” des Facebook-Algorithmus passiert:

Facebook-Algorithmus-Funnel: Inventar, Integritäts-Prozesse und kontextueller Durchgang
Quelle: Meta

Ranking-Signale sind individuell, da sie oft auf euren früheren Interaktionen mit der Plattform beruhen. Und wie bereits gesagt, verstärken sie sich selbst mit einem exponentiellen Effekt. Das Verhalten des Algorithmus ist ganz darauf ausgerichtet, euch auf der Plattform zu halten, indem er euch Content liefert, den ihr immer wieder ansehen, liken oder antippen wollt.

So funktionieren die Algorithmen auf der Grundlage des Nutzerverhaltens in Kurzform. In den nächsten Abschnitten sprechen wir darüber, wie Content-Creators und Marken mit den Algorithmen, die soziale Medien steuern, „kommunizieren” können (und den Algorithmen dabei helfen, ihre Inhalte für mehr Nutzer sichtbar zu machen). Das erfordert eine Untersuchung der spezifischen Ranking-Signale für jede Social-Media-Plattform.

8 Social-Media-Algorithmen erklärt

Wir werden niemals sämtliche Details zum Algorithmus einer Plattform erfahren — soziale Netzwerke hüten dieses Rezept wie der Sternekoch seine geheime Sauce. Aber die Social-Media-Plattformen zeigten sich in den letzten Jahren offener, wenn es um ihre Ranking-Signale und die generelle Funktionsweise ihrer Algorithmen geht.

Anhand dieser Informationen könnt ihr eure Content-Strategie sinnvoll anpassen, damit die Algorithmen für und nicht gegen euch arbeiten.

Hier kommen die wichtigsten bekannten Ranking-Signale für jede Social-Media-Plattform.

1. Instagram-Algorithmen

Instagram hat letztes Jahr enthüllt, dass jeder Teil der Plattform von einem anderen Algorithmus gesteuert wird. Hier sind die bekannten Ranking-Signale für jeden Bereich.

Instagram-Feed-Algorithmus

  • Eure Aktivität: Wir hatten es weiter oben bereits angesprochen — es geht um die Inhalte, die ihr liked, teilt, speichert oder kommentiert.
  • Post-Info: An erster Stelle steht hier die Popularität des Beitrags, d. h. nicht nur, wie viele Personen mit dem Inhalt interagieren, sondern auch, wie schnell sie dies tun. Auch andere Faktoren wie Datum, Zeit und Ort spielen hier eine Rolle.
  • Poster-Info: Mit diesem Signal soll festgestellt werden, wie sehr ihr euch für den Account interessiert, über den ein bestimmter Inhalt gepostet wurde, und zwar anhand von Signalen wie der Häufigkeit der letzten Interaktionen mit diesem Konto.
  • Eure Historie mit dem Poster: Es ist wahrscheinlicher, dass ihr Content von Personen seht, denen ihr folgt, mit denen ihr Nachrichten austauscht oder mit denen ihr anderweitig interagiert. Für Marken bedeutet dies: es ist wichtig, das Engagement der Follower zu fördern und darauf zu reagieren.

Instagram-Stories-Algorithmus

Beachtet, dass Stories keine Beiträge von Konten enthalten, denen ihr nicht folgt, mit Ausnahme von Anzeigen. Bei Instagram Stories dreht sich der Algorithmus im Social-Media-Kontext also darum, die Priorität von Inhalten zu sortieren, die von Konten gepostet werden, denen ihr folgt.

Marken erhalten hier also keine neuen Views, aber ihr müsst den Algorithmus dennoch verstehen, um eure organische Reichweite zu erhöhen.

  • View-Historie: Wenn ihr euch die Stories eines Kontos immer anseht, wird es an die Spitze eurer Stories-Liste verschoben. Scrollt ihr an den Stories dieses Kontos eher vorbei, wird es an das Ende der Liste verschoben.
  • Engagement-Verlauf: Anschauen ist gut, aber Engagement ist besser.
  • Verbundenheit: Dies ist vergleichbar mit dem Verlauf des Posters für den Feed-Algorithmus, nur dass der Algorithmus in diesem Fall speziell bewertet, wie wahrscheinlich es ist, dass ihr zu Freunden oder Familie gehört. Dies ist ein schwieriger Punkt für Marken, also konzentriert euch auf die ersten beiden.

Instagram-Explore-Algorithmus

Laut Instagram wurde der Explore-Algorithmus speziell dafür entwickelt, euch Content-Arten zu zeigen, mit denen ihr wahrscheinlich „etwas anfangen könnt”. Die wichtigsten Aktionen sind hier das Liken, Speichern und Teilen.

Eure persönliche Explore-Seite ist praktisch ein Statement zu eurer Persönlichkeit auf einem Bildschirm.

Instagram Explore-Seite
Quelle: Instagram

Die Ranking-Signale sind:

  • Post-Info: Das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Interaktion mit einem Beitrag. Dies ist für Explore wichtiger als für jede andere Instagram-Oberfläche.
  • Eure Aktivitäten in Suchen und Entdecken: Ähnlich wie das entsprechende Ranking-Signal für den Feed, mit dem Unterschied, dass hier die Art des Inhalts stärker gewichtet wird.
  • Eure Historie mit dem Poster: Dies ist für Explore nicht so relevant, aber wenn ein Beitrag bei den anderen Faktoren gut abschneidet, kann es ihm einen zusätzlichen Schub geben.
  • Poster-Info: Wie beim Feed-Algorithmus: hier wird speziell nach Content von einem breiten Spektrum von Accounts gesucht.

Instagram-Reels-Algorithmus

Marken, aufgepasst! Instagram sagt, dass bei Reels „ein Schwerpunkt auf Unterhaltung” gesetzt wird. Hier sollen Inhalte gezeigt werden, die die Nutzer am ehesten teilen, bis zum Ende ansehen und liken werden. (Hinweis: Entertainment ist auch ein wichtiger Faktor für den ROI.)

Interessanterweise sollen auch Inhalte angezeigt werden, bei denen ihr höchstwahrscheinlich die Audioseite besucht. Das nutzt Insta, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob ihr inspiriert seid, ein ähnliches Reels zu erstellen.

Hier sind die Ranking-Signale:

  • Eure Aktivität: Ihr wisst mittlerweile, wie der Hase läuft…
  • Eure Historie mit dem Poster: Auch dies ist hier weniger relevant als im Feed, aber es kann ein zusätzliches Plus sein.
  • Reel-Info: Grundlegende Details wie Tonspur und Bild, sowie das stets wichtige Ausmaß und die Geschwindigkeit des Engagements.
  • Poster-Info: Dies beinhaltet die Anzahl der Follower und den Grad des Engagements.

Tipp: Eileen Kwok, Social Marketing Specialist bei Hootsuite, empfiehlt, die wöchentlichen Video-Updates von Instagram CEO Adam Mosseri im Auge zu behalten, um über neue Features und Hinweise darauf, was der Instagram-Algorithmus bevorzugt, auf dem Laufenden zu bleiben.

Weitere wichtige Erkenntnisse findet ihr in unserem umfassenden Blogbeitrag zur Arbeit mit dem Instagram-Algorithmus.

2. TikTok-Algorithmus

Es ist besonders wichtig, den Algorithmus von TikTok zu verstehen, denn im Gegensatz zu den meisten Social-Media-Plattformen ist TikTok so konzipiert, dass neue Inhalte angezeigt werden und nicht der Content von Personen, denen ihr bereits folgt. 

Hier kommen die bekannten Ranking-Signale:

  • Frühere Interaktionen. Dazu gehören Signale wie gefolgte und versteckte Konten oder Inhalte, mit denen ihr euch beschäftigt oder sie als nicht interessant markiert habt.
  • Verhalten auf dem Entdecken-Tab. Dieses Element analysiert Content-Merkmale wie Bildunterschriften, Sounds, Effekte und Trendthemen.
  • Standort und Sprache. Inhalte aus eurem eigenen Land oder in eurer eigenen Sprache können bevorzugt werden.
  • Trends. Der Einsatz von Trend-Sounds und -Effekten kann dazu beitragen, dass eure Inhalte besser gefunden werden.
  • Die Anzahl der Follower spielt KEINE Rolle. TikTok unterscheidet sich grundsätzlich von anderen Social-Media-Plattformen, weil die Anzahl der Follower KEIN Ranking-Signal ist.

„Ein guter Weg, um herauszufinden, ob der TikTok-Algorithmus euren Content bevorzugt, ist die Überprüfung des Prozentsatzes der Nutzer, die eure Videos auf ihrer Für-dich-Seite gesehen haben”, erklärt Eileen, verantwortlich für das TikTok-Konto von Hootsuite. „Ein hoher Prozentsatz bedeutet, dass der Algorithmus euch dabei hilft, von einem größeren Publikum entdeckt zu werden, indem er eure Videos in deren Home-Feed platziert.”

Weitere Details findet ihr in unserem Komplettbeitrag über alles, was ihr über den TikTok-Algorithmus wissen müsst.

3. Facebook-Algorithmus

Bekannte Facebook-Ranking-Signale:

  • Facebook-Verbindungen. Euer Feed wird hauptsächlich mit Inhalten von Personen und Seiten gefüllt, denen ihr folgt und mit denen ihr interagiert. Umso stärker solltet ihr eure Follower dazu motivieren, sich mit eurem Content zu beschäftigen!
  • Content-Art. Nutzer, die sich Videos ansehen, bekommen mehr Videos angezeigt. Nutzer, die mit Fotos interagieren, erhalten mehr Fotos etc. etc.
  • Wahrscheinlichkeit der Nutzerinteraktion. Dies ist eine Prognose für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Beitrag kommentiert, geliked oder geteilt wird, basierend auf euren bisherigen Aktivitäten.
  • Relevanz-Score: Hier wird geschätzt, wie „sinnvoll” ihr einen Beitrag finden werdet. Dazu gehören u.a. Faktoren wie ob ein Beitrag als Clickbait erscheint oder auf eine minderwertige Webseite verweist. In beiden Fällen reduziert der Algorithmus die Sichtbarkeit.

Für weitere Einzelheiten checkt in unserem Beitrag zur Funktionsweise des Facebook-Algorithmus.

4. YouTube-Algorithmus

Wie bei TikTok geht es bei YouTube weniger darum, wem ihr folgt, sondern vielmehr darum, was der Algorithmus euch zum Anschauen serviert. Und das solltet ihr auf dem Schirm haben! Auch wenn es natürlich auch Ranking-Signale gibt, solltet ihr euch auf den langfristigen Wert konzentrieren, den ihr eurer Zielgruppe bietet. Das sagt Todd Beaupré, YouTube Director of Growth and Discovery.

Bekannte Ranking-Signale:

  • Eure Aktivität: YouTube empfiehlt neue Videos auf Grundlage der Videos, die ihr euch in der Vergangenheit angesehen habt.
  • Oft zusammen angeschaute Videos: So kann YouTube anhand des Verhaltens anderer Nutzer erkennen, welche Videos euch gefallen könnten.
  • Dauer der Wiedergabezeit bei Kanälen und Themen: Wenn ihr viel Zeit auf einem bestimmten Kanal verbringt oder damit Videos zu einem speziellen Thema anzuschauen, wird YouTube euch wahrscheinlich mehr davon anbieten.
  • Video-Performance: Dazu gehören Faktoren wie die durchschnittliche Watchtime und der durchschnittliche Prozentsatz der angesehenen Videos, aber auch Likes und Feedback aus Umfragen nach dem Anschauen.
YouTube-Ranking-Umfrage: Wie beurteilt ihr dieses Video?
Quelle: YouTube Creators Insider
  • Trendende Songs und Audio-Samples: Nur bei Shorts verwendet YouTube diese Faktoren auch, um Trends zu erkennen, an denen ein Zuschauer interessiert sein könnte, und ihm relevantere Inhalte zu zeigen.

Mehr erfahrt ihr in unserem Beitrag, wie man mit dem YouTube-Algorithmus mehr Views erzielt.

5. LinkedIn-Algorithmus

Aufgepasst! Der LinkedIn-Algorithmus hat im Juni 2023 einige bedeutende Änderungen erfahren. (Alle Details findet ihr unserem Komplettleitfaden zum LinkedIn-Algorithmus).

Hier ein kurzer Überblick, was es damit auf sich hat:

Diagramm der KI-Klassifizierung-Pipeline von LinkedIn
Quelle: LinkedIn Engineering Blog

Hier kommt ein wichtiger Hinweis für Unternehmen: Ihr werdet auf LinkedIn nicht viral gehen. Der Algorithmus ist speziell darauf ausgelegt, dies zu verhindern. Auf dieser Plattform müsst ihr eure Zielgruppe verstehen und hochwertige Inhalte erstellen, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten sind, um wahrgenommen zu werden.

Bekannte LinkedIn-Ranking-Signale:

  • Identität: Wie eng eure Beziehung zu einem Follower oder jemandem aus eurem erweiterten Netzwerk ist. Auch eure Expertise und der Standort eures Profils spielen eine Rolle.
  • Content: Faktoren wie die Popularität des Contents, was und wer erwähnt wird und wie fruchtbar die Diskussion im Kommentarbereich ist.
  • Aktivität der Mitglieder: Welchen Gruppen, Hashtags, Seiten und Personen jemand folgt und deren Social-Media-Interaktionen mit Beiträgen zu einem ähnlichen Thema.

In unserem Beitrag zu den Feinheiten des LinkedIn-Algorithmus gehen wir noch stärker ins Detail.

6. X-Algorithmus (vormals Twitter)

X-Nutzer können zwischen einer „Für dich”- und einer „Folge ich”-Zeitleiste wählen.

X „Für dich”- und „Folge ich”-Zeitleiste
Quelle: X

Hier sind die bekannten X-Ranking-Signale für „Für dich”:

  • Nutzerverbindungen: Welchen Accounts und Themen der Nutzer bereits folgt.
  • Qualität des Inhalts: Ob ein Beitrag „relevant, glaubwürdig und sicher” ist. Missbräuchliche und Spam-Inhalte werden nicht empfohlen.
  • Popularität: Sowohl allgemein wie speziell, wie Menschen in ihrem Netzwerk mit dem Beitrag interagieren.

In unserem Beitrag über den X-Algorithmus erfahrt ihr alles, was ihr sonst noch wissen müsst.

7. Pinterest-Algorithmus

Pinterest funktioniert ein wenig anders als die anderen Social-Media-Plattformen. Es ist viel mehr auf die Suche ausgerichtet.

Das heißt, dass sogar das Ranking der Suchergebnisse einen Algorithmus erfordert. Pinterest hat ausdrücklich erklärt, dass „Qualität und Relevanz mehr zählen als die Frequenz”. 

Hier sind die bekannten Pinterest-Ranking-Signale:

  • Aktives Engagement: Pinterest sucht speziell nach „starken Signalen für sinnvolles Engagement”. Die wichtigste Kennzahl ist hier „gespeicherte Pins”.
  • Metadaten: Dies gilt eher für Produktkataloge von Marken als für ihre Pins. Achtet darauf, dass eure Metadaten detailliert sind und Keywords enthalten.

In unserem Beitrag über Pinterest SEO erfahrt ihr mehr dazu — inklusive vieler interessanter Details, mit denen ihr eure Pins besser auffindbar machen könnt.

Für den Fall, dass das noch mehr Fragen aufwirft, haben wir auch einen Leitfaden zum Thema Social SEO und den Unterschied zu Social-Media-Algorithmen.

8. Threads-Algorithmus

Threads ist noch ein Baby unter den Social-Media-Plattformen, aber Stand Februar 2024 verzeichnete der Neuling 130 Millionen monatlich aktive Nutzer

Für Marken, die in diesen relativ frühen Tagen einsteigen wollen, kommen hier die bekannten Ranking-Signale:

  • Nutzerinteraktionen: Wie oft habt ihr die Beiträge eines Nutzers geliked (sowohl als reine Zahl als auch als Prozentsatz der Posts, die ihr angeschaut habt) und wie oft habt ihr sein Profil auf Instagram angesehen.
  • Popularität: Wie viele andere Personen einen bestimmten Beitrag angesehen oder darauf geantwortet haben und wie oft andere Nutzer auf das Profil des Autors geklickt haben.

Erfahrt mehr über die neue App in unserem Beitrag Alles über Threads.

7 Tipps, wie ihr die Social-Media-Algorithmen für euch nutzen könnt

Jetzt wisst ihr, warum es Social-Media-Algorithmen gibt und wie sie sich von Plattform zu Plattform unterscheiden. Hier kommen einige übergreifende Tipps, wie ihr generell bei den Social-Media-Algorithmen punkten könnt.

1. Macht euch zu Social SEO schlau

Moment, ging es hier nicht um Algorithmen? Müsst ihr euch jetzt auch noch mit Suchmaschinenoptimierung auskennen?

So sieht’s aus. Wie wir bereits im Abschnitt zum Pinterest-Algorithmus erwähnt haben, werden auch die Ergebnisse von Suchmaschinen von Algorithmen gesteuert. Damit sind beide Thematiken eng miteinander verknüpft. Wer in einem Feld erfolgreich sein will, muss beide beherrschen.

Habt ihr euch gemerkt, dass die Popularität ein wichtiges Ranking-Signal für viele der oben beschriebenen Social-Media-Algorithmen ist? Social SEO ist eine wichtige Methode, um euren Content vor mehr Menschen zu platzieren, eure Popularität zu steigern und gute Signale an den Algorithmus zu senden. Wie gesagt, es hängt alles zusammen.

Generell konzentriert sich Social SEO auf die Verbesserung der Auffindbarkeit durch Taktiken wie Keywords und Alt-Text. Wir führen euch in einem eigenen Beitrag durch die Feinheiten.

2. Lernt eure Zielgruppe kennen

Die Relevanz von Inhalten ist ein Ranking-Signal für alle Social-Media-Algorithmen. Das liegt daran, dass der Sinn dieser Algorithmen darin besteht, den Menschen qualitativ hochwertige Inhalte zu zeigen, die sie wahrscheinlich interessieren werden.

Spoiler-Alert: Menschen sind im Allgemeinen nicht an Inhalten interessiert, die als irrelevant eingestuft werden können.

Die Details der Relevanz können je nach Plattform variieren, aber es geht immer darum, eure Zielgruppe zu verstehen und Inhalte zu erstellen, die diese speziell anspricht.

3. Postet zum optimalen Zeitpunkt

Viele der Algorithmen berücksichtigen Aktualität und frühes Engagement als wichtige Ranking-Signale. Das bedeutet: Ihr müsst wissen, wann eure Zielgruppe am ehesten online ist und sich aktiv auf den jeweiligen Social-Media-Plattform engagiert.

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Generelle Empfehlungen findet ihr in unserem Beitrag über die besten Posting-Zeiten in allen sozialen Netzwerken. Behaltet dabei im Hinterkopf, dass diese Zeiten zwar ein guter Ausgangspunkt, aber nicht unbedingt für eure Follower am effektivsten sind.

Um individuelle Empfehlungen für optimale Posting-Zeiten zu erhalten, die auf dem Verhalten eurer eigenen Follower basieren, checkt die in Hootsuite integrierten Empfehlungen für die beste Zeit zum Posten.

4. Motiviert zum Kommentieren, Speichern und Teilen

Wie gerade gesagt, ist Engagement — insbesondere frühzeitiges Engagement — ein wichtiges Ranking-Signal für alle Social-Media-Algorithmen. Eine einfache Möglichkeit, mehr Engagement zu erhalten, besteht darin, einfach darum zu bitten.

Hier geht es nicht darum, eure Follower anzubetteln, eure Beiträge zu liken oder zu teilen. Erstellt lieber Inhalte, die eure Follower auf natürliche Weise zum Engagement motivieren — sowohl mit eurem Content als auch untereinander.

Eine bewährte Methode zur Förderung des Engagements sind Social-Media-Preisausschreiben. Aber natürlich braucht ihr nicht in jedem Beitrag ein Gewinnspiel veranstalten.Eine weitere gute Möglichkeit, das Engagement zu steigern, besteht darin, eine Frage zu stellen oder eine Diskussion zu starten. Stellt dabei sicher, dass ihr euch selbst in die Diskussion einbringt! Beantwortet alle relevanten Kommentare und DMs (idealerweise von einem zentralen Social-Media-Posteingang aus, der es ermöglicht, diese Arbeit auf die Teammitglieder zu verteilen), um sowohl Algorithmen als auch Follower zufriedenzustellen.

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Wenn ihr besonders informative Inhalte erstellt, motiviert ihr eure Follower, diese mit anderen zu teilen, die von den Informationen profitieren könnten, oder den Post als eigene zukünftige Referenz zu speichern.

5. Experimentiert (viel)

Die Arbeit mit Social-Media-Algorithmen ist teils Wissenschaft, teils Kunst und ein kleines bisschen Magie. Wir können euch zwar Tipps dazu geben, wie ihr die richtigen Signale an die Algorithmen sendet, aber es gibt keine allgemeingültige Erfolgsformel.

Das bedeutet, ihr müsst neue Dinge ausprobieren, um zu sehen, was funktioniert, und eure Strategie mit der Zeit verfeinern. Alle guten Digital-Marketer kennen das Mantra „Testen, testen, testen”. Das ist der einzige Weg, um herauszufinden, was für eine Marke in Echtzeit funktioniert.

Und lasst euch nicht von der Vorstellung ins Bockshorn jagen, komplizierte Experimente durchzuführen — Testen muss nicht kompliziert sein. Behaltet Trends im Auge, die ihr in euren eigenen Social-Media-Feeds beobachtet, und lasst euch inspirieren.

In unserem Blogbeitrag erfahrt ihr, wie ihr Social-Media-Tests durchführen könnt. Inspiration findet ihr in der Experimente-Playlist von Hootsuite Labs.

6. Postet mehr Videos

Social-Media-Plattformen setzen verstärkt auf Videos — insbesondere Kurzvideos. Wenn ihr mehr Videoinhalte postet, passt ihr die Social-Media-Strategie eurer Marke an die Richtung an, in die sich die Plattformen entwickeln.

Insbesondere Meta-Plattformen eröffnen den Nutzern viele Möglichkeiten, kurze Videoinhalte (d. h. Reels) von Marken und Creators zu entdecken, denen sie nicht folgen. Reels bieten eine wichtige Möglichkeit, neue Nutzer zu erreichen und Relevanzsignale an die Algorithmen zu senden.

Allerdings solltet ihr nicht ausschließlich auf Videos setzen, wenn ihr euch mit Standbildern am wohlsten fühlt. Standbilder machen fast die Hälfte der auf Instagram konsumierten Inhalte aus. Wenn ihr Standbilder verwenden möchtet, versucht diese mit Karussells oder Musikeffekten interaktiver zu gestalten. Karussells haben immer noch eine große Reichweite auf Instagram, und mehrere Fotos bedeuten mehrere Chancen für den Beitrag, im Feed zu erscheinen.

Und natürlich könnt ihr auch eine Reels-Vorlage verwenden, um aus Fotos ein Video zu machen.

7. Setzt auf Trends — aber übertreibt es nicht

Trendthemen sorgen dafür, dass die Menschen scrollen und interagieren, weshalb die Social-Media-Plattformen mehr von diesen Inhalten servieren wollen.Springt aber nicht auf jeden Trend auf, der hochpoppt. Wenn sich jedoch ein Thema herauskristallisiert, das das Potenzial hat, auf eure Markenbotschaft einzuzahlen, lohnt es sich, eure besten Social-Media-Köpfe darauf anzusetzen. Nutzt Tools wie Google Trends, um zu erfahren, was im Internet gerade angesagt ist.

Google Suche: Trends am 16. April: Kassel Huskies, Dortmund gegen Atlético Madrid, Bernd Hölzenbein
Quelle: Google Trends

Mit einem Social-Listening-Programm könnt ihr herausfinden, was speziell in eurer Branche passiert.

Beschäftigt euch mit der Einbindung von Trend-Sounds und -Effekten in Kurzvideos wie TikToks, Instagram Reels und YouTube Shorts.

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By Christina Newberry

Christina Newberry ist eine preisgekrönte Autorin und Redakteurin. Ihre Hauptinteressen: Essen, Reisen, urbanes Gärtnern und das „Oxford comma“ – nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.

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