Social Media-Updates

Die wichtigsten Social Media-Updates im Juli

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August 2, 2016

Die sozialen Medien stehen niemals still. Kaum glaubt man, sich durch den Berg an Informationen durchgekämpft zu haben, gibt es schon wieder neue Updates und Features. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, haben wir einige der wichtigsten Social Media-Updates des letzten Monats für Sie zusammengestellt.

Facebook

Facebook Messenger hat jetzt 1 Milliarde Nutzer

Der Facebook Messenger hat jetzt eine Millarde aktive Nutzer monatlich. Mit der schrittweisen Eliminierung der Messenger Funktion aus der Facebook-App während der letzten Monate ist das wenig verwunderlich: Nutzer sahen sich gezwungen, den Messenger herunterzuladen, wenn sie auf ihrem Mobilgerät weiterhin Zugriff auf Ihre Nachrichten haben wollten. Trotz der anfänglichen Verärgerung vieler Nutzer, scheint es dem Geschäft von Facebook nicht geschadet zu haben. Mit WhatsApp und Facebook Messenger hat Facebook jetzt zwei Messenger mit je einer Milliarde monatlicher Nutzer.

Instant Articles für Facebook Messenger

Instant Articles war bereits ein großer Schritt für Facebook. Doch jetzt geht es noch weiter: Instant Articles sind nicht länger nur über die Facebook-App abrufbar, sondern werden jetzt auch in den Messenger übertragen. Mit dieser Neuerung reagiert Facebook auf die Tatsache, dass Inhalte vermehrt – laut einer Studie von RadiumOne 82% – über Dark-Social geteilt werden.

Über den Messenger wird angezeigt, dass es sich bei dem geteilten Link um einen Instant-Article handelt und der Empfänger kann auf diesen direkt im Messenger zugreifen. Das bedeutet schnellere Ladezeiten, ein entscheidender Punkt in unserer schnellebigen und ungeduldigen Gesellschaft. Für alle, die bereits Instant-Articles nutzen, kommen keine Änderungen auf: Auch bereits veröffentlichte Instant-Articles werden jetzt im Messenger unterstützt. Derzeit ist die Funktion nur über Android verfügbar, soll aber ein Kürze auch für iOS bereitgestellt werden.

Facebook schaut bei WhatsApp und Snapchat ab

Facebook hat seinem Messenger eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung verpasst. Derzeit sind die sogenannten “Secret Conversations” nur auf eine Testgruppe begrenzt. Die Verschlüsselung soll jedoch über den Sommer flächendeckend bereitgestellt werden. Die Funktion ist optional und muss vor Beginn des jeweiligen chats aktiviert werden. Außerdem ist die Verschlüsselung nur von einem Gerät zum nächsten möglich. Beginnt man mit einem Gerät, kann man den Chat nicht auf einem anderen fortführen, wie es beim regulären Chat der Fall ist. Zusätzlich soll es bald möglich sein, über einen Timer einzustellen, wie lange einzelne Nachrichten abrufbar sind. Nach diesem vorher festgelegten Zeitraum zerstört sich die Nachricht selbst – ein Feature, das sehr stark an den Konkurrenten Snapchat erinnert.

Facebook optimiert Chatbots

Für die Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden nehmen Bots eine immer wichtigere Rolle ein. Die Messenger Platform 1.1 soll nun die Entwicklung von Messenger Bots erleichtern. Gleichzeitig stellt sie Entwicklern neue Möglichkeiten für eine verbesserte Bedienung zur Verfügung.
Mit “Quick Replies” bekommen Nutzer künftig vorgefertigte Antwortmöglichkeiten vorgelegt, die an den Chatbot gesendet werden. So wird die automatisierte Konversation vereinfacht und verhindert Anfragen, die der Bot nicht identifizieren kann.
Die für Unternehmen wahrscheinlich wichtigste Neuerung ist das “Account-Linking”. Nutzer können sich über eine Schnittstelle direkt in ihrem Kundenkonto anmelden. So kann der Service personalisiert werden und Produktempfehlungen können gezielter eingesetzt werden. Durch die Neuerungen wird die Attraktivität des Messenger für Unternehmen künftig steigen.

Instagram

Instagram möchte beleidigende Kommentare eindämmen

Die beliebte Foto-Sharing App möchte beleidigenden Kommentaren ein Ende setzen. Business Accounts haben nun die Möglichkeit, die automatisierte Comment Moderation”-Funktion zu aktivieren und so Beleidigungen Einhalt zu gewähren. Besonders Promis und Marken müssen oft Kommentare über sich ergehen lassen, die unter die Gürtellinie gehen. In der Masse fühlen sich die Kommentatoren sicher. Das neue Tool identifiziert Wörter und Phrasen, die als beleidigend eingestuft werden und blockiert diese. Ob das Feature auch für Privat-Accounts zur Verfügung gestellt wird, ist derzeit noch nicht klar. 

Snapchat

Snapchat löscht Fotos jetzt nicht mehr nach einem Tag

Mit Memories hat Snapchat ein Feature eingeführt, mit dem Videos und Fotos nun dauerhaft gespeichert werden können. Die Inhalte können nun in einem privaten Archiv gespeichert werden, wo sie bearbeitet, und später mit Freunden geteilt werden können. Alles kann direkt über die App verwaltet werden. Geofilter können den Aufnahmen im Nachhinein zugefügt werden, selbst wenn man sich nicht mehr an dem entsprechenden Ort befindet. Durch Schlagworte wird zusätzlich das Suchen von Inhalten erleichtert. Aus altem und neuem Bild- und Video-Material können neue Stories entstehen. Zwar zeigt Snapchat an, dass es sich um eine alte Aufnahme handelt, dennoch darf man sich die Frage stellen, ob dies noch authentisch für Snapchat ist. Aus geschäftlicher Sicht macht diese Entwicklung allerdings durchaus Sinn:  Nutzer müssen nicht mehr den Umweg gehen, Material lokal auf dem Smartphone zu speichern und verweilen so länger in der App selbst.

Mit Snapchat-Suggest jetzt einfacher Freunde finden

Endlich gibt es eine einfachere Methode, Anhänger auf Snapchat zu finden. Snapchat Suggest bietet die Möglichkeit, Freunden vorzuschlagen, einer Person zu folgen. Diese Änderung ist bahnbrechend, war die schwierige Auffindbarkeit anderer Nutzer doch einer der größten Schwachpunkte der App. Snapchat ging das Problem nach und nach an: zunächst wurden Snapcodes eingeführt, dann personalisierten Links und nun das Suggest Feature. Snapchat hat endlich erkannt, dass die Auffindbarkeit der Schlüssel für eine positive User Experience ist.

Snapchat integriert Bitmojis

Snapchat hat Bitmoji in seine App integriert. Bereits im März diesen Jahres gingen Gerüchte über einen Erwerb von Bitstrips, den Hersteller der Bitmojis, umher. Durch die Integration von Bitmojis in Snapchat wird das Gerücht nun bestätigt. Nutzer können nun ihre persönlichen Emoji-Avatare selbst basteln und zu Snaps hinzufügen. Wer die personalisierten Bitmojis nutzen möchte, muss sich zunächst die Bitmoji App herunterladen und dann über die Snapchat-Einstellungen die beiden Apps miteinander verbinden. Wer bereits ein Bitmoji-Account hat, kann sich über Snapchat direkt einloggen. Die Bimojis können einzeln verschickt werden, oder zu Snaps hinzugefügt werden. Auch unter Freunden können die Avatare geteilt werden, vorrausgesetzt, beide Parteien sind mit ihrem Bitmoji-Account verbunden. Sie werden dann zu “Friendmojis”.

Twitter

Twitter erweitert die GIF Limitierung

Twitter hat die erlaubte Größe für GIFs von 5MB auf 15MB angehoben. Ab sofort können größere, längere, oder schärfer auflösende GIFs hochgeladen werden. Bislang ist das Versenden von übergroßen GIFs nur über die Web-Anwendung möglich. Über die Mobile-App bleibt die 5MB Limitierung weiterhin bestehen. Nutzer feierten die neue Funktion, indem sie Musikvideos oder sogar ganze Filme über GIFs in einzelne Tweets packten. Besonders beeindruckend: Matrix im Schnelldurchlauf:

Verifizierte Accounts für alle offen

Ab sofort kann jeder Nutzer Verifizierung seines Twitter-Accounts über ein Formular beantragen. Das heißt allerdings nicht, dass jeder beliebige Account auch verifiziert wird. Es gibt selbstverständlich Richtlinien. Twitter gab bekannt, nur Konten verifizieren zu wollen, die von öffentlichem Interesse sind. Auf dem Formular anzugeben ist u.a. ob es sich um eine Person oder ein Unternehmen handelt. Nutzer, die das blaue Häkchen haben wollen, müssen außerdem schriftlich beschreiben, warum sie für eine Verifizierung qualifiziert sind.

Das waren nur einige der wichtigsten Social Media Updates des letzten Monats. Facebook baut seinen Messenger kräftig aus und ist somit determiniert, seinen Status als meistgenutztes soziales Netzwerk zu verteidigen. Snapchat ist weiterhin auf dem Vormarsch. Wir sind gespannt, was der August bringt.

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