Facebook arbeitet mit etlichen Algorithmen, die festlegen, welche Posts gut sichtbar sind und welche „ihr Leben” ganz unten im Newsfeed fristen. Wer Facebook geschäftlich nutzt, muss zudem mit der Tatsache fertig werden, dass Facebook die organische Reichweite von Unternehmensseiten reduziert, um den Newsfeed der Nutzer persönlicher zu gestalten. Allerdings erlaubt Facebook Unternehmen das Bewerben ihrer Facebook-Posts, damit sie ihr Social Media-Publikum halten. Mit der Option „Hervorheben von Unternehmensseiten“ verschaffen Sie Ihren Facebook-Beiträgen den dringend benötigten Boost.

Fakt ist: seit Facebook bedeutsamen persönlichen Interaktionen im Newsfeed gegenüber Posts von Marken Vorrang einräumt, wird es für letztere immer schwerer, ihren organischen Content an die Nutzer zu bringen.

Im zunehmend wettbewerbsintensiven Facebook-Umfeld müssen Sie alles aus Ihren Inhalten herausholen. Der Facebook Boost-Button kann Ihnen dabei helfen, Ihre Geschäftsziele zu erreichen: Sie können damit aus vorhandenem organischem Content schnell eine Facebook-Anzeige kreieren.

Aber rund um die Facebook Boost-Funktion ranken sich allerlei Mythen.

Was Sie im Weiteren erfahren:

  • Verbreitete Facebook Boost-Mythen – und was wirklich Sache ist
  • Expertentaktiken zum Einsatz des Boost-Buttons vom Hootsuite Social Media-Team
  • Wie Sie das Optimum aus Ihren Facebook Ads herausholen

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1. Je größer die Zielgruppe, umso besser das Resultat

Es mag unlogisch klingen, dass Ihr Content bei einer kleineren Zielgruppe besser funktioniert, aber es stimmt.

„Viele Unternehmen meinen, ein Boost an ein breiteres Publikum würde die Performance ihrer Inhalte verbessern“, erklärt Nick Martin, Global Social Engagement Spezialist bei Hootsuite.

„Aber diese Denke ist nicht automatisch korrekt. Wenn es sich bei Ihrem angepeilten Publikum um eine große Gruppe nicht interessierter Facebook-Nutzer handelt, zahlen Sie unter dem Strich mehr für weniger Ergebnisse.“

Sie müssen herausfinden, wer Ihre konkrete Zielgruppe ist und was diese Personen interessiert, wenn Sie die Chancen auf Engagement und damit Conversions steigern wollen.

Eine sehr große Zielgruppe in Kombination mit einem zu geringen Budget macht es Ihren Anzeigen schwer, sich gegenüber anderen Werbetreibenden mit tieferen Taschen, die dasselbe Publikum ansprechen, durchzusetzen.

Um das zu vermeiden, grenzen Sie die Demografie Ihres Boost-Posts ein und legen Sie genauer fest, wer diesen zu sehen bekommt – inklusive Alter, Geschlecht, Standort und Interessen.

Zudem bieten sich Custom Audiences auf Basis bestehender Kontakte und Lookalike Audiences, die sich an Personen orientieren, die bereits in irgendeiner Weise mit Ihrer Facebook-Seite interagiert haben, an.

So erzielen Sie mehr Ergebnisse mit einer kleineren Zielgruppe:

Sprechen Sie Ihre Zielgruppe auf Basis ihrer Interessen an. Statt Ihren Boost-Post so breit wie möglich zu streuen, berücksichtigen Sie die Interessen Ihrer Zielgruppe. Als lokales Fitness-Center könnten Sie beispielsweise Menschen ansprechen, die Seiten im Umfeld gesunde Ernährung mit „Gefällt-mir“ markiert haben.

Peilen Sie Lookalike Audiences an. Diese Nutzer haben bereits eine Verbindung zu Ihrem Business – Sie können den Aufbau der Markenbekanntheit überspringen und damit Zeit und andere Ressourcen (€€€) sparen.

Erreichen Sie Menschen in Ihrer Nähe. Es hat keinen Zweck, einen Post an Nutzer rund um die Welt zu bewerben, wenn Sie ein Ladengeschäft in Hamburg ohne internationale Lieferung betreiben. Sparen Sie sich die Ausgaben und grenzen Sie den Radius rund um den Standort Ihres Geschäftes ein – so verbessern Sie die Ergebnisse.

2. Höhere Budgets verbessern die Performance

Wenn ein größeres Publikum nicht für bessere Resultate sorgt, dann wird ein höheres Budget doch sicher helfen, oder?

Falsch.

Wer mehr Geld in beworbene Beiträge steckt, erhält nicht automatisch mehr für seine Spendings.

„Konzentrieren Sie sich auf starken Content – nicht auf ein höheres Budget,“ erklärt Martin.

„Wenn Ihre Zielgruppe nicht organisch mit einem Inhalt interagiert, nützt Ihnen der Griff ins Portemonnaie wenig – mehr Geld bringt diesen Content in der Regel auch nicht zum Fliegen.“

Stattdessen sollten Sie Inhalte kreieren, die auf Ihrer Kenntnis der Zielgruppe und deren Interessen basieren. Hören Sie Ihrem Publikum zu! Sobald Ihre organischen Inhalte Leistung zeigen, können Sie mit dem Boosten von Posts beginnen – und nicht andersherum.

„Achten Sie hier auf Ihre Analytics,“ erläutert Christine Colling, Social Marketing Spezialistin bei Hootsuite.

„Wenn Sie einen Post beworben haben, beobachten Sie unbedingt, ab wann das Engagement nachlässt. Verpassen Sie diesen Zeitpunkt, zahlen Sie dafür Leute außerhalb Ihrer Zielgruppe zu erreichen, die nicht durchklicken oder mit Ihrem Post interagieren.“

So holen Sie alles aus Ihren geboosteten Posts heraus:

Konzentrieren Sie sich auf besseren Content. Ermitteln Sie, welche organischen Inhalte sich gut schlagen und boosten Sie diese Posts, anstatt einen leistungsschwachen Beitrag zu bewerben, in der Hoffnung, dass dieser Ihr Publikum plötzlich doch begeistert.

Achten Sie auf die Analytics. Das hilft Ihnen nicht nur beim oben genannten Punkt. Sie stellen sicher, dass Sie Ihr Budget nicht für ein Bewerben nach Nachlassen des Engagements verschwenden. Wenn Sie die Analytics genau im Auge behalten, können Sie überflüssige Ausgaben umgehend stoppen.

3. Jeden Post boosten

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Die Versuchung ist groß, für jeden Ihrer Inhalte den Boost-Knopf zu drücken, aber das kann mehr schaden, als nützlich sein.

„Bevor Sie auf den ‚Beitrag bewerben‘-Button klicken, stellen Sie sicher, dass der betreffende Content einem klaren Zweck dient,“ erklärt Collins.

„Welche Geschäftsziele unterstützt der Post? Wenn Sie darauf keine solide Antwort haben, überdenken Sie, ob Sie für eine Bewerbung wirklich Geld ausgeben möchten.“

Wollen Sie mehr Likes für Ihre Facebook-Seite generieren? Oder wollen Sie Traffic auf Ihre Vertriebs-Website lenken?

Wenn Sie Ihre Ziele kennen, fällt es Ihnen deutlich leichter, Kennzahlen zur Erfolgsmessung festzulegen und effektiven Call-to-Action (CTA) zu verfassen.

Ein guter Test: Formulieren Sie einen eindeutigen CTA für den zu bewerbenden Beitrag. Fällt es Ihnen schwer herauszustellen, was Ihre Zielgruppe genau tun soll – und warum – sollten Sie vielleicht lieber doch nicht auf den Boost-Knopf drücken.

Welche Art Posts Sie boosten sollten:

  • Posts mit klaren Zielsetzungen. Bewerben Sie einen Post nur dann, wenn Sie genau wissen, wie dieser Post bei der Erreichung eines Geschäftsziels unterstützt. Bitte nicht boosten, nur um zu boosten!
  • Posts, die bereits gut performen. Wie bereits im zweiten Mythos erwähnt: es lohnt sich nicht Posts zu bewerben, die die Aufmerksamkeit Ihres Publikums nicht fesseln konnten. Kein noch so hohes Werbebudget macht aus einem glanzlosen Post ein Feuerwerk.
  • Organische Posts, die etwas länger gelaufen sind. Um sicherzustellen, dass Ihr Post Aufmerksamkeit erregt, sollten Sie keinen brandneuen Post boosten, der noch nicht gezeigt hat, was er kann. Geben Sie Ihrem Post mindestens einen oder zwei Tage Zeit, bevor Sie auf den „Beitrag-bewerben“-Button klicken.

Ja, es zuckt Sie in den Fingern, jedes Mal auf den Boost-Knopf zu drücken, wenn Sie Ihren Content für ein breiteres Publikum sichtbarer machen wollen. Aber Dauerdrücker müssen mit Konsequenzen rechnen. Wie die oben entlarvten Mythen zeigen, ist weniger oft mehr – bei der Verwendung der Boost-Funktion und bei Ihrer Facebook Marketingstrategie.

Sparen Sie Zeit, erreichen Sie ein größeres Publikum und nutzen Sie Ihr Werbebudget, indem Sie Ihre leistungsstärksten Facebook-Posts automatisch über das Hootsuite Dashboard boosten.

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