Social Media-Updates im August

Social Media-Rückblick: die wichtigsten Social Media-Updates im August

Von wegen Sommerloch: die Sozialen Medien stehen niemals still. Es war viel los im August. Ganz vorne dabei: Facebook und Instagram mit den wahrscheinlich meisten Updates. Aber auch Twitter stand nicht still. Von den Neuerungen im August profitieren vor allem Werbetreibende. Wir haben einige der wichtigsten Social Media-Updates des letzten Monats für Sie zusammengestellt.

Facebook

Facebook bastelt weiter am Algorithmus

Gerade erst hat Facebook seinen Algorithmus zugunsten von Beiträgen von Freunden und Bekannten geändert. Jetzt spielt das beliebteste soziale Netzwerk weiter am Algorithmus rum. Die Plattform möchte informative Inhalte wieder einfacher zugänglich machen. Was die jeweiligen Nutzer als informativ empfinden, bestimmt Facebook durch regelmäßige Umfragen. Zehntausende Nutzer weltweit werden nach ihrem Empfinden zum Informationsgehalt eines angeklickten Beitrags gefragt. Mithilfe der Ergebnisse soll der individuelle Newsfeed angepasst werden. Das können für den Einen Nachrichten sein, für den Anderen das neueste vom Lieblings-Promi. Eigenen Angaben zufolge wird sich das jedoch kaum auf die Reichweite von Seiten auswirken.

Facebook Seiten mit neuem Layout

Facebook Seiten haben jetzt einen neuen Look. Die Änderung macht sich vor allem in dem neuen Navigationsmenü und einem stärker hervorstehenden Call-To-Action-Button bemerkbar. Im Grunde hat sich nicht viel geändert, es fallen keine Elemente weg, die Seiten wurden jedoch neu angelegt. Hier ist eine kleine Übersicht zu den Änderungen.

Social Media-Updates im August

Profilbilder erscheinen jetzt links oben auf der Seite und nicht mehr über dem Cover Bild. Dementsprechend ist das Coverfoto jetzt in voller Pracht zu sehen.

Alle weiteren Informationen zur Organisation/Firma sind nun unter dem Profilbild angeordnet. Der Call-To-Action Button ist durch die neue Platzierung rechts unter dem Coverfoto und die farbliche Hervorhebung deutlicher zu erkennen. Im Grunde hat sich – außer der Anordnung – also nicht viel geändert. Sogar die benötigte Bildgrößen bleiben gleich (180×180 px für Profilbilder; 828×315 px für Coverfotos).

Facebook geht gegen Clickbait vor

Clickbaiting, also Seiten, die durch übertriebene Schlagzeilen im Thumbnail Informationen verzerren, verschwinden von nun an aus dem Facebook Newsfeed. Schlagzeilen wie: “Ihr glaubt nie, wer hier auf dem roten Teppich ausgerutscht ist”, oder “Wenn ihr diese Ratschläge befolgt, ändert sich euer ganzes Leben”, wird es in Zukunft nicht mehr geben. Ähnlich wie bei Email-Spam-Filtern sucht der Algorithmus in erster Linie nach Phrasen, die typisch für Clickbait Schlagzeilen sind. Anstatt die Seiten nur in Clickbait und Nicht-Clickbait einzuteilen, werden diese verschiedenen Graden zugeteilt. Je höher der Clickbait Grad, desto mehr wird die Seite abgestraft, indem Beiträge weniger sichtbar werden.

Aber der Algorithmus verzeiht: Hört der Verleger auf, Clickbait zu betreiben, werden die (neuen) Beiträge wieder sichtbar.

Facebook umgeht Ad-Blocker

Facebook ging einen wichtigen Schritt in Richtung Werbung, indem es eine Unterscheidung von regulärem Content und Werbung unmöglich macht. Dadurch werden herkömmliche Ad-Blocker umgangen. Nutzer haben jedoch die Möglichkeit, mitzubestimmen, welche Werbung sie zu Gesicht bekommen: Immer öfter wird nun bei Anzeigen eine Abfrage zu sehen sein, ob man die Werbung für relevant erachtet. Was für einige Nutzer eine störende Änderung sein kann, ist für Werbetreibende durchaus spannend.

Facebook tested MSQRD Filter und Kamera-Feed

Unter dem Motto Olympia testete Facebook während der olympischen Spiele die Integration der MSQRD animierten Selfie-Filtern. Der Test lief in Brasilien und Canada an. Die Filter erinnern stark die Snapchat Selfie-Filter. Nutzer konnten ihre Gesichter mit verschiedenen Länder-Flaggen schmücken oder ihre Bilder mit Sprüchen wie “Go Canada” versehen.

Während des Tests erschien neben dem herkömmlichen “Was machst du gerade?”-Text eine Kamera, über welche ebenfalls ein Status-Update getätigt werden konnte. Wir sind gespannt ob und wann Facebook uns mit einem neuen Feature überrascht.

Lifestage – die neue Teenie-App von Facebook

Facebook hat eine App nur für iOS Nutzer unter 21 Jahren entwickelt. Obwohl auch Erwachsene die App herunterladen können, ist der volle Spaß nur für die Jugendlichen verfügbar: Nutzer ab 22 Jahren können nur ihr eigenes Profilbild sehen. Der Clou an der App: Alles läuft über Video. Alle persönlichen Informationen in der Bio wie Vorlieben, Hobbies, Abneigungen etc. werden per Video hochgeladen. Sogar die klassischen Emojis fallen weg. Stattdessen laden Nutzer Videos ihrer persönlichen Stimmungslage hoch (z.B. Smiley, trauriger Smiley etc.). Entwickelt wurde der Spaß von den 19-jährigen Michael Sayman. Ob die App auch den Geschmack der Jugendlichen trifft, wird sich zeigen.

Social Media Updates im AugustSocial Media Updates im August

Quelle: iTunes

Instagram

Instagram Stories

Zu Beginn des Monats führte Instagram Stories ein. Über diese Funktion können alle Momente des Tages geteilt werden, auch diejenigen, die nicht auf dem eigenen Profil verweilen sollen. Bilder und Videos erscheinen in einer Art Diashow und formen die Stories. Nach 24 Stunden verschwindet das Ganze und ist nicht mehr auf dem Profil zu sehen. Das Gute: Nutzer brauchen so keine Angst mehr zu haben, Ihre Follower mit zu viel Material zuzuspammen. Die Stories von Accounts, denen Sie folgen, erscheinen oberhalb Ihres Newsfeeds. Um eine Story zu sehen, klicken Sie einfach auf das Profilfoto. Zwischen Stories kann durch vor- und zurückswipen auf dem Handy problemlos gewechselt werden. Nach dem Hochladen von Fotos und Videos können diese mit Text, Zeichnungen oder Emojis versehen werden. Instagram CEO Kevin Systrom gab gegenueber Techcrunch offen zu, dass man sich für das neue Feature von Snapchat hat inspirieren lassen.  

Instagram Business Accounts jetzt auch in Europa

Die Instagram Business-Accounts gibt es in den USA schon seit Juni. Nun sind die neuen Funktionen auch in Deutschland verfügbar.

Die Instagram Business-Accounts unterscheiden sich von den herkömmlichen Accounts insofern, dass sie über ausführlichere Profildetails verfügen – wie etwa die Geschäftsadresse und Brancheninformationen. Unternehmen können entscheiden, wie Nutzer mit Marken Kontakt aufnehmen können: telefonisch, per Email, oder per SMS. Das Ganze kann dann über einen Kontakt-Button eingestellt werden.

Social Media-Updates im August

Quelle: Instagram

Mit den Business-Accounts können Unternehmen jetzt außerdem leichter herausfinden, wie sie ihre Instagram Aktivitäten optimieren: über Statistiken können Informationen zur Reichweite, Demographie und Interaktion bestimmt werden. Mit den neuen Features steht dem Instagram Auftritt Ihres Unternehmens nichts mehr im Weg. Alles über die neuen Features und wie Sie Ihr existierendes Instagram-Konto umstellen erfahren Sie hier.

Instagram testet “save draft” Funktion

Als ob die oben genannten Neuerungen nicht genug wären, Instagram bastelt bereits an weiteren möglichen Funktionen. Gerade wurde bekannt gegeben, dass es bald eventuell möglich sein wird, Fotos, die noch im Bearbeitungsstand sind zu speichern und die Bearbeitungen zu einem späteren Zeitpunkt fortzuführen. Die Änderungen würden bei diesem Feature also nicht – wie es derzeit der Fall ist – verloren gehen, wenn man den Bearbeitungsmodus verlässt. Ob die Funktion jedoch tatsächlich veröffentlicht wird, steht noch in den Sternen, berichtet TechCrunch.

Mit Explore kein Event mehr verpassen

Instagram Nutzer brauchen sich künftig keine Sorgen mehr zu machen, ob sie auch auf dem neuesten Stand sind. Über den Explore-Tab ist es nun möglich, Videos von Live-Events zu verfolgen. Laut Instagram werden die interessantesten Clips ausgesucht und dann über den Explore Video Channel zur Verfügung gestellt. Das können Sportveranstaltungen, Konzerte oder Theateraufführungen sein. Wie beim Rest von Explore, werden hier Beiträge vorgeschlagen, die die Nutzer interessieren könnten. Bislang ist die neue Funktion nur in den USA verfügbar, es wird jedoch sicherlich nicht allzu lange dauern, bis wir auch hierzulande in den Genuss kommen.

Pinterest

Pinterest baut aus: Video wird immer wichtiger

Obwohl Video schon lange Platz auf Pinterest hat, erhielt das Format bislang nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie Fotos. Das wird sich bald ändern, denn Pinterest testet nun diverse Video-Funktionen, darunter auch einen nativen Video-Player. Auch die Suchfunktion wird in diesem Rahmen erweitert. Das gibt der Plattform die Möglichkeit, ihren Service mehr an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen. Mit diesem Schritt bewegt sich Pinterest in die richtige Richtung: um auch weiterhin in den sozialen Medien relevant zu bleiben, führt kein Weg mehr an Video vorbei. Schätzungen zufolge, wird Video bis zum Jahr 2019 sogar rund 80 Prozent des globalen Web-Traffics ausmachen. Die Updates werden zur Zeit noch getestet und sollen in den kommenden Monaten auf dem Markt gebracht werden, berichtet TechCrunch.

Snapchat

Geosticker für Snapchat User

Snapchat hat sein Angebot erweitert und Geosticker für die Metropolen dieser Welt eingeführt. Mit Geostickern können Nutzer standortspezifische Sticker in Snaps und Nachrichten einbauen und so zu zeigen, in welcher Metropole sie sich gerade befinden. Derzeit sind die Sticker für die folgenden Städte verfügbar: Los Angeles, New York City, San Francisco, Washington DC, Honolulu, London, Sydney, São Paulo, Paris, and Riyadh. Geosticker schließen sich der Familie der Geofilter an, ein sehr beliebtes Snapchat-Feature v.a. unter Werbetreibenden. Um das Feature nutzen zu können, muss der Standortdienst der App aktiviert sein. Ob das Feature bald auch für deutsche Metropolen verfügbar ist, ist noch nicht bekannt. Hierzulande müssen wir uns also vorerst damit begnügen, die Sticker bei Reisen in die entsprechenden Städte zu verwenden.

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Twitter

Twitter möchte Nutzer mit neuer Ad-Funktion zum Teilen von Werbung ermutigen

Mit Instant Unlock Cards” hat Twitter ein neues Anzeigen-Format eingeführt, dass Nutzer dazu bewegen soll, mehr zu tweeten. Werbetreibende können nun Beiträge mit einem Call-to-Action Button versehen. Folgen Nutzer dem Call-to-Action, erhalten sie Zugang zu exklusiven Inhalten, die ihnen sonst verborgen bleiben würden. Nutzer müssen nun tweeten oder retweeten, um an die versteckten Inhalte zu kommen. Das kann ein Link zu einem Rezept sein oder die Möglichkeit, den exklusiven Trailer eines neuen Blockbusters zu sehen. Die Funktion ist eine Erweiterung der zu Jahresbeginn eingeführten “Conversational Ads”, über die anpassbare Hashtags bereitgestellt wurden. Twitter hofft, dass Nutzer dadurch aktiver werden. Da die Tweets auch für Personen ohne Twitter-Account zugänglich sind, könnte diese Funktion im Idealfall sogar zu vermehrt neuen Anmeldungen führen, um die verborgenen Inhalte sehen zu können. Werbetreibende dürften die Neuerung willkommen heißen, bietet sie doch neue Möglichkeiten die Reichweite zu optimieren und in Dialog mit Kunden zu treten.

Neuer Qualitätsfilter soll irrelevante Nachrichten aussieben

Mit diesen Änderungen sollen Nutzer künftig mehr Kontrolle darüber haben, was sie auf Twitter sehen. Ab sofort haben Nutzer die Möglichkeit, Mitteilungen so einzuschränken, dass sie nur noch Benachrichtigungen über Aktivitäten von Konten sehen, denen sie folgen. Die Änderung lässt sich ganz einfach in den Einstellungen anpassen. Wer darauf keine Lust hat, kann alles beim Alten belassen.

Wer filtern möchte, welche Tweets er sieht, kann das jetzt über die Qualitätssicherung tun. Mithilfe von unterschiedlichen Signalen, wie bspw. Der Herkunft oder dem Verhalten eines Accounts, ist der neue Filter in der Lage, potentiell irrelevante Nachrichten herauszufiltern. Doppelte und/oder scheinbar automatisierte Inhalte verschwinden so aus Ihren Mitteilungen und aus dem Newsfeed. Ausgenommen sind Accounts, denen Sie folgen oder mit denen Sie kürzlich interagiert haben. Der Filter kann nach Belieben ein- und ausgestellt werden.

Twitter führt “promoted Stickers” ein

Nachdem Twitter letzten Monat Sticker für Fotos eingeführt hat, wurde diese Neuerung nun erweitert: Unternehmen können 4-8 sogenannte promoted Sticker erstellen. Das Prinzip ist einfach: Wenn ein Nutzer einen promoted Sticker verwendet, erscheint im Tweet ein dem Sticker zugehöriger Hashtag. So wird für Werbetreibende nachvollziehbar, wer sich eventuell für die Marke interessiert.

Erster Partner bei der Einführung der Sticker war Pepsi.

Twitter erlaubt Direktnachrichten via Websites

Ab sofort können Website-Betreiber ihre Kunden und Fans die Kontaktaufnahme erleichtern: über einen Button, der es Besuchern der Seite leichter macht, via Twitter-Direktnachricht Kontakt mit dem Unternehmen aufzunehmen. Das erspart Nutzern die Frustration erst nach dem Profil des Anbieters suchen zu müssen, um diesen zu kontaktieren. Gerade für den Kundenservice könnte dies eine wichtige Neuerung darstellen. Twitter ist schon bei vielen Unternehmen im Customer Service Bereich im Einsatz, daher scheint die neue Funktion als sinnvolle Erweiterung.

Xing

Xing führt Sponsored Articles ein

Xing möchte seinen Umsatz weiter steigern. Mit Sponsored Articles ist es Werbekunden nun möglich, redaktionelle Inhalte im News-Stream der Plattform zu buchen. Die Beiträge erscheinen dann auch im Xing-eigenen Newsletter, der nach Angaben des Netzwerks täglich 4,2 Millionen Abonnenten zählt. Sponsored Articles liefen in einer ersten Testphase mit Reiseanbieter Secret Escapes erfolgreich an. Es folgen Projekte unter anderem mit der Deutschen Bahn. Das Konzept soll außerdem mit weiteren Details auf der diesjährigen Dmexco im September vorgestellt werden. 

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