Instagram-Marketing Fehler, die Social Media-Manager vermeiden sollten

Unter den Social Media-Netzwerken ist Instagram mittlerweile eine Klasse für sich. Mit über 700 Millionen Nutzern weltweit, 15 Millionen davon in Deutschland, ist es nicht verwunderlich, dass die Plattform das Herzstück vieler Social Media-Strategien darstellt. Gut informierte Social Media-Manager umschiffen mögliche Klippen und vermeiden im stillen Kämmerlein ausgebrüteten Corporate-Unsinn.

Wenn Sie nicht genau wissen, wie Sie mit Filtern, Hashtags, Bildunterschriften und Followern umgehen sollen, oder einfach nach Methoden suchen, Ihre Präsenz auf diesem Social Media-Netzwerk zu verbessern, dann wird Ihnen die folgende Liste der häufigsten Instagram-Marketing Fehler dabei helfen, Ihr Potenzial voll auszuschöpfen und bei Ihren Followern nach wie vor glaubwürdig zu wirken.

9 Instagram-Marketing Fehler, die Social Media-Manager vermeiden sollten

1. Follower kaufen

Eine gute Instagram Präsenz und eine aktive Follower Gemeinschaft aufzubauen, bedeutet viel Arbeit. Sich das Ganze über gekaufte Follower zu erschleichen, wird nicht funktionieren.

Bei Hootsuite haben wir vor einiger Zeit ein Scheinkonto erstellt, um diese Taktik selbst zu testen, ob sie sich lohnt. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass sich bei dieser Taktik vor allem zwei Probleme auftun:

  • Kein Engagement: Zwar haben wir innerhalb von nur einem Tag mehr als 1000 Follower hinzugewonnen, für unseren geteilten Content jedoch keinerlei Likes oder Kommentare erhalten.
  • Riskante Zielgruppe: Bei genauerem Hinsehen stellten wir fest, dass unsere Followerschaft vor allem aus Teenagern und Bots bestand, die unangebrachten Content posten. Nicht gerade die Art von Accounts, mit denen Sie in Verbindung gebracht werden möchten.

Wie wir in unserem Leitfaden So finden Sie mehr Instagram Follower erwähnen, sollten Sie eine gute Strategie erstellen, hochwertigen Content teilen und mit Ihrer Zielgruppe interagieren, anstatt Ihr Geld für gekaufte Follower auszugeben.

Bonus: Laden Sie sich diesen kostenlosen Leitfaden herunter und entdecken Sie, wie Sie die Interaktion in den sozialen Medien steigern können – durch verbesserte Zielgruppenanalyse, genauere Kundenansprache und die einfach zu nutzende Social Media-Software von Hootsuite.

2. Die Zahlen ignorieren

Sobald Sie Ihren Instagram-Account eingerichtet haben, ist die Versuchung groß, einfach drauflos zu veröffentlichen. Wollen Sie Instagram aber optimal nutzen, dann sollten Sie auf die Zahlen achten. Experimentieren Sie ein wenig herum, um herauszufinden, welcher Veröffentlichungszeitraum, welcher Content und welche Hashtags die meisten Reaktionen und das stärkste Engagement bringen.

Einige Kennzahlen, die Sie verfolgen sollten sind:

  • Follower – sowohl Zuwachs als auch Verlust von Followern
  • Engagement – Likes und Kommentare zu Ihren Posts
  • Wie werden welche Hashtags genutzt?
  • Click-through Rate für die URLs in Ihrer Bio
  • Erwähnungen
  • Veröffentlichungsfrequenz
  • Zielgruppen-Demographie
  • Verkäufe via Instagram (indem Sie z.B. einen speziellen Instagram Coupon erstellen)

Sie können Ihren Erfolg beispielsweise mit Insights ermitteln, dem Analytics Tool von Instagram. Instagram Insights informiert Sie, wer Ihre Follower sind, wann diese online sind und mehr. Sie können auch die Performance bestimmter Posts und Stories sehen.

Zahlen und Statistiken sind zwar nicht die einzigen Indizien, mit denen Sie Ihren Erfolg auf Instagram messen können, doch sie liefern Ihnen zumindest jederzeit praktische Hinweise darauf, was Sie gerade richtig (oder falsch) machen.

3. Zu viel Eigenwerbung

Was für alle Werbeinstrumente gilt, hat auch hier seine Gültigkeit: Wer die User auf Instagram andauernd mit der Nase auf das eigene Unternehmen stößt, schreckt sie ab und wird sein Publikum auf diese Art schnell verprellen.

Wenn Sie ausschließlich Bilder Ihres Produkts oder Ihr Logo posten, können Sie davon ausgehen, dass Ihre Follower bald das Interesse verlieren werden. Gehen Sie die Sache also lieber etwas dezenter an und versuchen Sie, die Werte, die Ihre Marke oder Ihr Produkt verkörpern, visuell darzustellen.

Auf dem Instagram-Account von IKEA Canada findet sich beispielsweise ein guter Mix aus Bildern von Mitarbeitern, Lifestyle Content und den Produkten, die das Unternehmen verkauft. Das kreiert ein umfassendes Bild von der Marke und zeigt gleichzeitig, wie die Produkte auch außerhalb des Geschäfts aussehen.

4.  Bildunterschriften nicht genug Aufmerksamkeit schenken

Auf der Suche nach mehr Engagement, sollten Sie auf keinen Fall Ihre Bildunterschriften vernachlässigen. Die helfen nicht nur dabei, Ihren Posts mehr Kontext zu geben, sondern können auch Ihr Publikum zum Interagieren anregen.

In einer vor kurzem veröffentlichten Studie über die Psychologie des Teilens wurde festgestellt, dass wir vor allem Dinge teilen, die bestimmte Emotionen in uns hervorrufen. Im Wesentlichen aktivieren emotionale Reize das Nervensystem und steigern das Übermitteln von Nachrichten.

Unser Beitrag Ideen, Tipps und Strategien für richtig gute Bildunterschriften auf Instagram kann Ihnen dabei helfen. Einige Tipps vorweg:

  • Positionieren Sie die wichtigsten Wörter an den Anfang. Bildunterschriften werden in den Feeds oft nach wenigen Textzeilen abgeschnitten, platzieren Sie @-Erwähnungen daher ans Ende.
  • Ermutigen Sie Ihre Zielgruppe zur Interaktion indem Sie Fragen Stellen. Das können produktbezogene Fragen sein, oder auch generelle.
  • Scheuen Sie sich nicht vor Emojis. Dieses visuelle Element verschafft Aufmerksamkeit und verleiht Persönlichkeit.

5. Hashtags falsch verwenden

91 Prozent aller Instagram-Beiträge enthalten zwischen einem und sieben Hashtags – schon daran sieht man, dass diese Schlagworte sehr wichtig sind.

Zu den häufigsten Fehlern zählt es, Hashtags zu oft oder zu selten zu verwenden; manchmal tauchen aber auch völlig irrelevante Hashtags auf.

Die wichtigste Funktion eines Hashtags ist es, anderen die Möglichkeit zu geben, etwas zu entdecken – also mit Hilfe relevanter Schlagworte Themen und interessante Nutzer zu finden. Wenn Sie Ihre Beiträge mit zu vielen oder irrelevanten Hashtags garnieren, entwerten Sie Ihren Instagram-Auftritt und riskieren den Verlust Ihrer Glaubwürdigkeit. #Tun #Sie #das #lieber #nicht.

Auf der anderen Seite tun Sie sich keinen Gefallen, wenn Sie es versäumen, Hashtags in Ihre Beiträge einzubauen, sondern lassen sich eine wichtige Chance entgehen, entdeckt und kontaktiert zu werden. Um mehr darüber zu erfahren, wie Sie Instagram Hashtags richtig einbauen, lesen Sie unseren Leitfaden.

6. Content nicht bearbeiten

Bearbeitete Bilder und Videos können zu 45% mehr Engagement führen. Wenn Sie diesen Schritt auslassen, verpassen Sie womöglich eine gute Chance Ihre Marke ins Rampenlicht zu rücken.

Bewahren Sie jedoch die Balance, denn zuviel des Guten kann auch schaden. In Zeiten von zahllosen zur Verfügung stehenden Bildbearbeitungsprogrammen gibt es keine Entschuldigung mehr für schlechte Bildqualität. Hier sind einige Tipps für Ihre Smartphone Kamera, die Ihnen helfen werden:

  • Nehmen Sie stets mehrere Bilder des gleichen Objektes auf (das bedeutet, dass Sie diese außerhalb der App schießen müssen) – das erhöht die Chancen, dass ein wirklich gutes dabei ist. Einige Kamera Alternativen sind VSCO Cam und Afterlight.
  • Folgen Sie dem Licht und versuchen Sie stets Fotos in indirektem natürlichen Licht zu schießen. Oder während der Golden und Blue Hours. Achten Sie zudem auf Schatten und Reflexionen, die in Ihren Fotos auftauchen können, denn diese lenken von Ihrem Hauptobjekt ab.
  • Bearbeiten Sie Ihr ausgewähltes Bild vorsichtig und übertreiben Sie es nicht mit den Filtern. Apps wie VSCO CamSnapseed, Priime, und Afterlight bieten eine Reihe von Optionen, die Ihre Fotos am Ende entweder professionell oder amateurhaft aussehen lassen.
  • Finden Sie Ihren Stil und bleiben Sie dabei. Wer immer wieder dieselben Filter einsetzt, etabliert einen Stil, der für Wiedererkennung bei den Followern sorgt.

Sie suchen nach den passenden Tools um Ihre Bilder und Videos weiter zu optimieren? Dann lesen Sie unseren Beitrag 14 der besten Instagram-Apps, die Ihren Content noch attraktiver machen.

 

7. Nicht mit anderen Nutzern interagieren

Wie die meisten anderen Social Media-Plattformen ist auch Instagram keine Angelegenheit, die man einmal einrichtet und dann vergisst. Wenn Sie das Bestmögliche aus der App herausholen wollen, müssen Sie mit anderen Nutzern interagieren.

So funktioniert’s:

  • Folgen Sie anderen wichtigen Nutzern. Sie können diese mittels Hashtag-Suchen, der „Discover“-Seite oder einer Recherche darüber, wem Ihre Follower folgen bzw. wer ihnen gefällt, finden.
  • Beantworten Sie Kommentare und Fragen Ihrer Community. Beim Marketing geht es in erster Linie um den Aufbau von Beziehungen. Daher ist es nur logisch, sich an Gesprächen Ihrer Community zu beteiligen.
  • Teilen Sie regelmäßig nutzergenerierten Content. Zeigen Sie, dass Sie Ihre Fans schätzen, indem Sie deren Content teilen.

8. Neue Ad-Features nicht ausprobieren

Ungefähr 120 Millionen Instagram Nutzer besuchen jeden Monat eine Webseite, erhalten Wegbeschreibungen, mailen oder rufen ein Unternehmen von der App aus an.

Forrester stellte fest, dass führende Marken durchschnittlich mehr als 1 Million Follower haben. Diese Zahlen beweisen, dass die Zielgruppe gerne Unternehmensinhalte sieht.

Für Werbeanzeigen sehen die Zahlen noch vielversprechender aus. 70 Prozent aller Unternehmen sehen nach einer Instagram Werbekampagne einen bedeutenden Anstieg in Online Conversions. Wenn Sie noch keine Instagram Werbung nutzen, lassen Sie sich eine große Chance entgehen mit (potenziellen) Kunden in Kontakt zu treten.

Es gibt vier Arten von Instagram Ads: Foto-Anzeigen, Video-Anzeigen, Carousel Ads, und Stories-Ads. Für mehr Informationen zum Thema, lesen Sie unseren Beitrag Werbung auf Instagram: Der komplette Leitfaden für Unternehmen.

9. Instagram Stories ignorieren

Nutzer können in Instagram Stories verschiedene Fotos und Videos in einer Art Slideshow teilen, die nach 24 Stunden wieder verschwindet. Mehr als 200 Millionen Instagrammer nutzen täglich Stories, und eine von fünf Stories regt Zuschauer zu einer Direktnachricht an. Wenn Sie also an einer direkten Interaktionen mit Ihrer Zielgruppe interessiert sind, sollten Sie sich die Stories nicht entgehen lassen.

Folgendes sollten Sie beachten, wenn Sie Stories posten:

  • Erzählen Sie eine Geschichte. Nicht ohne Grund wird das Feature Stories genannt. Das Format bietet die Möglichkeit auch längere Geschichten auf einen spannende Art zu erzählen. Teilen Sie beispielsweise ein Schritt-für-Schritt Rezept oder führen Sie Ihr Publikum hinter die Kulissen Ihres Büros oder eines spannenden Events.
  • Seien Sie authentisch. Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, Ihr Instagram Content müsse makellos sein. Die Plattform lebt von Spontaneität (oder zumindest dem, was danach aussieht). Fehler sind erlaubt, zeigen Sie die Persönlichkeit Ihrer Marke.
  • Bieten Sie einen Mehrwert. Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Follower und überlegen Sie sich, ob Sie diesen Post als Privatperson sehen wollen würden. Werfen Sie einen Blick auf die Zielsetzung Ihrer Social Media-Strategie und stellen Sie sicher, dass Ihre Instagram Stories zu diesen Beitragen.
  • Seien Sie kreativ. Um Ihren Content interessanter zu gestalten, nutzen Sie alle Features, die Instagram Stories zur Verfügung stellt – Filter, Sticker, Text, Zeichenwerkzeug und Tagging-Funktionen.

Richtig gemacht bietet Instagram Unternehmen ein Riesenchance, ihre Vision mit der ganzen Welt zu teilen. Achten Sie also unbedingt darauf, die beschriebenen Instagram-Fehler zu vermeiden, damit auch Sie Instagram zum Erfolgsmodell machen.

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