Diese 7 Instagram-Fehler sollten sich Social Media-Manager lieber verkneifen

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Unter den Social Media-Netzwerken ist Instagram mittlerweile eine Klasse für sich. Die Bilderplattform verzeichnet bereits über als 400 Millionen Nutzer und wächst weiter. Neben privaten Schnappschüssen aus dem Urlaub, vom frisch gebackenen Kuchen oder den gerade erworbenen Sneakers werden zunehmend professionelle (oder nicht ganz so professionelle) Fotos von Unternehmen auf die Plattform geladen. Denn Unternehmen und Organisationen nutzen das Netzwerk verstärkt, um sich und ihre Produkte zu präsentieren. Firmenauftritte werden von Instagram-Nutzer akzeptiert, auch, weil sich die meisten Privatanwender durchaus für Produkte interessieren und neugierig auf alles Neue sind. Unternehmen sollten jedoch wissen, dass auf Instagram längst nicht alles geht, was machbar ist. Wer die Feeds seiner User mit Promo-Bildern und Werbung verstopft, macht sich keine Freunde und verfehlt damit das Ziel, bei einer jungen und attraktiven Zielgruppe (vorwiegend 16-bis 24jährige) für positive Resonanz zu sorgen. Wer Instagram als Schlüssel zu diesem Publikum einsetzen möchte, muss dafür sorgen, dass dieses Freude an den Unternehmens-Posts hat und sich nicht über vermeidbare Fettnäpfchen amüsiert. Gut informierte Social Media-Manager umschiffen mögliche Klippen und vermeiden im stillen Kämmerlein ausgebrüteten Corporate-Unsinn, der Unternehmen auf Instagram schaden kann.

Mit vermeidbaren (aber häufigen) Fehlern auf Facebook haben wir uns bereits beschäftigt. Auch Instagram hat einzigartige Merkmale und Eigenschaften, mit denen sich Social Media-Manager auskennen sollte. Wenn Sie nicht genau wissen, wie Sie mit Filtern, Hashtags, Bildtexten und Followern umgehen sollen, oder einfach nach Methoden suchen, Ihre Präsenz auf diesem Social Media-Netzwerk zu optimieren, dann wird Ihnen die folgende Liste der häufigsten Instagram-Fehler, die man als Social Media-Manager begehen kann, dabei helfen, Ihr Potenzial voll auszuschöpfen und bei Ihren Followern nach wie vor glaubwürdig zu wirken.

Kein Link in der Bio

Die Bio in Ihrem Profil ist der einzige Ort auf Instagram, an dem Sie einen anklickbaren Link zu Ihrer Website unterbringen können. Das macht sie extrem wertvoll. Viele Unternehmen nutzen diese Gelegenheit aber nach wie vor nicht – und vergeben sich damit eine gewaltige Chance, Ihren Bekanntheitsgrad und Kundenkreis zu vergrößern.

Wenn sich jemand Ihren Instagram-Feed ansieht und all die großartigen Produkte und Dienstleistungen bewundert, die Sie dort vorstellen, wird er sich ziemlich bald fragen: „Und wo kriege ich das?“ Ein Link in Ihrer Bio ist die einfachste Methode, Ihr Zielpublikum schnell und problemlos auf Ihre Website zu leiten. 

So wird’s gemacht: Der BR hat den Website-Link und Basisinformationen in seine Bio integriert.

Nicht mit anderen Nutzern interagieren

Wie die meisten anderen Social Media-Plattformen ist auch Instagram keine Angelegenheit, die man einmal einrichtet und dann vergisst. Wenn Sie das Bestmögliche aus diesem Tool herausholen wollen, müssen Sie anderen wichtigen Nutzern (die Sie mittels Hashtag-Suchen, der „Discover“-Seite oder einer Recherche darüber, wem Ihre Follower folgen bzw. wer ihnen gefällt, finden) folgen und mit ihnen interagieren. Sie müssen jetzt nicht gleich alles mit einem „Gefällt mir” markieren, was Ihnen auf den Seiten dieser Nutzer unterkommt, doch es empfiehlt sich, geeignete Fotos zu kommentieren.

Hinterlässt jemand einen Kommentar zu einem Ihrer Fotos, dann nehmen Sie sich die Zeit, darauf zu antworten. Sie wissen es ja: Im Marketing und in der Markenpflege geht es in erster Linie um den Aufbau von Beziehungen; es ist also durchaus sinnvoll, an Konversationen mit Ihrer Instagram-Community teilzunehmen.

Hashtags falsch verwenden

91 Prozent aller Instagram-Beiträge enthalten zwischen einem und sieben Hashtags – schon daran sieht man, dass diese Schlagworte sehr wichtig sind. Und wie bei allen wichtigen Dingen im Leben können auch Hashtags missbräuchlich oder falsch eingesetzt werden. Zu den häufigsten Fehlern zählt es, Hashtags zu oft oder zu selten zu verwenden; manchmal tauchen aber auch völlig irrelevante Hashtags auf. Die wichtigste Funktion eines Hashtags ist es, anderen die Möglichkeit zu geben, etwas zu entdecken – also mit Hilfe relevanter Schlagworte Themen und interessante Nutzer zu finden. Wenn Sie Ihre Beiträge mit zu vielen oder irrelevanten Hashtags garnieren, entwerten Sie Ihren Instagram-Auftritt und riskieren den Verlust Ihrer Glaubwürdigkeit. #Tun #Sie #das #lieber #nicht.

Sollten Sie es aber trotz qualitativ hochwertiger Inhalte versäumen, Hashtags in Ihre Beiträge einzubauen, dann tun Sie sich damit keinen Gefallen, sondern lassen sich eine wichtige Chance entgehen, entdeckt und kontaktiert zu werden. 

So wird’s gemacht: Oak and Fort verwenden eine vernünftige Anzahl leicht auffindbarer Hashtags.
Lidl Deutschland kann das auch!

Zu sehr auf Werbung setzen

Was für alle Werbeinstrumente gilt, hat auch hier seine Gültigkeit: Wer die User auf Instagram andauernd mit der Nase auf das eigene Unternehmen stößt, schreckt sie ab und wird sein Publikum auf diese Art schnell verprellen. Wenn Sie ausschließlich Bilder Ihres Produkts oder Ihr Logo posten, können Sie davon ausgehen, dass Ihre Follower bald das Interesse verlieren werden. Gehen Sie die Sache also lieber etwas dezenter an und versuchen Sie, die Werte, die Ihre Marke oder Ihr Produkt verkörpern, visuell darzustellen.

So hat beispielsweise der Kommissionsladen Hunter and Hare aus Vancouver ein hervorragend betreutes Instagram-Konto, auf dem Naturaufnahmen aus der Gegend, Porträts der Eigentümer und andere Lifestyle-Bilder neben Fotos der edlen Second-Hand-Ware und anderer erwerbbarer Produkte zu sehen sind. Damit baut das Unternehmen nach und nach eine visuelle Darstellung all dessen auf, was die Marke verkörpert, und kann noch dazu zeigen, wie seine Produkte in eine bestimmte (und sehr reizvolle) Lebensart passen und diese bereichern.

So wird’s gemacht: der professionell ausbalancierte Feed von Hunter and Hare.
Tchibo stellt weihnachtliche Motive aus.

Zu viele oder zu wenige Beiträge

Das Wissen, wie viele Fotos man täglich oder wöchentlich auf Instagram veröffentlichen sollte, muss sich jeder selbst aneignen. Die richtige Anzahl hängt zwar vom jeweiligen Zielpublikum ab – aber eines ist sicher: Sie sollten darauf achten, nicht zu wenige oder zu viele Beiträge zu veröffentlichen. Ähnlich wie bei einem zu großen Schwergewicht auf Werbung können Ihre Follower auch bei zu vielen Instagram-Posts das Gefühl bekommen, sie werden einfach zugespammt und man will ihnen ständig nur etwas verkaufen. Auf diese Art findet man nicht leicht neue Freunde …

Andererseits: Wenn Sie zu wenig posten, werden Ihre Follower Sie entweder für faul halten und Ihr Konto daher links liegen lassen – oder Sie ganz einfach vergessen. Hier kommen ein paar Tipps für den goldenen Mittelweg:

  • Versuchen Sie Ihre Beiträge in halbwegs regelmäßigen Abständen zu posten. Es macht einfach keinen guten Eindruck, wenn Sie eine Woche lang überhaupt nichts veröffentlichen und das dann durch zehn Beiträge an einem Tag auszugleichen versuchen. Instagram ist jetzt voll in Hootsuite integriert, nutzen Sie einfach die Terminplanung und unseren 20-Minuten-pro-Tag-Plan. So haben Sie Ihren Veröffentlichungskalender schnell im Blick und können konstant für neue Beiträge sorgen.
  • Achten Sie darauf, wie oft die beliebten (und qualitativ hochwertigen) Accounts, denen Sie folgen, neue Beiträge auf Instagram veröffentlichen – und nehmen Sie sich ein Beispiel daran.
  • Erstellen Sie interessante „Dauerbrenner“-Fotos – also Bilder, die keinem Aktualitätszwang unterliegen und die Sie für den Fall bereithalten, dass sich wieder eine Lücke in Ihrem Instagram-Kalender auftut.

Wenn Sie sich an diese Regeln halten, stellen Sie sicher, dass man Sie beachten wird, ohne Sie als lästig zu empfinden – und das ist ein Prinzip, das man in den sozialen Medien generell beachten sollte.

Schlechte Bilder posten

Instagram ist ein visuelles Tool – also ist es nicht angebracht, dort unschöne oder langweilige Bilder zu veröffentlichen. Da Instagram hauptsächlich auf Mobilgeräten genutzt wird, geht man davon aus, dass die meisten Bilder mit einem Handy fotografiert und hochgeladen werden. Ein paar einfache Grundlagen der Fotografie sollte man trotzdem beachten; außerdem stehen Ihnen ja noch unzählige Bildbearbeitungsanwendungen zur Verfügung. Es gibt also eigentlich keine Entschuldigung für schlechte Bilder. Im Folgenden stellen wir Ihnen ein paar Grundregeln für das Fotografieren mit der Handykamera vor, die Ihren Auftritt auf Instagram mit Sicherheit verbessern werden:

  • Schießen Sie mehrere gute Fotos von ein und demselben Motiv (d. h. außerhalb der Instagram-App), um ein wirklich gutes Bild zu erhalten. Zu den Kamera-Alternativen, die Sie dazu nutzen können, gehören etwa VSCO Cam und Afterlight.
  • Folgen Sie dem Licht! Versuchen Sie stets, Ihre Fotos – wenn möglich – im indirekten natürlichen Tageslicht oder während der „goldenen/blauen Stunden“ zu schießen. Achten Sie außerdem darauf, dass auf Ihrem Foto keine störenden Schatten oder unabsichtlichen Spiegelungen (wie zum Beispiel von Ihrem Telefon) sichtbar sind, da diese Elemente vom Motiv ablenken und die Fotoqualität schmälern.
  • Wählen Sie ein Foto aus, bearbeiten sie es sorgfältig und übertreiben Sie nicht mit den Filtern. Ein paar beliebte Apps wie VSCO Cam, Snapseed, Priime und Afterlight bieten unzählige Bearbeitungsmöglichkeiten, deren Anwendung den Unterschied zwischen einem Amateur- und einem Profibild ausmachen kann.
  • Erarbeiten Sie sich einen eigenen visuellen Stil und bleiben Sie dabei. Eine gewisse Einheitlichkeit in Ihrer Fotoauswahl erzeugt ein kohärentes Gesamtbild, wenn sich jemand Ihren Feed ansieht – und das verleiht Ihnen nicht nur mehr Glaubwürdigkeit, sondern sieht auch noch gut aus.
So wird’s gemacht: Pinecone Camp überzeugt durch übergreifende Ästhetik und hohe Fotoqualität.

Zahlen ignorieren

Sobald Sie Ihren Instagram-Account eingerichtet und halbwegs bekannt gemacht haben, ist natürlich die Versuchung groß, einfach drauflos zu veröffentlichen. Wollen Sie Instagram aber optimal nutzen, dann sollten Sie auf die Zahlen achten. Experimentieren Sie mit der Versuch-und-Irrtum-Methode ein wenig herum, um herauszufinden, an welchen Tagen und Uhrzeiten die meisten Reaktionen und das stärkste Engagement stattfinden (z. B. die Anzahl der „Gefällt mir“-Angaben, Kommentare und neuen Follower). Dieser Kissmetrics-Infografik zufolge ist die beste Zeit zur Veröffentlichung neuer Posts, mit denen Sie ein möglichst großes Engagement erzielen wollen, der Mittwoch; aber das kann bei Ihrem besonderen Zielpublikum natürlich auch anders sein.

Zahlen und Statistiken sind zwar nicht die einzigen Indizien, mit denen Sie Ihren Erfolg auf Instagram messen können, doch sie liefern Ihnen zumindest jederzeit praktische Hinweise darauf, was Sie gerade richtig (oder falsch) machen.

Wenn Sie richtig mit Instagram umgehen, bietet Ihnen diese Plattform eine Riesenchance, Ihre Markenvision mit der ganzen Welt zu teilen. Achten Sie also unbedingt darauf, die erwähnten Instagram-Fehler zu vermeiden – damit auch Sie Instagram zum Erfolgsmodell machen.

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